Search

Your search for 'dc_creator:( "Plath, Robert (Erlangen)" ) OR dc_contributor:( "Plath, Robert (Erlangen)" )' returned 32 results. Modify search

Sort Results by Relevance | Newest titles first | Oldest titles first

Polysyndeton

(171 words)

Author(s): Plath, Robert (Erlangen)
[English version] (πολυσύνδετον, “vielfach zusammengebunden”). Stetige Setzung einer beiordnenden kopulativen oder disjunktiven Konjunktion (vgl. Quint. inst. 9,3,50: schema, quod coniunctionibus abundat: ... hoc πολυσύνδετον dicitur; ferner Rutilius Lupus 1,14: hoc schema efficitur, cum sententiae multorum articulorum convenienti copula continentur). Die stilistische Figur betrifft die Koordinierung einzelner Wörter oder synt. Einheiten (Wortgruppen, Satzteile, Sätze) und hebt die Quantität der einzelnen Elemente hervor. So sind z.…

Asyndeton

(119 words)

Author(s): Plath, Robert (Erlangen)
[English version] (ἀσύνδετον). “Unzusammengebunden”, vgl. Aristot.interpr. 17a 17 bzw. rhet. 1413b 29; lat. Entsprechungen: dissolutio (Quint.inst. 9,3,50) bzw. solutum (Aquila rhet. 41). Konjunktionslose Aneinanderreihung mindestens zweier koordinierter Syntagmen (Einzelwörter, Wortgruppen, Satzteile oder Sätze), die in inhaltlich-logischer Verbindung zueinander stehen. Man unterscheidet demnach Wort- und Satz-A. Gegensatz: Polysyndeton. Funktionen: enumerativ (additiv, Klimax bzw. Antiklimax), adversativ, summa…

Linear B

(987 words)

Author(s): Plath, Robert (Erlangen)
[English version] A. Grundsätzliches Die 1952 von M. Ventris und J. Chadwick entzifferte L. B-Schrift gibt den bislang frühesten griech. Dial., das Mykenische, wieder. Ebenso wie beim älteren Linear A bestehen die Schriftzeichen bei diesem Schriftsystem aus Linien (Griechenland, Schriftsysteme). Plath, Robert (Erlangen) [English version] B. Fundorte Die Konzentration auf die drei Regionen (a) Kreta (Knosos = KN [1; 2; 7], Khania = KH [5; 6; 7], Armenoi = AR, Mallia = MA, Mamelouko = MAM [7]), (b) Peloponnes mit Argolis (Mykenai = MY [4; 7],…

Apo koinu

(134 words)

Author(s): Plath, Robert (Erlangen)
[English version] (σχῆμα ἀπὸ κοινοῦ “durch Gemeinsames bewirkte Figur”, vgl. Apoll. Dysk. synt. 122,14). Abweichend von der ant. [1; 3.5-9] und bis h. [2] üblichen unscharfen Auffassung als generell einmaliger Setzung eines zwei (Teil-) Sätzen gemeinsamen Elementes (Ellipse, Zeugma) versteht man jetzt unter A. ›die sinngemäß wie grammatikalisch-syntaktische Beziehung eines Satzgliedes auf zwei andere‹ [3.12]. Das mehrfach bezogene Glied steht gewöhnlich zw. den betr. Einheiten. Beispiele: εὕδει δ' ἀνὰ σκάπτῳ Διὸς αἰετός (Pind. P. 1,6); γνώσῃ τέχνης σημεῖα τῆς ἐμῆς κλύων …

Indogermanische Sprachen

(903 words)

Author(s): Plath, Robert (Erlangen)
[English version] A. Allgemeines, Definition Seit Beginn des 19. Jh. v.a. im dt. Sprachraum (vgl. engl. Indo-European languages bzw. frz. langues indo-européennes) übliche Bezeichnung für eine Gruppe genetisch verwandter Sprachen, die sich in Ant. und MA auf einer gedachten, von SO nach NW verlaufenden Linie von Indien bis nach Nordeuropa (Germanen) erstreckte. Dieses Verbreitungsgebiet lieferte den Namen für diese Sprachfamilie, die alt- und spätbezeugte sowie im Lauf der Zeit ausgestorbene und noch lebende Fortse…

Labiovelar

(243 words)

Author(s): Plath, Robert (Erlangen)
[English version] (< lat. labium “Lippe” und velum “Segel”). Gleichzeitig mit Lippen und Gaumensegel artikulierter Verschlußlaut. Die L. kw gw gwh bilden mit den Velaren k g gh und den Palatalen ǵ ǵh die Gruppe der Gutturale und gehören zum uridg. Phonemsystem, das in allen indogermanischen Sprachen fortgesetzt, doch in keiner unverändert bewahrt ist. Die L. waren in den Kentumsprachen urspr. bewahrt. Im Griech. sind sie als solche erh. im Mykenischen des 2. Jt.v.Chr. und, z.T. als bes. Phoneme, doch phonet. verändert, bis in…

Mykenisch

(780 words)

Author(s): Plath, Robert (Erlangen)
[English version] Als M. bezeichnet man diejenige Sprachform des Griechischen, in der die in der Schrift Linear B verfaßten Texte aus der Spätbrz. (ca. 1420-1180 v.Chr.) wiedergegeben werden. Diese Silbenschrift (Griechenland, Schriftsysteme) eignet sich nur eingeschränkt für die Erfassung der gesprochenen Wortformen: So kann der Männername e-u-po-ro etwa als / Ehupōlos/Εὔπωλος, / Ehuporos/Εὔπορος, / Ehuphoros/ Εὔφορος oder / Ehuphrōn/Εὔφρων gelesen werden. Die phonematische Umsetzung der myk. Silbenzeichenfolgen beruht daher auf der oft kombinatorisch…

Indoarische Sprachen

(274 words)

Author(s): Plath, Robert (Erlangen)
[English version] Die i.S. umfassen die Mehrzahl derjenigen indogermanischen Sprachen, die auf dem ind. Subkontinent seit der Einwanderung aus NW im 2. Jt. v.Chr. gesprochen werden. Sie bilden zusammen mit den iranischen Sprachen den indoiran. Zweig dieser Sprachfamilie. Das Altindoarische (weniger genau: Altind.) beginnt gegen 1200 v.Chr. mit dem Vedischen und setzt sich im Sanskrit fort [1. 16-48]. Als altertümliche und frühbezeugte idg. Sprache hat es viele nicht nur formale Übereinstimmungen m…

Parenthese

(267 words)

Author(s): Plath, Robert (Erlangen)
[English version] Seit der Ant. üblicher t.t. (griech. παρένθεσις, παρέμπτωσις, lat. interpositio, interclusio, “Einschub”, vgl. Quint. inst. 9,3,23) für eine in einen Satz eingefügte Einheit, die von der gesamten synt. Umgebung strukturell unabhängig bleibt. Die P. kann aus einem einzigen Wort, einer Wortgruppe, einem ganzen Satz oder einem Satzgefüge bestehen und wird im Unterschied zur Ant. in den mod. Textausgaben durch Satzzeichen (Gedankenstriche, Kommata) kenntlich gemacht. Die P. begegnet unabhängig…

Griechenland, Schriftsysteme

(514 words)

Author(s): Plath, Robert (Erlangen)
[English version] Die Gesch. der Schrift (S.) zeigt, daß es auf der ganzen Welt grundsätzlich drei Verfahren gibt, um das gesprochene Wort schriftlich zu fixieren: Ideogramm-, Silben- und Laut-S. (in dieser Abfolge). Alle bekannten S. benutzen entweder eine dieser Methoden oder eine Kombination aus ihnen. Nur letztere eignet sich für eine adäquate Erfassung der Lautkomplexe. Den Sonderfall einer Laut-S. stellt die v.a. im Orient beheimatete Kons.-S. dar. Die ältesten S.-Zeugnisse in Hellas und der Ägäis stammen aus Kreta [2]: die hieroglyphisch-piktographische …

Prolepsis

(166 words)

Author(s): Plath, Robert (Erlangen)
[English version] (πρόληψις, “Vorwegnahme”; lat. anticipatio bzw. praeceptio). Urspr. t.t. der Gerichtsrede (Quint. inst. 4,1,49), der ein vorab erfolgtes Eingehen und Entkräften der gegnerischen Argumente bezeichnet, stellt die P. als rhet. Figur der synt. Umstellung die Vorwegnahme einer nominalen Satzkonstituente dar. Man unterscheidet die P. eines Adj. oder eines Subst.: Ein Adj. legt einem Subst. eine erst aus dem Verbalinhalt des Prädikates resultierende Absicht oder Folge bei (vgl. Liv. 2,6,7: “ ille est virinquitqui nos extorres expulit patria” ‘Jener ist der M…

Zeugma

(554 words)

Author(s): Plath, Robert (Erlangen) | Wagner, Jörg (Tübingen)
[German version] [1] Figure of speech (ζεῦγμα/ zeûgma, 'connection', in this case an 'incongruous combination'). A rhetorical and stylistic phenomenon of word economy, considered to be one of the figures, a special form of ellipsis: two or more syntactically coordinated substantives are connected as objects or subjects by a verb whose manner of use essentially matches only one of them (cf. Quint. Inst. 9,3,62 est per detractionem figura ..., quae dicitur ἐπεζευγμένον/ epezeugménon, in qua unum ad verbum plures sententiae referuntur, quarum unaquaeque desideraret ill…
▲   Back to top   ▲