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Your search for 'dc_creator:( "Denzel, Markus A." ) OR dc_contributor:( "Denzel, Markus A." )' returned 61 results. Modify search

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Endorsement

(957 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. Definition and functionAn endorsement is a signature written on the back (Italian, in dosso or in dorso) of a bill of exchange that entitles a person not previously involved in the bill to present it for payment. The endorsement effectively transferred the demand for payment derived from the bill to another person, which the signature written  in dosso confirmed. By means of endorsement, bills of exchange became a circulable form of paper currency. Like the bill of exchange itself (at the latest since the early 15th century), the endorsement devel…
Date: 2019-10-14

Indossament

(850 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. Begriff und FunktionI. bezeichnet einen auf die Rückseite (ital. in dosso oder in dorso) eines Wechsels geschriebenen Vermerk, der eine am bisherigen Wechselgeschäft noch nicht beteiligte Person ermächtigt, den Wechsel zu präsentieren. Mithilfe des I. wurde folglich die aus dem Wechsel herzuleitende Forderung einem anderen übertragen, was die in dosso geleistete Unterschrift bekräftigte. Unter Verwendung des I. wurde der Wechsel zu einem zirkulationsfähigen Papier. Wie der Wechsel selbst entwickelte sich (spätestens seit dem beginnenden 15. …
Date: 2019-11-19

Handelsusancen

(665 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
H. (von ital. usanza oder uso, »Brauch«, »Gepflogenheit«) sind gewohnheitsrechtliche Übereinkommen oder Handelsbräuche zwischen Kaufleuten, die verschiedene Teilbereiche von Handels-Geschäften betreffen. Sie waren seit dem hohen MA aus unterschiedlichen Bedürfnissen und Notwendigkeiten heraus entstanden und wurden traditionellerweise beibehalten, so z. B. die Art, wie Weizenpreise notiert wurden.An einzelnen Handelsplätzen (Messen oder Städten) gab es – bisweilen erheblich – unterschiedliche H.; für einen Kaufmann war es unabdingbar notwen…
Date: 2019-11-19

Zins

(911 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. Begriff und FormenDer Begriff Z. – von lat. census »(Vermögens-)Schätzung«, »Abgabe« –, in älteren Quellen vielfach lat. interesse genannt (daher engl. interest, franz. intérêt; vgl. Interesse), bezeichnete bis ins 18. Jh. das Entgelt sowohl für die Überlassung eines Geld- oder Sach- Darlehens als auch für die Nutzung von Boden oder Immobilien (Pacht- oder Miet-Z., Grund- und Erb-Z.; vgl. Bäuerliche Besitzrechte; Leistungen, bäuerliche), seither in der Regel nur noch Ersteres (vgl. auch Anleihe; Kredit). Insbes. in den bäuerlichen Gemeinschaften war die Bezahlung…
Date: 2019-11-19

Stapel

(1,086 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. GrundlagenHervorgegangen aus einem Niederlagsrecht an einem natürlichen Handels-Platz, nahm der S. bereits im HochMA Zwangscharakter an: Die durchreisenden Kaufleute wurden verpflichtet, an einem bestimmten Ort – häufig einer Flussquerung oder einer Straßenkreuzung – ihre Waren für einen bestimmten Zeitraum niederzulegen (d. h. zu »stapeln«), um sie der ortsansässigen Bevölkerung zum Verkauf anzubieten. Damit konnte die Verpflichtung einhergehen, die Waren nur an diesem Platz und an keinem anderen zu verkaufen, wie dies etwa die Hanse ab 1309 mehrfach der Stadt Brügge f…
Date: 2019-11-19

Außenhandel

(1,771 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. DefinitionA. ist im Gegensatz zum Binnenhandel der Teil des Handels, der Güter über die Grenzen eines Landes importiert ( Einfuhr) oder exportiert ( Ausfuhr) oder Güter einführt, um sie möglichst schnell und bisweilen bearbeitet oder veredelt wieder auszuführen (Reexport). In diesem Sinne betrieb jedes Territorium des frühnzl. Heiligen Röm. Reiches, das mit seinen Nachbarterritorien handelte, A. Wo der A. im Wesentlichen Entrepôt-Handel war (Stapelplatz), d. h. wo der größte Teil der Einfuhren zwischengelagert und r…
Date: 2019-11-19

Kommerzielle Revolutionen

(598 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
Der 1942 von Raymond de Roover eingeführte Begriff [2] K. R. wird in der wirtschaftshistor. Forschung für epochale Veränderungen im Bereich der Handels-Geschichte benutzt, wenn sich kommerzielle Innovationen in einem bestimmten Zeitraum bündelten und damit einen Schub in der langfristigen Entwicklung des Handels auslösten. De Roover setzte die K. R. des MA im 13. Jh. an, während die moderne Forschung eher von einer Zeitspanne vom späten 12. bis zum 14. Jh. ausgeht. Während der ma. K. R. wurden in Italien der bargeldlose Zahlungsverkehr (Wechsel), die doppelte Buchführung un…
Date: 2019-11-19

Ausfuhr

(653 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
A. (Export) ist derjenige Teil des Außenhandels, der die Verbringung von Gütern aus dem eigenen Wirtschaftsraum in einen fremden (ausländischen) und die damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen betrifft (Lagerhaltung, Spedition etc.; zu Details vgl. Außenhandel).In der Nz. wurde die A. von Waren verschiedentlich offiziell geregelt, vorrangig durch A.-Verbote. Unter einem A.-Verbot versteht man ein obrigkeitliches Verbot der A. vor allem von als strategisch wichtig angesehenen Gütern, wie etwa Waffen, Rohstoffen, Nahrungs…
Date: 2019-11-19

Fernhandel

(1,947 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. Begriff und BedeutungDer F. oder »internationale« Handel (ein für das MA wie die Frühe Nz. etwas anachronistischer Begriff) bildete einen zentralen Anker des wirtschaftlichen Geschehens sowohl in Europa selbst als auch zwischen Europa und den außereurop. Wirtschaftsräumen. Im Gegensatz zum Lokal- und Regionalhandel oder gar zum Hausierhandel überwand der F. weite Strecken und sorgte für einen Waren- und Geldverkehr zwischen auch weit voneinander entfernten Region Europas, seit dem 16. Jh. zunehmend auch zwischen Europa und außereurop. Regionen ( Überseehandel).Der F. w…
Date: 2019-11-19

Spedition

(710 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
Die S. wurde in der Nz. durchwegs als integrativer Teil des Handels betrachtet, wobei zwischen der »normalen« S., d. h. dem schlichten Transport zwischen zwei Orten, und dem sog. S.- oder Transithandel zu unterscheiden ist.Die S. als Teil des Handelsgeschäfts wurde in der Regel nicht professionistisch ausgeübt (vgl. Professionalisierung 4.2.). Die Fuhrleute, im Alpenraum Säumer, an größeren Flüssen Schiffer bzw. Flößer waren vielfach Bauern und Wirte, die im Nebengewerbe Transportaufgaben gegen Lohn übernahmen (Mischökonomie). Die Spezialisierung ganzer Dorfgemeinscha…
Date: 2019-11-19

Zollverein, Deutscher

(1,089 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. Rechtsnatur, MitgliederDer Dt. Z. war seiner Rechtsnatur nach noch kein fester Staatenbund, stellte jedoch deutlich mehr als einen einfachen, auf einen zentralen Aspekt der Wirtschaft – das Zoll-Wesen sowie im weiteren Sinne den Außenhandel – ausgerichteten Handelsvertrag dar und kann daher seiner Funktionsweise nach als ein Vorläufer der (heutigen) internationalen Organisationen gelten. Im Z. schlossen sich durch den Zolleinigungsvertrag vom 22. 3. 1833 zum 1. 1. 1834 Staaten des Deutschen Bundes zum Zweck einer gemeinsamen Zoll- und Handelspolitik zusammen. In di…
Date: 2019-11-19

Zahlungsverkehr

(2,024 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. Allgemeines Der Begriff Z. bezieht sich auf die Organisation der Einlösung von Zahlungsversprechen, die üblicherweise komplementär zu Handelsgeschäften gemacht werden. Vor der Entstehung nationaler Zahlungssysteme v. a. im Zuge des Aufbaus von Zentral-Banken (vgl. Notenbank; s. u. 4.3.) vollzog sich der Z. in der Regel direkt zwischen einzelnen Handelsplätzen mit je eigenen Finanzdienstleistungen, wobei staatliche und polit. Grenzen ohne Belang waren.Markus A. Denzel2. Zahlung auf WarenbasisZ. auf Warenbasis, d. h. die Bezahlung einer Ware mit einer anderen ( Tauschh…
Date: 2019-11-19

Zoll

(1,715 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. BegriffZ. (von spätlat. teloneum/telonium, »Z.-Haus«) bezeichnet eine Abgabe, die beim Transport eines Gutes über eine Z.- Grenze entsteht – sei sie innerhalb eines Staates ( Binnen-Z.) oder zwischen zwei Staaten (Außen-Z.). Binnen-Z. wurden v. a. dort erhoben, wo die Umgehung einer Z.-Station für den Händler oder Transporteur hohe Kosten verursacht hätte oder nicht möglich war. Im Landtransport geschah dies an wichtigen Brücken (Brücken-Z.), Furten, Tunnels, Stadttoren oder (Hauptverkehrs-)Straßen, zumal wenn diese (seit dem 18. Jh.) als Chaussee…
Date: 2019-11-19

Wechselbank

(741 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. Begriff W. sind – anders als Wechselstuben, wie sie bereits im spätma. Oberdeutschland bestanden – öffentliche Giro- und Depositenbanken, die in der Regel von Städten gegründet wurden, um als Clearing-Stelle mit einem multilateralen Abrechnungssystem den anwachsenden bargeldlosen Zahlungsverkehr besser regulieren zu können. Zugleich stabilisierten W. durch die Einführung einer Rechen-Währung (Bankwährung) die jeweils bestehenden Geld- und Währungsverhältnisse und trugen ggf. auch zur Sanierung des kommunalen Haushalts bei. W. erm…
Date: 2019-11-19

Handelsbücher

(1,221 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. Gattungsgeschichte und TypenH. zählen zu den wichtigsten Quellen für die Geschichte des Handels. Seit der im Italien des 12./13. Jh.s einsetzenden Kommerziellen Revolution sind zwei Hauptgattungen zu unterscheiden.(1) Mit der Herausbildung einer wie auch immer gearteten Buchführung entstanden Geschäftsbücher im engeren Sinne, die erfolgte kaufmännische Transaktionen (einschließlich der damit im Zusammenhang stehenden Korrespondenz) dokumentierten. Im Laufe der Jahrhunderte und v. a. im Zuge der Durchsetzung der doppelten Buchführ…
Date: 2019-11-19

Jahrmarkt

(1,271 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. AllgemeinEin J. (auch Kirmes genannt) war eine Marktveranstaltung mit regionalem Einzugsbereich, die einmal oder mehrmals im Jahr stattfand und sich dadurch vom Wochenmarkt [9. 147, 149], aber auch von der überregional bis international ausgerichteten Messe unterschied. Der J., der auf einem festgelegten Marktplatz stattfand und z. T. auch über einen eigenen Marktbezirk, z. T. sogar über eine eigene Architektur verfügte, besaß (wie eine Messe) einen Bezug zu einem kirchlichen Fest – einem Christus-, Marien- oder Heiligen-Fest – und wurde in größeren zeitliche…
Date: 2019-11-19

Handel/Handelswege

(2,419 words)

Author(s): Denzel, Markus A. (Göttingen) RWG
Denzel, Markus A. (Göttingen) RWG [English version] A. Einleitung (RWG) Um die Frage der Kontinuität des Handels, insbes. im Mittelmeerraum, von der ant. in die nachant. Welt entspann sich seit den 1920er Jahren eine heftige Forschungsdiskussion, die Dopsch 1918-20, dann Pirenne 1922 entfachten und die letztlich bis heute andauert. Allerdings haben sich die Positionen zwischen uneingeschränkter Kontinuität einerseits und tiefem, langandauerndem Entwicklungsbruch andererseits inzwischen sehr weit angenäher…

Handelsgesellschaft

(1,363 words)

Author(s): Denzel, Markus A. | Pfister, Ulrich
1. Grundlagen Im modernen Handelsrecht ist eine offene H. ein Zusammenschluss von zwei oder mehr natürlichen bzw. juristischen Personen zur Betreibung eines Handelsgewerbes unter einer gemeinsamen Firma. H. in diesem Sinn waren seit dem Ausgang des MA verbreitet. Allerdings finden sich Vertragsvarianten dergestalt, dass zwischen reinen Kapitalgebern, die meist nur mit ihrer Einlage hafteten, und voll haftenden Kapitalführern unterschieden wird oder dass die Rechte und Pflichten der aktiven Geschäf…
Date: 2019-11-19

Aktie, Aktiengesellschaft

(1,426 words)

Author(s): Walter, Rolf | Denzel, Markus A.
1. AktieDas Wort Aktie (= A.; von lat. actio, »klagbarer Anspruch«) im Sinne von »Anteilsschein« kam über die Niederlande als Lehnwort ins Deutsche. Dies erklärt sich dadurch, dass aktienmäßige Beteiligungen zuerst in den Niederlanden vorkamen. A. bezeichnet das Rechtsverhältnis des Aktionärs gegenüber der Aktiengesellschaft (= Ag.). Die A. repräsentiert sowohl einen Teil des Grundkapitals als auch ein Anteilsrecht des Aktionärs. Durch die A. werden heute sowohl Vermögensrechte (z. B. Gewinnanspruch, Be…
Date: 2019-11-19

Handel

(7,180 words)

Author(s): Denzel, Markus A. | Pfister, Ulrich
1. BegriffH. bezeichnet die gehäufte, systematische Übertragung von Verfügungsrechten bzw. von Eigentum an Gütern, in der Regel unter Nutzung von Geld (Geldwirtschaft). H. kann, muss aber nicht institutionell in einen Markt eingebunden sein. Zwar dominierte vor 1850 in den europ. und außereurop. Wirtschaften die Subsistenzwirtschaft (d. h., dass die Produktion landwirtschaftlicher und gewerblicher Güter für den Eigenbedarf im Rahmen der Hauswirtschaft gegenüber der Produktion und Vermarktung gehandelter Güter überwog); dennoch nahm das Vo…
Date: 2019-11-19
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