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Zauberpapyri

(418 words)

Author(s): Betz, Hans Dieter
[English Version] Zauberpapyri, geläufige Bez. für eine Sammlung griech.-äg. magischer Texte (PGrM; Magie: II.,2.), die auf Anregung von Albrecht Dieterich durch Karl Preisendanz hg. wurde (Bd.1, 1928; Bd.2, 1931; Bd.3 durch Kriegseinwirkung 1943 vernichtet). Durch Neufunde ständig vermehrt, haben sich Inschriften, Symbole und Zeichnungen nicht nur auf Papyrus, sondern auch auf Metallfolien, Ostraka und Gemmen zu einem weitverzweigten Spezialgebiet antiker Religionsgesch. entwickelt. Zugleich werd…

Religionsgeschichtliche Schule

(2,214 words)

Author(s): Hartenstein, Friedhelm | Betz, Hans Dieter
[English Version] I. Begriff und Geschichte Unter dem Begriff R. Sch. (unklar, ob urspr. Fremd- oder Eigenbez.) wird eine Gruppe von dt. prot. Theologen zusammengefaßt, die Ende des 19. und Anfang des 20.Jh. einen bleibenden Einfluß auf die theol. Wiss. ausübten. Es handelt sich um keine theol. »Schule« im strikten Sinn, sondern um eine ab 1884 in Göttingen entstandene Interessengemeinschaft junger Gelehrter. Den Kern bildeten in der ersten Generation um den Kirchenhistoriker A. Eichhorn die in Göttingen habilitierten Neutestamentler W. Bousset, J. Weiß und W. Wrede, die Alttestamentler A. Rahlfs und H. Gunkel sowie der Systematiker E. Troeltsch. Das Selbstverständnis der sog. »kleinen Göttinger Fakultät« von 1890 (Bousset, Weiß, Wrede, Rahlfs, Troeltsch) hat Troeltsch in seinem Nachruf auf Bousset skizziert (ChW 34, 1920, 281–283). Danach wandten sich die einst wegen A. Ritschl nach Göttingen gekommenen späteren Mitglieder der R. Sch. unter dem Einfluß von P.A. de  Lagarde und B. Duhm »von den wirklichen und vermeintlichen Schablonen Ritschlscher Dogmatik, aber auch von Wellhausenscher Literarkritik« (Smend 163) ab. Statt dessen sollte die christl. Rel. in ihrem hist. Kontext Gegenstand der Forschung werden. Mit dieser Neuorientierung verband sich die Wahrnehmung von Rel. als einem Phänomen konkreter Gemeinschaften, wobei unmittelbares Erleben den Vorrang vor jeder Lehrbildung beanspruchte. Die Untersuchung bibl. Texte sollte nicht mehr isoliert und auf den Kanon begrenzt geschehen, sondern vor dem Hintergrund des »Spätjudentums« (Bousset) und der ao. Kulturen. Das Christentum erschien in diesem Licht als synkretistische Rel., als Produkt hist. Entwicklung, dessen Eigenbegrifflichkeit auf den modernen Betrachter zunächst fremd wirkt (vgl. Gunkels Arbeit »Die Wirkungen des Hl. Geistes nach der populären Anschauung der apostolischen Zeit und der Lehre des Apostels Paulus«, 1888). Die Situierung der Texte in der gelebten Rel. führte einerseits zur Betonung des Kultes (: VII.), andererseits zur Hervorhebung der individuellen rel. Persönlichkeit als entscheidender Instanz der Sinnbildung. Die Bedeutung Jesu bemißt sich dann an seiner herausragenden ethischen Verkündigung. Eine »Absolutheit des Christentums« gelte nur, insofern es die bisher höchste Stufe der religionsgesch. Entwicklung darstelle (E. Troeltsch, Die Absolutheit des Christentums und die Religionsgesch., 1902). Als Vorläufer der R. Sch. kann v.a. der Historismus benannt werden (Paulsen 45–53). Auch hat die im 19.Jh. stark erweiterte Quellenlage für die ao. und antiken Rel. zu religionsgesch. Vergleichen herausgefordert. So gehörten in den Umkreis der R. Sch. auch Gelehrte wie der Assyriologe Heinrich Zimmern und die Altphilologen R. Reitzenstein und P. Wendland. Die R. Sch. hat ihr Programm in zahlreichen Einzelstudien verwirklicht (s.u. II.), in denen die durch sie neu etablierte traditionsgesch. (Traditionskritik), später auch die formgesch. Methode (Formen/Gattungen) vorgeführt wurden. Gegen die Unschärfen in der Abgrenzung von Traditions- und Religionsgesch. und die teils kühnen Herleitungen atl. und ntl. Theologumena aus ao. Wurzeln erhob sich bald Kritik (dazu Paulsen). Jedoch bewies die R. Sch., zu der im weiteren auch R. Otto und H. Greßmann sowie in zweiter Generation Gustav Hölscher, R. Bultmann und M. Dibelius gehörten, die Relevanz ihrer Fragestellung. Infolge der veränderten theol. Gesamtlage nach 1918 und nach dem Tod der meisten Vertreter der ersten Generation hat die R. Sch. bald an Einfluß verloren. Jedoch haben die durch ihre Mitglieder gegründeten Reihen (FRLANT…

Plutarch

(1,116 words)

Author(s): Hülser, Karlheinz | Betz, Hans Dieter
[English Version] (ca.45 n.Chr. Chaironeia – vor 125 n.Chr.) I. Philosophie Beim Studium in Athen wurde P. von Ammonios für den Platonismus gewonnen. Später unterhielt er in seiner Heimatstadt eine philos. Schule, in der man v.a. Plato las, sich aber auch mit anderen philos. Richtungen auseinandersetzte, zumal mit den Stoikern (Stoizismus) und Epikureern (Epikureismus). P. hatte gute Kontakte zu einigen namhaften Philosophen seiner Zeit und pflegte wie v…

Seelenwanderung

(1,185 words)

Author(s): Betz, Hans Dieter | Dehn, Ulrich | Dan, Joseph | Schmidtke, Sabine
[English Version] I. Religionswissenschaftlich 1.Zum Begriff. Antike Lehren von der S. reichen zurück bis zu den Vorsokratikern des 6./5.Jh. v.Chr. (Empedokles, Pythagoras, Orphiker/Orphik), wobei ein Dualismus von Leib und Seele vorausgesetzt ist. Danach ereignet sich die Geburt eines Menschen nicht als ganzheitliche Neuschöpfung, sondern als Wiedereinkörperung einer präexistenten Seele. Wiederholte Einkörperungen schließen nicht nur Menschen jeden Standes, sondern auch Tiere und Pflanzen ein und d…

Ritus/Ritual

(5,464 words)

Author(s): Hutter, Manfred | Stausberg, Michael | Schwemer, Daniel | Gertz, Jan Christian | Hollender, Elisabeth | Et al.
[English Version] I. Religionswissenschaftlich 1.?  Zum Begriff Ritus (R.) bzw. Riten und Ritual (Rl.) werden sowohl in der Alltagssprache als auch in religionswiss. Fachsprache häufig synonym verwendet, wodurch Unschärfen entstehen. R. ist etym. mit Sanskrit »ṛta«, »Recht, Ordnung, Wahrheit, Brauch«, verwandt, insofern kann der R. als »kleinster« Baustein eines Rl. angesehen werden, das man als komplexe Handlungssequenz nach einem (logischen) Funktionszusammenhang definieren kann. Innerhalb einer dr…