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Your search for 'dc_creator:( "Markschies, Christoph (Heidelberg)" ) OR dc_contributor:( "Markschies, Christoph (Heidelberg)" )' returned 62 results. Modify search

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Heraklas

(188 words)

Author(s): Markschies, Christoph (Heidelberg)
[English version] Vor seiner Bekehrung zum christl. Glauben besuchte H. mit seinem Bruder Plutarchos, der später den Märtyrertod starb, zunächst den Unterricht des platon. Philosophen Ammonios [9] Sakkas (Eus. HE 6,19,13), traf dort nach fünfjährigem Unterricht auf Origenes als Mitstudenten und besuchte dann dessen Unterricht in Alexandreia (Eus. HE 6,3,2). Zu einem bestimmten Zeitpunkt übertrug Origenes H. die Anfänger unter seinen Schülern (Eus. HE 6,15). H. galt selbst als gefeierter Lehrer (Eus. HE 6,31,2) und gehörte offenbar zu den Presbytern, die für d…

Pacianus

(133 words)

Author(s): Markschies, Christoph (Heidelberg)
[English version] Nach 343 Bischof von Barcinona (h. Barcelona), starb vor 393; aus seinem Leben ist praktisch nichts bekannt. Von ihm sind drei Briefe an den Novatianer Sympronianus erh., in denen er gegen den Novatianismus (Novatianus) Stellung nimmt (CPL 561), ferner ein Büchlein Paraenesis sive exhortatorius libellus ad paenitentiam (‘Aufforderung zur Buße, CPL 562) und ein Sermo de baptismo (‘Predigt über die Taufe, CPL 563). Ein Cerv(ul)us (‘Hirsch) gegen das pagane Neujahrsfest, den Hieronymus erwähnt (vir. ill. 106), ist verloren. Der Autor verfügt übe…

Athenagoras

(184 words)

Author(s): Markschies, Christoph (Heidelberg)
[English version] von Athen (2.Jh. n.Chr.). Von diesem Autor stammt sicher eine mit πρεσβεία ( presbeía) überschriebene Apologie an die Kaiser Marcus Aurelius und Commodus (CPG I 1070; [1]); ob die am Ende dieses Textes angekündigte Schrift über die Auferstehung (§ 37) mit der in Paris. graec. 451 überlieferten (CPG I 1071) identisch ist, ist umstritten. Neben kritischen Voten, die diese Identifikation ebenso dem Kopisten zuschreiben wie die Angabe “Philosoph aus Athen” im Parisinus (Schoedel), finden sich auch Verteidiger der Authentizität (Barnard). Die Apologie muß zw. 17…

Ruricius von Limoges

(152 words)

Author(s): Markschies, Christoph (Heidelberg)
[English version] Christl. Bischof und Autor; war zunächst verheiratet (Hochzeitslied: Sidon. carm. 11), entschloß sich unter Einfluß des Faustus [3] Reiensis 477 zum asketischen Leben und wurde schließlich 485 Bischof. Er starb kurz nach 507. Ein Epitaph auf ihn und seinen Nachfolger, den Enkel R. II., findet sich bei Venantius Fortunatus (carm. 4,5). Erh. sind 2 B. mit 18 bzw. 64 (65) Briefen, dazu 14 Briefe an R. Unter diesen Texten finden sich v. a. Empfehlungsschreiben und bischöfliche “Allta…

Apostelbriefe

(259 words)

Author(s): Markschies, Christoph (Heidelberg)
[English version] Mit A. bezeichnet man ant. christl. “Briefe”, die einem ἀπόστολος zugeschrieben wurden: a) solche, die in den ersten vier Jahrhunderten in den Kanon des Neuen Testamentes aufgenommen wurden, und b) solche, die zu den Apokryphen zählen: So 1. der pseudo-paulinische Laodicenerbrief, der sich in vielen lat. Bibelhss. findet, 2. der Briefwechsel zwischen den Korinthern und Paulus, 3. der Briefwechsel zwischen Seneca und Paulus 4. der Ps.-Titusbrief ›Über den Stand der Keuschheit‹, 5. die Epistula Petri, ferner, aus der Briefüberlieferung der gnostische…

Fortunat(ian)us

(125 words)

Author(s): Markschies, Christoph (Heidelberg)
[English version] Der Afrikaner F. amtierte wohl von 342-368/370 als Bischof von Aquileia, nach Hieronymus schrieb er unter Constantius [2] II. (337-361) einen Evangelienkomm. Titulis ordinatis brevi sermone rusticoque (Hier. vir. ill. 97,1). Vielleicht hieraus sind drei kleine Fr. erh. geblieben (CPL 104); Hieronymus benutzte das Werk für seinen eigenen Matthäus-Komm. (praef.: PL 26,200 und epist. 10,3). F. nahm 345 Athanasios in Aquileia auf, soll dann aber Liberius von Rom zur Nachgiebigkeit gegenüber dem homöischen Rei…

Pachomios

(247 words)

Author(s): Markschies, Christoph (Heidelberg)
[English version] (Παχώμιος), der 292 n.Chr. wohl in Latopolis/Esna geb. wurde und 346 an der Pest starb, gilt als Begründer des koinobitischen Mönchtums in Äg. und als Verf. der ersten Mönchsregel; koinóbion (im Sinne von koinōnía, “Gemeinschaft”) heißt die von ihm gegr. pachomianische Mönchsgemeinschaft durchgängig in der Vita prima [2. 24]. P. wurde in einer paganen ägypt. Familie geb. und konvertierte anläßlich seiner Einschreibung in die Armee mit etwa zwanzig J. zum Christentum. Nach seiner Rückkehr in das unterägypt. Chenoboskion (“Gän…

Apollonius

(148 words)

Author(s): Markschies, Christoph (Heidelberg)
[English version] Ein röm. Märtyrer A. ist gemäß der ältesten Überlieferung nach dem Prozeß vor dem stadtröm. Prätorianerpräfekten Tigidius Perennis 184/185 enthauptet worden. Die Quellen bieten ein unterschiedliches Bild: Nach Eusebios, der vermutlich die griech. Akten einsehen konnte, wird A. von seinem Diener denunziert und nach einem Auftritt vor dem Senat hingerichtet (Eus. HE 5,21,2-5). Hieronymus (Vir. ill. 42,1 und Ep. 70,4) bezeichnet ihn als Senator. Die griech. überlieferte Märtyrerakte…

Barnabasbrief

(190 words)

Author(s): Markschies, Christoph (Heidelberg)
[English version] Der Verf. des als Brief gerahmten Traktates (CPG I 1050), der zu den sog. Apostelvätern zählt, nennt sich selbst nicht. Die Hss. sowie christl. Theologen des 2./3.Jh. wie Clemens und Origenes (der den Brief als καθολικὴ ἐπιστολή einschätzt: c. Cels. 1,63) geben als Autor den Paulusbegleiter Barnabas an. Der erste Teil (Kap. 2-16) legt die hl. Schrift (= das AT) auf Gott, Christus und das neue Gottesvolk aus; der zweite (17-20) bietet eine “Zwei-Wege-Lehre” und stellt die Christen…

Christlich-palästinische Sprache und Literatur

(586 words)

Author(s): Markschies, Christoph (Heidelberg)
[English version] A. Sprache Das Christl.-Palästinische ist ein Dial. des Aramäischen, genauer des Westaramäischen, zu dem auch das Nabatäische, Palmyrenische, Jüdisch-Aramäische, Samaritanische und das bis h. gesprochene Neuwestaramäische (Sprachinsel Maalūla bei Damaskus/Syrien) gehören. Da er sich einer der älteren syr. (d.h. Estrangelō, eigentlich στρογγύλη) verwandten Schrift bedient, wird er im nichtdeutschen Sprachraum eher Syro-Palästinisch genannt, obwohl er dem jüdisch-palästin. Aramäisc…

Priscillianus, Priscillianismus

(1,072 words)

Author(s): Markschies, Christoph (Heidelberg)
Spätant. spanischer Asket und christl. Theologe; Bezeichnung für die von ihm begründete asketische Bewegung. [English version] I. Leben des Priscillianus und Geschichte des Priscillianismus Weite Teile der Biographie des P. bleiben im dunkeln und werden durch die gegnerische Überl. verzeichnet. Geboren wurde P. wahrscheinlich vor 350 n. Chr.; er stammte verm. aus einer vermögenden Familie Spaniens. Seine rhet. Bildung deutet auf eine standesgemäße Erziehung. Im Zusammenhang mit seiner Zuwendung zum asketischen Leben li…

Papias

(145 words)

Author(s): Markschies, Christoph (Heidelberg)
[English version] (Παπίας). Bischof oder Gemeindeleiter in seiner Heimatstadt Hierapolis [1], schrieb um 125/130 n.Chr. eine ‘auslegende Darstellung der Herrenüberlieferung in fünf Büchern (Λογίων κυριακῶν ἐξηγήσεως συγγράμματα πέντε), von der nur Fr. erh. sind. Wichtig, aber umstritten sind die histor. Informationen über die Autoren des NT aus dem Vorwort (Eus. HE 3,39,15f.). Allerdings bevorzugte P. die mündliche Jesus-Überl.; nach Eirenaios [2] (anders Eusebios [7]) war er ein Hörer des Iohanne…

Carmen contra paganos

(111 words)

Author(s): Markschies, Christoph (Heidelberg)
[English version] Der Pariser Prudentius-Cod. Lat. 8084 überliefert fol. 156r-158v 122 V. eines anon. Schmähgedichtes (CPL 1431), das sich gegen einen praefectus ( urbis oder praetorio orientis), vermutlich V. Nicomachus Flavianus d.Ä., vielleicht aber auch Vettius Agorius Praetextatus richtet. Der Text ist nicht nur eine christl. Reaktion auf die pagane röm. Renaissance unter Symmachus, sondern auch Zeugnis christl. Vergilrezeption. Das C. gehört zur Gattung apologetischer Dichtungen und gibt interessante Hinweise auf die pagane röm. Religiosität der Spätant. Markschies…

Hermas, Hermae Pastor

(573 words)

Author(s): Markschies, Christoph (Heidelberg)
[English version] Bei dem Werk ‘Der Hirt des H. (griech. nur Ποιμήν/ Poimḗn, lat. Liber pastoris nuntii paenitentiae bzw. Liber Hermae prophetae) handelt es sich um eine christl. prophetische Schrift, mit Stilmerkmalen einer Apokalypse, ohne jedoch diesem Genre ganz zu entsprechen. Sie wird h. zu den Apostolischen Vätern (Apostelväter) gezählt. Der Titel ‘Hirt (Ποιμήν) für das Gesamtwerk erscheint bereits im Canon Muratori, einem westl. Kanonverzeichnis (eher Ende 2. Jh. als 4. Jh.: Z. 74); der Titel deckt allerdings nur den zweiten Teil des Werkes (visio…

Predigt

(1,494 words)

Author(s): Markschies, Christoph (Heidelberg)
[English version] I. Allgemeines, Begriff und Ursprünge Als P. bezeichnet man diejenige Rede (griech. ὁμιλία/ homilía, lat. sermo), die seit dem 2. Jh. im Kontext eines ant. christl. Gottesdienstes (Kult, Kultus IV.) im Anschluß an Lesungen aus den Heiligen Schriften (Bibel) vorgetragen wurde. Gegenstand der P. waren entweder Themen der Lesungen oder das aktuelle Fest bzw. die Festzeit und schließlich zunehmend auch Heilige (B.); dabei wurden die Texte mit Hilfe allg. eingeführter Auslegungsmethoden (z. B. der A…

Antiochenische Schule

(211 words)

Author(s): Markschies, Christoph (Heidelberg)
[English version] Mit diesem modernen Namen bezeichnet man eine Gruppe von Theologen, die als Exegeten hervorgetreten sind. Ein wirklicher Schulzusammenhang ist erst unter Theologen nachweisbar, die sich von ca. 350 bis ca. 430 zeitweilig in Antiochia aufhielten, so Diodor von Tarsus, seine Schüler Theodor von Mopsuestia, Johannes Chrysostomos und deren (?) Schüler Theodoret von Kyrrhos. Die Spezifika der Schule werden deutlich in ihren exegetischen Arbeiten, so in den methodischen Prologen eines …

Cyprianus

(966 words)

Author(s): Markschies, Christoph (Heidelberg)
[English version] [1] C. Gallus Heptateuchdichter s. Heptateuchdichter Markschies, Christoph (Heidelberg) [2] C. Thascius Caecili(an)us Theologe, Bf. von Karthago 248/9 [English version] A. Biographie Caecilius Cyprianus qui et Thascius (so der überlieferte Name; er enthält das ursprüngliche punische Cogn. Thascius C. und das nach dem Taufpaten Caecilianus - so Pontius, vita 4 - bzw. Caecilius - so Hier. vir. ill. 67 - gewählte neue christl. Cogn. [1. 110, Anm. 1]) stammte aus einem reichen Elternhaus. Vor seiner Bekehrung…

Apostelväter

(178 words)

Author(s): Markschies, Christoph (Heidelberg)
[English version] Nach J. B. Cotelier, auf den der Begriff zurückgeht, gehören dazu Schriften von drei angeblichen Paulusschülern: 1. der Barnabasbrief (Gal 2,1; 1 Kor 9,6), 2. zwei Briefe, die Clemens von Rom (Phil 4,3) zugeschrieben werden, 3. der ›Hirt des Hermas‹ (Röm 16,4) sowie Werke zweier mutmaßlicher Johannesschüler: 4. sieben Briefe des Bischofs Ignatius von Antiochien; 5. ein Brief und weitere Überlieferungen Polykarps von Smyrna. Heute ist es üblich, dazu noch hinzuzunehmen 6. die Frag…

Pektoriosinschrift

(194 words)

Author(s): Markschies, Christoph (Heidelberg)
[English version] Inschr. (IG XIV 2525 = SEG 29, 825 = [1]) auf einer Marmorplatte, die 1839 in Augustodunum/ Autun aufgefunden wurde. Sie besteht aus drei elegischen Distichen (V. 1-6) und fünf Hexametern (V. 7-11). Es handelt sich - neben der Aberkiosinschr. - um eines der bekanntesten Zeugnisse der ant. christl. Epigraphie; in der gegenwärtigen Gestalt stellt sie ein Grabepigramm dar, das ein Pektorios für seine Mutter stiftete. Die ersten sechs Verse bilden das Akrostichon ΙΧΘΥΣΕ, so daß man d…

Agape

(259 words)

Author(s): Markschies, Christoph (Heidelberg)
[English version] Im NT (Jud 12) wird a. auch für das “Liebesmahl” verwendet, insofern es sich um eine Veranstaltung der Bruderliebe handelt (Tert. apol. 39,16: a. entspricht dilectio). Bei Tertullian bezeichnet sie eine den ant. Kultmahlen vergleichbare, gemeinsame Gemeindemahlzeit. Da Ignatios (ca. 110 n. Chr.) die Gemeinde in Smyrna ermahnt, nicht ohne den Bischof die a. zu halten, dürfte hier noch eine gemeinsame Feier von Eucharistie und Sättigungsmahl gemeint sein, wie sie Paulus für Korinth bezeugt (1 Kor 11,20-34), die z. T. bis ins 5. Jh. ü…
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