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Your search for 'dc_creator:( "Nissen, Hans Jörg" ) OR dc_contributor:( "Nissen, Hans Jörg" )' returned 63 results. Modify search

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Luristan

(69 words)

Author(s): Nissen, Hans Jörg (Berlin)
[English version] Gebirgsprov. des mittleren iran. Zagros, die seit dem 6. Jt. besiedelt war. Bes. bekannt ist L. durch die zahlreichen Bronzewaffen und -geräte aus (beraubten) ausgedehnten Friedhöfen v.a. des 1. Jt. v.Chr., die sich in zahlreichen Museen befinden. Nissen, Hans Jörg (Berlin) Bibliography F. Hole (Hrsg.), The Archaeology of Western Iran, 1987  L.Vanden Berghe, La nécropole de Mir Khair au Pusht-i Kuh, L., in: Iranica Antiqua 14, 1979, 1-37.

Höyük

(32 words)

Author(s): Nissen, Hans Jörg
[English version] auch Hüyük. Türkisch für Hügel, meist gebraucht für hügelartig aufgebaute alte Siedlungsstellen, und in gleicher Weise wie das arabische Tell Bestandteil vieler Namen arch. Ruinenstätten. Nissen, Hans Jörg

Sippar

(171 words)

Author(s): Nissen, Hans Jörg
[English version] Dieser Ort ist auf folgenden Karten verzeichnet: Mesopotamien voller Name S.-Jaẖrurum [1; 2], h. Abū Ḥabba. Eine der bedeutendsten Städte Nordbabyloniens, die in der sumerischen Königsliste unter die Städte “vor der Sintflut” gerechnet wird; Hauptkultort des Sonnengottes Šamaš. Die Anfänge gehen in das 4. vorchristl. Jt. zurück, die Blütezeit fällt in das 2. und 1. Jt. Als S. kann auch die nahe gelegene Zwillingsstadt S.-Amnānum (h. Tall ad-Dair) bezeichnet werden. Reiche Textfunde aus d…

Tepe

(24 words)

Author(s): Nissen, Hans Jörg
[English version] (oder Tape, Tappe; türkisch “Hügel”). Häufig Bestandteil heutiger Namen von vorder- bis zentralasiatischen Ruinenstätten. Gleichbedeutend mit Tell. Nissen, Hans Jörg

Teima

(140 words)

Author(s): Nissen, Hans Jörg
[English version] (Taimā). Oase in NW-Arabien an der Weihrauchstraße, die entlang der W-Seite der Arab. Halbinsel führte. Früheste Siedlungsspuren weisen ins späte 2. Jt. v. Chr. T. wird unter den arabischen Stämmen erwähnt, die der assyrische Herrscher Tiglatpileser III. im J. 733 v. Chr. besiegte (vgl. AT Jes 21,14). Der letzte Herrscher des neubabylonischen Reiches Nabonid hielt sich von 552 bis 542 v. Chr. in T. auf (Kultstadt der Mondgottheit). Nach der achäm. Periode stand T. - selbst im na…

Tell

(107 words)

Author(s): Nissen, Hans Jörg
[English version] (oder Tall; arabisch tall, Pl. tulūl; “Hügel”, dann auch “Siedlungshügel”). Häufiger Bestandteil heutiger Namen von vorderasiatischen Ruinenstätten. In Vorder- bis Zentralasien verbreitete Form von ehemaligen Siedlungsstellen, die durch übereinander gelagerte Siedlungsschichten z. T. bis in erhebliche Höhe anwuchsen. Eine Rolle spielt dabei das am weitesten verbreitete Baumaterial, der ungebrannte Lehmziegel, da solche Bauten in der Regel nur wenige Jahrzehnte überdauern, bevor sich d…

Persepolis

(526 words)

Author(s): Nissen, Hans Jörg (Berlin)
[English version] Dieser Ort ist auf folgenden Karten verzeichnet: Achaimenidai | Alexandros | Hellenistische Staatenwelt | Indienhandel (h. Taḫt-e Ǧamšīd; griech. Πέρσαι Πόλις/ Pérsai Pólis, Περσέπολις/ Persépolis (Diod. 17,70,1 u.ö.; Strab. 15,3,6); lat. Persepolis (Curt. 5,4,33 u.ö.; Amm. 23,6,42); altpersisch Pārsa, gleichlautend mit dem Namen der Landschaft Persis). Am NO-Rand der Marv Dašt-Ebene, ca. 60 km nördl. von Šīrāz nahe dem Ausgang des Tales gelegen, durch das im Alt. und h. die Straße nach Pasargadai und Iṣfahān verläuf…

Yazılıkaya

(150 words)

Author(s): Nissen, Hans Jörg
[English version] Hethitisches Felsheiligtum (datiert um 1260 v. Chr.), ca. 2 km nö der Hauptstadt Ḫattusa. In einer Kalksteinbank liegen - durch einen Spalt von außen zugänglich - zwei natürlich geformte Haupt- und zwei Nebenkammern, deren senkrechte Felswände von Reliefs bedeckt sind. Vor dem Eingang befanden sich mehrere Gebäude, die als Eingangsbereich für das eigentliche Heiligtum in den oben offenen Felskammern dienten. Im Zentrum der Darstellung der Nordwand von Kammer A begegnen sich die h…

Sogdiana

(266 words)

Author(s): Nissen, Hans Jörg
[English version] (Σογδιανή). Landschaft des Achaimenidenreiches zw. Oxos (Araxes [2]) und Iaxartes, zur 16. Satrapie gehörig; die Bewohner hießen Sogdianoí oder Sógdoi, altpersisch Sug(u)da, avestisch Su γδ a, sogdisch Sughdh. Hauptort war Marakanda (h. Samarkand), Stützpunkt achaimenidischer Herrschaft im Ostiran. Im Baubericht des Dareios [2] II. für seinen Palast in Susa ist die S. als Lieferant für Lapis Lazuli und Karneol genannt. Die S. spielte eine wichtige Rolle im Handel mit den Steppenvölkern und den Gebieten en…

Timna

(100 words)

Author(s): Nissen, Hans Jörg
[English version] Rechtes Seitental des Wādī l-Araba, ca. 30 km nördl. des Golfes von Aqaba. Hier fanden sich reiche Kupfervorkommen, die vom 4. Jt. v. Chr. bis in die islamische Zeit mit Hilfe von bis zu 35 m langen, in den Fels getriebenen Stollen ausgebeutet wurden. Schmelzplätze bezeugen in situ-Verhüttung. Bes. zu erwähnen ist ein äg. Tempel aus der Zeit Sethos' [1] I. (1290-1279) und Ramses [2] II. (1279-1213). Nissen, Hans Jörg Bibliography W. G. Dever, s. v. Timna, The Oxford Encyclopedia of Archaeology in the Near East, Bd. 5, 1997, 217 f.  B. Rothenberg, Timna:…

Turfan

(236 words)

Author(s): Nissen, Hans Jörg
[English version] Ort und Oasengebiet (“T.-Becken”) im östl. Xinjian/China, südl. des Tien-Schan-Gebirges, am nö Rand der Taklamakan-Wüste, wichtige Station an der Seidenstraße. Dort finden sich zahlreiche histor. und arch. bedeutsame Orte: 10 km westl. des h. T. liegt die chinesische Festung Jiao-he, die vom 2. Jh. v. bis 5. Jh. n. Chr. Hauptstadt des Königreiches Chesti war. 30 km östl. von T. entstand um 100 v. Chr. Gao-chang, später Kutscha genannt, seit 640 von einer lokalen chines. Dyn. behe…

Marathos

(153 words)

Author(s): Nissen, Hans Jörg (Berlin)
[English version] Dieser Ort ist auf folgenden Karten verzeichnet: Diadochen und Epigonen | Phönizier, Punier h. Amrīt; bed. Stadt im nördl. Phönizien südl. von Arados [1], dem sie im J. 333/2 v.Chr. (Arr. an. 2,13,8; 14,1; 15,6; Curt. 4,1,6) wie auch 218 (Pol. 5,68,7) unterstand. Um die Mitte des 2. Jh. war M. unabhängig und konnte sich gegen die Aradier wehren (Diod. 33,5f.). Nach Strab. 16,2,12 war M. zerstört und sein Land an Siedler aus Arados aufgeteilt, doch muß die Stadt noch weiter existiert haben (M…

Steppe

(268 words)

Author(s): Nissen, Hans Jörg
[English version] Als S. werden semi-aride Vegetations- und Klimabereiche bezeichnet, die im Verhältnis zur Temperatur unzureichende Niederschläge für einen Baumbewuchs aufweisen. Diese Vegetations- und Klimaform findet sich in SO-Europa, Nordafrika, in verschiedenen Gebieten des Vorderen Orients, Südrußlands und Zentralasiens. Je nach jährlichen klimatischen Bedingungen können die Grenzen sowohl zum Agrarland als auch zu Wüsten fließend sein; in letzterem Fall wird auch von Wüsten-S. gesprochen. …

Ziwiye

(97 words)

Author(s): Nissen, Hans Jörg
[English version] Ort in NW-Iran mit Resten der Eisen-III-Zeit (7. Jh. v. Chr.). Die unter der Herkunftsangabe Z. publizierten, z. T. prunkvollen Gegenstände aus Gold, Silber, Br., Elfenbein und Keramik in zahlreichen Museen und Slgg. stammen allerdings alle aus Raubgrabungen mit unbekannter Lokalisierung: Z. ist eine von Antikenhändlern kreierte und von den meisten Archäologen nicht hinterfragte Angabe. Nissen, Hans Jörg Bibliography O. W. Muscarella, “Ziwiye” and Ziwiye: The Forgery of a Provenience, in: Journ. of Field Archaeology 4, 1977, 197-219  Ders., Art and Ar…

Tocharoi

(141 words)

Author(s): Nissen, Hans Jörg
[English version] (Τόχαροι Strab. 11,8,2; lat. Tochari: Iust. 42,2,2; Thocari: Plin. nat. 6,55; Τάχοροι: Ptol. 6,16,4; Athagurae: Amm. 23,6,66; Θαγούροι: Ptol. 6,16,2). Innerasiatische Stammesgruppe, nach der eine idg. Sprache als Tocharisch benannt ist. Sie wird im Kontext der Westwanderung der Yüezhi nach der Niederlage 176 oder 174 v. Chr. gegen die Hiung-nu (verm. zentralasiat. Vorgänger der Hunni) genannt. Nach der Geogr. des Ptolemaios [65], bei Strabon und Iustinus (s.o.) in Kan-su, Sogdiana und Baktria …

Susiana

(60 words)

Author(s): Nissen, Hans Jörg
[English version] (ἡ Σουσιανή, vgl. OGIS 54,17; Pol. 5,46,7); h. der ebene Teil von Ḫūzestān, Iran. Seit dem 3. Jt. v. Chr. Hauptregion des Reiches von Elam, Satrapie des Achämenidenreiches, in seleukidisch-sāsānidischer Zeit als Elymais bezeichnet. Bedeutendster Ort (seit 4000 v. Chr.) war Susa. Nissen, Hans Jörg Bibliography E. Carter, M. W. Stolper, Elam: Surveys of Political History and Archaeology, 1984  J. Wiesehöfer, Das ant. Persien, 1993.

Thumna

(97 words)

Author(s): Nissen, Hans Jörg
[English version] (Θούμνα: Ptol. 6,7,31; Τάμνα: Strab. 16,4,2-4 und Steph. Byz.; Thomna: Plin. nat. 6,153; 12,64; inschr. Tumna, vgl. biblisch Timna Gn 36,12; 1 Chr 1,51; h. Ḥaǧar Kuḥlān). An der Weihrauchstraße zw. Sabbatha und Mariaba im h. Jemen gelegen, einst Hauptstadt des Königreiches der Qatabān ( Kattabaneís). Grabungen erbrachten neben Wohnhäusern einen Torbau, einen Tempel und Gräber. Die Datier. ist noch unsicher: 685/430 v. bis 100/200 n. Chr. Nissen, Hans Jörg Bibliography G. W. van Beek, s. v. Timna, The Oxford Encyclopedia of Archaeology in the Near …

Uruk

(456 words)

Author(s): Nissen, Hans Jörg
[English version] Dieser Ort ist auf folgenden Karten verzeichnet: Mesopotamien (h. al-Warkā; sumerisch unu(g)ki; im AT Erek/ rk, vgl. Gn 10,10; griech. Ὀρχόη/ Orchóē). Stadt in Südbabylonien, 1849 durch W. K. Loftus entdeckt, seit 1912 (mit Kriegspausen) von dt. Archäologen erforscht. Auf Ansiedlungen des 5. Jt. v. Chr. entwickelte sich U. in der 2. H. des 4. Jt. (“U.-Zeit”) zu einer der ersten Großstädte mit 250 ha Fläche. Verm. seit ältester Zeit war U. die Kultstadt der Inanna/Ištar. In Eanna, ihrem heiligen Be…

Ichara

(112 words)

Author(s): Nissen, Hans Jörg (Berlin)
[English version] (Ἰχάρα, h. Failaka). Insel im Persischen Golf an der Ostküste Arabiens. Das bei Ptolemaios (6,7,47 N) genannte I. wird heute allg. als Variante zu Ikaros aufgefaßt. Während die Identifikation lange zwischen Failaka, Kharg und Qaru schwankte, ist die Gleichung von Ikaros (und damit Ichara?) mit Failaka inzwischen inschr. bestätigt. Nach Arrianos (an. 7,20,2-3) erhielt die Insel ihren Namen von Alexander nach einer Insel in der Ägäis. Vermutlich geht der Name jedoch auf ein Heiligtum é-kara zurück, das in assyr. und aram. Quellen bezeugt ist. Nissen, Hans Jörg (Be…

Taschkent

(127 words)

Author(s): Nissen, Hans Jörg
[English version] Heute Hauptstadt Uzbekistans, am West-Hang des Tien-shan, in einer vom Čirčik (Nebenfluß des Iaxartes) bewässerten Oase. Das in chinesischen Quellen des 2. Jh. v. Chr. erwähnte Land Juni wurde später mit dem Gebiet von T. identifiziert. Lokaler Name war verm. Čač, wie er auch in islamischer Zeit gebraucht wurde; arabische Autoren verwenden Šaš. Erste Siedlungsspuren datieren vom 6.-4. Jh. v. Chr. (Šaš-Tepe). Ab dem 5. Jh. n. Chr. bildeten sich mehrere Ortschaften, die schließlich…
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