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Your search for 'dc_creator:( "Höcker, Christoph (Kissing)" ) OR dc_contributor:( "Höcker, Christoph (Kissing)" )' returned 154 results. Modify search

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Aedicula

(122 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Im röm. Kulturraum bezeichnet A. entweder einen sakralen Schrein (Lararium), oft in sepulkralem Kontext (Grabbauten), der Urnen oder Bilder der Verstorbenen enthielt, oder einen säulengerahmten Baukörper zur Aufnahme von Statuen und Gemälden, dann entweder als Einzelbauwerk auf meist mannshohem Podium stehend oder als Nische in einen Fassadenverbund integriert. Rück- und Seitenwände sind geschlossen, das flach geneigte Dach meist mit einem ornamentierten Giebel versehen. Vergleichbar ist im griech. Kulturraum der Naiskos. Höcker, Christoph (Kissing) B…

Entasis

(236 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Von Vitruv (3,3,13) überlieferter, in griech. Bauinschriften hingegen nicht bezeugter Begriff für die Schwellung der Säule, die die Anspannung dieses Baugliedes durch die Last des Gebälkes ausdrücken sollte. Zusammen mit der Inklination und der Kurvatur bildet die E. das wichtigste Element der optical refinements im griech. Säulenbau; die E. findet sich in extremer Ausführung in der archa. Baukunst Westgriechenlands (z.B. Paestum, “Basilika”), wird im späteren 6., dem 5. und 4. Jh.v.Chr. dann zu einer b…

Dorischer Eckkonflikt

(730 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Moderner t.t. für das Problem, im griech. Steinbau dorischer Ordnung eine gleichmäßige, um die Ecke biegende Abfolge von Triglyphos und Metope im Fries über einer Säulenstellung zu bewirken. In der kanonischen dor. Baustruktur lagert jede zweite Triglyphe mittig über einer Säule. Dies wird in dem Moment an der Ecke unrealisierbar, wo die Tiefe des Architravs (Epistylion) die Breite einer Triglyphe übersteigt, da dann entweder der Architrav nicht mehr zentriert auf dem Abacus des …

Crypta, Cryptoporticus

(192 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Von griech. κρυπτή; bezeichnet in der bei Athenaios 5, 205a überlieferten Beschreibung des Nilschiffes Ptolemaios' IV. einen abgeschlossenen, durch Fenster beleuchteten Wandelgang. In lat. Texten können mit c. verschiedene Architekturen wie Keller (Vitr. 6, 8), Gewölbe (Iuv. 5, 106) oder auch unterirdische, überwölbte Kult- oder Grabanlagen gemeint sein. In der modernen arch. Terminologie wird der Begriff cryptoporticus synonym zu c. verwandt; unter dieser allein bei Plinius (epist. 2,17,20; 5,6,27f.; 7,21,2) und Sidonius (epist. 2,2,10f…

Concha

(59 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Lateinisch für Muschel, Schnecke (griech. κόγχη/ kónchē); bezeichnet auch muschelförmig gebildete Gefäße oder große Trinkschalen, auch das schneckenförmige Tritonshorn (Verg. Aen. 6,171; Plin. nat. 9,9). In der frühchristl. Lit. steht c. für den oberen, halbkuppelförmigen Abschluß der Apsis und das für Taufe und Bad verwandte Wasserbecken. Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography G. Matthiae, s.v. Conca, EAA 2, 779.

Altar

(1,755 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing) | Prayon, Friedhelm (Tübingen)
[English version] A. Definition und Funktion Der gr.-röm. A. (ἐσχάρα, βωμός; lat. ara, “Brandstätte”) ist funktional und nicht als typisierter Gegenstand definiert; ein A. kann eine ephemere natürliche oder künstliche Erhebung, Herdstelle oder Bauwerk für Brand-, Trank- oder sonstige Opfer sein (im Gegensatz zur in den Boden eingetieften Opfergrube, dem βόθρος, Hom. Od. 10, 517; Lukian. Char. 22) und markiert das Zentrum einer Opferhandlung; es gibt Heiligtümer ohne Tempel, jedoch nie ohne A. ([23. 150]; ei…

Delphin

(593 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg) | Höcker, Christoph (Kissing)
(δελφίς und δελφίν, lat. delphinus und delphin). [English version] [1] Vertreter der kleinen lebendgebärenden Wale Ein im Mittelmeer häufiger Vertreter der kleinen lebendgebärenden Wale, mit einem Spritzloch (αὐλός), Lautäußerungen und Lungenatmung (Aristot. hist. an. 1,5,489a 35-b 5; 4,9,535b 32-536a 4; 8,2,589a 31-b 11 mit Diskussion seiner Rolle als Wassertier, ἔνυδρος), wurde hauptsächlich von den Griechen als “König der Wassertiere” (bzw. der Fische; Ail. nat. 15,17; Opp. hal. 1,643 und 5,421 bzw. 441) be…

Attillus

(32 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Römischer Mosaizist, signierte ein bei Oberwenigen nahe Zürich gefundenes Figuralmosaik ( Attillus fecit). Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography A. Blanchet, La mosique, 1928, 56  L. Guerrini, s.v. A., EAA 1, 906.

Cossutius

(311 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing) | Neudecker, Richard (Rom)
Röm. Familienname, seit dem 2. Jh.v.Chr. bezeugt [1. 189-203]. Der gens gehörten verschiedene Künstler an. [English version] [1] bei Vitruv genannter Architekt Der bei Vitruv (7, praef. 15ff.) als civis romanus bezeichnete Architekt C., der wohl unter Antiochos [6] IV. Epiphanes (Regierungszeit 176/5-164 v.Chr.) in Athen ‘den Bau des Olympieions unter Anwendung eines großen Grundmaßes nach korinthischen Symmetrien und Proportionen übernommen hat’ (Vitr. 7, praef. 17). Der urspr. von den Peisistratiden begonnene, spätarcha. …

Ianiculum

(92 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Einer der sieben Hügel Roms (Roma); am rechten Tiberufer gelegen und bereits in republikanischer Zeit durch vier Brücken mit dem Campus Martius verbunden. Wegen seiner mil. Bed. wurde der I. bereits früh in den ager Romanus mit einbezogen (Cass. Dio 37,27,3 - 37,28,1). Der Name I. geht vermutlich auf eine Kultstelle für Ianus zurück; seit der späten Republik war der von der Via Aurelia überquerte Hügel Ort verschiedener großer Gartenanlagen ( horti Agrippinae; horti Caesaris). Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography P. Liverani, s.v. I., LTUR 3, 1996, 89f. …

Cavea

(108 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] (“Höhlung”). 1. Tierkäfig, Bienenstock. 2. Gittergestell, von Walkern über Kohlefeuer gestellt, um Zeug zu trocknen. 3. Terrassenförmig aufsteigender Sitzraum im Amphitheater, Odeion und Theater, auch als öffentlicher Versammlungsplatz geläufig (z.B. Athen, Pnyx). In größeren Anlagen durch Umgänge in prima, media und summa c. geteilt, die verschiedenen Personengruppen zugewiesen waren. Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography W.A. McDonald, The Political Meeting Places of the Greeks, 1943  J.A. Hanson, Roman Theatre-Temples, 1959  D.B. Small, Soci…

Maenianum

(82 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Nach dem röm. Censor M. Maenius [I 3] benannte Galerie über den tabernae am Forum Romanum in Rom, von wo aus Zuschauer die Gladiatorenkämpfe verfolgen konnten. Das hier erstmals bezeugte Prinzip, die Randbebauung eines Forums zweistöckig und im oberen Stockwerk als Tribüne bzw. Aussichtsplatz zu gestalten, fand im 2. und 1. Jh.v.Chr. in der röm. Architektur (Forum) weite Verbreitung; hiernach wurden später die Ränge im Amphitheatrum als M. bezeichnet (Theater). Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography W.-H. Gross, s.v. M., KlP 3, 864.

Hippodamos

(512 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] aus Milet. Griech. Architekt, Stadtplaner und Autor staatstheoretischer Schriften; das fälschlich nach ihm benannte “hippodamische System” eines rechtwinkelig angelegten urbanistischen Rasters war in den Koloniestädten des Westens und in Ionien bereits in archa. Zeit bekannt (Insula; Städtebau). Die Lebens- und Schaffenszeit des H. ist ungewiß; mit ihm wird der Neuaufbau des in den Perserkriegen zerstörten Miletos (479 v.Chr.) ebenso verbunden wie der Bau der Stadtanlage von Peir…

Kommos

(353 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing) | Zimmermann, Bernhard (Freiburg)
[English version] [1] Hafen auf Kreta Dieser Ort ist auf folgenden Karten verzeichnet: Ägäische Koine | Dunkle Jahrhunderte | Kolonisation (Κόμμος). Hafenort an der Südküste Kretas, nahe Matala und Phaistos gelegen. In min. Zeit diente das um 2000 v.Chr. gegründete K. wohl bis zu seiner Zerstörung um 1200 v.Chr. als Hafen der Palastanlage von Phaistos. Nach ca. 200jähriger Verödung erfolgte um 1000 v.Chr. eine vermutlich auf phöniz. Impuls zurückgehende Neuansiedlung, die bis zum 4. Jh.v.Chr. zunehmend gräzisiert w…

Konistra

(34 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Von Pollux (3,154 und 9,43), Athenaios (12,518d) und weiteren späten Schriftquellen verwendeter Begriff für den ungedeckten, oft mit Sand bestreuten Hof des griech. Gymnasion; vgl. auch Palaistra. Höcker, Christoph (Kissing)

Leuchtturm

(284 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Das griech. φάρος/ pháros, lat. pharus bezeichnete, architektonisch geformte Seezeichen hat seine Vorformen in den bereits bei Homer (Od. 10,30 u.ö.) gen., auf Säulen oder Streben erhöht plazierten offenen Feuern, die die Einfahrten von Häfen (Piräus, 5. Jh. v.Chr.; Hafenanlagen) oder (selten) gefährliche Küstenpunkte markierten (wobei irreführende Küstenfeuer seit alters her zugleich ein bei Piraten gebräuchliches Mittel waren, Schiffe zwecks Ausplünderung stranden zu lassen; Schiffa…

Könnensbewußtsein

(262 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Von dem Althistoriker Ch. Meier [1. 435-439] geprägter mod. Begriff, mit dem das technisch-qualitative wie zugleich auch das damit interferierende polit. Selbstverständnis des Handwerkerstands in klass. griech. Zeit in demokratisch-pluralistischem Kontext präzisiert ist; K. umfaßt in diesem Sinne einen wichtigen Aspekt bzw. Teilbereich des griech. Begriffs téchnē (vgl. auch Demiurgos [2] und [3], Handwerk, Künstler, Kunst, Technik, technítai , Technologie). Neben anderen Handwerkszweigen begegnet bes. im Bauwesen des…

Fornix

(218 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Lat. Begriff für Bogen. Als t.t. der ant. Architektur bezeichnet f. den Bogen eines Gewölbes bzw. das Gewölbe selbst sowie den gemauerten Bogen einer Brücke oder eines Aquädukts; ferner überwölbte Lücken im Mauerwerk für Türen und Fenster (vgl. auch Gewölbe- und Bogenbau). Gemeint sein kann ferner ein Kellergewölbe oder Kellergeschoß; Schmutz und vermeintliche Lasterhaftigkeit der Kellerhöhlen begründen vermutlich die seit dem 1. Jh. n.Chr. gängige neue Bed. des Begriffs f. als “Bordell” (z.B. Hor. epist. 1,14,21 u.ö.) bzw. als Ausdruck für jede …

Hermokreon

(152 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing) | Albiani, Maria Grazia (Bologna)
[English version] [1] griech. Architekt, 3. Jh. v. Chr. Griech. Architekt des 3. Jh. v.Chr.; errichtete nach Strab. 10,5,7 und 13,1,13 aus dem Material eines aufgelassenen Tempels nahe Parion einen 1 Stadion (Längenmaße) langen Prunkaltar, der vermutlich auf Mz. dargestellt (London, BM) und dem hieronischen Monumentalaltar von Syrakusai gut vergleichbar war. Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography Overbeck, 2086-2087 (Quellen)  G.A. Mansuelli, s.v. H., EAA 4, 1961, 13 (mit Abb. 18). [English version] [2] Epigrammatiker, 3. Jh. v. Chr. Epigrammatiker nicht sicher erwies…

Metope

(250 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing) | Lienau, Cay (Münster) | Meyer, Ernst † (Zürich)
[English version] [1] Bauelement In griech. Bauinschriften μετόπιον/ metópion bzw. μετόπη/ metópē (Nachweise: [1. 29-32]), bei Vitruv metopa (vgl. [2]) gen. Öffnung oder Aussparung, die beim griech. Säulenbau im dor. Fries von zwei Triglyphen (Triglyphos) gerahmt wird. Im Holzbau dienten diese Öffnungen neben den als gekerbte Triglyphe endenden Balkenköpfen der Dachkonstruktion verm. der Belüftung des Dachstuhls. Der M.-Raum zw. den Triglyphen wurde bereits im frühgriech. Tempelbau mit eingefalzten Platten aus …
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