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Your search for 'dc_creator:( "Heesch, Matthias" ) OR dc_contributor:( "Heesch, Matthias" )' returned 8 results. Modify search

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Schütz

(140 words)

Author(s): Heesch, Matthias
[English Version] Schütz,  Alfred (13.4.1899 Wien – 20.5.1959 New York). Der Jurist Sch. beschäftigte sich zunächst nebenher mit soziologischen und volkswirtschaftlichen Themen. Sein Hauptwerk, »Der sinnhafte Aufbau der sozialen Welt«, erschien 1932 (61993). Zur Emigration gezwungen, arbeitete Sch. ab 1943 als Prof. für Soziologie in New York. Er bemühte sich zunächst in der Nachfolge von H. Bergson um ein Verständnis soziologischer Phänomene aus der Struktur von Selbsterfahrung heraus. Später versuchte er, die verstehende…

Utopie

(320 words)

Author(s): Heesch, Matthias
[English Version] (Begriff bei Th. Morus, 1516, sachlich schon antik), meint ein theorieförmiges oder belletristisches Konzept für die ideale Ausgestaltung bzw. Verbesserung des menschlichen Lebens nach rationalen oder rel. Grundsätzen, häufig unter den Prämissen fortschreitender Technisierung (positive U.). Die im 20.Jh. verbreitete negative U. (George Orwell, Aldous Huxley u.a.) warnt vor den unabsehbaren Folgen solcher Experimente. – U. beansprucht einen gedanklichen Überschuß gegenüber den Rea…

Sklavenmoral

(317 words)

Author(s): Heesch, Matthias
[English Version] . Der seit F. Nietzsche übliche Begriff meint ein Ethos, das – angeblich aus Selbstbescheidung, tatsächlich wegen eines Vitalitätsdefizits – auf direkte Selbstdurchsetzung verzichtet, aber durch Deformierung der Lebenskraft unterschwellig fatale Wirkungen entfaltet. – Die Entgegensetzung von S. und Herrenmoral hat drei Wurzeln: 1. Die antike Bindung ständischer Sondermoral an ontisch-personale Qualifikationen (Plato rep.), fortlebend in der kath. Vorstellung eines monastisch-kler…

Wertethik

(490 words)

Author(s): Heesch, Matthias
[English Version] ist eine von vorgegebenen Werten her begründete Ethik. Der Begriff hat sich in der neukantianischen und phänomenologischen praktischen Philos. des frühen 20.Jh. (M. Scheler, N. Hartmann) durchgesetzt, kann aber als sachliche Kategorie durchaus auch auf ältere Denkansätze angewandt werden. Nach Auffassung des Aristoteles ist gutes Handeln Vermeidung von Extremen zugunsten der Orientierung an einem objektiven »Mittleren« (e.N. II). Dieser Gedanke beherrscht die Antike in mannigfachen Abwandlungen, die sich durch das Hin…

Rigorismus

(648 words)

Author(s): Dehn, Ulrich | Heesch, Matthias
[English Version] I. Religionswissenschaftlich R. ist eine ethische Kategorie, die meist im Zusammenhang perfektionistischer Gemeinschaften angewendet wird. Sie meint ein unbeugsames und starres Festhalten an Grundsätzen des Verhaltens (und Denkens) und opponiert dem Laxismus als einer unbekümmerten und lässigen moralischen Gesinnung. Als Haltung, die nicht nur auf sich selbst und die eigene Gemeinschaft, sondern auch auf andere angewandt wird, kann R. zur Intoleranz (Toleranz/Intoleranz) werden, v…

Utopisten

(1,211 words)

Author(s): Heesch, Matthias | Richard, Pierard V.
[English Version] I. Begriff und Geschichte U. erstreben grundlegende Verbesserungen des menschlichen Lebens nach rationalen, rel. oder technischen Gesichtspunkten (häufig in Verbindung). Zur Darstellung ihrer Ideen bedienen sie sich oft einer zw. philos.-theol. Traktat und Erzählung schwankenden Form, die seit der namengebenden »Utopia« des Th. Morus (1516) Utopie benannt wird. Das Thema ist jedoch älter: Ausgangspunkt ist Platos »Politeia«: Die Gesellschaft soll den drei Seelenteilen entsprechen,…

Wert/Werte

(4,454 words)

Author(s): Großheim, Michael | Heesch, Matthias | Evers, Dirk | Mokrosch, Reinhold | Würtenberger, Thomas
[English Version] I. Philosophisch Der philos. Wertbegriff ist das Ergebnis einer Hypostasierung von Wertprädikaten, die Gegenständen oder Sachverhalten als Zeichen menschlicher Hochschätzung zugeschrieben werden. Von der Wertung wird auf einen W. geschlossen, der als Quelle von Normen fungieren soll. R.H. Lotze entwickelt den Wertbegriff Mitte des 19.Jh., als der Philos. ihr Anspruch auf Weltdeutung immer stärker von den aufstrebenden Naturwiss. streitig gemacht wird. Während Lotze das »Sein«, das Gleichgültige, bloß Faktische, den Wiss. als Thema überläßt, reserviert er für die Philos. das »Gelten« (Geltung). Der nicht seiende, sondern geltende W. zeichnet sich einerseits durch urspr. Abgetrenntheit von Dingen und Menschen, andererseits gerade durch eine bes. Bedeutsamkeit für den Menschen aus, die ihm durch Vermittlung über das Gefühl (Lust) deutlich wird. Damit ist das Wertkonzept von Anfang an durch eine Spannung bestimmt (Unabhängigkeit der W. – affektiver Einfluß der W. auf den Menschen). Während Lotze hervorhebt, daß der fühlende Mensch auf den eigenen W. der Dinge trifft, der unabhängig von unserer Willkür besteht, ist für den zweiten Popularisator des Wertbegriffs, F. Nietzsche, der Gegenstand ein Feld für beliebige Werteprojektionen des Menschen. Nietzsche gehört daher nicht zum Hauptstrang des Wertdenkens, der eine philos. Auffüllung des naturwiss. reduzierten Gegenstandes um seine erlebbaren Wertqualitäten anstrebt. Weil er W. nur als Resultate bestimmter Perspektiven der Nützlichkeit auffaßt, die der Aufrechterhaltung und Steigerung menschlicher Herrschaft dienen sollen, kann er eine »Umwertung der W.« fordern. In Anknüpfung an Lotze verschiebt W. Windelband das Gewicht der beiden Tendenzen: Der W. wird deutlicher vom nur individuellen Lustgefühl getrennt, die affektive Komponente eingeschränkt auf das Gefühl der Billigung oder Mißbilligung durch ein »Normalbewußtsein«. Gegen die Gefahr des von Nietzsche ausgehenden Relativismus der W. setzt er den Philosophen nicht als Schöpfer der W., sondern als ihren Sucher, die W. nicht als Machtwerte des einzelnen, sondern als Kulturwerte, die in einer höheren geistigen Realität begründet sind. Die Tendenz zur Absonderung eines Wertreiches aus Furcht vor dem Subjektivismus verstärkt sich bei Heinrich Rickert. Die geltenden W. dürften nicht mit den Gütern verwechselt werden, an denen sie »haften«. W. existieren nicht, sie stellen aber als Sollen Forderungen und wecken so unsere Teilnahme, während das bloß Existierende uns nicht berührt. Auch M. Schelers Versuch, die »reine Logik« durch eine »reine Wertlehre« zu ergänzen, ist von Lotze bestimmt: Es geht darum, das in der Wertwahrnehmung zentrale Emotionale einzubeziehen, dabei aber das Wertfühlen von subjektiven Schranken und hist.-soziologisch erklärbaren »Werttäuschungen« zu befreien. Das so gereinigte Emotionale soll dann einen urspr. apriorischen Gehalt präsentieren, eine ewige Rangordnung der W. Allerdings wendet sich Scheler gegen N. Hartmanns Platonismus der W. Während Scheler die Wertethik als spezifisch moderne Erscheinung nach dem Zusammenbruch der Güter- und Zwe…

Sklaverei

(4,188 words)

Author(s): Heesch, Matthias | Kessler, Rainer | Harrill, J. Albert | Luker, Ralph E. | Ludwig, Frieder
[English Version] I. AllgemeinUnter S. wird eine soziale Struktur (einschließlich deren rechtlichen und ethischen Normvorgaben) verstanden, in deren Rahmen (bestimmte) Menschen als Sachen verstanden un…