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Your search for 'dc_creator:( "Gordon, Richard L." ) OR dc_contributor:( "Gordon, Richard L." )' returned 66 results. Modify search

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Zurvan

(215 words)

Author(s): Gordon, Richard L. (Ilmmünster)
[German version] The Iranian god of time (Avestan: zruuan; Pahlavi: zamān). Z. had two forms: as the eternal time of divine existence he is zruuan akarana- (Avestan), 'the boundless time', as the period of the confrontation between Good and Evil, zruuan darengō.xvadāta, 'the time of long dominion'. Earlier it was assumed that within the Zoroastrian religion (Zoroastrianism) 'Zurvanism' represented a Median sonderform, a degeneration or a heresy. The myth in which the cosmogonic deity Z. enables both the transient rule of Evil (Ahriman) and the ultimate vi…

Magical spells

(1,227 words)

Author(s): Gordon, Richard L. (Ilmmünster)
(ὀνόματα βάρβαρα/ onómata bárbara, Lat. nomina barbarica). [German version] I. General Broad term for names, words and sounds used in ancient incantation practices of ritual magic and popular medicine. Their obscurity or indefiniteness was often understood by ancient observers as a synecdoche for the otherness of magic, above all in poetical depictions of fictional witchcraft rituals (e.g. Lucan, 6,685-693; Lucian, Dialogi Meretricii 4,5). From the magician's perspective, such utterances underpinned his au…

Boukoloi

(280 words)

Author(s): Gordon, Richard L. (Ilmmünster)
[German version] (Βουκόλοι; Boukóloi). Male members of Dionysian communities with different tasks, including dance (Lucian. Saltatione 79; schol. Lycoph. 212). The term relates to 1. shepherds in mythical stories who have been converted to servants of the god by witnessing a miracle (Eur. Bacch. 660-774); 2. the transformation of Dionysus from human to animal form, especially as a bull (idem 616-22; Plut. Quaest. Graec. 299b) [1]. The place associated with mythical shepherds is the mountains, the c…

Zauberpapyri

(1,157 words)

Author(s): Gordon, Richard L.
[English version] I. Allgemeines Loser Begriff für das stets zunehmende Corpus der griech.-ägypt. magischen Texte (Standard-Ed.: [1; 2], seitdem neu hrsg. Texte in [3]). Der wichtigste Unterschied besteht zw. den auf Papyrus geschriebenen Rezeptbüchern (bisher über 80 publizierte Expl.), die die Vorlagen für magische Handlungen enthalten, und direkt verwendeten Texten (mindestens 115 publizierte Exemplare) auf Pap., Metall (Bleitafeln), Tonscherben, Holz usw., die nur ausnahmsweise den erh. Vorlagen…

Zauberpuppe

(359 words)

Author(s): Gordon, Richard L.
[English version] Loser Begriff für eine anthropomorphe Statuette, die aus unterschiedlichen Materialien für spezifische rituelle Zwecke hergestellt wurde. Die konzeptuelle Voraussetzung solcher Statuetten, die als Zeichen bzw. Abbilder einer physisch-sozialen Existenz funktionierten, ist die kontextbedingte Aufhebung der Differenz zw. lebenden Geschöpfen und zur Selbstbestimmung unfähigen Gegenständen [1]. Solche Statuetten wurden in den altorientalischen Reichen für heilbringende wie auch für sc…

Mithras

(1,982 words)

Author(s): Gordon, Richard L. (Ilmmünster)
(Μίθρας, Μίθρης). [English version] I. Persien Ein hethitischer Vertrag mit den Mitanni (14. Jh. v.Chr.) enthält den frühesten Nachweis für M. ([1. Nr. 16]: Mitra). In den ältesten lit. Zeugnissen, den indischen Ṛg-Veda, ist Mitra der Gott, der zusammen mit Varuna für die Aufrechterhaltung der ṛta, der kosmischen Ordnung, verantwortlich ist. Ähnlich ist im Iran Mi θ ra einer der wichtigsten yazata (Götter), der die Menschen ‘auf den Pfad der aša, Ordnung’ ( Yašt 10,86; [2. 114f.]) führt und vielfältige soziale Beziehungen wie Verträge, Freundschaft, Ehe, Blutsverwandtschaft ( Yaš…

Selene

(412 words)

Author(s): Gordon, Richard L.
[English version] (Σελήνη, Μήνη/ Mḗnē, vgl. lat. Luna [1]). Der (weiblich gedachte) Mond, obwohl allg. als nächtliches Gegenstück der Sonne (Helios/Sol) bekannt, wurde im Griechenland der archa. und klass. Zeit kaum personifiziert (Personifikation): Weder in der epischen Trad., wo Nacht (Nyx) S. gewissermaßen ersetzt, noch (mit zwei Ausnahmen) bei den elegischen und lyrischen Dichtern kommt sie als Gottheit vor. Hesiodos scheint S. fast nachträglich in seine Kosmologie einzupassen, nämlich als Tocht…

Enyo

(140 words)

Author(s): Gordon, Richard L. (Ilmmünster)
[English version] (Ἐνυώ). Blasse weibliche Entsprechung zu Enyalios, von dessen Name E. eine Kurzform ist; Göttin des blutigen Nahkampfs. In Homers Ilias erscheint sie 5,333 mit Athene und in Vers 592 mit Ares, mit dem zusammen sie die Trojaner ermutigt. Ihr Erkennungsmerkmal ist der Kydoimos (Daimon des Nahkampfs), den sie wie eine Waffe schwingt (Il. 5,592, vgl. 18,535; schol. Hom. Il. 5,593). Genealogiebildungen aus diesen Passagen machten E. zur Mutter bzw. Tochter oder Amme des Ares (schol. H…

Zurvan

(211 words)

Author(s): Gordon, Richard L.
[English version] Der iranische Zeitgott (avestisch: zruuan; pehlavī: zamān). Z. hatte zwei Formen: Als die ewige Zeit des göttlichen Daseins ist er zruuan akarana- (avestisch), “die grenzenlose Zeit”, als die Periode der Konfrontation zw. Gutem und Bösem zruuan darengō.xvadāta, “die Zeit der langen Herrschaft”. Früher ging man davon aus, daß der “Zurvanismus” innerhalb der zoroastrischen Rel. (Zoroastrismus) eine medische Sonderform, eine Degeneration oder eine Häresie darstelle. Jetzt wird der Mythos, bei dem Z. als kosmogonische …

Theoi Megaloi, Theai Megalai

(460 words)

Author(s): Gordon, Richard L.
(θεοὶ μεγάλοι, θεαὶ μεγάλαι, lat. di magni). [English version] I. Allgemeines Bezeichnung für verschiedene Gottheiten bzw. Göttergruppen in der griech. Welt. Man unterscheidet zw. Gottheiten bzw. Göttergruppen, bei denen das Adj. “groß” als Ehrenepitheton verwendet wurde (z. B. Megálē Týchē, Theós hýpsistos mégas theós), und solchen, deren kultisches nomen proprium “Großer Gott” bzw. “Große Götter” war, wie den Th. M. in Karien (SEG 11,984; 2. Jh. n. Chr.). Die Inschr. belegen ein breites Verwendungsspektrum zw. diesen zwei Polen. Oft handelt es sich bei den Th. M. um Gott…

Enyalios

(537 words)

Author(s): Gordon, Richard L. (Ilmmünster)
[English version] (Ἐνυάλιος, auch dial. Formen). Gottheit des Nahkampfs, in histor. Zeit im Augenblick des Kampfbeginns angerufen. Schon in der Ant. war umstritten, ob E. nur ein Epitheton von Ares in lit. Texten oder urspr. eine eigenständige Gottheit war (schol. Hom. Il. 17,211; 22,132; schol. Soph. Ai. 179; schol. Aristoph. Pax, 457 = Alkm. fr. 104 Bergk/44 PMG). Diese Frage wurde teilweise dadurch versucht zu beantworten, daß E. als E-nu-wa-ri-jo in einer Liste von vier Gottheiten aus Knosos vorkommt. Unabhängig davon, wie man sich die myk. Gottheit auch vors…

Zauberworte

(1,068 words)

Author(s): Gordon, Richard L.
(ὀνόματα βάρβαρα/ onómata bárbara, lat. nomina barbarica). [English version] I. Allgemeines Loser Begriff für Namen, Worte und Laute, die in der ant. Inkantationspraxis sowohl der Ritualmagie wie auch der Volksmedizin verwendet wurden. Ihre Obskurität bzw. Undeutlichkeit wurde von den ant. Beobachtern oft als Synekdoche für das Anderssein der Magie, v.a. in poetischen Schilderungen vermeintlicher Hexenrituale verstanden (z. B. Lucan. 6,685-693; Lukian. Dialogi Meretricii 4,5). Aus der Perspektive des Magie…

Sol

(1,630 words)

Author(s): Gordon, Richard L. | Wallraff, Martin
(der röm. Sonnengott, griech. Helios/Ἥλιος). I. Griechisch-römisch [English version] A. Allgemeines Obwohl S. eine der wenigen unbestrittenen indeur. Gottheiten des Pantheons ist (vgl. gall. sulis, got. sauil, ahd. sôl, griech. *σαέλιος = ἥλιος/ hḗlios; [1]), spielte in Rom und der griech. Welt der öffentliche Kult der Sonne nur eine Nebenrolle, bis polit. Entwicklungen zu einer Affinität zw. S. und der Idee der Monarchie führten (Herrscherkult). Gordon, Richard L. [English version] B. Römische Republik Laut Varro wurde der So.-Kult in Rom vom Sabiner T. Tatius eing…

Mars

(2,454 words)

Author(s): Gordon, Richard L. (Ilmmünster) | Ley, Anne (Xanten)
[German version] I. Cult and myth Mars is one of the oldest Italic-Roman deities. His original functions have been superimposed to such an extent that it proves difficult, maybe even impossible, to determine today the concepts that the Italic-Roman people had of him. The limitation of his function to the aspect of war corresponded to the interest of the Roman aristocracy to control the social significance and use of warfare. Gordon, Richard L. (Ilmmünster) [German version] A. Name Of the different forms of the name, Mārs was probably the earliest, since it spread in Italy so ear…

Sol

(1,794 words)

Author(s): Gordon, Richard L. (Ilmmünster) | Wallraff, Martin (Bonn)
(the Roman sun god, Greek Ἥλιος/ Hḗlios). I. Graeco-Roman [German version] A. General summary Although S. is one of the few undisputed Indo-European deities of the pantheon (cf. Gallic sulis, Gothic sauil, Old High German sôl, Greek *σαέλιος/* sawélios = ἥλιος/ hḗlios; [1]), the public cult of the sun played only a subordinate role in Rome and the Greek world, until the time that political developments led to an affinity between S. and the concept of monarchy (ruler cult). Gordon, Richard L. (Ilmmünster) [German version] B. Roman Republic According to Varro, the cult of the 'Sun'…

Logos

(2,794 words)

Author(s): Ierodiakonou, Katerina (Oxford) | Gordon, Richard L. (Ilmmünster)
[1] Philosophisch [English version] A. Begriff Das griech. Subst. lógos (λόγος) ist von dem Verb légein, “sagen”, abgeleitet; es wurde von den griech. Philosophen umfassend und in einem weiten Bedeutungsspektrum gebraucht: Gesagtes, Wort, Behauptung, Definition, Darstellung, Erklärung, Ursache, Maßstab, Proportion, Verhältnis, Argument, vernünftiger Diskurs. Ierodiakonou, Katerina (Oxford) [English version] B. Vorsokratiker Versuche, die histor. Entwicklung des Wortgebrauchs bis ins einzelne nachzuverfolgen, haben sich als erfolglos erwiesen. Es…

Mars

(2,218 words)

Author(s): Gordon, Richard L. (Ilmmünster) | Ley, Anne (Xanten)
[English version] I. Kult und Mythos Mars ist eine der ältesten ital.-röm. Gottheiten. Seine urspr. Funktionen sind derart überlagert von der des Kriegsgottes, daß es heute schwierig, wenn nicht unmöglich ist, zu entscheiden, welche Vorstellungen die ital.-röm. Völker von ihm hatten. Die Beschränkung seiner Funktion auf den Aspekt des Krieges entsprach dem Interesse der röm. Aristokratie, die soziale Bed. und den Nutzen der Kriegsführung zu kontrollieren. Gordon, Richard L. (Ilmmünster) [English version] A. Name Von den verschiedenen Namensformen war Mārs wahrscheinlich di…

Luna

(1,084 words)

Author(s): Gordon, Richard L. (Ilmmünster) | Angeli Bertinelli, Maria Gabriella (Genoa)
[German version] [1] Roman Goddess of the moon Latin for moon. Gordon, Richard L. (Ilmmünster) [German version] A. Overview Deity as well as celestial body, L. was considered the subordinate (female) counterpart to Sol, the sun. In Roman etymology, the name derives from the Latin lucēre, ‘to shine’ (Varro, Ling. 5,68; Cic. Nat. D. 2,68), in modern etymology from the feminine form of the corresponding adjective * louqsna (connected to Lucina , cf. losna in Praeneste, CIL I2 549). Gordon, Richard L. (Ilmmünster) [German version] B. Public cult and temple The Roman antiquarians believed…

Logos

(3,385 words)

Author(s): Ierodiakonou, Katerina (Oxford) | Gordon, Richard L. (Ilmmünster) | Meister, Klaus (Berlin)
[1] Philosophical [German version] A. Term The Greek noun lógos (λόγος) is derived from the verb légein, ‘say’. Greek philosophers made extensive use of it in a wide range of meanings: what has been said, word, assertion, definition, interpretation, explanation, reason, criterion, proportion, relation, argument, rational discourse. Ierodiakonou, Katerina (Oxford) [German version] B. Pre-Socratics Attempts to trace the use of the word in detail have proved to be unsuccessful. It is, however, evident that logos was already being used by the Pre-Socratics, chiefly in re…

Syncretism

(1,979 words)

Author(s): Gordon, Richard L. (Ilmmünster) | Gippert, Jost (Frankfurt/Main)
I. In the context of religious studies [German version] A. General remarks In a religious context, syncretism can be defined as the process of either a peaceable or a contentious mutual permeation of elements taken from two or more traditions [1]. Here 'tradition' is inevitably an ambiguous concept; in considering Antiquity, scholars traditionally distinguish between 'internal syncretism' and 'contact-based syncretism'. 'Internal syncretism' refers to the transfer of manifestations, names and epithets from one deity to another within a single polytheisti…
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