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Your search for 'dc_creator:( "Rudolph, U." ) OR dc_contributor:( "Rudolph, U." )' returned 13 results. Modify search

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Muʿtaziliten

(589 words)

Author(s): Rudolph, U.
[English Version] . Als M. bez. man eine für die Entwicklung der isl. Theol. bedeutende Schule, die in der ersten Hälfte des 8.Jh. durch das Wirken Wāṣil ibn ʿAṭāʾs entstand, im frühen 9.Jh. zur maßgeblichen intellektuellen Strömung (mit polit. Einfluß) aufstieg und auch danach trotz wachsender Widerstände über Jh. die theol. Diskussion mitbestimmte. Ihr auffälligstes Kennzeichen ist ein strikter, Fragen der Physik und Metaphysik wie der Ethik umspannender Rationalismus, der später allerdings of…

Ġazzālī

(325 words)

Author(s): Rudolph, U.
[English Version] . Abū Ḥāmid al-Ġazzālī (1058–1111 n.Chr.) aus Ṭūs im Nordosten Irans, der Algazel des lat. MA, war einer der bedeutendsten und bis heute einflußreichsten Gelehrten des Islam. Aus einer rel. geprägten Familie stammend, studierte er zunächst die traditionellen isl. Wissenschaften und lehrte ab 1091 Recht und Theol. an der führenden sunnitischen Hochschule in Bagdad. Gleichzeitig suchte G. jedoch die Auseinandersetzung mit den anderen intellektuellen Strömungen der Epoche (Sufismu…

Avicenna

(525 words)

Author(s): Rudolph, U.
[English Version] (lat. Form für Abū ʿAlī al-Ḥusain ibn ʿAbdallāh Ibn Sīnā; ca.980 Afšana bei Buḫārā – 1037 Hamadān), universaler Gelehrter, herausragender Arzt und Philosoph, der mit seinem Denken einen nachhaltigen Einfluß auf die spätere isl. Geistesgesch., aber auch auf die europäische Scholastik ausgeübt hat. – A. entwickelte seine philos. Lehre in der Auseinandersetzung mit Aristoteles, dessen Werke er nahezu vollständig auf Arab. kannte und in seinen eigenen Schriften deutend paraphrasierte. Dabei folg…

Ibn Ṭufail

(270 words)

Author(s): Rudolph, U.
[English Version] Ibn Ṭufail, Abū Bakr (ca.1105 Wādī Āš, Guadix – 1185 Marrakesch), Arzt und isl. Philosoph, Förderer des Averroes, bekannt als Vf. des Romans »Ḥaiy ibn Yaqẓān« (»Der Lebende, Sohn des Wachenden«), in dem I. Ṭ den Erkenntnisweg eines Menschen namens Ḥaiy schildert, der von Geburt an allein auf einer einsamen Insel aufwächst. Schritt für Schritt entschlüsselt Ḥaiy seine Umwelt, erfaßt die Gesetze der Logik und der Physik, erkennt die Ordnung des Kosmos und die Notwendigkeit eines…

Gottesbeweise

(3,658 words)

Author(s): Helm, P. | Mühling-Schlapkohl, M. | Rudolph, U.
[English Version] I. Religionsphilosophisch Das Problem der Frage nach G. ist religionsphilos. im weiteren Rahmen der Verhältnisbestimmung von Glaube und Vernunft zu erörtern. Bereits seit der Antike besteht eine Beziehung zw. Rel. und Philos. Das Denken Platos läßt sich als philos. Kommentierung der griech. Volksrel. verstehen. Neben Ansätzen zu einer natürlichen Theol. hat (z.B. in den Leges) diese Wechselbeziehung zur Reflexion über das Wesen des Göttlichen und über die Schöpfung (Plato Tim.) ge…

Determinismus/Indeterminismus

(3,082 words)

Author(s): Drees, W.B. | Rudolph, U. | Clayton, P.
[English Version] I. Fundamentaltheologisch D. bez. die Auffassung, daß unter Voraussetzung eines bestimmten Zustands (z.B. die Welt von heute) ein weiterer Zustand nicht anders sein kann, als er ist oder sein wird (z.B. die Welt von morgen). Davon unterschieden ist Fatalismus, die Vorstellung, ein bestimmter Aspekt der Wirklichkeit sei unvermeidlich (z.B. der eigene Tod), ohne daß notwendigerweise feststeht, auf welche Weise es dazu kommen wird. Ebenfalls von D. unterschieden ist Voraussagbarkeit, …

Lehrautorität

(2,255 words)

Author(s): Wiedenhofer, S. | Kallis, A. | Herms, E. | Hezser, C. | Rudolph, U.
[English Version] I. Christentum 1. Katholische Kirche Das kath. Verständnis der kirchl. L. bezieht sich prinzipiell auf den doppelten Ursprung der Kirche, Ostern und Pfingsten, d.h. auf die bevollmächtigte Repräsentation Christi in der Öffentlichkeit der Gemeinde in bestimmten Diensten und Ämtern, zu denen bestimmte Menschen auserwählt und gesandt sind (Mt 28,16–20; Mk 3,13–19; 2Kor 3–6 u. ö.), und auf die Gnadengaben des Geistes Gottes in der Vielfalt von Gaben, Diensten und Ämtern (1Kor 12,4–31a),…

Gerechtigkeit Gottes

(5,255 words)

Author(s): Friedli, R. | Spieckermann, H. | Klaiber, W. | Holmes, S.R. | Avemarie, F. | Et al.
[English Version] I. Religionswissenschaftlich 1.Menschliches Schicksal. Die Existenzerfahrung (Existenz) beinhaltet positive und negative Ereignisse. Persönliche und strukturelle Leidens- und Gewaltprozesse sind Konstanten. Der »Horizont Gerechtigkeit« (G.) läßt erahnen, daß solche Weltabläufe nicht Zufälligkeit, sondern Turbulenzen auf der Oberfläche einer Grundordnung sind. Die Desorientiertheit (Anomie) zerstört so das Bedürfnis nach Geborgenheit nicht. Sie bleiben An-Frage, auf die von rel. Tr…

Jenseitsvorstellungen

(4,284 words)

Author(s): Hutter, M. | Janowski, B. | Necker, G. | Haase, M. | Rosenau, H. | Et al.
[English Version] I. ReIigionswissenschaftlichJ. sind in allen Kulturen nachzuweisen, jedoch äußerst vielfältig. Sie betreffen einen von der sichtbaren irdischen Welt verschiedenen, aber als real gedachten Existenzbereich. J. als Teil der Kosmologie stehen daher in Relation zur irdischen Welt: Man lokalisiert das Jenseits beispielsweise auf oder unter der Erde, etwa in unzugänglichen Gegenden; Gräber, Höhlen oder Quellen sind bevorzugte Zugänge. Auch der Luftraum (»Himmel«) dient als Jenseits. Fer…

Eigenschaften Gottes

(4,185 words)

Author(s): Gantke, W. | Brümmer, V. | Schmidt, W.H. | Klauck, H. | Amir, Y. | Et al.
[English Version] I. ReligionswissenschaftlichIm Rahmen rationaler christl. Metaphysik wird die Erkennbarkeit Gottes vorausgesetzt und die Rede von Gott dergestalt konkretisiert, daß Gott bestimmte E. wie Heiligkeit (Heilig und profan: V.), Ewigkeit, Vollkommenheit, Unendlichkeit, Unveränderlichkeit, Allmacht, Allgüte und Personalität (Personalität Gottes zugesprochen werden. Dagegen weist die rationale Religionskritik auf die grundsätzliche Problematik menschlicher Rede von Gott und seinen E. hin.…

Hölle

(5,247 words)

Author(s): Auffarth, C. | Houtman, C. | Frankemölle, H. | Lang, B. | Sparn, W. | Et al.
[English Version] I. Religionswissenschaftlich 1. Die H. als Ort der Vergeltung im Jenseits für diejenigen, die gegen die rel. sanktionierten Regeln der Gemeinschaft fortdauernd verstoßen, ist nicht spezifisch christl. oder monotheistisch. Sie ist aber auch keine Vorstellung, die sich elementar aus der Frage nach der Existenz der Toten (Tod) ergibt. Wiewohl die H. lange als notwendiges Korrelat zur – möglicherweise sich verspätenden – irdischen Justiz bzw. der internen Gerichtsinstanz des Gewissens…

Eschatologie

(17,885 words)

Author(s): Filoramo, G. | Müller, H. | Lindemann, A. | Sauter, G. | Rosenau, H. | Et al.
[English Version] I. Religionswissenschaftlich 1. Das terminologische Problem E. (»Rede« oder »Lehre«, griech. λο´γος/lógos, von den »letzten Dingen«, griech. ε῎σχατα/éschata) ist ein Neologismus, der Mitte des 17.Jh. im Zusammenhang mit der Bestimmung der »Letzten Dinge«, der novissima der ma. Theol. (Tod, Auferstehung, Gericht, endgültige Vorsehung) entstanden ist. Im 19.Jh. wurde die E. ein vordringliches Thema der philos. und theol. Diskussion. So wurde mit der zunehmenden Bedeutung der vergleichenden Religion…

Islam

(14,530 words)

Author(s): Nagel, T. | Ende, W. | Radtke, B. | Rudolph, U. | Krawietz, B. | Et al.
[English Version] I. Entstehung und Verbreitung 1.Muḥammad und seine Lehre I.J. 569 n.Chr. wurde Muḥammad in Mekka geboren, einer Stadt, deren Mittelpunkt das Heiligtum der Kaʿba bildet. Mekka unterhielt gute Beziehungen zum Reich der Sasaniden und dessen arab. Vasallenfürsten in Ḥīra, betrachtete sich jedoch als polit. unabhängig. Es wurde vom Stamm der Quraiš beherrscht, unter denen die ʿAbdmanāf-Sippen ʿAbdšams und Hāšim führend waren. Muḥammad gehörte zu den letzteren. Verwandtschaftliche Bezieh…