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Sifra
(150 words)
[English Version] (סִפְרָא), aram. »Buch« (traditionell auch Torat Kohanim, »Priestergesetz«, genannt), ist ein tannaitisches (frührabb.) Auslegungswerk (rabbinische Literatur) zu Lev, das der Gruppe II (Schule des Rabbi Aqiva) der halakhischen Midrashim zugerechnet wird. Das Werk stellt einen durchgängigen Komm. zu Lev dar und beinhaltet folglich überwiegend halakhische (Halakha) Traditionen, von denen viele Parallelen zu Mishna und Tosefta aufweisen. Die in den Drucken vorliegende Fassung von Si…
Sifre
(376 words)
[English Version] (סִפְרֵי), aram. »Bücher«, ist die traditionelle Bez. für tannaitische (frührabb.) Sammlungen (rabbinische Literatur) von exegetischen Traditionen zu Num und Dtn (zuweilen auch zu Ex). Heute unterscheidet man zw. drei verschiedenen halakhischen (Halakha) Midrashim zu Num und Dtn.BibliographyD. Hoffmann, Zur Einleitung in die halachischen Midraschim, 1887Ch.Albeck, Untersuchungen über die halakischen Midraschim, 1927G. Stemberger, Einleitung in Talmud und Midrasch, 81992, 263–269.
I.
Sifre Bemidbar (SifBem) ist ein Auslegungswerk zu Num un…
Tosefta
(466 words)
[English Version] . Nach rabb. Sprachgebrauch bez. der aram. Begriff תוספתא (»Hinzufügung, Ergänzung«) i. allg. tannaitische (Tannaiten) Traditionen, die als Ergänzung zu vorhandenen Lehren angesehen wurden (bShab 8,1 11a). Zuweilen deutet der Begriff auf Zusammenstellungen von außer-mishnischen, tannaitischen Traditionen (Baraitot; bMeg 28b) hin. Heute dient er als Titel eines uns erhaltenen tannaitischen Werks, welches in Aufbau und Thematik der Mishna weitgehend entspricht (s. die ausführliche inhaltli…
Zehntabgaben
(1,540 words)
[English Version]
I. ReligionsgeschichtlichAbgaben eines Teiles des Gewinns an die Götter sind aus den Rel. des AO und der klassischen Antike bekannt und ausgehend vom AT (z.B. Lev 27,32f.; 1Sam 8,15) kennen das Judentum und das Christentum Z. (s.u. III., IV.). Auch die in einem erweiterten Sinn in der bibl. Tradition stehende »Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage« (Mormonen) greift diese Vorstellung im Buch Mormon auf (vgl. Alma 13,14f.), begründet sie aber neu durch eine Offenbarung…
Todesstrafe
(3,064 words)
[English Version]
I. Altes TestamentDie T. im AT hat drei Ursprünge: 1. die Blutrache als unmittelbare Rechtsreaktion einer durch ein Tötungsdelikt geschädigten Familie; 2. das Kultrecht bei schweren Verstößen gegen rel. Tabus wie Hexerei, Sodomie und Apostasie (Ex 22,17–19); 3. das Grenzrecht der Familie (Ex 21,12.15–17) mit Delikten gegen die Autorität der Eltern, Menschendiebstahl und Tötung eines Familienmitglieds. Dem AT war von seinen literatur- und rechtsgesch. Anfängen an der Lebensschutz so wichtig, daß es innerfamiliare Tötungsdelikte mit der T. belegte und sich nicht wie andere Rechtssysteme, die nur eine rituelle Reinigung vornahmen, um den Schaden für die Familie nicht zu verdoppeln, begnügte. Wie das Bundesbuch zeigt, zogen die Lokalgerichte vorexil. das Familienrecht an sich (Gerichtsverfassung in Israel), womit die T. dort Eingang fand, aber eng verbunden mit Delikten des Familienrechtes wie dem Ehebruch (Dtn 22,22; Lev 20,10) und der Aufsässigkeit gegen die Eltern (Dtn 21,18–21) blieb. Die Prozeßrationalität ermöglichte es mit der Differenzierung zw. Mord und Körperverletzung mit Todesfolge (Ex 21,12–14; Dtn 19,2–13*), zw. Ehebruch, Verführung und Vergewaltigung (Ex 22,15f.; Dtn 22,22–28), Ehebruch einer inchoativ verheirateten Frau (Ehe: II.) und ihrer Verleumdung (Dtn 22,22–27), die reine Erfolgs- zugunsten einer Verschuldenshaftung, die die Tatabsichten bei der Zumessung der Schuld berücksichtigte, zu überwinden. So konnten die Gerichte durch die Generalprävention der T. auch Sklaven, Frauen und Kinder in ihrem Lebensrecht schützen (Ex 21,20.23.28.32). Die Talion (: III.,1.) in Ex 21,23–25 wurde auf den generalpräventiven Schutz der schwangeren Frau in Ex 21,23 (»Leben um Leben«) vor der auch unvorsätzlichen Körperverletzung mit Todesfolge zugespitzt, deren Sanktion mit der T. erst durch das Gesetz des Asyls (: III.) abgemildert wurde (Ex 21,13f.). Das AT ließ im Fall von Ex 21,23 keine Ersatzzahlung wie das Keilschriftrecht (Kodex Hammurapi § 209; Übers. Otto, Ethik, 209) zu, wie auch im Falle des Vorsatzes keine stellvertretende T. (§ 210; Übers. Otto, aaO.). Ersatzzahlung im Tötungsfall wurde vorexil. nur bei konkurrierendem Verschulden zugelassen (Ex 21,30), nachexil. aber grundsätzlich untersagt (Num 35,31). Kollektive T. war dem atl. Recht prinzipiell fremd. Bestrafung einer Stadt im Falle der Apostasie (Dtn 13,13–19) oder einer Familie bei Verletzung des Banntabus (Jos 7) waren fiktive Übertragungen des Banns (: II.,1.) aus dem Kultrecht. Die T. war nach Verlagerung des Familienrechts an die Gerichte stets an ein Verfahren gebunden. Die Forderung der Lynchjustiz an Propheten und engsten Familienmitgliedern bei Apostasie (Dtn 13,2–12*) war fiktiv und erklärt sich mit der subversiven Rezeption eines neuass. Loyalitätseides (Deuteronomium). In Dtn 17,2–7 wurde der Fall der Apostasie dem Ortsgericht zugewiesen und die Bestrafung von Kapitaldelikten der Zweizeugenregelung unterworfen. Die T. sollte im…
Zins
(3,316 words)
[English Version]
I. Zum BegriffDer Begriff Z. geht zurück auf census (lat. Steuerkataster). Konzeptuell dem heutigen Z. vergleichbar sind jedoch erst die ma. censuales oder censuarii, (anfangs noch abhängige) »Zinsleute«, die dem Herrn für die Nutzung von Land periodisch Abgaben entrichteten. Der Z. mochte hier noch immer eine (hoheitliche) Abgabe sein, entscheidend war jetzt jedoch erstmals und blieb seitdem: die Zahlung für die Nutzungsüberlassung, typischerweise periodisch, stets nutzungszeitabhängig. Als Nutzungsobjekt trat später das Geld in den …
Speisegebote/Speiseverbote/Speisegesetze
(3,798 words)
[English Version]
I. ReligionswissenschaftlichAnhand der Speisegebote (S.) und -verbote einer menschlichen Gemeinschaft läßt sich der Zusammenhang zw. symbolischen und rituellen Handlungen ablesen. Die Wahl der Nahrung (Vorlieben und Verbote) ist eng verbunden mit dem Gesamtbild, das eine Kultur von sich entwirft und mit dem sie anderen Kulturen gegenübertritt und das seinerseits ein spezifisches…