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Guttae

(120 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Lat. für Tropfen (Pl.); in architektonischem Sinne einzig bei Vitruv (4,1,2 und 4,3,6) belegter ant. t.t. für die tropfenartigen zylindrischen Gebilde, die sich an Teilen des steinernen Gebälks der dor. Bauordnung finden und die als imitierte Nägel bzw. Nagelköpfe die anachronistische Transformation der einstigen Holzbauform in den kanonischen dor. Steintempel bezeugen [1. 53-55; 3. 10-13]. G. finden sich in (meist) drei parallelen Sechser-Reihen am Mutulus des Geison sowie am Architrav als unterer Abschluß der Regula [2. 112-120]. Höcker, Christoph (K…

Impluvium

(57 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Das Wasserbecken im Atrium des röm. Hauses, in dem sich das vom Compluvium, der Lichtöffnung des Atriums, zusammengeführte Regenwasser sammelte und das oft Teil einer Zisterne war. Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography E.M. Evans, The Atrium Complex in the Houses of Pompeii, 1980  R. Förtsch, Arch. Komm. zu den Villenbriefen des jüngeren Plinius, 1993, 30f.

Regula

(99 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] (lat. “Leiste”, “Latte”, auch “Richtschnur”). Bei Vitr. 4,3,4 u.ö. verwendeter architektonischer t.t., der eine mit Guttae versehene Leiste am Epistylion (Architrav) eines Bauwerks dorischer Ordnung bezeichnet. Die R. entspricht in ihrer Abmessung der Breite des Triglyphos und bildet dessen unteren, baulich-strukturell dem Architrav (und nicht dem Fries) zugehörigen Abschluß. Die R. korrespondiert zudem mit den auf dem Fries aufliegenden Blöcken des Geison. Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography D. Mertens, Der Tempel von Segesta und die doris…

Megaron

(366 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] (μέγαρον). Im homer. Epos mehrfach (u.a. Hom. Od. 2,94; 19,16; 20,6) gen. Bautrakt; offenbar der Hauptraum des Palastes bzw. des Hauses mit dem Gemeinschaftsherd in der Mitte. Zu späteren Erwähnungen des M. in der griech. Lit. (bes. Hdt. 7,140f.) vgl. Tempel. Über das Verständnis des Begriffs M. und dementsprechend die Herleitung der jeweils damit verbundenen Bauform bestehen in der arch. Forsch. erhebliche Auffassungsunterschiede: Zum einen wurde unter M., analog den Homerpassagen, ein Bautrakt, also ein Raum oder eine…

Prostylos

(58 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Durch Vitr. 3,2,3 überl. architektonischer Fachterminus, der eine der von Vitr. aufgelisteten Tempelformen bezeichnet (Tempel). Der P. ist gemäß Vitruvs Beschreibung ein Antentempel (Ante) mit einer Säulenreihe vor dem Pronaos (Cella). Eine erweiterte Variante des P. ist der Amphiprostylos. Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography W. Müller-Wiener, Griech. Bauwesen in der Ant., 1988, 217 s. v. P.

Byzes

(61 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Architekt oder Bauhandwerker aus Naxos, um 600 v.Chr. tätig. Pausanias (5,10,3) schloß aus einem angeblichen Epigramm, daß B. als erster Dachziegel aus Marmor fertigte. Eine Aufschrift auf einem Marmordachziegel von der Athener Akropolis (CY=BY im naxischen Alphabet) wurde als Hinweis auf B. gedeutet. Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography H. Svenson-Evers, Die griech. Architekten archa. und klass. Zeit, 1996, 374.

Horologium (Solare) Augusti

(141 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Die von Plinius (nat. 36,72f.) beschriebene, in der Regentschaft des Augustus auf dem Marsfeld in Rom (Roma) entstandene, im 1. und 2. Jh. n.Chr. mehrfach erneuerte Sonnenuhr mit Kalenderfunktionen; der Gnomon (Uhr) bestand aus einem Obelisk, der seinen Schatten auf eine gepflasterte Fläche mit einem Liniennetz warf, das mittels Bronzeeinlagen markiert war. Die im Anschluß an verschiedene Ausgrabungen und Interpretationen der ant. und neuzeitlichen Textüberl. vorgestellte Rekonst…

Prothyron

(95 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] (πρόθυρον). Die Eingangshalle des griech. Hauses in Form eines überdachten, auf den Hof führenden Vorraumes, der die Verbindung von Privatbereich und Öffentlichkeit markiert und somit (da das p. auch Passanten als Unterstand oder Treffpunkt dienen konnte) als kommunikativ verbindendes Element genutzt wurde. Bisweilen war das p. sogar mit Bänken ausgestattet. Das p. konnte nach Innen durch eine meist zweiflügelige Holztür verschlossen werden. Zahlreiche próthyra haben sich an den Häusern von Olynthos erhalten. Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography W. H…

Greek Revival

(1,603 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing) RWG
Höcker, Christoph (Kissing) RWG [English version] A. Allgemeines (RWG) G. R. bezeichnet einen architekturhistorischen t.t., der das kopierende bzw. imitierende Aufgreifen ant.-griech. Architekturmuster im späteren 18. und 19. Jh. beschreibt. Der Begriff wurde nach 1900 im angelsächsischen Sprachraum geprägt und wird üblicherweise in diesem Sinne auch als regional beschränkt verstanden (auf Großbritannien und die USA); eine Ausgrenzung analoger Erscheinungsformen klassizistischer Architektur anderer Lände…

Peripteros

(368 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] (περίπτερος). Ringhallentempel, im Gegensatz zum Dipteros nur mit einfachem Säulenkranz (Tempel). Der Begriff in lat. Schreibweise erscheint erstmalig bei Vitruv (3,2,1 u.ö.). Der P., der sich mit im 5. Jh.v.Chr. kanonischen - 6×13 Säulen auf dem Stufenbau (Krepis [1]; Stylobat) erhebt (im 6. Jh. v.Chr. finden sich demgegenüber verschiedene andere Konzepte, bes. gelängte Bauformen, v.a. in Westgriechenland), bildet den Regelfall des griech. Tempels. Die Regelmäßigkeit der Säulens…

Parthenon

(849 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
(Παρθενών). [English version] I. Funktion Tempelförmiges Bauwerk auf der Akropolis von Athen (Athenai II.1. mit Plan; Tempel); benannt nach dem u.a. von Pausanias (1,23,5-7) bezeugten 12 m hohen, chryselephantinen Standbild der Athena Parthenos des Pheidias im Innern des Bauwerks (Goldelfenbeintechnik mit Abb.). Die Kultfunktion des P. wird in der arch. Forsch. kontrovers diskutiert. Bis h. ist es indessen weder gelungen, einen Kult der Athena Parthenos noch einen dem Bau zugehörigen Altar nachzuweis…

Eierstab

(190 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Markantes Ornament aus dem Dekorationskanon der ion. Architektur, in der modernen arch. Fachterminologie auch “ionisches Kymation” genannt: eine Profilleiste gewölbten Querschnitts, dessen reliefiertes oder gemaltes Ornament aus einem Wechsel von ovalen Blättern und lanzettenförmigen Zwickelspitzen besteht und das am unteren Ende oft von einem mit dem Rhythmus des E. korrespondierenden Perlstab (Astragal) abgeschlossen wird. Der E. ziert neben dem Epistylion bzw. dem Fries vor al…

Fornix

(218 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Lat. Begriff für Bogen. Als t.t. der ant. Architektur bezeichnet f. den Bogen eines Gewölbes bzw. das Gewölbe selbst sowie den gemauerten Bogen einer Brücke oder eines Aquädukts; ferner überwölbte Lücken im Mauerwerk für Türen und Fenster (vgl. auch Gewölbe- und Bogenbau). Gemeint sein kann ferner ein Kellergewölbe oder Kellergeschoß; Schmutz und vermeintliche Lasterhaftigkeit der Kellerhöhlen begründen vermutlich die seit dem 1. Jh. n.Chr. gängige neue Bed. des Begriffs f. als “Bordell” (z.B. Hor. epist. 1,14,21 u.ö.) bzw. als Ausdruck für jede …

Konsole

(186 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Mod., aus dem frz. abgeleiteter t.t. für einen aus der Wand oder einem Pfeiler waagerecht hervorkragenden Tragstein, der als Lager für einen Bogen, für Figuren oder die Blöcke eines Geison diente. Im Kontext der in der hell. Architektur zunehmend häufigen Geschoßbauweise und der Erweiterung des baulichen Formenspektrums kann die K. zur Dachzone eines Gebäudes überleiten, aber auch als strukturierendes Element der Mehrgeschossigkeit innerhalb eines Fassadensystems dienen. Das im 2…

Pseudodipteros

(109 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Bei Vitruv (3,2,6; 3,8-9) überl. architektonischer Fachterminus, der eine der dort aufgelisteten Tempelformen markiert (Tempel). Der Typus des Ps. ist laut Vitruv (7 praef. 12) von dem Architekten Hermogenes [4] am Artemistempel von Magnesia [2] am Maiandros ausgebildet worden, und zwar durch Weglassung der inneren Säulenreihe eines Dipteros. Charakteristisch ist der dadurch ungewöhnlich weite Umgang (griech. pterón) um die Cella. In diesem Sinne als Ps. gilt darüber hinaus u. a. der ebenfalls der Artemis geweihte Tempel von Sardeis.…

Inkrustation

(440 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Bei Vitruv (7,5) mißverständlich als Stuckverblendung im Sinne des 1. pompejanischen Stils (Stuck; Wandmalerei) beschriebene Wanddekoration mit architekturimitierendem Aufbau; als arch. t.t. bezeichnet I. (von lat. crustae sc. marmoreae, griech. πλάκωσις) hingegen ausschließlich die Innenverkleidung von Wänden minderen Materials mit flachgeschnittenen Marmorplatten (wobei das Verhältnis dieser “echten” I. zum 1. pompejanischen Stil, der I. imitiert und deshalb häufig auch I.-Stil gen. wird, weiterhin unklar…

Optical Refinements

(277 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Mod., von dem amerikanischen Archäologen W.H. Goodyear 1912 geprägter Sammelbegriff für verschiedene, im dt. Sprachgebrauch meist als “optische Korrekturen” bezeichnete Phänomene des griech. Säulenbaus. Hierzu zählen im einzelnen: (a) die Lösung des dorischen Eckkonflikts; (b) die Entasis (kurvierte Schwellung des Säulenschaftes); (c) die Inklination (Einwärtsneigung von Säulenstellungen und Cellamauern); (d) die Kurvatur (Aufwölbung des Stylobats, bisweilen auch aller weiteren A…

Balbis

(99 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Start- und Zieleinrichtung des griech. Stadion. Die b. war eine mit Rillen versehene, im Boden eingelassene Steinschwelle, in der Starttore aus Holzpfählen verankert waren; die Rillen dienten als Widerlager für die Füße beim Start. Zahlreiche Exemplare sind erh., u.a. in Olympia, Delphi, Nemea, Ephesos. Bilddarstellungen in der Rundplastik, Reliefkunst und Vasenmalerei. Darüber hinaus kann b. auch die Abwurfmarke beim Diskus- oder Speerwurf bezeichnen. Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography W. Zschietzschmann, Wettkampf- und Übungsstätten in Gr…

Peristylion

(158 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] (περιστύλιον, lat. peristylium). Repräsentatives Element öffentlicher und privater ant. Architektur; mit P. wird die einen Hof oder Platz begrenzende Säulenhalle (Säule) bezeichnet. In der griech. Architektur finden sich Peristylia seit dem späten 4. Jh.v.Chr. gehäuft in Privathäusern (Haus), daneben an zahlreichen repräsentativen öffentlichen Bauten, z.B. Gymnasien, Palaistren, Bibliotheken, Theatern und verschiedenen Versammlungsbauten (Buleuterion und Prytaneion). Das P. ist von…

Principia

(88 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Das Stabsgebäude bzw. die Kommandantur eines röm. Legionärslagers oder Kastells, als administratives und rel. Zentrum der Anlage in deren Mitte, am Schnittpunkt der beiden Hauptstraßen (Cardo, Decumanus) gelegen. Die P. bestanden aus einem offenen Hof mit Fahnenheiligtum, um den herum sich die Truppenverwaltung, Waffenarsenale sowie Versammlungsräume für das Offizierscorps gruppierten. Castra; Praetorium Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography A. Johnson, Roman Forts of the 1st and 2nd Century AD in Britain and the German Provinces, 1983  H. von Petri…

Lacus Curtius

(127 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Monument auf dem Forum Romanum in Rom, das bereits in der Ant. mit verschiedenen Mythen der Frühzeit Roms in Verbindung gebracht wurde (Curtius [1]). Wohl in augusteischer Zeit erbaut, gehört der L.C. zu denjenigen Denkmälern auf dem stadtröm. Forum, die der Materialisierung, der Vergegenwärtigung und der Vergewisserung röm. Frühzeit sowie der Einbindung der Myth. in eine chronistisch geprägte Tatsächlichkeitsschilderung dienten. Der L.C. besteht aus einem unregelmäßigen, gepflas…

Cenaculum

(75 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Von lat. ceno; urspr. das Speisezimmer im Obergeschoß des röm. Hauses. Bisweilen umfaßt der Begriff c. das gesamte obere Stockwerk (Varro ling. 5,162; Festus 54,6); die mit c. bezeichneten Räume dienten zur Unterbringung von Gästen minderen Ranges oder Sklaven. Sie konnten auch Mietsache sein; c. wurden in diesem Kontext zum Synonym der ärmlichen Wohnung. Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography Georges, 1, 1067, s.v. c. (Quellen)  G. Matthiae, s.v. Cenacolo, EAA 2, 467 (Lit.).

Ptolemaion

(72 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Mod. Bezeichnung für verschiedene Bauten der Ptolemaier-Dynastie, die dem Herrscherkult dienten; als erstes P. gilt ein von Ptolemaios [3] II. unmittelbar neben dem Grab Alexandros' [4] d.Gr. errichteter Bau (von Ptolemaios [7] IV. dann mit dem Alexandergrab zu einem zusammenhängenden Mausoleumskomplex verschmolzen). Weitere P. entstanden u. a. in Athen (Gymnasion), Limyra (?) und Rhodos (Temenos). Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography J. Borchardt, Ein P. in Limyra, in: RA 1991, 309-322  Will, Bd. 1, 329.

Kenotaphion

(214 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] (κενοτάφιον, lat. cenotaphium, wörtl. “leeres Grab”). Als K. bezeichnet die klass. Arch. einen Grabbau ohne die Überreste einer Bestattung; ein K. bildete in der Regel ein Ehrenmal für einen Verstorbenen, dessen Leichnam entweder nicht mehr greifbar war, wie z.B. bei in der Fremde oder auf See gefallenen Kriegern, oder aber eine besondere Form des Heroon (Heroenkult). Nicht selten stellte die Errichtung eines K. eine herausragende Ehrung seitens des Gemeinwesens oder der Familie au…

Dipteros

(558 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] (griech. δίπτερος: zweiflügelig; mit doppeltem pterón = Umgang versehen). Bei Vitruv (3,1,10; 3,2,1; 3,2,7; 3,3,8; 7 praef. 15) überlieferter, ansonsten in der griech. Architekturterminologie nicht nachgewiesener t.t. für einen griech. Tempel mit mindestens acht Frontsäulen, dessen Cella allseitig von zwei, an den Schmalseiten u.U. von drei Säulenreihen umgeben ist. Das im Vergleich zum Peripteros mit seinem einfachen Säulenkranz überaus aufwendige, arbeits-, material- und transportin…

Akroter

(107 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] (Akroterion). Akroteria sind plastische Figuren oder Ornamentaufsätze, die den First (Mittel-A.) oder die Seiten (Seiten-A.) von Giebeln repräsentativer öffentlicher Gebäude zieren. A. können aus Ton oder Stein (Poros, Marmor) sein; im 7./6. Jh. v. Chr. dominieren zunächst ornamentierte, runde Scheiben-A. (z. B. Heraion von Olympia), später dann plastisch ausgearbeitete Pflanzenkombinationen (Voluten u. Palmetten) oder statuarische Figuren und Figurengruppen (Gorgo, Nike, Sphinx u. a. myth. Gestalten). Vgl. Bauplastik. Höcker, Christoph (Kissing) B…

Anathyrose

(93 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Ant. t.t. aus der Bautechnik (IG VII 3073, 121; 142). Im gr. Quaderbau bezeichnet A. das teilweise Abarbeiten der Kontaktflächen zwischen zwei Quadern oder Säulentrommeln (meist durch Pickung). Durch diese von außen unsichtbare Minimierung der Kontaktzone zweier Bauglieder konnte deren Paßgenauigkeit erhöht werden; die Fugen bildeten, von außen betrachtet, ein Netz von haarfeinen Linien. Nachteil der A. ist ein erhöhter Druck auf die reduzierten krafttragenden Flächen, was beim Versatz leicht zu Beschädigungen der Bauglieder führen konnte. Höcker, Christ…

Säulenmonumente

(1,359 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] I. Allgemeines Die arch. Forsch. versteht unter S. die denkmalhaft verwendete, aus ihrem angestammten architektonischen Kontext herausgelöste, meist von einer Skulptur, einer Skulpturengruppe oder einem Gegenstand bekrönte Säule, entweder in der Art eines isoliert stehenden Einzelmonuments oder aber in gruppenartiger Aneinanderreihung. Beiden Varianten gemeinsam ist die durch die extrem überhöhte, weithin sichtbare Vertikale der Säule bewirkte Heraushebung des auf dem Kapitell plaz…

Angiportum

(55 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] (Angiportus). Durchgang; synonym zu vicus. Nach Vitr. 1,6,1 im Gegensatz zu platea und via eine enge Gasse oder Nebenstraße, z. T. Sackgasse in der röm. Stadtanlage. Größere Häuser hatten einen vom A. erreichbaren rückwärtigen Zugang. Vgl. Städtebau; Straßen. Straßenbau. Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography W. H. Groß, s. v. Angiportus, KlP 1, 352.

Lacunar

(227 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Bei Vitruv [1. s.v. l.] überl., dortselbst mehrfach auch als lacunaria (Pl.) bezeichneter architektonischer t.t. für die vertieften Kassetten, die als Deckenverkleidung zwischen sich kreuzenden Holzbalken angebracht waren (Überdachung); die griech. Entsprechung lautet phátnōma, gastḗr, kaláthōsis [2. 45-52 mit weiterer Benennung von Details der L.]. L. waren in der Regel plastisch eingetieft und mit Malerei bzw. Relief (meist ornamental) verziert. Am Tempel bzw. dem Säulenbau, ihrem zunächst ausschließlichen Anbri…

Mausoleum Hadriani

(297 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Vermutlich um 130 n.Chr. unter Hadrianus begonnenes, 139 n.Chr. durch Antoninus Pius vollendetes und mit der Überführung und feierlichen Beisetzung des zuvor in Puteoli provisorisch bestatteten Leichnams des Hadrian eingeweihtes Grab-Monument am Westufer des Tibers; eigentlich in den Horti Domitiae gelegen, aber mit dem Campus Martius über die neuerbaute Pons Aelius (134 n.Chr. eingeweiht) unmittelbar verbunden. Der zweigeschossige Rundbau des M.H. (Dm: ca. 64 m; einstige Höhe: ca. 21 m) erhob sich auf einem quadratischen Unterb…

Puteal

(76 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Von lat. puteus (“Brunnen”) abgeleitete Bezeichnung für die Einfassung von z. T. überdeckelten profanen Ziehbrunnen oder die steinerne Markierung heiliger Blitzmale. P. waren bes. in der neoattischen Kunst des Hell. ein beliebter Träger von Reliefskulptur. Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography E. Bielefeld, Ein neuattisches P. in Kopenhagen, in: Gymnasium 70, 1963, 338-356  K. Schneider, s. v. P., RE 23, 2034-2036  O. Viedebantt, s. v. Forum Romanum (46. Das Puteal Libonis), RE Suppl. 4, 511.

Mauerwerk

(1,396 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] A. Definition Unter M. werden im folgenden die verschiedenen Konstruktions- und Gestaltungstechniken des Aufbaus von Gebäudewänden, Terrassierungsmauern und Schutz-Architekturen (Stadtmauern usw.) im antiken Steinbau verstanden, nicht jedoch die verschiedenen Anwendungsbereiche des Holzbaus; vgl. Bautechnik; Materiatio; zur röm. Zementbauweise vgl. auch Opus Caementicium. Höcker, Christoph (Kissing) B. Griechenland [English version] 1. Einfaches Mauerwerk Die Wände einfacher frühgriech. Bauten bestanden zunächst aus Holz- bzw. Fle…

Mandrokles

(78 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Architekt aus Samos, baute gegen ein beträchtliches Honorar für Dareios [1] I. im Jahr 513/2 v.Chr. im Kontext des Skythen-Feldzuges die Schiffsbrücke über den Bosporus (Hdt. 4,87,1ff.). Berühmtheit erlangte M. durch ein in das Heraion von Samos gestiftetes Weihgeschenk: ein von Herodot (4,88,1-89,2) detailliert beschriebenes Tafelgemälde, das die (Ponton-)Brücke darstellte und den Erbauer in einem Epigramm rühmte. Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography H. Svenson-Evers, Die griech. Architekten archa. und klass. Zeit, 1996, 59-66 (mit wei…

Hypogäum

(261 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Sammelbezeichnung für unterirdisch angelegte Architekturen. Das H. bildet im mod. Verständnis überwiegend einen Teilbereich der Grabbauten, wobei mit H. eine unter das Erdniveau gesetzte Architektur gemeint ist und nicht eine mit Erdreich überschüttete, zunächst oberirdisch erbaute im Sinne des Tumulus mit einer Grabkammer darin; ferner können (mit einem Grab wesensmäßig eng verwandte) Heroa (z.B. dasjenige von Kalydon) sowie Baulichkeiten für besondere Kultanlagen (z.B. das Nekr…

Gynaikonitis

(81 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] (γυναικωνῖτις). Im Gegensatz zum andrṓn [4] bezeichnet g. den introvertierten Frauentrakt im griech. Haus, der in der Regel von dem eher extrovertierten Bereich der Männerwelt abgeschlossen im Obergeschoß des Gebäudes lag und auch die Werkzeuge der wirtschaftlichen Produktion der Frau (Webstuhl, Spinnrad etc.) barg; die mindere Stellung der Frau in der patriarchalischen Gesellschaft Griechenlands kam in dieser Hierarchisierung der baulichen Verhältnisse zum Ausdruck. Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography W.Hoepfner, E.L. Schwandner, Haus und St…

Aithusa

(100 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] (αἴθουσα). Bei Homer (Od. 17,29; 18,102; 22,466; Il. 6,243; 20,11) die Bezeichnung für die Eingangshalle des Hauses, die mit Säulen versehen und mit dem Hoftor verbunden ist. Der davor gelegene Teil heißt Prothyron (Il. 24,323; Od. 3,493). Eingangshallen dieser Art finden sich bereits an den Palästen des 2. Jt. und in der frühgriech. Hausarchitektur; sie werden dann gängiges Element am griech. Tempel. Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography F. Noack, Homer. Paläste, 1903, 53  H. L. Lorimer, Homer and the Monuments, 1950, 415-422  H. Drerup, ArchHom II, O (Bau…

Joch

(589 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Mod. t.t. in der arch. Bauforsch., der im ant. Säulenbau den Achsabstand zweier Säulen bezeichnet (im Gegensatz zum lichten Raum dazwischen, dem auch in der ant. Architekturterminologie als Begriff bezeugten Interkolumnium; vgl. [1]); in der angelsächs. Fachlit. wird das J. meist als “interaxial space” bezeichnet. Das J. war, bes. im Konzept des griech. Peripteraltempels klass. Zeit (Tempel), als eine notwendigerweise klar definierte Teilmenge der Achsweiten (d.h. der Distanzen z…

Apsis

(482 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] (ἀψίς). “Bogen, Wölbung”, lat. apsis bzw. absida, vgl. auch Exedra. Halbkreisförmiges, z. T. auch polygonales, gedecktes Architekturelement, meist als Raumabschluß oder Raumteil verwandt. In der ägäischen Hausarchitektur (Haus) früh belegt; Häuser mit langrechteckigem Grundriß, der am rückwärtigen Ende durch eine halbkreisförmige A. abgeschlossen wird, finden sich schon in den untersten Schichten Troias (Troia I a), in der gesamten ägäischen Bronzezeit und auch in der geom. Architektur…

Kuppel, Kuppelbau

(742 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] “Unechte” K.-Bauten aus geschichteten Kragsteingewölben (Gewölbe- und Bogenbau) finden sich in den Mittelmeerkulturen seit dem 3. Jt.v.Chr. verschiedentlich; sie sind offenbar weitgehend unabhängig voneinander in den Architekturbestand des minoischen Kreta (Tholosgräber von Mesara und Knosos), des myk. Griechenland (“Schatzhaus” des Atreus in Mykene; “Kuppelgrab” bei Orchomenos), Sardiniens (“Nuraghen”), Thrakiens und Skythiens (sog. “Bienenkorb”-K. an Gräbern, s. thrakische Arch…

Mons Testaceus

(104 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Künstlicher Berg (nach Art einer mod. Mülldeponie) im Süden des Mons Aventinus in Rom, ein etwa 30 m hoher, im Umfang gut 1000 m messender ant. Schutthügel, der größtenteils aus den Scherben (lat. testa, testaceum - daher der Name) von Transportamphoren (Tongefäße) besteht, die als Bruch in den nahen Hafen- und Speicheranlagen anfielen. Das Gros der über eine Rampe hierher verbrachten Scherben entstammt der Zeit von ca. 140 bis 250 n.Chr. Der M.T. bildet als geschlossener Befund ein nahezu einmaliges Archiv röm…

Naïskos

(80 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] (ναΐσκος, “Tempelchen”). Ein kleiner, tempelförmiger Bau ohne umlaufende Ringhalle. In der klass.-arch. Fachterminologie wird der Begriff für freistehende Kleinarchitekturen (z.B. Brunnen-Häuser) ebenso verwendet wie (vereinzelt) für speziell ausgeformte Cella-Bauten innerhalb eines Tempels (z.B. beim Apollontempel von Didyma), bisweilen auch syn. mit naós (Cella), ferner für Grabreliefs mit an Architektur erinnernden, räumlich in die Tiefe gebauten Anten-Vorsätzen. Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography W. Müller-Wiener, Griech. Bauwese…

Mausoleum Augusti

(388 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Nach Sueton (Augustus 100,4; vgl. Strab. 5,3,8) eines der frühesten unter Augustus auf dem Campus Martius in Rom (Roma) errichteten Gebäude, wohl 28 v.Chr. unter formaler und inhaltlicher Bezugnahme auf das Maussolleion und das Grabmal Alexandros' [4] d. Gr. begonnen und um 23 v.Chr. vollendet. Das kreisrunde Bauwerk mit insgesamt 87 m Dm bestand aus einer bis h. nicht völlig geklärten Anzahl konzentrisch ineinander gefügter und mehrstöckig aufgebauter Tuffmauern, die durch s…

Praefurnium

(22 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Feuerstelle für Kalk- oder Brennöfen sowie der zentrale Heizraum bei röm. Thermenanlagen. Bäder; Heizung; Thermen Höcker, Christoph (Kissing)

Compluvium

(78 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Nach Varro (ling. 5,161) und Vitruv (6,3,1f.) übliche Ausbildung der Dachöffnung an allen Typen des Atriums am röm. Haus. Die trichterartig nach innen geneigten Dachflächen des c. leiten das Regenwasser in das Impluvium, ein Becken im Zentrum des Atrium. Beim älteren displuvium sind die Dachflächen nach außen geneigt. Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography E.M. Evans, The Atrium Complex in the Houses of Pompeii, 1980  R. Förtsch, Arch. Komm. zu den Villenbriefen des jüngeren Plinius, 1993, 30-31.

Mutulus

(152 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Ant.-lat. t.t. (Varro rust. 3,5,13; Vitr. 4,1,2; 4,2,5 u.ö.) für einen Teil des Kragsteinblocks am Geison dorischer griech. Tempelgebälke. Ein griech. Analogon dieses speziellen t.t. ist unbekannt; alle einzelnen Bestandteile des Blockes wurden hier wohl insgesamt als geíson bezeichnet. Unter dem M. versteht man die überhängende Platte mit meist 3 × 6 Tropfen (Guttae), die in regelmäßiger Reihung oberhalb des Metopen-Triglyphen-Frieses erscheint und diesen in seinem Rhythmus unterstützt. Der M. entspricht in seiner Breite dem Maß einer Triglyphe ( tríglyp…

Pseudoperipteros

(90 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Bei Vitruv (4,8,6) überl. architektonischer Fachterminus, der ital.-röm. Tempel bezeichnet, deren seitliche Säulen der Vorhalle sich als der Kernmauer vorgeblendete Halbsäulen um die Cella herum fortsetzen und somit einen “unechten” Säulenkranz ohne einen wirklichen Umgang (griech. pterón) formen (Peripteros). Bekannteste Beispiele sind die Maison Carrée in Nîmes (Nemausus [2]) und der ionische Tempel am Forum Boarium in Rom. Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography Ch. Balty, Ét. sur la Maison Carrée de Nîmes, 1960 (zum Typus)  R. Amy, P. Gros, La Maison…

Palaistra

(178 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] (παλαίστρα, lat. palaestra). Die P. bildet sich im 6. Jh.v.Chr. als ein Kernelement des Gymnasions (mit Abb.) aus und formt, zusammen mit einem Dromos (einer langgestreckten Laufbahn) und verschiedenen langen Säulenhallen und Wandelgängen, diesen Architekturtyp konstitutiv. Die P. besteht dabei aus einem annähernd quadratischen Hof, umzogen von einem Peristyl, und verschiedenen daran angrenzenden Raumfluchten. Die P. diente als Ort für Ringkämpfe; die angegliederten Räume wurden fü…

Kymation

(137 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Sammelbegriff für ein streifen- bzw. bandförmiges Ornament, das in allen ant. bildnerischen Medien, v.a. in der Relief- bzw. Bauplastik, der Malerei/Vasenmalerei und der Toreutik begegnet. Die Forsch. unterscheidet das aus einem Doppelband orthogonaler, dem Mäander nicht unähnlicher Elemente bestehende dor. K., das ion. K. mit seiner Abfolge von Ei und Zwischenspitzen (Eierstab) sowie das lesb. K. mit seinen herzförmigen, von lanzettenhaften Zwischenspitzen getrennten Blättern; b…

Crusta, Crustae

(82 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Antiker t.t. aus der Bautechnik. Nach Vitruv (2,8,7 u.ö.) Bezeichnung für die Schal- bzw. Verblendmauern von Gußzementkonstruktionen ( opus caementicium ), ferner allg. für die Verkleidung von Fußböden, Decken und Wänden mit Stuck, Marmor, Travertin oder Mosaik. In der Toreutik bezeichnet c. auch den reliefgeschmückten “Mantel”, gewissermaßen die “Hülle” des eigentlichen Gefäßkörpers. Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography Georges 1, s.v. c., 1775f.  A. Rumpp, s.v. C., KlP 1, 1336  H.-O. Lamprecht, Opus Caementicium - Bautechnik der Römer, 41993, 38-44…

Pyramidengrab

(93 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Bes. Form des Grabbaus in der klass. Ant., die in Form und Bestimmung den pharaonischen Pyramiden Ägyptens folgt. In der klass. Ant. selten, aber immer mit hohem repräsentativen Anspruch verwendet; bekanntestes Beispiel ist die sog. Cestius-Pyramide in Rom vor der Porta San Paolo (als Grabmal des Tribunen und Praetors C. Cestius [I 4] Epulo, gest. 12 v. Chr., errichtet). Weitere Beispiele v. a. im kleinasiatisch-ägypt. Raum. Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography F. Coarelli, Rom. Ein arch. Führer, 1975, 307 f.  C. Ratté, The Pyramid Tomb at Sardeis, in: …

Gramme

(80 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] (γραμμή). Bestandteil der Start- und Zieleinrichtung im griech. Stadion ( balbís ), der die in Stein gemeißelte, im Boden versenkte und meist aus zwei parallelen Linien bestehende Start- bzw. Zielmarkierung bezeichnet. Erh. Exemplare sind u.a. aus Olympia, Delphi, Epidauros und Priene bekannt. Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography W. Zschietzschmann, Wettkampf- und Übungsstätten in Griechenland I. Das Stadion, 1960, 35-39 O. Broneer, Isthmia II, 1973, 137-142 P. Roos, Wiederverwendete Startblöcke vom Stadion in Ephesos, in: JÖAI 52, 1979/80, 109-113.

Septizonium

(44 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] District of the city of Rome, mentioned only by Suetonius (Suet. Tit. 1) as the location of the house in which the emperor Titus was born; presumably on the Quirinal. Often confused with the Septizodium. Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography Richardson, 350 f.

Monumental columns

(1,545 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] I. General In archaeological scholarship monumental columns are defined as columns that are used as monuments. They are separated from their traditional architectural context and crowned by a sculpture, a group of sculptures or an object, and they are either free-standing or grouped together in rows. Common to both varieties is the emphasis on the object on top of the capital, which is created through the extreme elevation, vertical trajectory and high visibility of the column. From…

Cavea

(118 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] (‘hollow’). 1. Animal cage, beehive. 2. Grid rack placed by fullers over coal fires to dry materials. 3. Terrace-shaped rising seating area in the  amphitheatre,  odeum and  theatre, also common as a public meeting place (e.g. Athens, Pnyx). In larger facilities divided by ambulatories into prima, media and summa cavea that were allocated to various groups of people. Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography W. A. McDonald, The Political Meeting Places of the Greeks, 1943 J. A. Hanson, Roman Theatre-Temples, 1959 D. B. Small, Social Correlations to the Greek…

Subura

(115 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] Ancient topographical designation for an area in Rome the precise location of which is unclear or ambivalent. Apparently, S. at first referred to the area in the valley between Oppius and Caelius; S. marks the first of four urban regions (Varro, Ling. 5,48; Tribus). Later, in everyday language S. was used to refer to only one part of this regio IV, and that is the densely populated quarter between Quirinalis, Cispius, Viminalis and Esquiline which housed many craftsmen and stood in ill repute (Mart. 12,18; Juv. 11,51). Roma Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography Å. Fri…

Culina

(277 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] Lat. term for kitchen. In Greek antiquity, an independent room in the  house with hearth and other infrastructure (smoke outlet, drainage) for preparation of meals was unknown for a long time; generally, the hearth served as a focal point in the main room of a house and was at the same time the centre of social communication. Kitchens in a more narrow sense, as functionally-defined, separate room components, are to be found first in the late Classical houses of Olynthus, then incr…

Apse

(560 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] (ἀψίς; apsís). ‘Arch, vault’, Latin apsis or absida, cf. also  exedra. Semicircular, sometimes polygonal, roofed architectural element, normally used as a closure or part of a room. Early proof in Aegean house architecture ( House); houses with an oblong rectangular plan closed at the rear by a semicircular apse can already be found in the lowest layers at Troy (Troy I a), in the entire Aegean Bronze Age and also in the Geometrical architecture of Greece (i.a. Antissa, Lefkandi, Lerna, M…

Velabrum

(115 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] An originally swampy area within the City of Rome (with plan 2), between the Capitol, the Palatine and the banks of the Tiber; the naming and the origin of the word (from Etruscan  vel, 'swamp'?) was already disputed in Antiquity (cf. Varro Ling. 5,43). The area was drained as early as the Republican period with the help of the Cloaca maxima , after the Neronic fire (64 AD) further raised and then densely built on as a significant mercantile quarter near the city centre. The Forma Urbis Romae shows the V. as a close-built inner-city district. Höcker, Christoph (Kissing) Biblio…

Balbis

(117 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] Starting- and finishing-line in the Greek  stadium. The balbis was a stone bump equipped with grooves and let into the ground; starting gates made of wooden posts were anchored into it. The grooves served as places for the feet to rest against when starting. Numerous examples are preserved such as in Olympia, Delphi, Nemea, Ephesus. Artistic representations in sculpture, relief art and vase-painting. In addition, balbis is also a term to describe the line to mark the throwing off of discus and javelin. Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography W. Zschietzschmann, Wet…

Lararium

(225 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] Private family sanctuary or cult memorial - most commonly situated in the atrium, sometimes also in the kitchen, peristyle or garden of the Roman house - for the lares familiares ( Lares; Personification), either in the form of a niche, a small temple ( Aedicula) or even in the form of a wall painting creating an architectural illusion. Lararia were originally decorated with statuettes and additional votive offerings, depending on wealth, and served a vital purpose within the larger context of social interaction as each family's representative focal point. Numerous lar…

Ianiculum

(104 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] One of the seven hills of Rome ( Roma), located on the right bank of the Tiber and already during the Republican period connected to the  Campus Martius by four bridges. Because of its military significance, the I. was incorporated into the ager Romanus at an early date (Cass. Dio 37,27,3 - 37,28,1). The name I. probably refers to a cultic site of Ianus. In the later Republic this hill, which was traversed by the via Aurelia was the location of several large  gardens ( horti Agrippinae; horti Caesaris). Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography P. Liverani, s.v. I., LTUR …

Caryatids

(390 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] (Καρυάτιδες; Karyátides). Female figures, mostly in long robes, used as supports for various utensils (i.a. mirror handles) or in an architectural context ( Architectural sculpture), where they replace columns, semi-columns or pilasters. According to Vitruvius (1,1,5), the term was derived from the Peloponnesian town of  Caryae [2]; it cannot be found in Greek before the 4th cent. BC (Lynceus in Ath. 6,241d). In inscriptions on buildings of the 5th cent. BC (Erechtheion), caryatids are referred to as κώραι ( kṓrai). The earliest architectural caryatids occ…

Attillus

(31 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] Roman mosaicist, signed a figural mosaic found at Oberwenigen near Zurich ( Attillus fecit). Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography A. Blanchet, La mosaïque, 1928, 56 L. Guerrini, s.v. A., EAA 1, 906.

Angle triglyph problem

(861 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] Modern term for the problem arising in Greek stone constructions of the Doric order in the attempt to effect a regular sequence, around a corner of,  triglyph and  metope in the  frieze above a row of columns. In canonical Doric structure, every other triglyph rests over the centre of a column. At angles this becomes unfeasible where the depth of the architrave ( Epistylion) exceeds the breadth of a triglyph, since in that case either the architrave is no longer centred on the aba…

Könnensbewußtsein

(301 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] Modern term coined by the ancient historian Ch. Meier [1. 435-439], which refines, in a democratic-pluralistic context, the technical-qualitative self-image of the artisan class in the classical Greek period, as well the political self-awareness which interacts with it; Könnenbewußtsein encompasses in this sense an important aspect, resp. subarea of the Greek term téchnē (cf. also Demiourgos [2] and [3], Crafts, Artist, Art, Technique, technítai , Technology). Especially in the building trade of the 5th cent. BC, besides o…

Cella

(722 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
(‘Chamber, room, cell, booth’). [German version] [1] Enclosed cella in an ancient temple Technical term coined by Vitruvius (4,1 and passim) for the space enclosed by walls within an ancient  temple (Greek: σηκός, sēkós). The formal development of the Greek temple cella from early Greek domestic architecture ( House), together with the related development of the peripteral temple ( Peristasis), is still a subject for debate. In monumental stone structures from the 7th cent. BC onwards, the cella served for the safe-keeping of the cult image or the image of the god, and…

Tugurium

(141 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] (Latin). A primitive hut of perishable building materials; as a rule, a wood and clay construction, roofed with reeds, tree bark or turf (house), in Roman literature, originally described as humble housing (Varro Rust. 3,1,3; Verg. Ecl. 1,68; Plin. HN 16,35) and predominantly classified as for primitive peoples (cf. the huts of the Dacians and Marcomanni in reliefs on the columns of Trajan and Marcus Aurelius in Rome). The principle of the 'natural house', which had been described…

Septizodium

(368 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] Ostentatious monumental facade, almost 90 m long, at the intersection of the Via Triumphalis and the Via Appia , which led into the city, near the Circus Maximus, forming the conclusion of the southeastern slope of the Palatine in Rome (and terminologically often confused with the Septizonium). The splendid facade, presumably of five storeys, consisted of three exedra side-by-side, which were provided with terminations at right angles towards the sides of the monument. The S. wa…

Waterworks

(318 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] In Classical Antiquity, the playful and wasteful use of water – already known occasionally from the Near East – became a factor within the context of a secured water supply, an unrestrictedly enjoyed, at least in part positively defined, public and/or private luxury and especially in the framework of a specifically Roman understanding of nature (Environment II.); it was also reflected in the architecture relevant for them. Waterworks were uncommon in the Greek polis world. Waterworks are first recorded in connection with opulently designed gardens. Parti…

Latrines

(182 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] The first toilet facilities connected with sewers in the Graeco-Roman cultural area are to be found in Minoan Crete (sit-down latrines in the palace of Knosos), then not again until the Hellenistic period; in archaic and classical Greece, latrines that consisted of a seat over a transportable vessel were predominant. This comparably primitive principle is also further encountered in Roman culture (for instance in the multi-storey tenement blocks in the large cities), whilst from…

Tracing (in full size)

(140 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] Scratched or scored lines in architecture (Construction technique; Building trade). The architect's plan was successively transmitted to the emerging building at a scale of 1:1 by tracing. Tracings are recorded from the pre-Greek era in Mesopotamian and Egyptian architecture; in Graeco-Roman architecture, tracing long made scale construction drawings unnecessary. Well-preserved or documented tracings are found, among other places, on the Propylaea in Athens, the large tholos in Delphi and the more recent temple of Apollo in Didyma. Höcker, Christoph (Kissi…

Peristasis

(95 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] (περίστασις; perístasis). Ancient Greek term for a ring of columns (Column), and hence a colonnade in a Greek temple or other ancient buildings with surrounding columns [1]. The colonnade can be formed of a single row (Peripteros) or a double row (Dipteros) (cf. also Peristylion. On formal problems relating to peristaseis in Greek temple construction: Angle triglyph problem; Inclination; Curvature; Proportion). Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography 1 F. Ebert, Fachausdrücke des griechischen Bauhandwerks I. Der Tempel, Diss. Würzburg, 1910, 23…

Eupalinus

(359 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] of Megara, son of Naustrophus, as an  architect and engineer, presumably under the tyrant  Polycrates, was responsible for the construction of a  water supply system for the town of  Samos (modern Pythagoreion on the island of Samos) described by Herodotus (3,60) as one of the great feats of Greek engineering; there is no evidence of further work by E. The system that was rediscovered in 1853 consists of four building complexes connected with each other: a fountainhead building situated high in the mountain ( Wells) with a great covered water reservoir, a pipeline c. 840…

Tector

(48 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] ( tector albarius). According to Vitr. De arch. 2,8,20 a Roman craftsman who was responsible for plastering walls, as a rule in three layers, the top layer of which could be painted or stuccoed while still moist. Construction technique; Fresco; Stucco; Wall-painting Höcker, Christoph (Kissing)

Loretum

(87 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] (also Lauretum, from laureus, ‘bay-tree’). Place on the Aventine Hill in Rome ( Roma) where bay-trees grow. According to legend the burial place of Titus Tatius (Festus 496 L.). Already at the time of Varro (Varro, Ling. 5,152) the site could no longer be located with certainty. The possibility that L. was divided into two parts ( L. minor and L. maior) is a matter for discussion because of two corresponding street names in Regio XIII (cf. CIL 6,975). Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography Richardson, 234f.

Masonry

(1,715 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] A. Definition In this article, masonry will be understood as the various construction and design techniques of the structure of the walls of buildings, terraces, and defensive architecture (city walls, etc.) in ancient stonework, but not the various areas of application of woodworking; cf. construction technique; materiatio; on Roman cement construction cf. also opus caementicium. Höcker, Christoph (Kissing) B. Greece [German version] 1. Simple masonry The walls of simple early Greek buildings were first made of wood or wattle work. From the 8t…

Spacing, interaxial

(663 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] Modern technical term which in the archaeology of buildings denotes the interaxial distance between two columns (as different from the free interspace, which has been known as the intercolumnium since Antiquity, cf. [1]). The interaxial space was a clearly defined subset of the axial distances, i.e. the distances between the centres of the four corner columns and as such served as one of the crucial design parameters in temple architecture (Temple; Building trade). This goes especially for the peripteral temp…

Volute

(164 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] Modern architectural term, borrowed from French, for a spiral or helical decorative element on corbels, pediments and capitals usually of the Ionic order (Column). The much-admired precise incision of a High or Late Classical capital volute with its often painted or inlaid decoration (Intarsia) was presumably produced with the help of a pair of compasses uniformly decreasing in diameter; a corresponding instrument can at least hypothetically be reconstructed. The V. also appears a…

Epistylion

(589 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] Ancient technical term, frequently appearing In Greek architectural inscriptions as well as in Vitruvius (4,3,4 and passim); applicable to all ancient orders of column construction, it refers to that part of the entablature of the peristasis which rests immediately on top of the columns. Modern architectural terminology often refers to the epistylion as ‘architrave’, whereas the entablature in its entirety ─ i.e. architrave,  frieze, and cornice ( geison) together ─ are referred to as epistylion. The translation of the initially wooden epistylion to stone rep…

Gramme

(83 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] (γραμμή; grammḗ). A component of the start and finish line in the Greek stadium (  balbís ), which indicated the start and finish marking. It usually consisted of two parallel lines carved into stone and sunk into the ground. Examples are preserved, e.g., in Olympia, Delphi, Epidaurus and Priene. Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography W. Zschietzschmann, Wettkampf- und Übungsstätten in Griechenland I. Das Stadion, 1960, 35-39 O. Broneer, Isthmia II, 1973, 137-142 P. Roos, Wiederverwendete Startblöcke vom Stadion in Ephesos, in: JÖAI 52, 1979/80, 109-113.

Hagia Sophia

(400 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] The most important church of Constantinople, built on the site of the church Μεγάλη Ἐκκλησία ( Megálē Ekklēsía; 1st half of the 4th cent.). It was destroyed in AD 532 in an uprising, instigated and paid for by Justinian based on designs by the architect Anthemius of Tralles and  Isidorus [9] of Miletus as a combination of nave and  central-plan building of gigantic dimensions. The huge dome rests on four pillars with foundations in rock. Dedicated on 27 December 537 in the presence of the emperor …

Xystos

(187 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] (ξυστός/ xystós; Latin xystus). In Roman Antiquity a walkway ( ambulatio) or a terrace, usually an element of a hortus (garden) and hence part of a villa. According to Vitr. 5,11,4 such a xystus consisted of an unroofed path edged by plane trees. In a Greek gymnasiun, the original context of a xystus (in evidence there since the 5th cent. BC), in contrast, a covered running track was meant. There is disagreement about the precise definition of a xystus in Roman architecture; sometimes (Varro Men. 162; Cic. Att. 1,4,2) it is only the course of a sp…

Guttae

(138 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] Latin for drops (pl.); in the architectonic sense, ancient technical term only attested in Vitruvius (4,1,2 and 4,3,6) for the drop-like cylindrical shapes that are found on parts of the stone entablature of the Doric building style and that as imitated nails or nail heads attest to the anachronistic transformation of the only wooden building form into the canonical Doric stone temple [1. 53-55; 3. 10-13]. Guttae are to be found (mostly) in three parallel rows of six on the   mutulus of the   geison and on the architrave as the bottom completion of the   regula

Crusta, Crustae

(91 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] Ancient technical term used in  construction technique. According to Vitruvius (2,8,7 and passim), a term for the frames or facings of walls made from cast cement (  opus caementicium ), later used generally for the covering of floors, roofs and walls with  stucco, marble, travertine or  mosaic. In  toreutics crusta also refers to the relief-adorned ‘jacket’, the ‘shell’ surrounding the body of the receptacle proper. Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography Georges 1, s.v. c., 1775f. A. Rumpp, s.v. C., KlP 1, 1336 H.-O. Lamprecht, Opus Caementicium Bautechnik…

Prostylos

(67 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] Architectural term recorded at Vitr. De arch. 3,2,3, denoting one of the temple forms listed in that work (Temple). According to Vitruvius' description, a prostylos is an ante temple with one row of columns in front of the pronaos (Cella). An extended variant of the prostylos is the amphiprostylos. Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography W. Müller-Wiener, Griechisches Bauwesen in der Antike, 1988, 217 s. v. P.

Byzes

(68 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] Architect or building craftsman from Naxos, active around 600 BC. Pausanias (5,10,3) concluded from a supposed epigram that B. was the first to produce roof tiles of marble. An inscription on a marble roof tile from the Athenian Acropolis (CY=BY in the Naxian  alphabet) was interpreted as a reference to B. Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography H. Svenson-Evers, Die griech. Architekten archa. und klass. Zeit, 1996, 374.

Mons Aventinus

(188 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] Steep trapezoidal hill in Rome, stretching from the southernmost point of the city to the Tiber. It includes the Augustan regio XIII and parts of regio XII. The MA consists of two hilltops connected by a ridge (Aventinus Maior and Aventinus Minor). Until the regency of the emperor Claudius it was outside the Pomerium (but within the Servian walls). The MA was inhabited early, evidently Ancus Marcius [I 3] settled there natives of various Latin localities he had conquered and devastated. Subsequently the MA…

Optical refinements

(300 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] Modern collective term for various phenomena of Greek column construction, coined by the American archaeologist W.H. Goodyear in 1912. They include specifically: (a) solution of the angle triglyph problem; (b) entasis (outward curvature of the column shaft); (c) inclination (inward leaning of columns and cella walls); (d) curvature (slight arching of the stylobate, sometimes also of all other superstructures, e.g. in the Parthenon); (e) increased diameter of corner columns as opposed to the central columns. Some of these phenomena were described by Vitru…

Peristylion

(174 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] (περιστύλιον/ peristýlion, Latin peristylium). Representational element of ancient public and private architecture: Peristylion is used to describe a colonnade (Column) surrounding a court or square. In Greek architecture, peristyles can increasingly be found in private houses from the late 4th cent. BC onwards, also in numerous representational public buildings, e.g.gymnasia, palaistrai, libraries, theatres and various assembly buildings (bouleuterion and prytaneion). From their beginning,…

Regula

(110 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] (Lat. 'slat', 'bar', or 'guideline'). Architectural technical term used in Vitr. De arch. 4,3,4 et alibi to refer to a slat with guttae on the epistylion (architrave) of a building of Doric structure. In width, the regula corresponds to the triglyphos and forms its lower end which structurally belongs to the architrave (and not to the frieze). Furthermore, the regula corresponds to the blocks of the geison that are resting on the frieze. Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography D. Mertens, Der Tempel von Segesta und die dorische Tempelbaukunst des griechisc…

Puteal

(81 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] Derived from Latin puteus ('well'), a term for enclosures around profane draw-wells, some of which were covered, or for stones pointing out sacred lightning marks. Particularly in the neo-Attic art of Hellenistic times, puteals were  a popular place for relief sculpture. Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography E. Bielefeld, Ein neuattisches Puteal in Kopenhagen, in: Gymnasium 70, 1963, 338-356  K. Schneider, s. v. P., RE 23, 2034-2036  O. Viedebantt, s. v. Forum Romanum (46. Das Puteal Libonis), RE Suppl. 4, 511.

Private sphere and public sphere

(1,229 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] I. General Private sphere as a term denotes that area of life possessing an individual quality, and contrasts with the public sphere by virtue of its intimate character. While the term derives from the Latin privatim/privatus ('personal, discrete, private'), the pair of opposites denoting a polarization of two more or less strictly segregated spheres has existed only since the advent of a middle-class conception of standards in the late 18th cent. Before that, even events such as a ruler's toilet visits or dressing…

Roads and bridges, construction of

(2,146 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] I. Definition of terms, state of research In what follows, road is used to denote a way that is at least partly of artificial construction, i.e. of architectural fashioning in the broadest sense, but not those more or less established, traditional trade and caravan routes and intercontinental links such as the Silk Road. The term covers long-distance roads as well as smaller trails and mule trails connecting towns and regions, but not intra-urban streets (on which see town planning). The…

Tabularium

(249 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] A building in Rome ([III] with map 2, no. 62), probably built or dedicated in 78 BC under the consul Q. Lutatius [4] Catulus, after the fire of 83 BC, as a place of safe-keeping for public and private documents (CIL I2 736; 737). It was originally primarily public monies that were kept here, later numerous archived materials of state and city administration. According to a funerary inscription found in 1971, its architect was probably a certain Lucius Cornelius. The huge structure, almost 74 m long and, together with the…

Horologium (Solare) Augusti

(147 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] The sundial with calendrical functions described by Pliny (HN 36,72f.), which was built on the Field of Mars in Rome ( Roma) in the reign of Augustus and renovated many times in the 1st and 2nd cents. AD. The gnomon ( Clocks) consisted of an obelisk which threw its shadow on to a paved area with a network of lines marked with bronze inlays. The reconstruction by [1] suggested as a result of various excavations and interpretations of the ancient and modern written records, assumed …

Akroterion

(118 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] (ἀκρωτήριον; akrōtḗrion) Akroteria are sculptured figures or ornamental pieces that decorate the ridge (middle akroterion) or the sides (side akroterion) of  gables of representative public buildings. Akroteria can be made of clay or stone (poros, marble). Initially, in the 7th/6th cents. BC, round, disc-like akroteria with ornamentation dominate (e.g. Heraeum of Olympia) while later on, three-dimensionally crafted plant combinations (volutes and palmettes) or statue-like figures a…

Console

(216 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] Modern term, derived from French, for a horizontal support protruding from a wall or pillar, and serving as a ledge for an arch, statuary, or as the base of a corbel or  geison. As multi-storey buildings became more frequent with the increasing range of constructional forms available to Hellenistic architects, the console could form the transition to the roof of a building while still serving as a structural element of the multi-storeyed façade. The combination of console and corb…

Tetrastylos

(38 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] (from the adjective τετράστυλος/ tetrástylos, 'four-columned'). Modern architectural term describing, in analogy to the established term hexastylos ('six-columned'), a temple or column construction with only four frontal columns. Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography Lit. vgl. Tempel (V. A.3)

Lesche

(126 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[German version] (λέσχη; léschē). An architectural structure, belonging to the category of Greek assembly buildings, where citizens met for negotiations, transactions and discussions (the term lesche is derived from the Greek λέγω/ légō, ‘to speak/to talk’); usually located in the vicinity of the agora or - as a consecrated building - in sanctuaries, and, especially in the latter location, occasionally serving as a hostel. The lesche of the Cnidians at Delphi ( Delphi), described in Paus. 10,15ff., a long, rectangular hall structure with eight internal column…
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