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Your search for 'dc_creator:( "Manthe, Ulrich (Passau)" ) OR dc_contributor:( "Manthe, Ulrich (Passau)" )' returned 57 results. Modify search

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Vacantia bona

(169 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[German version] An heirless estate ( Bona ). In the Republic, the members of the gens of a deceased person had a right of acquisition (Gai. Inst. 3,17); if they did not exercise it, anybody could take possession of the estate and obtain it by usucapio ('adverse possession') (Gai. Inst. 2,52-58). If in a will ( Testamentum ) an heir was appointed, but had become unavailable, the will and all its dispositions were ineffective. From the lex Iulia et Papia (18/9 BC) onwards the VB fell as a caducum ('forfeited') to the state, which also fulfilled the provisions of t…

Pflichtteil

(273 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[English version] Da im klass. griech. Recht Testamente zur Übergehung von Söhnen unzulässig waren ( diathḗkē B.), stellte sich dort die Frage eines P. noch nicht. Ein P.-Recht für nahe Angehörige hat sich aber selbst im röm. Recht nur langsam durchgesetzt. Am Anfang der Entwicklung stand das Recht der Noterben (Erbrecht III.E.), bei Übergehung ( praeteritio ) das Testament ganz zu entkräften oder wenigstens einen Teil des Nachlasses zu erhalten; gegen Enterbung ( exheredatio ) konnten sich die Noterben nicht wehren. Ein echtes P.-Recht bestand hingegen für den patronus

Fideicommissum

(596 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[English version] Das seit dem 2. Jh. v.Chr. (Ter. Andr. 290-298) neben dem legatum (Vermächtnis) auftretende f. (wörtl.: “das der Treue Anvertraute”) war eine Bitte des Erblassers an einen Erben oder Vermächtnisnehmer, einem Dritten etwas aus der Erbschaft oder die ganze Erbschaft auszufolgen. Da ein f. den Beschränkungen des zivilen Erbrechts nicht unterlag, diente es dazu, jemandem etwas letztwillig zuzuwenden, der nicht Erbe sein oder ein Legat empfangen durfte (Nichtbürger; Frauen nach der lex Voconia, Erbrecht III D; Unverheiratete und Kinderlose nach der lex Papia, caduc…

Aditio hereditatis

(67 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[English version] Nach röm. Recht erwarb ein suus heres die ihm angefallene Erbschaft ohne sein weiteres Zutun, ein extraneus erst durch Antritt ( aditio). Die aditio konnte durch förmliche Antrittserklärung ( cretio) oder durch formlose Betätigung des Annahmewillens ( pro herede gestio) geschehen. Erbrecht III B; abstentio Manthe, Ulrich (Passau) Bibliography 1 H. Honsell, Th. Mayer-Maly, W. Selb, Röm. Recht, 41987, 469 ff. 2 Kaser, RPR I, 715 ff.

Lex Voconia

(255 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[English version] Ein vom Volkstribun Q. Voconius Saxa 169 v.Chr. eingebrachtes Gesetz, das Erblassern der 1. Censusklasse (Mindestvermögen 100000 As, Gai. inst. 2,274) verbot, eine Frau im Testament zur Erbin einzusetzen; das Intestaterbrecht der Frauen blieb unberührt, doch wurde im Anschluß an das Gesetz ( Voconiana ratione) Frauen ab dem 3. Verwandtschaftsgrad auch das Intestaterbrecht entzogen (Paul. sent. 4,8,20). Zugleich beschränkte die l.V. den Höchstbetrag von Legaten auf die Hälfte der Erbschaft (Gai. inst. 2,226). Die Praxis entwickelte wahrsch…

Agnatio

(173 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[English version] Im röm. Recht die Verwandtschaftsbeziehung zwischen den Personen, die unter der manus oder patria potestas desselben pater familias stehen oder stehen würden, falls dieser noch leben würde (also von diesem in rein männlicher und nicht durch Emanzipation unterbrochener Linie abstammten, Gai. inst. 1,156). Diejenigen Gewaltunterworfenen, die mit dem Tode ihres pater familias unmittelbar gewaltfrei ( sui iuris) wurden, bildeten den engeren Kreis der sui heredes ; eine bes. Gruppe der Agnaten waren die consanguinei . Das agnatische Syste…

Heredium

(128 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[English version] In der Sprache der XII Tafeln (7,3) das Bauerngut im Ausmaß von zwei iugera (0,5 ha; Plin. nat. 19,4,50), aus hortus (Bauernhof mit Garten, Paul. Fest. 91,12 L.) und ager (Ackerland) bestehend. Nach der Tradition hatte Romulus jedem Bürger ein unveräußerliches h. zugeteilt, welches jeweils dem Erben ( heres) zufiel (Varro rust. 1,10,2); die XII Tafeln erlaubten schon die Veräußerung und Vererbung der Gesamthabe (6,1; 5,3), damit auch des h. Da ein h. zur Ernährung einer Großfamilie mit Gesinde kaum ausreichte, leuchtet Mommsens Annahme [1] ein, das h. sei nur die …

Prodigus

(101 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[English version] Den p. (“Verschwender”) stellten die XII Tafeln (7,4c) unter die Pflegschaft ( cura) der nächsten Agnaten ( agnatio ), damit diese sein Vermögen verwalteten, so daß ihr künftiges Erbrecht (Erbrecht III. C.; intestatus ) nicht gefährdet wurde. Im klass. Recht des 1.-3. Jh. n. Chr. wurde der p. einem Minderjährigen, der unter Vormundschaft ( tutela ) stand, gleichgestellt; die cura prodigi wurde nun auch nicht nur im Interesse der Agnaten, sondern auch zum Schutz des p. angeordnet. Manthe, Ulrich (Passau) Bibliography 1 Honsell/Mayer-Maly/Selb, 96-97 2 Kaser, RP…

Legatum

(652 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[English version] Im röm. Recht das Vermächtnis (von legare: “eine bindende Willenserklärung, lex , aussprechen”). Die Möglichkeit, jemandem durch letztwillige Verfügung (Testament) Gegenstände zu Lasten des Erben zuzuwenden, wurde in den XII Tafeln (5,3) anerkannt. Es gab zwei Hauptarten: 1) Durch l. per vindicationem (angeordnet durch: Titio hominem Stichum do lego, ‘dem Titius gebe und vermache ich den Sklaven Stichus’) erwarb der Legatar das Eigentum an der vermachten Sache unmittelbar mit dem Erbfall und konnte diese vom Erben mit der Klage des Eigentümers ( vindicatio

Codicilli

(103 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[English version] Die in einem formlosen Schriftstück enthaltene letztwillige Verfügung. Im Kodizill konnten nur Einzelverfügungen vorgenommen werden, nicht jedoch Erbeinsetzungen und Enterbungen. In Ergänzung eines Testamentes waren c. wirksam, wenn ihre Errichtung in einem früheren Testament vorbehalten oder wenn sie in einem späteren bestätigt wurden ( c. testamento confirmati); nichtkonfirmierte c. (Intestatkodizill) konnten nur Fideikommisse enthalten. Eine sog. Kodizillarklausel des Inhalts, daß ein Testament auch bei Formfehler gelten so…

Mortis causa capio

(111 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[English version] Im röm. Recht jeder ‘Erwerb von Todes wegen’, der nicht auf Erbfolge oder Vermächtnis beruhte (Erbrecht III. H.): (1) Schenkung von Todes wegen ( donatio ); was jemand (2) zur Erfüllung einer testamentarischen Bedingung oder (3) unter der Bedingung, daß ein Dritter (nicht der Leistende) sterben würde, oder als Gegenleistung (4) für den Verzicht auf einen erbrechtlichen Erwerb oder (5) für einen Antrag auf vorläufige Sicherung eines Nachlasses zugunsten eines Ungeborenen (missio in possessionem) erhielt (Dig. 39,6,38; 31 pr./2; 8 pr.; 12). Manthe, Ulrich (Passa…

Querela inofficiosi testamenti

(249 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[English version] “Beschwerde wegen pflichtwidrigen Testaments”. War nach röm. Recht ein nächster Angehöriger des Erblassers wirksam enterbt (Erbrecht III. E.) oder zu weniger als einem Viertel seines gesetzlichen Erbteils (s. intestatus ) eingesetzt und hatte er dieses Viertel auch nicht durch Vermächtnis ( legatum , fideicommissum ) oder Schenkung auf den Todesfall ( donatio mortis causa ) erhalten, so konnte er mit der q.i.t. gegen den Testamentserben auf Aufhebung des Testaments vor den centumviri oder auf dem Wege der cognitio extra ordinem klagen. Die q.i.t. hatte Erfolg,…

Abstentio

(121 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[English version] Nach röm. Recht erwarben sui heredes die ihnen angefallene Erbschaft mit dem Erbfall; solange ein suus noch nicht äußerlich gezeigt hatte, daß er die Erbschaft behalten wollte, gestattete ihm der Prätor, sich ihrer zu enthalten ( se abstinere). In diesem Fall blieb der suus zwar heres, erhielt aber nicht die Erbschaft und haftete nicht für die Nachlaßschulden; der Nächstberufene erhielt die bonorum possessio. Ein extraneus bedurfte keiner a.; da er erst mit Antritt die Erbschaft erwarb, konnte er einfach auf diesen verzichten, aber auch die Ausschlagung erklären ( o…

Praeteritio

(149 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[English version] (“Übergehung”). Nach röm. ius civile mußten alle sui heredes (Hauserben) im Testament erwähnt werden, indem sie entweder ausdrücklich als Erben eingesetzt oder enterbt ( exheredatio ) wurden. Söhne und postumi (Nachgeborene) beiderlei Geschlechts konnten nur unter Namensnennung (nominatim) wirksam enterbt werden, bei allen anderen (Töchtern, in manus -Ehe lebender Ehefrau, Enkel/innen usw.) genügte pauschale Enterbung ( inter ceteros). Nichterwähnung ( p.) führte bei Söhnen und postumi zur Nichtigkeit des Testaments mit all seinen Verfügungen;…

Mortis causa capio

(120 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[German version] In Roman law, any ‘acquisition mortis causa ’not based on succession or legacy (Inheritance law III. H.): (1) gift mortis causa ( donatio ); what someone (2) received in fulfilment of a condition of a will or (3) on the condition that a third party (not the executing party) would die, or in exchange (4) for waiving an acquisition under inheritance law or (5) for an application for provisional safeguarding of an estate in favour of an unborn child ( missio in possessionem ) (Dig. 39,6,38; 31 pr./2; 8 pr.; 12). Manthe, Ulrich (Passau) Bibliography Kaser, RPR 1, 765; 2, 567  P. Voci,…

Fideicommissum

(767 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[German version] The fideicommissum (literally: ‘entrusted to faith’), which from the 2nd cent. BC (Ter. Andr. 290-298) appeared alongside the legatum (legacy), was a request of the testator to an heir or legatee to pass on the inheritance in part or total to a third party. Since a fideicommissum was not subject to the same restrictions as the civil law of succession, it was used to make a bequest to a person who would otherwise not be eligible to be an heir or to receive a legacy (non-citizens; women according to the lex Voconia,  Laws of succession III. D.; the unmarried and the chil…

Caducum

(180 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[German version] The lex Papia Poppaea (AD 9), by economic pressure, indirectly forced marriage and the having of children by taking away from unmarried persons the entire capability of inheriting ( capacitas) for a bequest that fell to them in the course of an inheritance, and half the ability to work for married couples without children; married partners amongst themselves had capacitas for one tenth only ( Decuma). The bequest fell, as caducum (‘forfeited’ possessions), to those men named in the testament who had children, otherwise (since Caracalla always) to t…

Intestatus

(556 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[German version] A person who died without leaving a valid testament. Under Roman ius civile the estate of the deceased firstly devolved upon the   sui heredes , or else upon the agnatic relatives of the next degree ( agnati proximi). According to the Law of the Twelve Tables (5th cent. AD), s ui became heredes in the case of succession, agnati only acquired property ( familia, XII 5.4) and became successors through   usucapio ; in classical Roman law (1st-3rd cent. AD) agnates became successors through   aditio hereditatis . From the 2nd cent. BC on, agnatic relat…

Consanguinei

(66 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[German version] Siblings with a common father ( uterini share the mother). According to Roman civil law consanguine sisters had a legal right of inheritance while agnatic relatives of a higher degree of relationship (aunts, nieces etc.) were excluded from intestate inheritance (Gai. Inst. 3,14; Inst. Iust. 3,2,3a).  Agnatio;  Succession, law of Manthe, Ulrich (Passau) Bibliography H. L. W. Nelson, U. Manthe, Gai Institutiones III 1-87, 1992, 65f.

Ademptio legati

(51 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[German version] The revocation of a formal legacy, initially only by formal declaration ( non do; heres ne dato) in a will, from the 2nd cent. AD also possible by informal exercise of will (e.g. disposal of the object) (Dig. 34,4).  Legatum Manthe, Ulrich (Passau) Bibliography Kaser, RPR I, 755
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