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Your search for 'dc_creator:( "Manthe, Ulrich (Passau)" ) OR dc_contributor:( "Manthe, Ulrich (Passau)" )' returned 57 results. Modify search

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Lex Iulia et Papia

(172 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[English version] Zur Erhöhung der Ehemoral und Bekämpfung der Kinderlosigkeit verbot Augustus durch die lex Iulia de maritandis ordinibus (18 v.Chr.) standeswidrige Ehen und ordnete durch die lex Papia Poppaea (9 n.Chr.) Ehepflicht für Bürger im heiratsfähigen Alter an, wobei Unverheiratete mit dem Verfall ( caducum ) des ihnen testamentarisch Zugewandten, kinderlos Verheiratete mit dem Verfall der Hälfte bestraft wurden; wer hingegen Kinder hatte, wurde mit zahlreichen Privilegien versehen ( ius liberorum, “Kinderprivileg”). Welche Regelungen welchem der beiden G…

Immiscere, se

(117 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[English version] ( alicui rei, “sich in etwas einlassen”). Ein suus heres (Hauserbe, Erbrecht III A) konnte eine gesetzliche oder testamentarische Erbschaft nicht wirksam nach ius civile ausschlagen ( semel heres semper heres), wurde aber, wenn er vor dem Prätor die Ausschlagung erklärte, von diesem so behandelt, als sei er nicht Erbe geworden ( abstentio ). Hatte er sich aber einmal äußerlich wie ein Erbe verhalten ( i.), so verlor er das beneficium abstinendi. Ferner bezeichnet i. den Beginn der Wahrnehmung sonstiger Geschäfte. Erst seit dem 4. Jh. n.Chr. bedeutet i. soviel wie “…

Pflichtteil

(273 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[English version] Da im klass. griech. Recht Testamente zur Übergehung von Söhnen unzulässig waren ( diathḗkē B.), stellte sich dort die Frage eines P. noch nicht. Ein P.-Recht für nahe Angehörige hat sich aber selbst im röm. Recht nur langsam durchgesetzt. Am Anfang der Entwicklung stand das Recht der Noterben (Erbrecht III.E.), bei Übergehung ( praeteritio ) das Testament ganz zu entkräften oder wenigstens einen Teil des Nachlasses zu erhalten; gegen Enterbung ( exheredatio ) konnten sich die Noterben nicht wehren. Ein echtes P.-Recht bestand hingegen für den patronus

Mortis causa capio

(111 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[English version] Im röm. Recht jeder ‘Erwerb von Todes wegen’, der nicht auf Erbfolge oder Vermächtnis beruhte (Erbrecht III. H.): (1) Schenkung von Todes wegen ( donatio ); was jemand (2) zur Erfüllung einer testamentarischen Bedingung oder (3) unter der Bedingung, daß ein Dritter (nicht der Leistende) sterben würde, oder als Gegenleistung (4) für den Verzicht auf einen erbrechtlichen Erwerb oder (5) für einen Antrag auf vorläufige Sicherung eines Nachlasses zugunsten eines Ungeborenen (missio in possessionem) erhielt (Dig. 39,6,38; 31 pr./2; 8 pr.; 12). Manthe, Ulrich (Passa…

Querela inofficiosi testamenti

(249 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[English version] “Beschwerde wegen pflichtwidrigen Testaments”. War nach röm. Recht ein nächster Angehöriger des Erblassers wirksam enterbt (Erbrecht III. E.) oder zu weniger als einem Viertel seines gesetzlichen Erbteils (s. intestatus ) eingesetzt und hatte er dieses Viertel auch nicht durch Vermächtnis ( legatum , fideicommissum ) oder Schenkung auf den Todesfall ( donatio mortis causa ) erhalten, so konnte er mit der q.i.t. gegen den Testamentserben auf Aufhebung des Testaments vor den centumviri oder auf dem Wege der cognitio extra ordinem klagen. Die q.i.t. hatte Erfolg,…

Abstentio

(121 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[English version] Nach röm. Recht erwarben sui heredes die ihnen angefallene Erbschaft mit dem Erbfall; solange ein suus noch nicht äußerlich gezeigt hatte, daß er die Erbschaft behalten wollte, gestattete ihm der Prätor, sich ihrer zu enthalten ( se abstinere). In diesem Fall blieb der suus zwar heres, erhielt aber nicht die Erbschaft und haftete nicht für die Nachlaßschulden; der Nächstberufene erhielt die bonorum possessio. Ein extraneus bedurfte keiner a.; da er erst mit Antritt die Erbschaft erwarb, konnte er einfach auf diesen verzichten, aber auch die Ausschlagung erklären ( o…

Praeteritio

(149 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[English version] (“Übergehung”). Nach röm. ius civile mußten alle sui heredes (Hauserben) im Testament erwähnt werden, indem sie entweder ausdrücklich als Erben eingesetzt oder enterbt ( exheredatio ) wurden. Söhne und postumi (Nachgeborene) beiderlei Geschlechts konnten nur unter Namensnennung (nominatim) wirksam enterbt werden, bei allen anderen (Töchtern, in manus -Ehe lebender Ehefrau, Enkel/innen usw.) genügte pauschale Enterbung ( inter ceteros). Nichterwähnung ( p.) führte bei Söhnen und postumi zur Nichtigkeit des Testaments mit all seinen Verfügungen;…

Prodigus

(101 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[English version] Den p. (“Verschwender”) stellten die XII Tafeln (7,4c) unter die Pflegschaft ( cura) der nächsten Agnaten ( agnatio ), damit diese sein Vermögen verwalteten, so daß ihr künftiges Erbrecht (Erbrecht III. C.; intestatus ) nicht gefährdet wurde. Im klass. Recht des 1.-3. Jh. n. Chr. wurde der p. einem Minderjährigen, der unter Vormundschaft ( tutela ) stand, gleichgestellt; die cura prodigi wurde nun auch nicht nur im Interesse der Agnaten, sondern auch zum Schutz des p. angeordnet. Manthe, Ulrich (Passau) Bibliography 1 Honsell/Mayer-Maly/Selb, 96-97 2 Kaser, RP…

Codicilli

(103 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[English version] Die in einem formlosen Schriftstück enthaltene letztwillige Verfügung. Im Kodizill konnten nur Einzelverfügungen vorgenommen werden, nicht jedoch Erbeinsetzungen und Enterbungen. In Ergänzung eines Testamentes waren c. wirksam, wenn ihre Errichtung in einem früheren Testament vorbehalten oder wenn sie in einem späteren bestätigt wurden ( c. testamento confirmati); nichtkonfirmierte c. (Intestatkodizill) konnten nur Fideikommisse enthalten. Eine sog. Kodizillarklausel des Inhalts, daß ein Testament auch bei Formfehler gelten so…

Mortis causa capio

(120 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[German version] In Roman law, any ‘acquisition mortis causa ’not based on succession or legacy (Inheritance law III. H.): (1) gift mortis causa ( donatio ); what someone (2) received in fulfilment of a condition of a will or (3) on the condition that a third party (not the executing party) would die, or in exchange (4) for waiving an acquisition under inheritance law or (5) for an application for provisional safeguarding of an estate in favour of an unborn child ( missio in possessionem ) (Dig. 39,6,38; 31 pr./2; 8 pr.; 12). Manthe, Ulrich (Passau) Bibliography Kaser, RPR 1, 765; 2, 567  P. Voci,…

Fideicommissum

(767 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[German version] The fideicommissum (literally: ‘entrusted to faith’), which from the 2nd cent. BC (Ter. Andr. 290-298) appeared alongside the legatum (legacy), was a request of the testator to an heir or legatee to pass on the inheritance in part or total to a third party. Since a fideicommissum was not subject to the same restrictions as the civil law of succession, it was used to make a bequest to a person who would otherwise not be eligible to be an heir or to receive a legacy (non-citizens; women according to the lex Voconia,  Laws of succession III. D.; the unmarried and the chil…

Caducum

(180 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[German version] The lex Papia Poppaea (AD 9), by economic pressure, indirectly forced marriage and the having of children by taking away from unmarried persons the entire capability of inheriting ( capacitas) for a bequest that fell to them in the course of an inheritance, and half the ability to work for married couples without children; married partners amongst themselves had capacitas for one tenth only ( Decuma). The bequest fell, as caducum (‘forfeited’ possessions), to those men named in the testament who had children, otherwise (since Caracalla always) to t…

Intestatus

(556 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[German version] A person who died without leaving a valid testament. Under Roman ius civile the estate of the deceased firstly devolved upon the   sui heredes , or else upon the agnatic relatives of the next degree ( agnati proximi). According to the Law of the Twelve Tables (5th cent. AD), s ui became heredes in the case of succession, agnati only acquired property ( familia, XII 5.4) and became successors through   usucapio ; in classical Roman law (1st-3rd cent. AD) agnates became successors through   aditio hereditatis . From the 2nd cent. BC on, agnatic relat…

Consanguinei

(66 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[German version] Siblings with a common father ( uterini share the mother). According to Roman civil law consanguine sisters had a legal right of inheritance while agnatic relatives of a higher degree of relationship (aunts, nieces etc.) were excluded from intestate inheritance (Gai. Inst. 3,14; Inst. Iust. 3,2,3a).  Agnatio;  Succession, law of Manthe, Ulrich (Passau) Bibliography H. L. W. Nelson, U. Manthe, Gai Institutiones III 1-87, 1992, 65f.

Ademptio legati

(51 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[German version] The revocation of a formal legacy, initially only by formal declaration ( non do; heres ne dato) in a will, from the 2nd cent. AD also possible by informal exercise of will (e.g. disposal of the object) (Dig. 34,4).  Legatum Manthe, Ulrich (Passau) Bibliography Kaser, RPR I, 755

Decuma

(121 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[German version] (=  decima sc. pars). The law of Papia Poppaea (AD 9) limited to one-tenth of the inheritance (with additional allowances for children) the capacity ( capacitas) of spouses in manus-free marriage to inherit from the testament of another. A wife in manus- marriage was, however, sua heres entitled to inherit the entire estate [2].The limit was abolished in AD 410 (Cod. Iust. 8,57,2). Apart from inheritance law, the tithe occurs as subject of a vow (Varro, Ling. 6,54; Dig. 50,12,2,2) and as the tax on crops from provincial land [1].  Caducum Manthe, Ulrich (Passau) Bibliograp…

Lex Iulia et Papia

(204 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[German version] To improve conjugal morals and to combat childlessness, Augustus, through the lex Iulia de maritandis ordinibus (18 BC), forbade marriages outside one's class and ordered through the lex Papia Poppaea (AD 9) that citizens of a marriageable age had a duty to marry, with unmarried people penalized by the forfeiture ( caducum ) of assets gifted to them in wills, and childless married people with the forfeiture of half of this; on the other hand, anyone who had children was accorded numerous privileges ( ius liberorum, ‘children's privilege’). Which regulations should…

Substitutio

(325 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[German version] In Roman law the appointment of a substitute heir ( substitutus), so as to avoid the danger that a will might become ineffective through the potential absence of the heir appointed by it (as a consequence of prior death or refusal; Succession, laws of III. D.). Instances of the modern-day persistence of substitutio vulgaris ('common substitution') are ' gemeine Substitutio' (§ 604 Austrian ABGB) and ' Ersatzerbeinsetzung' (§ 2096 German BGB). In the case of dependent minors of either sex, a Roman testator could prepare a second will settling the su…

Lex Voconia

(324 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[German version] A law introduced by the people's tribune Q. Voconius Saxa in 169 BC, which barred testators of the 1st census class (minimum assets of 100,000 as, Gai. Inst. 2,274) from naming a female heir in their will; this did not affect the intestate law of succession of women but following the law ( Voconiana ratione) women also had the intestate law of succession withdrawn from them from the 3rd degree of kinship (Paulus, Sent. 4,8,20). At the same time, the lex Voconia (LV) limited the maximum amount of legacies to half the inheritance (Gai. Inst. 2,226). In practice, …

Inheritance, division of

(147 words)

Author(s): Manthe, Ulrich (Passau)
[German version] Greek law   datetai . In early Roman law, co-heirs formed a joint ownership community ercto non cito (‘without division undertaken’ [2]; each co-heir was authorized to dispose alone over estate property. The division occurred by consent or by the  legis actio per arbitri postulationem (Gai. Inst. 4,17a); the   arbiter divided the individual estate assets and where applicable likewise ordered equalization payments. Since the pre-Classical period, the community of co-heirs was regarded as a community of owners ho…
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