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Iuppiter

(2,680 words)

Author(s): Graf, Fritz (Princeton) | Ley, Anne (Xanten)
[English version] I. Kult und Mythos I. (selten Iupiter, archa. Diovis, umbr. Iupater) ist der oberste Gott des röm. und latin. Pantheons; während er in Ikonographie und Mythos mit dem griech. Zeus völlig identifiziert wird, hält sich im Kult seine Eigengestalt. Graf, Fritz (Princeton) [English version] A. Etymologie und Herkunft Die Ableitung von * Dieu-pater, d.h. idg. * dieu-/ diu- und dem anrufenden pater, ist unbestritten; sie verbindet ihn mit griech. Zeus (* dieus, vok. Ζεῦ πάτερ) und altind. Dyaus, bezeichnet eigentlich die Gottheit des hellen Tageshimmels (vgl. lat. dies) u…

Aiantis

(168 words)

Author(s): Lohmann, Hans (Bochum) | Graf, Fritz (Princeton)
[English version] [1] 9. der 10 att. Phylen (Αἰαντίς). Seit der Phylenreform des Kleisthenes 9. der 10 att. Phylen (Hdt. 5,66). Eponymer Heros Aias [1], Sohn des Telamon, König von Salamis. Sie umfaßte im 4. Jh. v. Chr. 4 Paralia-Demen sowie je 1 Asty- und 1 Mesogeia-Demos (Phaleron bzw. Aphidna), die wegen ihrer Größe die jeweilige Trittys bildeten. 307/6 v. Chr. gab die A. an die neuen maked. Phylen keine Demen ab, später je eine an die Ptolemais, Attalis und Hadrianis. Für die Mesogeia-Trittys der A.…

Anaxilaos

(303 words)

Author(s): Meister, Klaus (Berlin) | Graf, Fritz (Princeton)
(Ἀναξίλαος). [English version] [1] aus Rhegion Tyrann von Rhegion (494-476 v. Chr.) Gehörte einer Familie an, die nach dem 2. Messenischen Krieg Ende des 7. Jhs. v. Chr. von Messene nach Rhegion ausgewandert war. 494 v. Chr. stürzte A. in Rhegion die Oligarchie der 1 000 reichsten Bürger (Aristot. fr. 611,55; Pol. 6,1316 a 38) und errichtete dort eine persönliche Herrschaft. Kurze Zeit später überredete er Samier und Milesier, die auf ihrer Flucht vor den Persern von den Zanklaiern zur Besiedlung von Kale A…

Interpretatio

(2,199 words)

Author(s): Giaro, Tomasz (Frankfurt/Main) | Graf, Fritz (Princeton)
I. Recht [English version] A. Begriff I. ist die Auslegung von Texten, aber auch von mündlichen Erklärungen und von sonstigen rechtserheblichen Fakten. Der Topos einfacher Wahrheit, die keines Vermittlers bedarf (Petron. 107,15), gilt nicht für das Spezialwissen von Astrologen (vgl. Divination), Philologen (zu beiden: Cic. div. 1,34; 2,92) und Juristen (Cic. leg. 2,59). Am Ende der Republik verdichten sich die Worte interpres (“Ausleger”) und interpretari (“Auslegen”) zum Abstraktum i. [3. 80ff., 91ff.], so für die Rechtsdeutung bereits der Könige (Cic. rep. 5,3…

Antinoos

(336 words)

Author(s): Graf, Fritz (Princeton) | Eck, Werner (Köln)
(Ἀντίνοος). [English version] [1] zügellosester Freier der Penelope Ithaker, Sohn des Eupeithes, der zügelloseste der Freier. Er verübte mehrere vergebliche Anschläge auf Telemachos (Hom. Od. 4,660-73; 16,364-92), warf den Schemel auf den in einen Bettler verwandelten Odysseus (17,462-5) und veranlaßte den Wettkampf mit Iros (18,434-39). Ihn traf der erste Pfeil des Odysseus (22,8) [1]. Graf, Fritz (Princeton) Bibliography 1 O. Touchefeu-Meynier, LIMC 6.1, 632, Nr. 3. [English version] [2] Liebling Hadrians geb. in Bithynion-Claudiupolis in der Prov. Bithynien, Li…

Iuno

(2,143 words)

Author(s): Graf, Fritz (Princeton) | Ley, Anne (Xanten)
(etr. Uni). [English version] I. Kult und Mythos I. ist eine bed. latin. Gottheit und neben Minerva die wichtigste Göttin des röm. Pantheons; während der Mythos sie nach griech. Vorbild zur Gattin des Iuppiter macht, hat sie im Kult - trotz der Verbindung mit Iuppiter (und Minerva) in der kapitolinischen Trias - eine weitgehende Eigengestalt, in der sich dieselben Spannungen wie bei Hera fassen lassen. Graf, Fritz (Princeton) [English version] A. Name Der Name der I. ist mit demjenigen Iuppiters nicht verwandt: Der Anlaut ist immer / i-/, nie / di-/, und das / ū/ist monophthongisch ( Iunone…

Achates

(276 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg) | Graf, Fritz (Princeton)
[English version] [1] Edelstein Ein nach Theophr. de lapidibus 31 [1.68] nach dem gleichnamigen Fluß (heute Carabi oder Canitello) auf Sizilien benannter teurer Edelstein ( gemma), der mit 11 anderen den Amtsschild des Hohenpriesters Aaron (Ex 39,10-13) schmückte [2.204 f.]. Nach Plin. nat. 37,5 soll König Pyrrhos von Epiros ein Exemplar besessen haben, auf welchem von Natur aus die Streifen ( maculae) Apollon und die neun Musen zeigten. Nach Plin. nat. 37,139-142 war der A. mit seinen vielen Varietäten zwar wegen häufiger Funde an verschiedenen Orten im …

Apollon

(3,017 words)

Author(s): Graf, Fritz (Princeton) | Ley, Anne (Xanten)
(Ἀπόλλων, lat. Apollo). Apollon, immer jugendlicher griech. Gott von Heilung, Divination, Musik und Ephebie, als Apollo in Rom seit dem frühen 5. Jh. v. Chr. verehrt, als Aplu in etr. Schriftzeugnissen belegt. Seit den ersten lit. Zeugnissen Sohn von Zeus und Leto, zweitgeborener Zwillingsbruder der Artemis. Die zu allen Zeiten sehr verbreiteten theophoren Eigennamen bezeugen seine große Verbreitung und Beliebtheit [1]. [English version] A. Etymologie Die Etym. des Namens, mit der immer auch Herkunft und Primärfunktion gesucht wurde, war in der Forsch. sehr d…

Automedon

(181 words)

Author(s): Graf, Fritz (Princeton) | Degani, Enzo (Bologna)
(Αὐτομέδων). [English version] [1] Wagenlenker des Achilleus Sohn des Diores aus Skyros (Hyg. fab. 97). Wagenlenker des Achilleus und des Patroklos (Hom. Il. 9,209; häufig in Buch 16 und 17 der Il.). Er wird als solcher oft auf Vasenbildern dargestellt. Bei Vergil (Aen. 2,476f.) wird er Wagenlenker des Neoptolemos. Seit Varro (Men. 257) wird Automedo in Rom zur Bezeichnung des verläßlichen persönlichen Wagenlenkers (z.B. Cic. S. Rosc. 98; Iuv. 1,61). Graf, Fritz (Princeton) Bibliography A. Kossatz-Deissmann, s.v.A., LIMC 3.1, 56-63. [English version] [2] Epigrammdichter, evtl…

Arete

(182 words)

Author(s): Graf, Fritz (Princeton) | Döring, Klaus (Bamberg)
[English version] [1] Gattin und Schwester des Phaiakenkönigs Alkinoos (Ἀρήτη). Gattin und Schwester des Phaiakenkönigs Alkinoos (Hes. fr. 222). Ihr Wohlwollen kam Odysseus (Hom. Od. 7) wie Iason und Medeia zugute: Sie vermittelte zw. Argonauten und Kolchern (Apoll. Rhod. 4,1068-1120), vermählte Iason und Medeia (Apollod. 1,138 f.) und gab dem Paar zwölf Dienerinnen, die bei der Hochzeitsfeier die Helden scherzhaft neckten; ein Aition im Kult des Apollon Aigletes [1]. Graf, Fritz (Princeton) Bibliography U. Hölscher, Das Schweigen der A., in: Hermes 88, 1960, 257-265  O. Touche…

Ekstase

(878 words)

Author(s): Pongratz-Leisten, Beate (Tübingen) | Graf, Fritz (Princeton)
[English version] I. Alter Orient In Mesopot. wird der ekstatische Zustand beschrieben mit maḫû, “außer sich, verrückt sein, rasen”. Evtl. deutet auch das in den Mari-Briefen verwendete Verb tebû, “sich erheben”, bereits auf den bes. mentalen Zustand eines Propheten hin. Die Bezeichnung maḫḫû, “Ekstatiker”, ist seit dem 24. Jh.v.Chr. immer wieder belegt [1]. E. ereignet sich vorwiegend im Kontext von Orakelgebung am Tempel und ist damit kontrollierbar. Über das Verfahren der E. werden Mitteilungen der Gottheit legitimiert (Divination). …

Eros

(756 words)

Author(s): Graf, Fritz (Princeton) | Birley, A. R. (Düsseldorf)
(Ἔρως). [English version] [1] Personifikation der sexuellen Liebe Griechische Personifikation der Liebe als des sexuellen Begehrens (lat. Amor, Cupido). Gewöhnlich gilt E. als Sohn von Aphrodite, aus deren Machtbereich er einen zentralen Bereich darstellt. Als Vater wird Ares genannt (Sim. fr. 43B). Bei Homer nicht erwähnt, wird E.' Bild in der archa. Dichtung zum Ausdruck der komplexen und widersprüchlichen Erfahrung individueller Liebe ausgestaltet [1]: “gliederlösender” Bezwinger von Göttern und Mens…

Delubrum

(266 words)

Author(s): Graf, Fritz (Princeton) | Frateantonio, Christa (Gießen)
[English version] Eine der lat. Bezeichnungen für Heiligtum. Nach heutiger, z.T. auch schon ant. Auffassung wird der Begriff aus lat. deluere (“abwaschen”, “aufweichen”) abgeleitet (Serv. Aen. 2,225, vgl. ThLL, 471 s.v.); der Zusammenhang ergibt sich aus den in Heiligtümern bzw. Tempelanlagen vorhandenen Wasserstellen, in denen rituelle Waschungen vor Opferhandlungen stattfanden. Das älteste inschr. Zeugnis ist CIL I 1291 (3.Jh. v.Chr.?) aus Amiternum, wo d. zur Bezeichnung des hl. Hains der Feronia gebraucht wird. In der Verfassung von Urso aus dem 1. Jh.v.Chr. ( magistri ad …

Acheron (Ἀχέρων)

(466 words)

Author(s): Strauch, Daniel (Berlin) | Graf, Fritz (Princeton)
[English version] [1] Fluß in Epeiros Fluß in Epeiros, entspringt an den Hängen des Tomaros [2. 166] (im 4. Jh. v. Chr. Gebiet der Molossi: Liv. 8,24,2), fließt durch enge Schluchten der Thesprotia (Thuk. 1,46,3) und bildete in der Ant. nach Eintritt in die Ebene mit trägen Windungen den sumpfähnlichen See Ἀχερουσία λίμνη ( Acherousía límne, h. trockengelegt). Nach Strab. 7,7,5 (wie Thuk. 1,46,3 aus Hekat. schöpfend [2. 443-469, 478]) mündete er beim γλυκὺς λιμήν ( glykýs limḗn “Süßwasserhafen”, Station des röm. cursus publicus , Tab. Peut. 7,3 [2. 692 f…

Dike

(642 words)

Author(s): Graf, Fritz (Princeton) | Thür, Gerhard (Graz)
(Δίκη). [English version] [1] Personifikation des menschlichen, in der Rechtssprechung konkretisierten Rechts (Religion). Personifikation des menschlichen, in der Rechtssprechung konkretisierten Rechts (gegenüber Themis, der göttl. gesetzten Ordnung): Wird sie von bestechlichen Richtern weggeschleift, bricht die Rechtsordnung zusammen (Hes. erg. 220). Sie ist eine zentrale Gestalt der myth.-dichterischen Reflexion über die Grundlagen gesellschaftlichen Zusammenlebens in der archa. und klass. Zeit. Die Genea…

Katabasis

(1,240 words)

Author(s): Graf, Fritz (Princeton) | Brändle, Rudolf (Basel)
[English version] I. Griechisch-römische Antike K. (κατάβασις, “Gang in die Tiefe”, präziser εἰς ᾉδου κ., “Gang in die Unterwelt”; Plur. katabáseis; seit Isokr. or. 10,20, vgl. Hdt. 2,122,1). K. ist, als spezielle Ausprägung der Jenseitsreise, die (myth.) Erzählung oder die (rituelle) Inszenierung einer Reise in die Unterwelt mit dem Ziel, entweder einen bestimmten Bewohner (einen Toten, eine Gottheit oder ein Ungeheuer) oder das von den Unterirdischen gehütete Zukunftswissen, oft auch einfach präzise Information ü…

Prädestinationslehre

(1,000 words)

Author(s): Graf, Fritz (Princeton) | Drecoll, Volker Henning (Münster)
[English version] I. Allgemeines Prädestination (lat. praedestinatio, ein christl. Begriff) ist im engen Sinne die christl. Lehre von der Vorherbestimmtheit der Gesch. und des Einzellebens. Sie wurde bes. in der Auseinandersetzung des Augustinus mit den Pelagianern (Pelagius [4]) für die Kirche wegweisend gestaltet, hat aber Wurzeln, die sowohl auf das AT als auch auf die griech.-röm. Philos. und Rel. zurückreichen. Sie ist letztlich die christl. Ausprägung eines für die meisten rel. Systeme grundlege…

Gordios

(406 words)

Author(s): Graf, Fritz (Princeton) | Schottky, Martin (Pretzfeld)
(Γόρδιος). [English version] [1] myth. Gründer des phryg. Staates Mythischer Gründer des phryg. Staates und eponymer Heros seiner Hauptstadt Gordion. Als ihn beim Pflügen Vögel umfliegen, will er in der Stadt Zeichendeuter befragen; ein schönes Mädchen aus einem Sehergeschlecht, das er am Tor um Auskunft bittet, deutet das Zeichen als Versprechen der Königswürde und bietet sich ihm zur Ehe an. Um einen Bürgerkrieg zu beenden, erheben die Phryger nach einem Orakel des Zeus den ersten Wagenfahrer, der ihne…

Demeter

(2,985 words)

Author(s): Graf, Fritz (Princeton) | Ley, Anne (Xanten)
(ion.-att. Δημήτηρ, dor.-boiot. Δαμάτηρ, aiol. Δωμάτηρ, att. Kurzform Δηώ). Göttin des Acker-, bes. des Getreidebaus, des Frauenlebens und der Mysterien. [English version] A. Name Der Name ist nur teilweise verständlich. Im HG ist “Mutter” erkennbar, für das VG legen ant. Autoren zwei Deutungen vor, eine Verbindung mit “Erde” ( / ) oder einem Wort für Getreide (kret. dēaí, “Gerste”). Die erste Deutung ist seit klass. Zeit verbreitet (Pap. von Derveni, col. 18), die zweite erst spätant. belegt (Etym.m. Gaisford s.v. Δηώ). Auch wenn die moderne Fors…

Giganten

(966 words)

Author(s): Graf, Fritz (Princeton) | Ley, Anne (Xanten)
(Γίγαντες). [English version] I. Mythologie G. sind gewöhnlich riesenhafte und ungeschlachte Urzeitwesen; nach dem geläufigsten Mythos, der Gigantomachie, versuchten sie erfolglos, Zeus und die Olympier zu entmachten. Bei Homer sind die G. ein gesetzloses und überhebliches Randvolk, das wegen seines Königs Eurymedon zugrunde geht (Hom. Od. 7,59-61); sie sind in der Nähe der Kyklopen und Phaiaken angesiedelt (Hom. Od. 7,205f.). Laut Hesiod fallen bei der Entmannung des Uranos Blutstropfen auf die Erde…
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