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Your search for 'dc_creator:( "Hünemörder, Christian (Hamburg)" ) OR dc_contributor:( "Hünemörder, Christian (Hamburg)" )' returned 351 results. Modify search

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Perlhuhn

(254 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Die ant. Bezeichnungen (μελεαγρίς/ meleagrís, lat. meleagris, Syn.: gallinae Africanae oder Numidicae) meinten - trotz Colum. 8,2,2 (vgl. [1. 19]) - von den insgesamt 23 über Süd- und Vorderasien sowie Nord- und Westafrika verbreiteten Arten tatsächlich nur das gemeine P. (Numida meleagris L.). Das P. wurde wohl im 4. Jh.v.Chr. nach Griechenland und erst im 1. Jh. v.Chr. nach It. (Varro rust. 3,9,18, vgl. Plin. nat. 10,74: ‘die als letzte von den südländischen Vögeln auf die Tafel gebrachte…

Bohnen

(216 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Hülsenfrüchte ( legumina) wie Erbsen (πίσον, pisum), Kichererbse (ἐρέβινθος, cicer) und Linsen (φακός, lens) wurden im Mittelmeerraum mindestens genauso lange schon als Kulturpflanzen vorderasiatischer Herkunft angebaut wie Getreide, d.h. seit ungefähr 6000 Jahren. Von ihnen wurden Spottnamen angesehener röm. Familien abgeleitet (Fabius, Lentulus, Cicero). Die urspr. kleinsamigen B.-Sorten (κύαμος, πύανος, faba, slav. bob), die schon vor über 4000 J. angebaut wurden, stammten von Vicia faba L., aus denen die großsamigen Sau- oder Pferde-B. (Varietät eq…

Pirol

(118 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Das prächtig gelb-schwarz gezeichnete Männchen von Oriolus oriolus L. mit dem melodischen Ruf ist wohl mit dem χλωρίων/ chlōríōn bei Aristot. hist. an. 8(9),22,617a 28 und chlorion bei Plin. nat. 10,87 gemeint. Dafür spricht außer der Färbung ( chlōrós = grünlich gelb) das späte Erscheinen dieses Zugvogels mit der Sommersonnenwende und das Verschwinden im Winter. Syn. Bezeichnungen scheinen icterus und galgulus bei Plin. nat. 30,94 für einen zur Heilung von Gelbsucht benutzten Vogel sowie virio (Plin. nat. 18,292) zu sein [1. 85f.]. Das kunstvoll an Zw…

Biene

(504 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] A. Zoologie In der Ant. haben nach unseren Quellen zur Verwendung des Honigs zuerst Griechen und Römer Bienen gezüchtet (Bienenzucht). Sie bezeichneten die Honig- oder Arbeitsbiene als δάρδα, μέλισσα, apis, die männliche Drohne als ἀνθρήνη, κηφήν, θρώναξ, fucus und die Königin als βασιλεύς, ἡγεμῶν, rex, dux oder imperator. In Griechenland galt dies für die dunkelbraun einfarbige Apis cecropia, in Italien hauptsächlich für die A. ligustica mit zwei gelbroten Hinterleibsringen. Zoologische Angaben über sie sind oft falsch. Nach Plinius (nat. 1…

Ranunculus

(136 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (βατράχιον/ batráchion = σέλινον ἄγριον/ sélinon ágrion bei Dioskurides), Hahnenfuß. Zu der weit verbreiteten Familie der Ranunculaceae gehören in Griechenland und It. über 100 Arten. Der Name der Pflanze scheint wegen ihrer Vorliebe für feuchte Standorte von “Frosch” (βάτραχος/ bátrachos, lat. rana) abgeleitet zu sein. Dioskurides (2,175 Wellmann = 2,206 Berendes) und Plinius (nat. 25,172 f.) beschreiben das Aussehen von vier h. kaum bestimmbaren Arten. Aufgelegte Blätter und Stengel sollen eine ätzende Wirkung haben und daher Aussatz ( lépra), Krätze ( psṓr…

Gramineen

(206 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Unter den Kräutern ( herbae, ποιώδη) stellen die Gramineae oder Poaceae die Familie der Gräser (Glumifloren, πόαι bei Theophr. h. plant. 7,8,3) dar, von denen man in der Ant. aber Sauergräser der Cyperaceae und Juncaceae (Binsen; Byblos) nicht unterschied. Zu den echten G. gehören neben den das eigentliche Gras bildenden Wiesengräsern (ἄγρωστις, z.B. Theophr. h. plant. 1,6,7 u.ö.) und dem Getreide ( frumenta) 1. der Rohrkolben Arundo (δόναξ, κάλαμος u.a. bei Theophr. h. plant. 4,11,11 u.a.), bes. das Pfahlrohr Arundo donax L., welches seit …

Argemone

(113 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (ἀργεμώνη), bei Dioskurides 2,177 [1. 1.245 f.] = 2,208 [2.253], die nach der Verwendung ihres Milchsaftes (ὀπός) u. a. gegen Leukom (ἄργεμα) heißen soll, wird ebenso wie μήκων ῥοιάς bei Dioskurides 4,63 [1.2.217 f.] = 4,64 [2.397] und wie argemonia bei Plin. nat. 25,102 (medizinische Verwendung z. B. gegen Angina bei Plin. nat. 26,23) mit dem Keulenmohn Papaver argemone L. identifiziert, von anderen mit dem ähnlich blühenden Herbst-Adonis ( Adonis autumnalis L.; vgl. adonium Plin. nat. 21,60). Mohn Hünemörder, Christian (Hamburg) Bibliography 1 M. Wellmann (Hrs…

Byssos

(98 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (βύσσος). Pflanzliche und tierische Fasern, die zu weitgehend durchsichtigen Gewändern (βύσσινος, βύσσινον πέπλωμα) verarbeitet wurden. Dies sind vor allem wohl linum (λίνον, Lein, Flachs), später (offenbar schon bei Hdt. 2,86) Samenhaare der Baumwolle, vielleicht der aus Afrika eingeführten Asclepiadacee Gomphocarpus fruticosus, aber auch Fasern von Pilzen und Flechten. Auch die heute noch als B. bezeichneten Haftfasern im Meeresboden festsitzender Muscheln wie der großen mittelmeerischen Pinna nobilis waren Lieferanten für 3-8 cm lange Faser…

Equisetum

(125 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Vier verschiedene blattlose oder kleinblättige Pflanzengattungen tragen nach ihrer Wuchsform seit der Ant. die Bezeichnung equisetum, equisaeta, cauda equina bzw. caballina, ἱπποχαίτη oder ἵππουρις, Roß- oder Katzenschwanz. Dies gilt für Equisetum L. mit Hippochaete Milde, Schachtelhalm, Schaftheu oder Zinnkraut, für Ephedra L., ἔφεδρον oder ἵππουρις, den Rutenstrauch mit seinen nacktsamigen, z.T. kletternden Vertretern, ferner bei den Wasserpflanzen für die Armleuchteralge Chara, von C. Bauhin noch im 16. Jh. als E. foetidum bezeichnet, und schlie…

Far

(345 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Urspr. wohl “Korn” im Sinne von Getreide [1]. In gesch. Zeit zielte der Name aber speziell auf Speltweizen im Gegensatz zu Dreschweizen ( triticum). Synonyme sind ador und alicastrum, offenbar eine Abkürzung für f. adoreum. Plin. nat. 18,82 behauptet, daß sich die Anbaugebiete von far (Emmer) und ζειά/ zeiá (ζέα/ zéa) ausschließen. Nach Dion. Hal. ant. 2,25,2 sind jedoch beide Getreidearten ebenso wie die in Gallien, It. und anderswo angebaute arinca (ὄλυρα) identisch. Vom gegen Kälte sehr widerstandsfähigen (Plin. nat. 18,83, vgl. Colum. 2, 8,5) f. (= semen adoreu…

Alausa

(68 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Vom wahrscheinlich kelt. Baumnamen alausa, aliza oder alisa sind roman. und german. Namen für 2 Rosaceengattungen abgeleitet, nämlich die Mehl- und Elsbeere ( Sorbus aria und torminalis) und die Traubenkirsche oder Aletschbeere ( Prunus padus = Padus racemosa). Ob dazu auch ἄλιζα (Hesychios) gehört, das auch alnus (Erle) und populus (Pappel) bedeuten soll, ist fraglich. Hünemörder, Christian (Hamburg) Bibliography Bertoldi, in: Zschr. für Celtische Philol. 17, 1927.

Hund

(1,352 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] [1] als Tier (κύων, κυνίδιον, κυνίσκος, σκύλαξ, σκυλάκιον, canis, canicula, catellus). Hünemörder, Christian (Hamburg) [English version] A. Rassen Eines der ältesten, wahrscheinlich schon im Mesolithikum, an verschiedenen Stellen der Erde aus h. ausgestorbenen Wildhund-Arten gezüchtetes Haustier. Die Ableitung vom Goldschakal (Canis aureus) [2] ist heute wieder aufgegeben. Aus Knochenresten und Abbildungen können mehrere Frührassen, von denen die heutigen Rassen abzuleiten sind, erschlossen werden: 1. Canis familiaris Putjatini Studer, dingo-ähn…

Bimsstein

(90 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (κίσ(σ)ηρις, pumex). Das weichere Eruptivgestein vulkanischer Ausbrüche bzw. poröser Tropfstein. Er wurde als Baustoff verwendet. In der Kosmetik diente er als Schabemittel zur Glättung der Haut (vgl. Plin. nat. 36, 154-156). Ein Pulver aus dreifach gebranntem B. half bei Augengeschwüren, wurde zur Zahnpflege und zum Abstoppen gärenden Weins (vgl. Dioskurides 5,108 [1. 78f.] = 5,124 [2. 534f.]) benutzt. Hünemörder, Christian (Hamburg) Bibliography 1 M. Wellmann (Hrsg.), Pedanii Dioscurides de materia med., Bd. 3, 1914, Ndr. 1958 2 J. Berendes (Hrsg.),…

Minze

(281 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Für die von den Griechen nicht genau beschriebenen, angenehm riechenden Arten der Gattung Mentha (Fam. Labiatae) existieren die Namen μίνθη/ mínthē (Theophr. h. plant. 2,4,1), καλαμίνθη/ kalamínthē, σισύμβριον/ sisýmbrion, ἡδύσμον/ hēdýsmon (z.B. bei Theophr. ebd. 7,7,1), βλήχων/ blḗchōn bzw. γλήχων/ glḗchōn sowie bei den Römern menta, mentastrum, pule(g)ium und nepeta. Die Wasser-, Wald-, Polei- und Katzen-M. wurden in der Ant. angebaut, die offenbar spontan aus der Wasser-M. (M. aquatica) und der Grünen M. (M. spicata) entsta…

Aalraupe

(113 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] oder Quappe ( Lota lota L.), ein auf dem Grund lebender Süßwasserfisch aus der Dorschfamilie, von Plin. nat. 9,63 (wohl wegen seiner Gefräßigkeit) als mustela (Wiesel) bezeichnet und wegen seiner Leber als Leckerbissen aus dem Bodensee (lacus Brigantinus) geschätzt. Columella empfiehlt die avidae mustelae 8,17,8, hier wohl Seequappen [vgl. 1. 177 f.], als lohnenden Besatz für Fischteiche ( piscinae) an klippenreicher Küste. Deren ( mustelae marinae) Leber galt als Mittel gegen Epilepsie (Plin. nat. 32,112). Auson. Mos. 107 ff. beschreibt die …

Hippokampos

(297 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (Ἱππόκαμπος, equus marinus). Das Seepferdchen, das Paus. 2,1,9 als ‘Pferd, welches von der Brust an einem Seeungeheuer (κῆτος) gleicht’ erklärt (vgl. Serv. georg. 4,387: im ersten Teil ein Pferd, im letzten in einen Fisch übergehend). Der H. ist nicht identisch mit dem von Plin. nat. 32,58 u.ö. als Heilmittel erwähnten gleichnamigen Mittelmeerfisch (z.B. dem gefleckten Seepferdchen, Hippocampus guttulatus [1. 138]). Lit. Erwähnungen sind selten (z.B. Strab. 8,7,2 [384]). Nach Ail. …

Grille

(104 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Unter dem Namen gryllus bei Plin. nat. 29, 138 ist wahrscheinlich eine Feld-G., Gryllus campestris, zu verstehen, welche (so Nigidius Figulus) rückwärts läuft, die Erde durchbohrt und nachts mit den Flügeln zirpt ( stridere). Eine solche (mit ihrer Erde ausgegrabene) G. helfe aufgestrichen gegen Ohrenschmerzen. Sie wird mit Hilfe einer an ein Haar gebundenen Ameise als Köder aus ihrer Erdhöhle herausgezogen [1. 132]. Diese Angaben überliefert Isid. orig. 12,3,8 dem MA. Ob mit dem flügellosen heuschreckenähnlichen Insekt trixalis bei Plin. nat. 30,49 eine…

Feige

(463 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] In Südeuropa ist die F. mindestens seit dem Neolithikum heimisch, wie Fruchtfunde aus Lerna, Argolis und aus der Bronzezeit am Mincio dokumentieren. Die ersten lit. Erwähnungen finden sich in der Odyssee (z.B. Hom. Od. 11,588; 12,103). Die F. wird durch zwei sommergrüne Arten der Gattung Ficus der Moraceae vertreten: (a) Ficus carica L. als ἐρινεός ( erineós), die Ziegen-F. als Wildform neben der συκῆ ( sykḗ), der kultivierten Eß-F., die durch eine männliche Pflanze ( caprificus) von (a) bestäubt wurde. (b) die Sykomore oder Maulbeer-F., Ficus sycomorus…

Papageifisch

(184 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (σκάρος/ skáros, lat. scarus). Der bis zu 49 cm lange farbige Scarus cretensis (= Sparisoma cretense) war nach Plin. nat. 9,62f. im 1. Jh.n.Chr. der von den Römern geschmacklich meistgeschätzte Seefisch, auch von griech. Dichtern (Athen. 7,319f-320c) beachtet. Als zoologische Besonderheit erwähnt Plinius seine ausschließlich pflanzliche Nahrung (φυκίον/ phykíon, Tang, bei Aristot. hist. an. 7(8),2,591a 14f.; herbae bei Plin. nat. 9,62) und - damit zusammenhängend - das angebliche Wiederkäuen (Aristot. hist. an. 7(8),2,591b 22: μηρυκάζειν/ mērykázein = r…

Alaternus

(91 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Unter lat. a. (Plin. nat. 16,108: mit Blättern zwischen Steineiche, Ilex, und Ölbaum, Oliva) werden immergrüne Bäume und Sträucher des Mittelmeergebietes mit Steinfrüchten (Plinius: ohne Frucht!) aus den Familien der Rhamnaceen ( bes. Rhamnus alaternus L., Kreuzdorn) und der Oleaceen ( Phillyrea media L. und angustifolia L.) verstanden. Zu Phillyrea scheint κήλαστρος ( celastrus) bei Theophr. h. plant. 1,9,3 zu gehören, da die Celastreengattung Celastrus L. am Mittelmeer fehlt. Hort [1] übers. die dort folgende φιλύκη mit a. Hünemörder, Christian (Hamburg) Bi…
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