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Your search for 'dc_creator:( "Le Bohec, Yann (Lyon)" ) OR dc_contributor:( "Le Bohec, Yann (Lyon)" )' returned 36 results. Modify search

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Accensi

(145 words)

Author(s): Le Bohec, Yann (Lyon)
[English version] Urspr. waren die a. (auch a. velati, “(nur) mit einem Stoffmantel bekleidet”) Armeeangehörige, die zu arm waren, um sich selbst auszurüsten. Sie begleiteten die Legionen und mußten, aufgestellt hinter den anderen Soldaten, in der Schlacht die Gefallenen mit deren Waffen ersetzen (Fest. 369 M; Liv. 8,8,8; Cic. rep. 2,40). Sie wurden entsprechend ihren Einkünften beim census ausgehoben. Seit der Einführung des Solds (nach unserer Überlieferung 406 v. Chr.) erscheinen sie in dieser Form nicht mehr. Der Begriff a. bezeichnete danach einen kleinen, wenig gesch…

Cornicines

(104 words)

Author(s): Le Bohec, Yann (Lyon)
[English version] Die c. gehörten zu den Militärmusikern ( aeneatores), sie spielten auf dem cornu, einem kreisförmig gebogenem Blasinstrument aus Bronze; schwierig ist die Abgrenzung zur bucina. Diese Soldaten wurden unter den ärmsten Bürgern ausgehoben und waren bereits in der Servianischen Centurienordnung vertreten (Liv. 1,43). Allein gaben die c. die Befehle für die Feldzeichen, die Stellung zu wechseln, gemeinsam mit den tubicines die Signale im Kampf (Veg. mil. 2,22;3,5). Unter dem Prinzipat besaßen die c. ein höheres Ansehen als in der Republik, wie ihre Erwäh…

Aeneatores

(104 words)

Author(s): Le Bohec, Yann (Lyon)
[English version] waren die bereits in der servianischen Centurienordnung belegten Musiker der röm. Legionen; zu ihnen gehörten die tubicines, cornicines und bucinatores, die im Lager, auf dem Marsch und während der Schlacht die Befehle der Offiziere übermittelten. Das Wort a. erscheint in der Kaiserzeit nur einmal (CIL XIII 6503); im 4. Jh. n. Chr. werden sie bei Amm. 16,12,36 und 24,4,22 erwähnt. bucinatores, cornicines, tubicines Le Bohec, Yann (Lyon) Bibliography 1 A. Baudot, Musiciens romains de l'Antiquité, 1973 2 R. Meucci, Riflessioni di archeologia musicale, in: N…

Feldzeichen

(800 words)

Author(s): Le Bohec, Yann (Lyon)
[English version] Die F. des röm. Heeres erfüllten eine wichtige taktische Funktion: die Übermittlung der Befehle des Feldherrn; in diesem Falle wurden sie vom Klang des cornu begleitet (Veg. mil. 2,22). Aufgrund ihrer Bed. erlangten sie eine geradezu rel. Geltung (vgl. etwa Tac. ann. 1,39,4). Der Überl. nach soll Romulus an die erste Legion Tierzeichen wie den Adler, den Wolf, das Pferd, das Wildschwein und den Minotaurus vergeben haben (Plin. nat. 10,16). Jeder der dreißig Manipel erhielt damals angeblich ein signum (Ov. fast. 3,115; Plut. Romulus 8). In der Republik wurden die hasta…

Pfeil und Bogen

(624 words)

Author(s): Le Bohec, Yann (Lyon)
[English version] Der Gebrauch von P. und B. in Jagd und Krieg ist sehr alt; sie waren bereits in prähistor. Zeit weit verbreitet. Im Vorderen Orient waren P. und B. wichtige Kriegswaffen. Wie Reliefs aus Mesopotamien zeigen, standen die assyrischen Bogenschützen oft in einem Streitwagen (Palast Assurnaṣirpals II. in Nimrūd (Kalḫu), 9. Jh.v.Chr.; London, BM); bei der Belagerung von Städten wurden Bogenschützen zu Fuß eingesetzt (Relief Tiglatpilesers III. in Nimrūd, 8. Jh. v.Chr.; London, BM); geg…

Exauctorare

(211 words)

Author(s): Le Bohec, Yann (Lyon)
[English version] Mit dem Verb e. wird der juristische Akt bezeichnet, durch den ein röm. Feldherr einen Soldaten oder eine ganze Einheit vom Fahneneid entband. Eine solche Handlung konnte zum gesetzlich vorgesehenen Zeitpunkt vorgenommen werden, in der Zeit der Republik etwa nach einem Sieg, in der Prinzipatszeit nach Ende der gesetzlich vorgeschriebenen Dienstzeit der Soldaten (Suet. Aug. 24,2; Suet. Tib. 30; Tac. ann. 1,36,4; Tac. hist. 1,20,6). Im Ausnahmefall konnte damit eine Belohnung verbunde…

Marschgepäck

(384 words)

Author(s): Le Bohec, Yann (Lyon)
[English version] Zwei lat. Wörter, impedimenta und sarcina, bezeichneten das M. der röm. Legionen. Bei den impedimenta handelte es sich um das schwere Gepäck, das der Versorgung und Ausrüstung der gesamten Legion diente und von Tragtieren befördert wurde (Pol. 6,27; 6,40; Liv. 28,45; Caes. Gall. 5,31,6). Es umfaßte die Zelte, das Gepäck der Offiziere, die Handmühlen für das Getreide, die Nahrungsmittel, die Waffen und, nach einem Sieg, das Geld und die Kriegsbeute. Anfangs bezog sich das Wort impedimenta nur auf Sachen, im Verlauf der Entwicklung wurde es auch für Mensc…

Pilum

(536 words)

Author(s): Le Bohec, Yann (Lyon)
[English version] In einer kurzen Erwähnung bei Servius (Serv. Aen. 7,664: pilum proprie est hasta Romana) wurde das p., ein Wurfspeer, für den typischen röm. Speer gehalten. Zu den frühsten Zeugnissen für die Verwendung des p. im röm. Heer gehört die Darstellung der Schlacht bei Panormos 250 v.Chr. (Pol. 1,40). Bei Livius werden die ersten beiden Schlachtreihen der Legionen der Zeit um 340 v.Chr. als antepilani (“Soldaten vor den Trägern des p.”) bezeichnet (Liv. 8,8). Polybios spricht in seiner Darstellung des röm. Heeres von γρόσφοι/ grósphoi als den Speeren der jüngsten Sold…

Ala

(313 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing) | Le Bohec, Yann (Lyon)
[English version] [1] Teil des röm. Atriumhauses Teil des röm. Atriumhauses (Haus; Atrium). Zwei einander gegenüberliegende, auf ganzer Breite und Höhe offene Räume, die die Querachse vor dem Tablinum, dem Hauptraum des Hauses bilden, werden als a. bezeichnet. A. sind im röm. Hausbau weit verbreitet, geeignete Entwurfsproportionen nennt Vitruv (6,3,4). Die Herkunft des Typus ist unklar; die in Vitruvs Beschreibung des tuskanischen Tempels (4,7,1) oft konjizierten alae (anstelle des überlieferten aliae) als Terminus für die beiden äußeren cellae des etr. Tempels (Tempel) …

Kriegsfolgen

(1,039 words)

Author(s): Burckhardt, Leonhard (Basel) | Le Bohec, Yann (Lyon)
[English version] I. Griechenland Welche Folgen ein Krieg im ant. Griechenland für Individuen, Städte oder Königreiche hatte, hing von seiner Dauer und Dimension ab; eine Sytematisierung oder Verallgemeinerung der K. ist daher nicht unproblematisch. Mehrere Autoren beschreiben das schreckliche Aussehen eines Schlachtfeldes (Xen. hell. 4,4,12; Xen. Ag. 2,14f.; Plut. Pelopidas 18,5; vgl. Thuk. 7,84f.). Während einer Hoplitenschlacht fielen in klass. Zeit durchschnittlich 5% der Sieger und 14% der Verl…

Bewaffnung

(2,167 words)

Author(s): Burckhardt, Leonhard (Basel) | Le Bohec, Yann (Lyon)
[English version] I. Griechenland Die Bewaffnung griech. Heere in geom. Zeit ist lit. vor allem in der Ilias dokumentiert, arch. durch vornehmlich aus Gräbern stammenden Waffenfunde und Vasendarstellungen. Diese Quellengattungen sind nicht immer in Übereinstimmung zu bringen, da Homer einige seiner Helden Waffen aus myk. Zeit benutzen läßt, die arch. nicht mehr belegt sind (z.B. Eberzahnhelm, Il. 10,261-265; Lang- oder Turmschild, Il. 7,219-223; Streitwagen, die auf geom. Vasen oft dargestellt sind …

Heerwesen

(2,908 words)

Author(s): Fuchs, Andreas (Jena) | Burckhardt, Leonhard (Basel) | Le Bohec, Yann (Lyon)
I. Alter Orient [English version] A. Allgemein Der Vielzahl der Staaten und Kulturen des Vorderen Orients und Ägyptens in der Zeit vom 3. bis zum 1. Jt. v.Chr. mit jeweils ganz eigenen Voraussetzungen entspricht die unterschiedliche Rekrutierung, Zusammensetzung, Organisation, Kampfesweise und Größe ihrer Heere. Fuchs, Andreas (Jena) [English version] B. Quellen Der Alte Orient hat kein militärtheoretisches Schrifttum hervorgebracht. Erzählende Quellen dienen ausschließlich der Überhöhung des Herrschers und seiner Siege, gewähren daher nur selt…

Kriegsbeute

(1,470 words)

Author(s): Renger, Johannes (Berlin) | Burckhardt, Leonhard (Basel) | Le Bohec, Yann (Lyon)
[English version] I. Alter Orient Im Alten Orient galt das Aufbringen von K. der Versorgung mit wichtigen Rohstoffen (z.B. Metallen Äg.: Gold aus Nubien, Silber aus Kilikien, Kupfer aus Zypern (MR); Assyrien: Eisen aus Iran, Silber aus Kilikien; Kilikes, Kilikia) und für die weitere Kriegsführung benötigten Objekten (z.B. Pferde, Streitwagen im Assyrien des 1. Jt.v.Chr.) oder diente zur Versorgung der königl. Hofhaltung mit Luxusgütern zu Prestigezwecken. K. ist von Tributleistungen zu unterscheiden,…

Kriegsgefangene

(1,511 words)

Author(s): Renger, Johannes (Berlin) | Burckhardt, Leonhard (Basel) | Le Bohec, Yann (Lyon)
[English version] I. Alter Orient K. sind sowohl in Äg. ( sqr-nḫ, “Gebundene zu Erschlagende” [3]) als auch in Mesopot. in der Frühzeit (4./3. Jt.) oft schon auf dem Schlachtfeld erschlagen worden. Das Töten - als ritualisierte Handlung - bzw. das Vorführen der K. und der Beute vor dem Herrscher hatte ideologischen Charakter und war daher Thema bildlicher Darstellung (Südmesopot. 3100 v.Chr.: Erschlagen gefesselter nackter K. in Gegenwart des Herrschers [5. 9]; 24. Jh.: nackte männl. K. - wohl unmittelbar…

Ordo

(898 words)

Author(s): Paulus, Christoph Georg (Berlin) | Galsterer, Hartmut (Bonn) | Le Bohec, Yann (Lyon) | Heimgartner, Martin (Basel)
bezeichnet lat. sowohl eine Ordnung (z.B. eine Marsch- oder Prozeßordnung) als auch die Gruppe oder Körperschaft, in die mehrere oder viele eingeordnet waren (auch im Pl. ordines), z.B. die röm. Ritterschaft ( o. equester). [English version] I. Prozessrecht Im prozessualen Kontext wird o. herkömmlicherweise in der Zusammensetzung ›o. iudiciorum‹ (Cod. Iust. 7,45,4) verwendet. Damit werden die ordentlichen Verfahrenstypen (vgl. noch heute: ›ordentliche‹ Gerichtsbarkeit) sowohl des Formularprozesses ( formula ) als auch des Legisaktionenverfahrens ( legis actio

Castra

(1,894 words)

Author(s): Le Bohec, Yann (Lyon) | Förtsch, Reinhard (Köln) | Šašel Kos, Marjeta (Ljubljana) | Lombardo, Mario (Lecce) | Todd, Malcolm (Exeter) | Et al.
A. Militärlager [English version] [I 1] Allgemein Die röm. Soldaten sorgten immer dafür, durch Befestigungsanlagen geschützt zu sein. Dies galt auch, wenn sie auf Feldzügen nur für eine Nacht Halt machten. Abends bei der Ankunft mußte das Marschlager errichtet und morgens beim Aufbruch wieder zerstört werden. Der Plural c. bezeichnete jegliche Art von Militärlager, der Singular castrum existierte zwar, wurde im mil. Vokabular jedoch nicht benutzt. Castellum, das auch eine zivile Bed. hatte, ist Diminutiv zu c. (Veg. mil. 3,8). Der Ursprung der röm. Lager liegt im Ungewissen…
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