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Koblenz

(700 words)

Author(s): S. Corsten
1. Buch- und Pressewesen. Das 1547 von dem Kölner Druckerverleger Eucharius Cervicomus gedruckte Missale Trevcrcnse nennt zwar K. im Erscheinungsvermerk; es ist aber fraglich, ob das Buch wirklich hier entstanden ist. Erst 1702 kam es zur Gründung einer Buch- und Zeitungsdruckerei durch Theodor Burggraf, dem 1704 sein SchwiegersohnJ. F. Krabben ( 1731) folgte. Seine Erben führten die Firma bis ins 19. Jh. hinein fort. Unter dem Einfluß der Aufklärung wurden in der zweiten Hälfte des 18. Jh.s weitere…

Leitfaden

(65 words)

Author(s): S. Corsten
ist eine Metapher für Hilfsmittel Wegweiser u. a. m., die zuerst im 18. Jh. aufkam und sich auf den Faden der Ariadne bezieht, durch den der griech. Sage zufolge Theseus aus dem Labyrinth hinausfand. Im Buchwesen üblich für kurze Einführungen in ein Wissensgebiet. S. Corsten Bibliography Lexikon des Bibliothekswesens. Hrsg, von H. Kunze und G. Rückl. 2. Aufl. Bd. 1. Leipzig 1974, Sp. 880.

Viviansgruppe

(27 words)

Author(s): S. Corsten †
werden die im Kloster Tours unter Abt Vivian 841–851 entstandenen reich ausgestatteten Prachthss. genannt. Sie sind heute über viele europäische Slg. verstreut. S. Corsten †

Schmöker

(77 words)

Author(s): S. Corsten
Der seit dem 18.Jh. begegnende Ausdruck der Studenten- und Schülersprache gehört etymologisch zu niederdt. «smöken» (= schmauchen) und bezeichnet abschätzig ein altes, minderwertiges Buch. Wie es zu der Benennung gekommen ist, bleibt unklar. Vielleicht wollte man damit sagen, daß man das Papier derartiger Bde. allenfalls noch als Fidibus zum Anzünden der Pfeife verwenden konnte. S. Corsten Bibliography Kluge, F. / Seebold, E.: Etymologisches Wb. der dt. Sprache. 23. Aufl. Berlin / New York 1999, S. 733.

Neobar, Conrad

(98 words)

Author(s): S. Corsten
† Ende 1540 in Paris, franz. Buchdrucker. N. stammte aus Vorst bei Kempen /Niederrhein. Er betrieb in der franz. Hauptstadt unter der Adresse «Rue du Mont-Saint–Hilaire â 1'Image Notre Dame» eine Offizin, aus der einige sorgfältig gedr. griech. Klassikerausg. hervorgingen. König Franz I. ernannte N. 1539 zum «Imprimeur du Roi en lettres grecques». Als der Drucker schon ein Jahr später starb, führte seine Witwe, Tochter eines Professors für Griech., die Offizin noch einige Zeit weiter, Grecs du Roi S. Corsten Bibliography Lepreux, G.: Gallia typographica. Ser. Parisienne. T. 1…

Mitteilungsblatt des Verban des der Bibliothekendes Landes Nordrhein-Westfalen e. V.

(154 words)

Author(s): S. Corsten
Das M. begann am 1. 12. 1948 in einfacher Form zu erscheinen und erhielt 1950 eine verb, äußere Form und neu beginnende Zählung (Neue Folge). Ungeachtet seines Namens hat sich das viermal j. ersch. M. seit 1959 zu einer Fachzs. (mit Aufsätzen, Rezensionen, Berichterstattung über bibliotheksrelevante Gesetze und Verordnungen u. a. m.) von überregionaler Bedeutung entwickelt. Es wird durch kumulierende Generalreg., das sind überwiegend Zehnjahres-reg., erschlossen. Ab 1. 1. 1996 ist das M. mit «Biblio», dem Mitteilungs-bl. der Staad. Büchereistellen Nordrhein-We…

Reinhard(i), Marcus

(158 words)

Author(s): S. Corsten
aus Markgröningen (nordwestlich von Stuttgart) stammender dt. Drucker, naher Verwandter (Bruder?) von Johannes Grüninger in Straßburg. Zus. mit Nicolas Philippi gründete R. 1477 in Lyon ein Unternehmen. Aus der Offizin gingen u. a. eine lat. Bibel (GW 4249) und die Enzyklopädie des Bartholo mäus Anglicus (GW 3404) hervor. Die Genossen widmeten sich bald auch dem Druck von ill. Büchern und machten 1478 mit der «Chirurgia magna» des Gui de Chauliac (GW 11698) den Anfang; andere Holzschnittbücher f…

Vischer, P(eter)

(138 words)

Author(s): S. Corsten †
In einem Nürnberger Heiltumsbuch von 1487 (H 8415: «HEILIGTUM und Gnade, wie sie jährlich in Nürnberg ausgerufen werden») wird V. als Drucker bezeichnet. Darüber hinaus kann ihm nichts mit Sicherheit zugeschrieben werden. V. arbeitete mit einer einzigen Type. Für die Auszeichnungen verwendete er Holzschnitte. Außerdem standen ihm vier Abb. in dieser Technik zur Verfügung, die als wenig bedeutend gelten. Es ist wahrscheinlich, daß V. mit dem bedeutenden Bronzegießer und Bildhauer Peter Vischer d. Ä. (ca. 1460 bis 1529) gleichgesetzt werden darf. Hans Vischer. Titeleinfassung…

Westfalen (Paderborn), Konrad von

(147 words)

Author(s): S. Corsten †
Typenschneider und Buchdrucker, 1473–1475 in Venedig und / oder Padua, 1476–1478 in Löwen tätig. In Italien arbeitete er mit einer wohlgelungenen Rotundaschrift, die er möglicherweise selbst geschaffen hatte. In Löwen druckte er nur vier Titel und verwendete dabei zwei neugefertigte Lettern. Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit scheint im Typenguß gelegen zu haben. Ob und wie er mit dem Kunstgenossen Johann von Westfalen verwandt war, ist ungeklärt. Auch über die Bedeutung des in einem einzigen Druc…

Henkis (Henckis, Hancquis), Konrad

(96 words)

Author(s): S. Corsten
†1481 in Frankfurt, Buchhändler. Der aus Godesberg stammende H.war Geschäftsgenosse von Peter Schöffer, der für diesen Forderungen in Paris und Lübeck eintrieb. Er heiratete nach dem Tod von Johann Fust († 30. 10. 1466) dessen Witwe und erwarb 1476 das Bürgerrecht von Frankfurt am Main. S. Corsten Bibliography Kapp, F. / Goldpriedrich, J.: Gesch. des dt. Buchhandels. Bd. I.Leipzig 1886 (ND Leipzig 1970), S. 69–73, 759–762 Zülch, W. K. / Mori, G.: Frankfurter Urkundenbuch zur Frühgesch. d.Buchdrucks. Frankfurt 1920, S. 18 Lehmann-Haupt, H.: Peter Schoeffer of Gernsheim and Mai…

Fußnoten

(94 words)

Author(s): S. Corsten
heißen die Anmerkungen, wenn sie unter die Kolumne (Textseite) gesetzt werden. Es ist anzustreben, daß die F. zus. mit dem erläuterten Text auf dieselbe Seite zu stehen kommen. Die jeweils letzte F. sollte zumindest auf derselben Seite beginnen. Die Einhaltung dieses Grundsatzes kann den Umbruch mitunter sehr erschweren. Im übrigen gelten für die F. dieselben Regeln wie für die Anmerkungen. Die F. können darüber hinaus dem Text gegenüber etwas eingezogen und von diesem durch eine Linie getrennt werden. S. Corsten Bibliography Neubürger, H.: Encyklopädie der Buchdruckerkunst.…

Verballhornen

(66 words)

Author(s): S. Corsten
(auch: Ballhornieren u. ä.). Dem Lübekker Buchdrucker Johann a Bal(l)horn d. J. (1575–1603) wurde vorgeworfen, die 1586 bei ihm gedr. hochdt. Bearbeitung des Lübischen Stadtrechts durch gutgemeinte, aber mißglückte Eingriffe in den Text verdorben zu haben. Von daher leitet sich die Bezeichnung für Verschlimmbessern ab. Kluge, F./Seebold, E.: Etymologisches Wb. der dt. Sprache. 23. Aufl. Berlin / New York 1999, S. 854–855. S. Corsten

Westval, Joachim

(98 words)

Author(s): S. Corsten †
aus der märkischen Hansestadt Stendal stammender Drucker, arbeitete 1483 / 1484 zus. mit Albert Ravenstein in Magdeburg. Die Gesellschafter besaßen nur eine einzige Schrift und druckten bevorzugt theologische Gebrauchsliteratur, u. a. ein niederdt. Plenarium (H 6749 = 20. 12. 1484). Das gemeinsame Wirken war nicht von Dauer, und W. ist seit Weihnachten 1486 für drei Jahre in seiner Heimatstadt Stendal nachweisbar. Er arbeitete mit Typen, die er von Kunstgenossen bezog und veröff. 1488 einen niederdt. Sachsenspiegel (GW 9262). Sein Signet zeigt einen Löwen mit Wappenschild. S. Co…

Fragmentarischer Text

(70 words)

Author(s): S. Corsten
(auch fragmentarisches Werk) wird ein literarisches Werk genannt, das von seinem Autor nicht vollendet wurde. Typische Beispiele sind Schillers «Demetrius», der durch den Tod des Dichters unvollendet blieb, und Goethes «Faust. Ein Fragment», den Goethe 1790 unvollendet veröffentlichte. Nach den dt. Regelwerken für die alphabetische Katalogisierung gilt ein derartiger Text nicht als Fragment, sondern als normale Einzelschrift. Er erhält daher keine zusätzliche Bezeichnung zur Titelangabe. S. Corsten

Schulz, Ernst

(137 words)

Author(s): S. Corsten
* 8. 10. 1897 in Danzig, † 19. 12. 1944 in München, dt. Antiquar und Privatgelehrter. Nach mediävistisch ausgerichtetem Studium und Promotion (1923) arbeitete S. in dem Münchener Antiquariat Jacques Rosenthal, wo er gründliche Kenntnisse auf dem Gebiet der ma. Hss. und der Ink. erwarb. Nach einigen Jahren zog er sich ins Privatleben zurück und widmete sich lit. und buchkundlichen Studien. Die Kommission für den GW zog ihn als Berater heran, das Vorwort von Bd. 5 des GW rühmt seine Mitarbeit an d…

Colini, Johannes

(100 words)

Author(s): S. Corsten
Karmeliter, steht zus. mit Gerhardus de Nova civitate in der Schlußschrift der »«Ammonitiones ad spiritualem vitam utiles (H 9136), die 1482 in Metz gedruckt wurden. Verwendet wurde dafür aus Köln stammendes Typenmaterial, mit dem drei weitere Drucke gesetzt wurden (GW 70, H 14906, C 4513). Ob der Ordensmann auch für die 1481 mit derselben Texttype in Trier gesetzten Drucke verantwortlich gemacht werden darf, ist sehr fraglich. S. Corsten Bibliography Corsten, S.: Der Erstdrucker von Trier und Metz. In: Refugium animae bibliotheca. Festschrift für Albert Kolb. Wie…

Winterburger, Johannes

(180 words)

Author(s): S. Corsten †
*um 1460 in Winterburg bei Bad Kreuznach, † 1519 in Wien, Buchdrucker. Mit W. wurde die Druckkunst 1492 in Wien dauernd heimisch («Satirae» des Persius, H 12718). Er war ein tüchtiger und vielseitiger Typograph, der mit Textschriften, Initialen und Zierbuchstaben gut ausgestattet war und über umfangreiches Abb.material verfügte. Er druckte theologische und antike Literatur, veröff. Werke der zeitgenössischen Humanisten (z. B. Konrad Celtis, GW 6462, 6469 und 6470) und scheute auch vor den Schwie…

Linde, Antonius von der

(161 words)

Author(s): S. Corsten
* 14.11. 1833 in Haarlem, 13. 8. 1897 in Wiesbaden, Pfarrer und Bibliothekar. L. ist als äußerst streitbarer Verfechter der Ansprüche von Johannes Gutenberg auf die Erfindung der Buchdruckerkunst in die Gesch. eingegangen. Er führte nach eigenem Urteil seinen «persönlichen Kulturkampf» gegen die vor allem in den Niederlanden vertretene Ansicht, Laurens Janszoon Coster habe in Haarlem den Buchdruck erfunden. Das habe ihn, so L., «Heimat und Vermögen gekostet». Er fand 1871 eine Anstellung an der …

Interne Kollation

(194 words)

Author(s): S. Corsten
(für engl, internal collation) ist die Vergleichung von möglichst vielen Ex. der Ausg. eines Textes, welche die Grundlage für die «kritische» Edition eines Textes bildet. Sie tritt neben die sog. «historische Kollation», der es um die Untersuchung der verschiedenen Ausg. eines Werkes geht mit dem Ziel, den authentischen Wortlaut zu ermitteln. Die i. K. geht von der Feststellung aus, daß in der Handpressenzeit (und zuweilen auch noch später) meist keine vollst. identischen Ex. einer Ausg. oder Au…

Kölnische Chronik

(272 words)

Author(s): S. Corsten
(Die Cronica van der hilliger Stat van Coellen). Das annalistisch angelegte Werk, dessen Verf. sich nicht nennt, wurde am 23. 8. 1499 von Johann Koelhoff d.J. vollendet (daher auch: Koelhoffsche Chronik). Als dt.sprachiges Buch ist es in einer oberrheinischen Bastarda gesetzt, für Kapitelüberschriften usw. standen zwei gotische Auszeichnungsschriften zur Verfügung. Möglicherweise nach dem Vorbild der Weltchro-König Fnik von Hartmann Schedel (H 14508 u. 14510) ist die K. C. reich mit Holzschnitte…

Friburger, Michael

(108 words)

Author(s): S. Corsten
Drucker in Paris. F. stammte aus Kolmar und erwarb 1463 in Basel den Grad eines Magister artium. Zus. mit Martin Crantz und Ulrich Gering begann er 1470 in der Sorbonne zu drucken. Im Frühjahr 1473 verließen die Genossen die Univ. und gründeten in der Buchhändlerstraße St. Jacques ein neues Unternehmen. In einem Druck vom 30. 1. 1477 (H 6764) werden Crantz und F. zum letzten Mal erwähnt. Über ihr weiteres Schicksal ist nichts bekannt. S. Corsten Bibliography Geldner Bd. 2, S. 189–192 Veyrin-Forrer J. : Les premiers ateliers typographiques parisiens. In: Villes d'imprimerie et …

Sammelausgabe

(146 words)

Author(s): S. Corsten
Bes. im 18. Jh. kam es häufig vor, daß ein Verlag ein Werk gleichzeitig als Einzelausg. und als S. veröffentlichte. Dabei war der Satz in beiden Ausg. normalerweise identisch; nur die Titelbl. und meist auch die Paginierung mußten neu gesetzt werden. So liegen die beiden ersten Aufl. von Lessings «Minna von Barn-helm» (1767 und 1770) als Einzelveröff. und in der S. «Lustspiele» vor und zwar von demselben Satz (bei der 1. Aufl. überwiegend!). Wegen der Satzidentität sind beide Ausg. für die Textk…

Potthast, Franz August

(159 words)

Author(s): S. Corsten
* 13. 8. 1824 in Höxter (Westfalen), 13. 2. 1898 in Leobschütz (Oberschlesien), dt. Historiker und Bibliothekar. Nach Tätigkeit 1862 bis 1874 an der Kgl. Bibl. Berlin leitete P. 1874 — 1894 die Bibl, des Dt. Reichstags, deren gedr. Kat. er 1877 und 1882 herausgab. Bes. verdient machte sich P., der auch Mitarbeiter an den Monumenta Germaniae Historica war, durch seine große Quellenkunde «Bibliotheca historica medii aevi. Wegweiser durch die Geschichtswerke des europäischen MA 375 — 1500» (2 Bde. …

Schabeler (gen. Vatinsne, Battenschne u. ä.), Johannes

(151 words)

Author(s): S. Corsten
*um 1460 in Botwar bei Marbach, † um 1515 in Basel (?), dt. Verleger und Buchhändler. Der im Wintersemester 1473/1474 an der Univ. Basel immatrikulierte S. beteiligte sich 1483 und 1484 an zwei Werken, die Matthias Huß in Lyon gedr. hat: Boccaccio «De casibus virorum illustrium» in franz. Sprache (GW 4433) und dem «Breviarium totius juris canonici» des Paulus Florentinus (HC 7160). Er heiratete um diese Zeit in eine Lyoner Kaufmannsfamilie ein, hat aber auch weiterhin enge Beziehungen nach Basel…

Serienwerke

(241 words)

Author(s): S. Corsten
oder Schriftenreihen sind fortlaufende Veröff. mit einem Gesamttitel für das ganze Werk und einem Stücktitel für die einzelnen Teile («Stücke»). Diese stammen von verschiedenen Verf., sind bibliographisch selbständig und meist gezählt. Die Zusammengehörigkeit wird zudem durch ein einheitliches Erscheinungsbild (Format, Einband, Gestaltung des Titelblattes) augenfällig gemacht. S. stellen einen wichtigen Teil der Buchproduktion dar und finden ihre Erklärung in der Verkaufspolitik der Verlage. Die…

Fuchs (Alopecius, Vulpes), Hero

(153 words)

Author(s): S. Corsten
ist als Drucker in Köln 1520–1542 nachweisbar. Er war als Lohndrücker für Eucharius Cervicornus, Peter Quentel und Gottfried Hittorp tätig, druckte aber auch auf eigene Rechnung. Er brachte vor allem theologische Lit. heraus (insgesamt ca. 100 Titel bekannt). Zeitweise scheint er der neuen Lehre angehangen zu haben, wie u. a. aus den von ihm besorgten niederdt. bzw. niederl. Ausg. von Luthers Ubers, des NT geschlossen werden kann. Er führte vier Fassungen eines Signets mit seiner Handelsmarke. V…

Verstechen

(190 words)

Author(s): S. Corsten †
Wegen der komplizierten Münzverhältnisse und aus vielen anderen Gründen suchten die Verleger und Buchhändler während der Messen die Barzahlung zu vermeiden und tauschten lieber Ware gegen Ware auf der Basis des Umfangs (Bogen gegen Bogen). Dieser Tauschhandel hieß V. und wurde vor allem im 17. und 18. Jh. praktiziert. Er war aber wohl bereits früher üblich, der älteste Beleg für Namen und Verfahren ist von 1500. Auf diese Art und Weise konnten trotz der ungünstigen Zeitverhältnisse große Sortime…

Dibdin, Thomas Frognall

(266 words)

Author(s): S. Corsten
* 1776 in Kalkutta, † 18. II. 1847 in London, engl. Bibliograph. Als Bibliothekar (seit 1805) von G. J. Earl of Spencer, Lord Althorp (1758–1834), verwaltete er eine ungewöhnlich reiche Slg. an alten Drucken, insbes. von Erstausg. griech. und lat. Klassiker, und baute sie durch sachkundige Ankäufe aus. D. verfaßte zahlreiche bibliographische Arbeiten, darunter eine vierbändige «Bibliotheca Spenceriana» (1814–1815), zwei Bde. «Aedes Althorpianae» (1822) und den «Descriptive Catalogue of the Books…

Burgdorf

(50 words)

Author(s): S. Corsten
(Kanton Bern/Schweiz). In B. druckte 1475 bis 1476 ein Unbekannter sechs theologisch erbauliche Schriften, darunter drei Ausg. des Pseudo-Bcrnardus «Sermo de humana miseria» (GW 4065-4067). Er verwendete eine Schrift von süddt. Charakter, die insbes. durch ein «J mit aufgeworfenem Rüssel» auffallt. S. Corsten Bibliography Geldner Bd. i, S. 223.

Uguleto, Angelo

(73 words)

Author(s): S. Corsten
war 1473–1500 in Parma als Buchdrucker tätig und brachte zahlreiche humanistische Werke heraus. Erwähnenswert sind die auf Pergament gedr. Statuten der Stadt Parma von 1494 (HC 15016). U. verwendete zwei unterschiedliche Druckerzeichen. Ihm folgte 1500–1526 Francesco U., sein Sohn. S. Corsten Bibliography Husung, M. J.: Die Drucker- und Verlegerzeichen Italiens im 15. Jh. München 1929, S. 54 Fava, D.: Libri membranacei stampati in Italia nel Quatrocento. In: Gut.-Jb. 1937, S. 55–78.

Skribent

(83 words)

Author(s): S. Corsten
von lat. scribens / scribentis = der Schreibende. Der Anfang des 16. Jh.s aufgekommene Begriff (Martin Luther) hatte zunächst die allg. Bedeutung «Schriftsteller, Autor, Verf.» und wurde vor allem für Dichter und Schriftsteller der Antike und kirchliche Autoritäten angewendet. Seit Mitte des 18. Jh.s entwickelte sich die heutige, abwertende Geltung «Vielschreiber, Schreiberling». Daneben kam im 19. Jh. die ironisch gemeinte Bezeichnung «Skribifax» auf. S. Corsten Bibliography Schulz, H. / Basler, O.: Dt. Fremdwb. Bd. 4. Berlin / New York 1978, S. 228–229.

Woensam von Worms, Anton

(309 words)

Author(s): S. Corsten †
* um 1495 in Worms (?), † 1541 in Köln, Maler und Holzschnittkünstler. Der seit 1517 in Köln nachweisbare W. war dort für Jahrzehnte der bedeutendste Vertreter seines Fachs, der das Stilgefühl der Renaissance am Rhein eingeführt hat. Neben zahlreichen Gemälden schuf er vor allem Buchschmuck (Titelholzschnitte, Abbildungen, Initialen und Signete). Damit erlebte der Holzschnitt auch in Köln eine Blütezeit, wenn auch viele von W.s Werken Übernahmen und bloße Nachschnitte von Schöpfungen anderer Kün…

Olpe, Johann Bergmann von

(201 words)

Author(s): S. Corsten
* um 1460 in Olpe / Sauerland(?), †1532 in Basel, Humanist und Druckerverleger. Nach Studium an der Univ. Basel wurde O. zum Priester geweiht und gehörte seit 1482 dem Domkapitel Basel an. Seinen humanistischen und bibliophilen Neigungen kam er u.a. dadurch nach, daß er 1494–1499 eine Druckerwerkstatt betrieb. Dort ersch. sorgfältig gemachte Ausg. der Werke führender Humanisten (J. Reuchlin, J. Locher, J. Wimpheling), aber auch Flugschriften zu aktuellen Ereignissen. Ein Diurnale Basi-liense (GW…

Eckert van Homberch, Henrik

(187 words)

Author(s): S. Corsten
† zwischen 13. 11. 1523 und 27. 5. 1524, niederl. Druckerverleger und Buchhändler. Führte auch den Übernamen «Butzbach», was nicht auf seine Herkunft, sondern auf bes. Beziehungen zu dieser Stadt, insbes. zu dem dortigen Fraterherrenhaus, hinzuweisen scheint. E. stammte allem Anschein nach aus Homberg am Niederrhein (gegenüber Duisburg) und kam 1487 nach Köln, wo er in die Universitätsmatrikel eingetragen wurde. Seit 1498 ist E. in Delft als Nachfolger des Christian Snellært nachweisbar, er wand…

Wenssler, Michael

(303 words)

Author(s): S. Corsten †
*um 1445 in Straßburg, † 1512 (?) in Lyon, dt. Druckerverleger. W. wurde am 1. 5. 1462 bei der Univ. Basel immatrikuliert und erwarb am 8. 6. 1473 das Bürgerrecht der Stadt. Er gehörte der Safranzunft an, trat 1472 als Buchdrucker in Erscheinung. Er kam zu Vermögen und kaufte zus. mit seiner Ehefrau Margarete den «Hoffzu Ryn». Nachdem er 1476 / 1478 1.600 Gulden versteuert hatte, sank die zu versteuernde Summe von 1.480 auf 1.000 Gulden. Die darin zum Ausdruck kommende Verschlechterung seiner Ve…

Silber (Argentus, Franck), Eucharius

(214 words)

Author(s): S. Corsten
aus der Diözese Würzburg stammender Druckerverleger, der 1480–1510 in Rom am Campo di fiore seine Offizin betrieb. S. war ein vielseitiger Unternehmer, der u. a. auch der Kurie offiziöse Drucksachen wie Bullen und Ansprachen lieferte. Er druckte zahlreiche Ausg. von klassischen Auto-ren und beschäftigte dabei führende Humanisten als Hrsg. und Kommentatoren. Diese ließen auch eigene Schriften bei S. drucken, so z. B. der «poeta laureatus» Hermolaus Barbarus (1454–1493) seine «Castigationes Plinia…

Lempertz, Mathias

(247 words)

Author(s): S. Corsten
Buchhandlung in Bonn. Das von Johann Mathias Heberle in Köln 1802/1811 gegr. Antiquariat wurde seit 1840 von Heinrich L. geleitet. Dieser gründete 1844 in Bonn eine Filiale, die sein Bruder Mathias L. (* 1821, † 12. 4. 1886) seit 1854 unter seinem Namen und auf eigene Rechnung weiterführte. Das Unternehmen machte sich trotz starker Konkurrenz in der kleinen Universitätsstadt bald einen Namen mit der Versteigerung der Bücherslg. berühmter Zeitgenossen (u.a. der von A. W. von Schlegel, 1845; E. M.…

Ter Hoernen, Peter

(99 words)

Author(s): S. Corsten
Bruder von Arnold Ter Hoernen, erbte zus. mit dessen Witwe das Haus «Zum Lamm». Sein Name erscheint ein einziges Mal in einer Schluß-schrift: Johannes Gerson, Opusculum tripartitum, 20. 5. 1486 (GW 10782). Das Buch ist mit der Type 2 des Nikolaus Goetz gesetzt, die auf einen größeren Kegel gegossen wurde. Mit dieser Schrift wurden noch fünf weitere Werke gedruckt. Das Unternehmen T.s kann daher nur kurze Zeit existiert haben. S. Corsten Bibliography Voulliéme, E.: Der Buchdruck Kölns bis zum Ende des 15. Jh.s. Bonn 1903 (ND Düsseldorf 1978), S. lxiv–lxv, vxxix Geldner Bd. 1, S. 100–102.

Umschlagtitel

(65 words)

Author(s): S. Corsten
heißt der vom Verleger auf dem Originalumschlag oder -einband (daher auch Einbandtitel gen.) angebrachte Titel. In einem erweiterten Sinn ist auch der Rückentitel als U. zu verstehen. Für die Titelaufnahme wird er nur ausnahmsweise herangezogen (RAK-WB § 26,3). S. Corsten Bibliography Fuchs, H.: Kommentar zu den Instruktionen für die alphabetischen Kat. der Preußischen Bibl.en. 3. Aufl. (u. ö.) Wiesbaden 1962, S. 20 und 37.

Heft

(114 words)

Author(s): S. Corsten
ist eine im 16. Jh. aufkommende Bezeichnung für ein buchbinderisches Produkt, das aus mehreren gefalteten Bogen besteht, die mit einem Umschlag aus Papier oder Karton versehen und in der Faltung mit Faden oder Draht zusammengeheftet sind. Für Schreibzwecke als Schreibh., Schulh. vor allem im Unterricht verwendet. Im Verlags- und Pressewesen heißen die einzeln ersch. Teile eines Zs.jahrgangs oder Lieferungswerkes H.e. Auch in sich abgeschlossene Veröff. (meist geringeren Umfangs) können als H.e V…

Solidi (Schilling), Johann

(196 words)

Author(s): S. Corsten
*um 1440 in Winternheim nahe Mainz, † nach 1478 in Toulouse (?), dt. Drucker. S. studierte in Basel (1460) und Erfurt (1465), erwarb den Magistergrad und kam Anfang der 1470er Jahre nach Köln. Hier druckte er mit der sog. «Dares-Type» (Zuwei-sung an ihn aufgrund von GW 3964), die zus. mit einigen eng verwandten Schriften wahrscheinlich von Johann Veldener geschaffen wurde. Es spricht einiges dafür, daß S. mit der weiterentwickelten «Dares-Type» auch die große Enzyklopädie des Bartholomaeus Angli…

Schöffer, Peter, d. J.

(317 words)

Author(s): S. Corsten
*um 1480 in Mainz, † ? 1. 1547 in Basel, dt. Schriftschneider und Druckerverleger. S., dritter Sohn Peter Schöffers d. Ä., begann 1512 in Mainz mit dem Druck von Musikalien im Typendoppeldruck (Musiknotendruck). Am 4. 8. desselben Jahres veräußerte er den ihm als väterliches Erbe zugefallenen Hof «Zum Korb», wahrscheinlich um Betriebskapital zu bekommen. Vom 20. 9. 1512 datiert sind die Kompositionen des kurpfälzischen Hoforganisten Arnold Schlick (ca. 1460–nach 1527) für Orgel und Laute, am 1. …

Helmasperger, Ulrich

(161 words)

Author(s): S. Corsten
Kleriker des Bistums Bamberg, kaiserlicher Notar und geschworener öffentlicher Schreiber des Mainzer Erzstuhls. Als Anhänger des in der Mainzer Bistumsfehde unterlegenen Diether von Isenburg wurde H. im Juni 1462 durch den päpstlichen Legaten gebannt. Sein Notariatssignet zeigt eine Hand, die eine Blume am Stengel zwischen Daumen und Zeigefinger hält. Der bekleidete Unterarm ragt aus einem turmartigen, oben offenen Bauwerk heraus. Darunter befindet sich ein Schriftband mit dem Text «vlricus helm…

Pafraet (Paffraet) Richard

(121 words)

Author(s): S. Corsten
auch Paffrod, Pafrat, 1477 bis 1511 in Deventer (Overijssel) tätiger Druckerverleger. Der aus einer Kölner Goldschmiedefamilie stammende P. entwickelte eine durch Sachkunde und günstige finan zielle Verhältnisse begünstigte Aktivität. Seine ca. 300 Druckwerke sind zu einem großen Teil umfangreiche Folianten, die in der bis 1485 reichenden ersten Schaffensperiode vor allem theologischen Inhalts sind. In der auch durch neues Typenmaterial gekennzeichneten, 1488 beginnenden Phase wandte er sich bev…

Wolgast

(133 words)

Author(s): S. Corsten †
ehemalige Hansestadt in Pommern. Die Bibl. der evangelischen Kirchengemeinde St. Petri wurde 1598 von Pastor Samuel Marcus begründet, der dabei ca. 140 Bde. aus den aufgehobenen Klöstern Eldena und Jasenik (bei Stettin) übernahm. Zum Grundbestand der Bibl. gehörten Ink. und wertvolle Drucke der Reformationszeit. Wegen finanzieller Schwierigkeiten sah sich die Kirchengemeinde genötigt, die Bibl. zu verkaufen. Am 15. 7. 1831 gingen 938 Bde. gegen eine Zahlung von 500 Talern an die UB Greifswald üb…

Weida (Stadt bei Gera)

(149 words)

Author(s): S. Corsten †
Kuno-Walther Bibliothek. Die evangelische Kirchengemeinde setzte mit ihrer Bibl. die Tradition des 1350 gegr. Franziskanerklosters W. fort. Dieses verfügte jedoch nur über eine bescheidene Slg. (1480: 17 Bände, 1525: Bände). Nach Einführung der Reformation wurde 1531 die Pfarrbibl. begründet. Sie übernahm die Bestände des Klosters, wurde aber wäh-rend des Dreißigjährigen Krieges zus. mit der Kirche zerstört. Um den 1654 begonnenen Wiederaufbau machte sich der Rektor der Lat.schule und Superinten…

Vulterris, Antonius et Raphael

(98 words)

Author(s): S. Corsten
lautet die Firmenangabe anonymer dt. (?) Drucker, die für zwei päpstliche Schreiber dieses Namens 1473–1474 etwa 15 meist juristische Texte herausbrachten. Das Haus, in dem sie arbeiteten, lag «apud Eustachium». Sie verwendeten Schriften im Stil von Ulrich Han und Sixtus Riessinger. S. Corsten Bibliography Geldner, F.: Vitus Pucher aus Moosburg und der älteste Buchdruck in Rom. Ein unbekanntes röm. Notariatsinstrument vom 20. 4. 1471. In: Gut.-Jb. 1956, S. 75–79 Modigliani, A.: La tipografia «apud sanctum Marcum» e Vito Puecher. In: Scrittua, biblioteche e stampa …

Gänsefüßchen

(79 words)

Author(s): S. Corsten
heißen seit der Zeit um 1800 die Anführungszeichen („ . .."). Der älteste Beleg ist von 1795 und wird Jean Paul verdankt: «Gänsefüße» (also noch ohne die Verkleinerungssilbe). Vorbild für die allem Anschein nach vom Dichter geschaffene Bezeichnung war offenbar das der Buchdruckersprache entnommene Wort «Gänseaugen», das J. C. Gottsched in seiner «Grundlegung einer dt. Sprachkunst» von 1749 erwähnt. S. Corsten Bibliography Kluge, F. / Mitzka, W.: Etymologisches Wb. der dt. Sprache. 21. Aufl. Berlin 1975, S. 231.

Donat-Kalender-Type

(118 words)

Author(s): S. Corsten
heißt die in Mainz seit der Mitte der 1450er Jahre überwiegend für den Druck von Donaten und Kalendern verwendete gotische Missalschrift. Sie kommt auch als Auszeichnungsschrift im 3 Izeiligen Ablaßbrief vor. In einer entwickelten Form kam sie bei der Bibel zu 36 Zeilen (B 36) zum Einsatz. Wem die D. gehört hat, ist immer noch umstritten. Es spricht aber einiges dafür, daß J. Gutenberg nach dem Verlust der gemeinsam mit J. Fust betriebenen Bibeldruckerei mit ihr gearbeitet hat. Donat-Kalender-Type. Ausschnitt aus der ersten Seite des Türkenkalenders rur das Jahr 1455. Mainz 1454. S. Co…

Wider, Paul

(70 words)

Author(s): S. Corsten †
aus Hornbach in der Pfalz stammender erster mit Namen bekannter Drucker der Univ.stadt Erfurt. Er besaß nur eine kleine Werkstatt und benutzte je eine Text- und Auszeichnungstype. Damit brachte er am 26. 8. 1482 das «Exercitium librorum de anima» des Johannes de Lutrea (HC 10350) heraus. Die Form seiner Lettern machen Beziehungen zu dem Leipziger Typographen Martin Landsberg wahrscheinlich. S. Corsten † Bibliography Geldner Bd. 1, S. 216.
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