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Your search for 'dc_creator:( "S. Corsten †" ) OR dc_contributor:( "S. Corsten †" )' returned 509 results. Modify search

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Lempertz, Mathias

(247 words)

Author(s): S. Corsten
Buchhandlung in Bonn. Das von Johann Mathias Heberle in Köln 1802/1811 gegr. Antiquariat wurde seit 1840 von Heinrich L. geleitet. Dieser gründete 1844 in Bonn eine Filiale, die sein Bruder Mathias L. (* 1821, † 12. 4. 1886) seit 1854 unter seinem Namen und auf eigene Rechnung weiterführte. Das Unternehmen machte sich trotz starker Konkurrenz in der kleinen Universitätsstadt bald einen Namen mit der Versteigerung der Bücherslg. berühmter Zeitgenossen (u.a. der von A. W. von Schlegel, 1845; E. M.…

Ter Hoernen, Peter

(99 words)

Author(s): S. Corsten
Bruder von Arnold Ter Hoernen, erbte zus. mit dessen Witwe das Haus «Zum Lamm». Sein Name erscheint ein einziges Mal in einer Schluß-schrift: Johannes Gerson, Opusculum tripartitum, 20. 5. 1486 (GW 10782). Das Buch ist mit der Type 2 des Nikolaus Goetz gesetzt, die auf einen größeren Kegel gegossen wurde. Mit dieser Schrift wurden noch fünf weitere Werke gedruckt. Das Unternehmen T.s kann daher nur kurze Zeit existiert haben. S. Corsten Bibliography Voulliéme, E.: Der Buchdruck Kölns bis zum Ende des 15. Jh.s. Bonn 1903 (ND Düsseldorf 1978), S. lxiv–lxv, vxxix Geldner Bd. 1, S. 100–102.

Umschlagtitel

(65 words)

Author(s): S. Corsten
heißt der vom Verleger auf dem Originalumschlag oder -einband (daher auch Einbandtitel gen.) angebrachte Titel. In einem erweiterten Sinn ist auch der Rückentitel als U. zu verstehen. Für die Titelaufnahme wird er nur ausnahmsweise herangezogen (RAK-WB § 26,3). S. Corsten Bibliography Fuchs, H.: Kommentar zu den Instruktionen für die alphabetischen Kat. der Preußischen Bibl.en. 3. Aufl. (u. ö.) Wiesbaden 1962, S. 20 und 37.

Heft

(114 words)

Author(s): S. Corsten
ist eine im 16. Jh. aufkommende Bezeichnung für ein buchbinderisches Produkt, das aus mehreren gefalteten Bogen besteht, die mit einem Umschlag aus Papier oder Karton versehen und in der Faltung mit Faden oder Draht zusammengeheftet sind. Für Schreibzwecke als Schreibh., Schulh. vor allem im Unterricht verwendet. Im Verlags- und Pressewesen heißen die einzeln ersch. Teile eines Zs.jahrgangs oder Lieferungswerkes H.e. Auch in sich abgeschlossene Veröff. (meist geringeren Umfangs) können als H.e V…

Solidi (Schilling), Johann

(196 words)

Author(s): S. Corsten
*um 1440 in Winternheim nahe Mainz, † nach 1478 in Toulouse (?), dt. Drucker. S. studierte in Basel (1460) und Erfurt (1465), erwarb den Magistergrad und kam Anfang der 1470er Jahre nach Köln. Hier druckte er mit der sog. «Dares-Type» (Zuwei-sung an ihn aufgrund von GW 3964), die zus. mit einigen eng verwandten Schriften wahrscheinlich von Johann Veldener geschaffen wurde. Es spricht einiges dafür, daß S. mit der weiterentwickelten «Dares-Type» auch die große Enzyklopädie des Bartholomaeus Angli…

Schöffer, Peter, d. J.

(317 words)

Author(s): S. Corsten
*um 1480 in Mainz, † ? 1. 1547 in Basel, dt. Schriftschneider und Druckerverleger. S., dritter Sohn Peter Schöffers d. Ä., begann 1512 in Mainz mit dem Druck von Musikalien im Typendoppeldruck (Musiknotendruck). Am 4. 8. desselben Jahres veräußerte er den ihm als väterliches Erbe zugefallenen Hof «Zum Korb», wahrscheinlich um Betriebskapital zu bekommen. Vom 20. 9. 1512 datiert sind die Kompositionen des kurpfälzischen Hoforganisten Arnold Schlick (ca. 1460–nach 1527) für Orgel und Laute, am 1. …

Helmasperger, Ulrich

(161 words)

Author(s): S. Corsten
Kleriker des Bistums Bamberg, kaiserlicher Notar und geschworener öffentlicher Schreiber des Mainzer Erzstuhls. Als Anhänger des in der Mainzer Bistumsfehde unterlegenen Diether von Isenburg wurde H. im Juni 1462 durch den päpstlichen Legaten gebannt. Sein Notariatssignet zeigt eine Hand, die eine Blume am Stengel zwischen Daumen und Zeigefinger hält. Der bekleidete Unterarm ragt aus einem turmartigen, oben offenen Bauwerk heraus. Darunter befindet sich ein Schriftband mit dem Text «vlricus helm…

Pafraet (Paffraet) Richard

(121 words)

Author(s): S. Corsten
auch Paffrod, Pafrat, 1477 bis 1511 in Deventer (Overijssel) tätiger Druckerverleger. Der aus einer Kölner Goldschmiedefamilie stammende P. entwickelte eine durch Sachkunde und günstige finan zielle Verhältnisse begünstigte Aktivität. Seine ca. 300 Druckwerke sind zu einem großen Teil umfangreiche Folianten, die in der bis 1485 reichenden ersten Schaffensperiode vor allem theologischen Inhalts sind. In der auch durch neues Typenmaterial gekennzeichneten, 1488 beginnenden Phase wandte er sich bev…

Wolgast

(133 words)

Author(s): S. Corsten †
ehemalige Hansestadt in Pommern. Die Bibl. der evangelischen Kirchengemeinde St. Petri wurde 1598 von Pastor Samuel Marcus begründet, der dabei ca. 140 Bde. aus den aufgehobenen Klöstern Eldena und Jasenik (bei Stettin) übernahm. Zum Grundbestand der Bibl. gehörten Ink. und wertvolle Drucke der Reformationszeit. Wegen finanzieller Schwierigkeiten sah sich die Kirchengemeinde genötigt, die Bibl. zu verkaufen. Am 15. 7. 1831 gingen 938 Bde. gegen eine Zahlung von 500 Talern an die UB Greifswald üb…

Weida (Stadt bei Gera)

(149 words)

Author(s): S. Corsten †
Kuno-Walther Bibliothek. Die evangelische Kirchengemeinde setzte mit ihrer Bibl. die Tradition des 1350 gegr. Franziskanerklosters W. fort. Dieses verfügte jedoch nur über eine bescheidene Slg. (1480: 17 Bände, 1525: Bände). Nach Einführung der Reformation wurde 1531 die Pfarrbibl. begründet. Sie übernahm die Bestände des Klosters, wurde aber wäh-rend des Dreißigjährigen Krieges zus. mit der Kirche zerstört. Um den 1654 begonnenen Wiederaufbau machte sich der Rektor der Lat.schule und Superinten…

Vulterris, Antonius et Raphael

(98 words)

Author(s): S. Corsten
lautet die Firmenangabe anonymer dt. (?) Drucker, die für zwei päpstliche Schreiber dieses Namens 1473–1474 etwa 15 meist juristische Texte herausbrachten. Das Haus, in dem sie arbeiteten, lag «apud Eustachium». Sie verwendeten Schriften im Stil von Ulrich Han und Sixtus Riessinger. S. Corsten Bibliography Geldner, F.: Vitus Pucher aus Moosburg und der älteste Buchdruck in Rom. Ein unbekanntes röm. Notariatsinstrument vom 20. 4. 1471. In: Gut.-Jb. 1956, S. 75–79 Modigliani, A.: La tipografia «apud sanctum Marcum» e Vito Puecher. In: Scrittua, biblioteche e stampa …

Gänsefüßchen

(79 words)

Author(s): S. Corsten
heißen seit der Zeit um 1800 die Anführungszeichen („ . .."). Der älteste Beleg ist von 1795 und wird Jean Paul verdankt: «Gänsefüße» (also noch ohne die Verkleinerungssilbe). Vorbild für die allem Anschein nach vom Dichter geschaffene Bezeichnung war offenbar das der Buchdruckersprache entnommene Wort «Gänseaugen», das J. C. Gottsched in seiner «Grundlegung einer dt. Sprachkunst» von 1749 erwähnt. S. Corsten Bibliography Kluge, F. / Mitzka, W.: Etymologisches Wb. der dt. Sprache. 21. Aufl. Berlin 1975, S. 231.

Donat-Kalender-Type

(118 words)

Author(s): S. Corsten
heißt die in Mainz seit der Mitte der 1450er Jahre überwiegend für den Druck von Donaten und Kalendern verwendete gotische Missalschrift. Sie kommt auch als Auszeichnungsschrift im 3 Izeiligen Ablaßbrief vor. In einer entwickelten Form kam sie bei der Bibel zu 36 Zeilen (B 36) zum Einsatz. Wem die D. gehört hat, ist immer noch umstritten. Es spricht aber einiges dafür, daß J. Gutenberg nach dem Verlust der gemeinsam mit J. Fust betriebenen Bibeldruckerei mit ihr gearbeitet hat. Donat-Kalender-Type. Ausschnitt aus der ersten Seite des Türkenkalenders rur das Jahr 1455. Mainz 1454. S. Co…

Wider, Paul

(70 words)

Author(s): S. Corsten †
aus Hornbach in der Pfalz stammender erster mit Namen bekannter Drucker der Univ.stadt Erfurt. Er besaß nur eine kleine Werkstatt und benutzte je eine Text- und Auszeichnungstype. Damit brachte er am 26. 8. 1482 das «Exercitium librorum de anima» des Johannes de Lutrea (HC 10350) heraus. Die Form seiner Lettern machen Beziehungen zu dem Leipziger Typographen Martin Landsberg wahrscheinlich. S. Corsten † Bibliography Geldner Bd. 1, S. 216.

Kommentarsatz

(184 words)

Author(s): S. Corsten
Aus dem ma. Unterrichtsbetrieb stammt die Gewohnheit, den zu tradierenden Text zus. mit Erläuterungen und Kommentar auf dieselbe Seite zu schreiben, so daß ein Umblättern nicht erforderlich war. Die Drucker haben diesen Brauch übernommen und vervollkommnet. Je nach dem quantitativen Verhältnis zwischen Text und Erläuterung wurden unterschiedliche Arten des K.es angewendet (Anmerkungen im Frühdruck). Allen gemein ist der Grundsatz, daß die Glossen usw. in einem geringeren Schriftgrad als der Text…

Dünne, Hans

(148 words)

Author(s): S. Corsten
Goldschmied in Straßburg, trat als Zeuge auf in dem Prozeß, den die Brüder Dritzehn 1439 gegen Johann Gutenberg anstrengten. Er sagte aus, vor drei Jahren «oder dobij» (also um 1436) mit Aufträgen für Gutenberg ungefähr 100 Gulden verdient zu haben, «alleine das zu dem trucken gehöret». Das Wort «trukken» kann aber damals noch nicht die heutige Bedeutung gehabt haben, sondern muß mit «drücken, pressen» übersetzt werden. Es dürfen darum aus der Aussage D.s keine Schlußfolgerungen in bezug auf die Erfindung des Buchdrucks gezogen werden. S. Corsten Bibliography Schorbach, K.: Die urk…

Wild, Leonhard

(99 words)

Author(s): S. Corsten †
in Venedig tätiger, aus Regensburg stammender Drucker, der vor allem für einheimische Auftraggeber arbeitete. Am 13. 3. 1478 schloß er mit dem Verleger Nikolaus von Frankfurt einen Vertrag über den Druck einer lat. Bibel (GW 4233) in einer Aufl. von 930 Exemplaren. Für diesen stellte W. auch das umfangreiche Beichthandb. des Astesanus de Ast (GW 2757 0 28. 4. 1480) und andere theologische Werke her. Eine zweite lat. Bibel (GW 4247) war für Thomas Treviranus bestimmt. W. druckte – fast ausschließlich mit gotischen Schriften – auch humanistische Literatur. S. Corsten † Bibliography Geldn…

Sensenschmidt, Lorenz

(115 words)

Author(s): S. Corsten
(Laurentius), † nach 21. 5. 1522 in Eger (?), Buchdrucker und Notar. Der 1478 bei der Univ. Leipzig immatrikulierte S. führte zus. mit seinem Oheim Johann Pfeyl und Heinrich Petzensteiner die Offizin seines vor dem 13. 6. 1491 verstorbenen Vaters, Johann Sensenschmidt, für kurze Zeit weiter. Die Gesellschafter brachten eine Agenda für das Bistum Bamberg (31. 8. 1491 =GW 461) und ein Meßbuch für die Diözese Regensburg (1492 =C 4175) heraus. Dann aber gab S. den Buchruck auf und wirkte in Eger, woher seine Familie stammte, als Notar. S. Corsten Bibliography Geldner, F.: Die Buchdruckerku…

Jenson, Nicolas

(326 words)

Author(s): S. Corsten
* um 1420 in Sommevoire bei Troyes (Champagne), † nach 7. 9. 1480 in Venedig, Stempelschneider, Drucker, Verleger und Buchhändler. In einer Ordonnanz Karls VII. von Frankreich vom 4. 10. 1458 wird J. als Stempelschneider der kgl. Münze erwähnt. Das Dokument, an dessen Echtheit kaum noch zu zweifeln ist, besagt, daB der Franzose nach Mainz entsandt wurde, um dort die Erfindung zu erforschen, die Johannes Gutenberg gemacht habe. Seit 1470 ist J. in Venedig belegt, wo er eine rührige Tätigkeit als …

Vadstena

(143 words)

Author(s): S. Corsten
(Östergötland / Südschweden), Mutterkloster der von der Mystikerin Birgitta gegr. Birgittiner. Nach Einsetzung der ersten Priester und Nonnen (1374/ 1384) wurde das in einem ehemaligen Schloß untergebrachte Kloster zu einem religiösen und kulturellen Mittelpunkt des Landes. Nach Einführung der Reformation wurden der Priesterkonvent 1545, die Gemeinschaft der Nonnen 1595 aufgelöst. Buchdruck. Die Buchdruckerkunst fand nur kurzzeitig in V. ein Unterkommen. Um 1495 wurde hier ein «Officium beatae Mariae virginis ad usum monasterii s.Birgittae in Vadstena» gedruckt. Bibliog…

Gesamtkatalog der Wiegendrucke (GW)

(1,427 words)

Author(s): Schmitz, W. | S. Corsten
1. Geschichte. Gegen Ende des 19. Jh.s war die Verzeichnung der Ink. zwar weit fortgeschritten, aber sie war sehr unübersichtlich geworden und entsprach auch nur z. T. den inzwischen erzielten methodischen Fortschritten. So wuchs das Bedürfnis nach einem umfassenden und den Ansprüchen der Wissenschaft genügenden Verzeichnis der Drucke des 15. Jh.s. Die Anfang der 1890er Jahre einsetzende gründliche Diskussion wurde vor allem von K. Burger, K. Dziatzko und K. Haebler bestritten. Sie gab den Anstoß …

Hic nullus est defectus

(137 words)

Author(s): S. Corsten
(hier ist nichts ausgefallen). Dieser Vermerk steht z. B. auf Bl. 130r eines frühen Mentelindruckes (HC 5034, nicht nach 1466) und besagt, daß an der im Druck freigebliebenen Stelle kein Text fehlt. Hinweise dieser Art finden sich auch bei anderen Druckern des 15. Jh.s. Sie verraten die Schwierigkeiten, die durch die Aufteilung größerer Werke in Setzerabschnitte verursacht wurden. Da das Ende eines solchen Abschnitts nicht genau berechnet und auch nicht immer durch lokkeren bzw. komprimierten und mit viele…

Koelhoff d. J., Johann

(151 words)

Author(s): S. Corsten
* nach 17. 1. 1502 in Köln, Druckerverleger. K. betrieb die von seinem gleichnamigen Vater 1493 übernommene Offizin mit nur geringem Eifer und widmete sich statt dessen stärker anderen Geschäften, wie z.B. dem Viehhandel. Er verzichtete auf eine Erneuerung des ererbten Lettcrnmaterials und druckte in acht Jahren (1493 — 1500) nur 27 Titel, darunter volkstümliche Kleinschriften und Amtsdrucksachen. Wenn sein Name trotzdem mit Achtung genannt wird, verdankt er das seinem wichtigsten Werk, der Köln…

Quentel

(401 words)

Author(s): S. Corsten
(Quentell), Kölner Buchdrucker– und Verlegerfamilie. Begründet wurde das Unternehmen durch Heinrich Q. († zwischen 31. 8. und 27. 10. 1501), der aus Straßburg nach Köln kam und dort seit 1478 nachweisbar ist. Zus. mit seinem Schwiegervater, dem Münzmeister und Notar Johann Helman, betrieb er in dessen Haus «Zum Pallas» am Domhof Buchhandel und Druckerei. Von politischen Gegnern der Stadt Köln 1482 gefangengenommen, entzog sich Q. weiteren Unannehmlichkeiten durch eine zeitweilige Umsiedlung (148…

Copinger, Walter Arthur

(145 words)

Author(s): S. Corsten
* 14. 4. 1847 in Clapham/London, † 13. 3. 1910 in Manchester, Rechtsgelehrter, Antiquar und Bibliograph. Während einer erfolgreichen Laufbahn als Jurist, die 1892 in einer Professur an der Victoria-Univ. (Manchester) gipfelte, schrieb er u. a. «Law of Copyright in works of literature and art» (4. ed. 1904). C. war Mitbegründer und erster Präsident (1895-1902) der Bibliographical Society London. Seine wichtigste bibliographische Arbeit ist das «Supplement to Hain's Repertorium bibliographicum» (L…

Wurster (Vurstar), Johann

(89 words)

Author(s): S. Corsten †
aus Kempten stammender dt. Drucker, der wegen seiner Schulden mehrfach den Ort seiner Tätigkeit wechseln mußte. Im Jahr 1472 druckte er zus. mit Thomas Septemcastrensis (Siebenbürgen) in Mantua, 1473 verzog er nach Bologna und ein Jahr später nach Modena. Hier fand er zwar einen einheimischen Geldgeber, geriet aber auch mit diesem aneinander und wurde am 26. 2. 1480 ein letztes Mal in Basel aktenkundig. Er verwendete Antiqua-Schriften im ital. Stil. S. Corsten † Bibliography Geldner Bd. 1, S. 121; Bd. 2, S. 156, 170–171 und 246.

Veldener, Johann

(323 words)

Author(s): S. Corsten
Typenschneider und Buchdrucker. V. stammte aus dem Bistum Würzburg und wurde am 30. 7. 1473 bei der Medizinischen Fakultät der Univ. Löwen immatrikuliert. Weitere Lebensdaten können ausschließlich den Schlußschriften seiner Drucke entnommen werden. Während seines ersten Aufenthaltes in Löwen, der bis 1478 währte, druckte V. vor allem vielgefragte Lit. (u. a. den «Fasciculus temporum» des Werner Rolevinck), scheint aber auch andere Werkstätten, wie die der Fraterherren in Brüssel, mit Letternmate…

Ibidem

(40 words)

Author(s): S. Corsten
(Abk.: ib., ibid.; lat. ftir: ebenda, ebendort) in der Gelehrtensprache Hinweis auf eine unmittelbar vor-her zitierte Belegstelle oder auch (zus. mit Angabe der Seitenzahl) auf eine andere Stelle in einem bereits herangezogenen wiss. Werk. Loco citato S. Corsten

Papia Pavía), Gulielmus de

(55 words)

Author(s): S. Corsten
1491 als Gesellschafter von Leonardus Achates in einer Ausg. der «Elementa» des Euklid (GW 9429) und einem «Herbarius» (H 8451) genannt. Nach den Schlußschriften ist nicht zu entscheiden, ob es sich bei P. um einen Kunstgenossen des Achates oder einen gelehrten Auftraggeber handelt. S. Corsten Bibliography Geldner Bd. 2, S. 163.

Wendel, Carl

(153 words)

Author(s): S. Corsten †
* 2. 12. 1974 in Erfurt, † 16. 7. 1952 in Halle / Saale, Bibliothekar und Altertumswissenschaftler. Nach theologischen und philologischen Studien in Tübingen und Halle (Promotion: Halle 1899) entschied sich W. für den bibliothekarischen Beruf. Er arbeitete an den UB Halle, Breslau, Königsberg und wieder Halle; an den letztgenannten 1925–1927 bzw. 1927–1938 als Direktor. W. bewährte sich in den praktischen Aufgaben des Berufs ebenso wie als Wissenschaftler. Er widmete sich bibliotheksgesch. Theme…

Oudenaarde

(80 words)

Author(s): S. Corsten
Die südlich von Gent an der Schelde gelegene flandrische Handelsstadt gehört zu den fünf ältesten Plätzen, wo im heutigen Belgien gedr. wurde. Hier gründete Arend de Keysere (Arnoldus Caesaris) 1480 eine Offizin. Er zog aber schon 1483 nach Gent um. O. blieb dann bis weit ins 18. Jh. hinein ohne Druckerei. S. Corsten Bibliography Rouzet, A.: Dictionnaire des imprimeurs, libraires et éditeurs des XVe et XVIe siècles dans les limites géographiques de la Belgique actuelle. Nieuwkoop 1975, S. 260.

Planck, Stephan

(153 words)

Author(s): S. Corsten
aus Passau stammender dt. Buchdruk-ker, 1479-1500 in Rom nachgewiesen. P. trat die Nachfolge des Ulrich Han an und entwickelte eine überaus lege Tätigkeit: es werden ihm ca. 300 Titel zugeschrieben. Allerdings besteht ein Teil der Produktion aus Kleinschriften, amtlichen Drucksachen und ähnlichem Material. Fachliches Können bewies P. mit zwei Ausg. des Missale Romanum (HC 11377 und 11407). Er nahm sich auch der Bedürfnisse der in die Ewige Stadt strömenden Pilger an und brachte die «Mirabilia ur…

Werden, Martin von

(93 words)

Author(s): S. Corsten †
* zwischen 1516 und 1518 in Köln, übernahm 1504 die seit 1497 existierende Kölner Offizin «Retro minores» (d. i. hinter dem Franziskanerkloster). Er verlegte sie in die Bürgerstraße (nahe dem Rathaus) und wurde vielleicht wegen dieser Nachbarschaft zur Stadtverwaltung auch als Ratsdrucker herangezogen. W. druckte u. a. manche dt.sprachige Titel und verwendete zwei Signete, darunter ein Stadtwappen von Köln. Nach W.s Tod brachte seine Witwe Elisabeth 1518 noch zwei Drucke heraus. S. Corsten † Bibliography Benzing S. 235 Wendland, H.: Signete. Dt. Drucker- und Verlegerzeiche…

Rab

(143 words)

Author(s): S. Corsten
(Corvinus), Christoph, * 1552 In Zürich, † 19· I. 1620 in Herborn, dt. Buchdrucker und Verleger. Nach Studien in Heidelberg, Wittenberg und Wien trat R. 1574 in das Frankfurter Unternehmen seines Vaters, Georg Rab, ein, das er nach dessen Tod (1580) übernahm. Im folgenden Jahr schloß er sich einer Verlagsgemeinschaft an, der u. a. Sigmund Feyerabend angehörte. Im Herbst 1585 erhielt er einen Ruf als Universitätsdrucker nach Herborn, wo er eine überaus fruchtbare Tätigkeit entfaltete. Aus seiner P…

Modus legendi abbreviaturas in utroque iure

(118 words)

Author(s): S. Corsten
Dieses Hilfsmittel zur Auflösung der zahlreichen Abk. in juristischen Hss. und Frühdrucken wurde seit der Mitte der 1470er Jahre sehr häufig gedr., man hat bis zum Jahre 1623 insgesamt 68 Ausg. gezählt. Als Verf. gilt nach einem Akrostichonim Text des Buches Werner von Schussenried, Kanoniker an St. German bei Speyer. Unter den Ausg. nehmen solche, die zus. mit anderen juristischen Traktaten gedr. wurden, zahlenmäßig einen bedeutenden Platz ein. S. Corsten Bibliography H 11460 — 11488 C 4312—4324 VD 16 M 5748 — M 5763 Cappelli A.: Lexicon abbreviaturarum. 6. Aufl. Milano 1961, S. 524 Sch…

Lambert, Jehan

(101 words)

Author(s): S. Corsten
franz. Drucker und Buchhändler, 1493 —1514 in der Pariser Buchhändlerstraße St. Jacques ansässig. Auf den Sitz seines Unternehmens weisen in seinem Signet Pilgerstäbe und –muscheln hin, die seine Handelsmarke flankieren. Er unterhielt Geschäftsbeziehungen zu Dionysius Roce, für den er ill. Bücher in franz. Sprache herstellte, sowie zu Felix Baligault, dessen Signet er, wenig abgeändert, ebenfalls verwendete. S. Corsten Bibliography Claudin, A.: Histoire de l'imprimerie en France au XVe et XVIe siècle. T. 2. Paris 1902 (ND Nendeln 1976), S. 221—234 Meyer, W. J.: Die franz. Dru…

Nachtrag

(86 words)

Author(s): S. Corsten
kann an die Stelle einer durchlaufenden Zählung die Bezeichnung eines bibliographisch selbständigen Teils (Bibliographische Einheit) eines zusammengehörigen Ganzen sein. Nach den dt. Regelwerken für die alphabetische Katalogisierung wird sie in die Bandangabe übernommen. Dasselbe gilt auch für gleichartige Bezeichnungen wie Beilage, Anhang, Supplement u. a. m. S. Corsten Bibliography Fuchs, H.: Kommentar zu den Instruktionen für die alphabetischen Kat. der Preußischen Bibl.en. 3. Aufl. Wiesbaden 1962, S. 25 und 46-47 Haller, K. / Popst, H.: Katalogisierung nach den RA…

Donator

(75 words)

Author(s): S. Corsten
ist die lat. Bezeichnung für den Schenker eines Buches bzw. einer Slg., sein Name wurde häufig zus. mit der Aufforderung, seiner im Gebete zu gedenken, in die geschenkten Objekte eingetragen. Derartigen Vermerken wendet die heutige Ink.-Bibliographie ihre volle Aufmerksamkeit zu. Es kommt auch in der modernen Bibl, noch vor, daß größere Schenkungen mit einem eingeklebten D.-Exlibris gekennzeichnet werden. S. Corsten Bibliography Mazal, O.: Vorschläge zur Vereinheitlichung gedruckter Inkunabelkataloge. In: ZfB 93. 1979, S. 470–475.

Stadtlohn, Hermann von

(154 words)

Author(s): S. Corsten
† 1474 / 1475 in Paris, dt. Buchhändler. S. leitete seit 1470 die von Peter Schöf-fer in Paris unterhaltene Niederlassung seines Unterneh-mens. Der Agent war auch Faktor des geschworenen Univ.buchhändlers Jean Guymier und bereiste von Paris aus andere franz. Städte. Nach seinem Tode fiel das sehr wertvolle Bücherlager nach Fremdenrecht an die Krone. Schöffer und sein Geschäftsgenosse Konrad Henkis erreichten dank Empfehlungsschreiben prominenter Gönner eine Entschädigung. Eine Ordonanz von König…

Preßburg

(446 words)

Author(s): S. Corsten | M. Bohatcová | E. Frtmmová
(Bratislava) 1. Buchdruck. Die lokale Forschung hat drei unfirmierte Drucke, die 1477—1480 entstanden sind, einem in P. tätigen Wanderdrucker zuschreiben wollen. Es handelt sich um eine Ausg. des Confessionale von Antoninus Florentinus (GW 2108, dort wird Matthias von Olmütz als Urheber angenommen), die Vita beati Hieronymi des Laudivius Zacchia und um einen Ablaßbrief des Per Domherrn Johannes Han. Es ist jedoch dieser Umstand kein zwingendes Argument für den Druck am Ort. Wahrscheinlich sind die gen. Ink. in Buda entstanden. Nachdem P 1543 zur Hauptstadt Ungarns erhoben …

Kopf der Titelaufnahme

(131 words)

Author(s): S. Corsten
(der Einheitsaufhahme). Nach den Instruktionen für die alphabetischen Kat. der Preußischen Bibl.en (PI) werden in dem K. der für die Einordnung herangezogene Verf.name bzw. die sachlichen Ordnungswörter «ausgeworfen». Das hat in der «Kopfform» zu geschehen, d.h. in der für die Einordnung maßgeblichen Form, ohne Abkürzungen und in lat. Schrift. Die Regeln für die alphabetische Katalogisierung (RAK) sehen unter bestimmten Umständen vor, daß ein zusätzlicher Ordnungsblock (z.B. Einheits– oder Anset…

Quodlibet

(235 words)

Author(s): S. Corsten | H. Kieser
An den ma. Univ. gehörten neben den Vorlesungen («lectiones») Disputationen zum Lehrbetrieb. Diese gliederten sich in solche, deren Thematik vom Lehrplan vorgeschrieben war und «disputationes de quolibet», d. h. mit der Erörterung willkürlich gewählter Probleme. Diese an bestimmten Terminen, meist öffentlich abgehaltenen Disputationen wurden von einem Magister, dem Quodlibetar, geleitet, der das Ergebnis zusammenfaßte und häufig als Q. veröffentlichte. So ließ der in Köln lehrende Dominikaner Mi…

Heerstraten, Aegidius van der

(278 words)

Author(s): S. Corsten | A. Rouzet
† vor 23. 12. 1490 inLöwen, niederl. Drucker und Buchhändler. H. wurde 1478 bei der Fakultät für kanonisches Recht der Univ. Löwen immatrikuliert und scheint sich zunächst nur dem Buchhandel gewidmet zu haben. Er stand in geschäftlichen Beziehungen zu Rodolphus LoefFs de Driel, mit dem er zeitweise in Antwerpen ein gemeinsames Unternehmen betrieb. Nach Löwen zurückgekehrt, druckte H. 1485–1488 etwa 15 Werke in lat. Sprache, in erster Linie wohl für die Studierenden der Univ. bestimmt. Sein erste…

Weissenburger, Johann

(127 words)

Author(s): S. Corsten †
† 1536 in Passau, Geistlicher und Drucker. W. arbeitete 1501–1513 zunächst mit Nikolaus Fleischmann in Nürnberg zus. und brachte vor allem volkstümliche theologische und humanistische Lit. heraus. Er wechselte 1513 seinen Wohnsitz und nahm bis 1531 in Landshut an der Martinskirche ein geistliches Amt wahr. Dadurch war er für seine Tätigkeit als Drucker finanziell gesichert. Zu seiner Produktion gehörten amtliche Veröff. und theologische Streitschriften beider Seiten. Schließlich siedelte er nach Passau über, wo er 1534 nur noch ein einziges Werk veröffentlichte. S. Corsten † Bi…

Wolf (Wolff), Georg

(160 words)

Author(s): S. Corsten †
† 1500 in Paris, aus dem Badischen stammender dt. Drucker. W. setzte seine 1484 in Leipzig begonnenen Studien an der Sorbonne fort, wo er es bis zum Magister brachte. Er blieb der Pariser Univ. weiterhin eng verbunden und wurde 1490 zum Procurator der Dt. Nation gewählt (1494 Schatzmeister). W. druckte 1489–1492 für Ulrich Gering, in dessen Haus «Sub sole aureo» seine Pressen standen. Aus dieser Zusammenarbeit rührt u. a. ein «Breviarium Parisiense» vom 11. 5. 1492 (GW 5422). Er ging dann eine w…

Doppelte Schrift

(68 words)

Author(s): S. Corsten
heißt nach Haeblers Terminologie eine Drucktype des 15. Jh.s, wenn die Buchstaben, insbes. die Majuskeln, die zur Erkennung ihres Lautwerts erforderlichen Konturlinien in doppelter Form aufweisen. Das muß nicht für alle Buchstaben einer Schrift gelten. Doppelte Schrift. Majuskeln A bis L einer von Stefan Arndes, Lübeck, Ende des 15. Jh.s verwendeten Type. S. Corsten Bibliography Haebler, K.: Typenrepertorium der Wiegendrucke. Abt. 1. Halle 1905, S. xıx.

Schöffer, Peter, d. Ä.

(646 words)

Author(s): S. Corsten
* um 1430 in Gernsheim (bei Darmstadt), † zwischen 20. 12. 1502 und 8. 4. 1503 in Mainz. Nur durch eine heute verschollene Hs. ist belegt, daß S. 1449 in Paris als Schreiber tätig war. Seit 1452 war er zus. mit J. Gutenberg und J. Fust mit dem Druck der Bibel mit 42 Zeilen befaßt. In diesem Stadium dürfte die Buchdruckerkunst noch in vielen Einzelheiten und Verfahrensschritten der Verbesserung und Perfektionierung bedürftig gewesen sein. Die vor allem auf der in der Familie gepflegten Tradition …

Paralleltitel

(87 words)

Author(s): S. Corsten
sind nach den Regeln für die alphabetische Katalogisierung (RAK § 28,4) Fassungen des Haupttitels in anderen Sprachen oder Schriften. Sie werden von den Instruktionen für die alphabetischen Kataloge der Preußischen Bibl.en (PI) unter die Nebentitel gerechnet. P. können auf der Haupttitelseite oder an anderer Stelle des Buches zu finden sein. Bei Sachtitelwerken wird vom P. eine Nebeneintragung gemacht. Weist ein Werk mehrere P auf, sind bes. Regeln zu beachten. S. Corsten Bibliography Haller, K. / Popst, H.: Katalogisierung nach den RAK–WB. 5. Aufl. München usw. 1996.

Umfang

(89 words)

Author(s): S. Corsten
Unter U. eines Manuskriptes oder Buches wird die Zahl der zusammengehörigen Blätter oder Seiten verstanden. Sind diese gezählt, ist der U. unmittelbar an der letzten Ziffer abzulesen. Fehlt eine Zählung, muß der U. durch Nachzählen ermittelt werden. Beim Ms. ist die Zahl der Textseiten für die Höhe der Setz- und Druckkosten von Bedeutung (Abschätzen des Manuskriptes). Beim gedr. Buch gibt der U. zumindest eine ungefähre Vorstellung von der zur Verfügung gestellten Informationsmenge. Die meisten …

Verweisung

(163 words)

Author(s): S. Corsten †
Neben der Hauptaufnahme bzw. Haupteintragung kennen die dt. Regeln für die alpha-betische Katalogisierung verschiedene Arten der Verwei-sung, die dem leichteren Auffinden von Titeln im Kat. dienen. Sie können wegen ihrer Hilfsfunktion auf eine genaue Beschreibung verzichten. Neben der Form-verweisung, die in der Regel allg. ist, gibt es die auf die jeweilige Aufnahme bezogene Personal- und Inhaltsverweisung. Bei den Regeln für die alphabetische Katalogisierung (RAK) ist die a Nebeneintragung an …
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