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Your search for 'dc_creator:( "S. Corsten" ) OR dc_contributor:( "S. Corsten" )' returned 509 results. Modify search

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Scharteke

(96 words)

Author(s): S. Corsten
ist ein um 1540 bei Martin Luther und anderen belegter Ausdruck für das alte und wertlose Buch. Das Fremdwort stammt aus dem Lateinischen der Schüler und Studenten. Seine Etymologie ist umstritten. Als Erklärung kommen in Betracht u. a. das mittelniederdt. «scarteke» (für Urkunde) oder lat. «Chartae theca» (für Papierumschlag), d. h. die Bezeichnung des Einbandes ging auf das Buch über. S. Corsten Bibliography Kluge, F. / Götze, A.: Etymologisches Wb. der dt. Sprache. 15. Aufl. Berlin 1951, S. 653 ders./Seebold, E.: Etymologisches Wb. der dt. Sprache. 23. Aufl. Berlin / New…

Kerver, Thielman

(372 words)

Author(s): S. Corsten | K. Gutztner
1519/1522 in Paris, Buchhändler, Drucker und Verleger. Der aus Koblenz stammende K. ist seit 1497 in Paris als Verleger von anspruchsvoll ausgestatteten Stundenbüchern und Brevieren nachgewiesen, z. T. in Zusammenarbeit mit Georg Wolf. Er druckte aber auch selbst und war zeitweise für häufig wechselnde Auftraggeber tätig. Im Sommer 1500 wurde er zum vereidigten Buchhändler der Univ. Paris ernannt. Neben Li-turgica brachte er mehrere Dekretalen zum Corpus iuris canonici sowie Ausg. von Iustinians…

Lombarden

(175 words)

Author(s): S. Corsten
sind einfarbige, meist rote oder blaue Initialen von unzialem Schriftcharakter (Unziale), die in vielen Gebrauchshss. des 14. und 15. Jh.s wesentliche Textabschnitte bezeichnen. Wo sie in aufwendig hergestellten Hss. (z. B. Liturgica oder Bibeln) neben mehrfarbig angelegten Initialen Vorkommen, haben sie die niedrigste Ordnung der Gliederungshierarchie inne. Sie können da auch den Beginn einzelner Sätze, Gebete u.a.m. hervorheben und werden auch für Seitenüberschriften verwendet. In den Ink. kom…

Lichtenstein, Peter

(119 words)

Author(s): S. Corsten
Neffe und Geschäftsnachfolger des Druckers Hermann Lichtenstein. Seine Firma, die auch bei anderen Werkstätten drucken ließ (z. B. bei Johann Hamann und Jacobus Pentius), bestand in Venedig 1498 bis 1567, hat aber möglicherweise ihren Inhaber überlebt. L. spezialisierte sich nach 1500 auf den Druck von Liturgica (Brevieren und Meßbüchern) und leistete auf diesem Gebiet, dem sich auch andere venezianische Firmen mit Erfolg zuwandten, Großes. Sein Signet zeigt drei Himmelskugeln. S. Corsten Bibliography Bohatta, H.: Bibliographie der Breviere 1501—1850. Leipzig 1937 (N…

Thierhaupten

(112 words)

Author(s): S. Corsten
In dem 1022 wiedererrichteten Benediktinerkloster T. (südwestlich von Neuburg / Donau) begründete Abt Benedikt Gaugenrieder 1591 eine Drukkerei und vertraute sie dem vorher in Augsburg tätigen Josias Wörli an. Die Klosterdruckerei erhielt am 28. 8. 1594 ein kaiserliches Privileg. Wörli brachte ca. 40 Werke, meist religiösen Inhalts heraus. Als er am 10. 6. 1599 starb, wurde die Offizin stillgelegt. An der an T. vorbeifließenden Ach entstand 1609 / 1610 eine Papiermühle, die bis ins 19. Jh. existierte. Die hier geschöpften Papiere hatten das Wappen der Abtei als Wasserzeichen. S. Co…

Verfassernamen

(232 words)

Author(s): S. Corsten
Die V. spielen für die alphabetischen Kat. eine wesentliche Rolle. Die Regelwerke widmen ihnen darum ihre bes. Aufmerksamkeit. Grundsätzlich gilt, das alle in einer Bibl. vorhandenen Werke eines Autors unter demselben Verfassernamen, unabhängig von der Vorlagenform, eingeordnet werden. Die Instruktionen für die alphabetischen Kat. der Preußischen Bibl.en (PI) haben für die Ansetzungsformen zahlreiche Regeln und suchen dadurch möglichst jede Willkür auszuschlie-ßen. Der Name des Verf. wird «umges…

Sammelwerk

(320 words)

Author(s): L. Delp | S. Corsten
nach dt. Recht eine Sammlung von Werken oder anderen Beiträgen, die durch Auslese oder Anordnung eine persönliche geistige Schöpfung ist. Das S. genießt den Schutz des Urheberrechts wie ein selbständiges Werk, unbeschadet etwaiger Urheberrechte an den in das S. aufgenommenen Werken; denn ein S. kann auch urheberrechtlich nicht geschützte Beiträge enthalten (z. B. amtliche Werke, wie Gesetze oder Gerichtsentscheidungen; § 5 Urheberrechtsgesetz). Gegenüber dem Urheberrecht am S. ist das Recht am S. als Unternehmen selbständig. Es beruht auf der wirtschaftlic…

Rücktitel

(53 words)

Author(s): S. Corsten
heißt der auf der Rückseite einer geographischen Karte eingedr. oder aufgeklebte Titel, der bei der alphabetischen Katalogisierung ggf. zu berücksichtigen ist. S. Corsten Bibliography Instruktionen für die alphabetische Katalogisierung der Preußischen Bibl.en. 2. Ausg. Berlin 1915, Anlage VI § 1 Regeln für alphabetische Katalogisierung. Bd. 4: Sonderregeln für kartographische Materialien. Berlin 1983.

C. W.-Drucker

(79 words)

Author(s): S. Corsten
war 1473/1474 in Straßburg tätig und arbeitete mit einer Letter, die der Type 1 Anton Kobergers sehr ähnelt. Das Monogramm erscheint lediglich in dem «Liber bibliae moralis» des Petrus Berchorius, der am 7. 10. 1474 vollendet wurde (GW 3863). Unter Berücksichtigung der Tatsache, daß sich der Drucker ausdrücklich als Straßburger Bürger bezeichnet, hat man ihn mit Clas Wencker oder Conrad Wolfach identifizieren wollen. Er hat ausschließlich theologische Fachlit. herausgebracht. S. Corsten Bibliography Geldner Bd. 1, S. 65.

Blandin, Richard

(220 words)

Author(s): S. Corsten
Buchdrucker des 15. Jh.s in Paris. In der Schlußschrift eines «Vocabularius juris utriusque» vom 31. 10. 1476 (Cop. 6355) wird B. zus. mit Ludovicus Symoneli und Johannes Symon genannt. Die Werkstatt der Genossen war im Haus «Zum grünen Blasebalg» («sub intersignio follis viridis»), nahe dem Dominikanerkloster, in der Rue St.-Jacques («infra sanctum Benedictum et Predicatores») untergebracht. Es wurde eine eigenwillige Antiqua-Letter, in deren Minuskeln gotische Buchstaben eingestreut sind, verw…

Missalschrift

(199 words)

Author(s): S. Corsten
heißt schon bei den Zeitgenossen die für liturgische Bücher (insbes. Missale und Psalterien) am Ende des MA verwendete Sonderform der Textura. Sie weist alle Eigentümlichkeiten der gotischen Buchschrift (Brechung der Rundungen, zahlreiche Ligaturen, Vertikalprinzip, Grauton des Gesamtschriftbildes, Überwiegen der Minuskeln) bis zur letzten Konsequenz auf. Wegen der Gewichtigkeit der liturgischen Texte, aber auch aus praktischen Gründen haben die M.en einen großen Grad. Das den liturgischen Vorsc…

Ordnungswor

(245 words)

Author(s): S. Corsten
Die Instruktionen für die alphabetischen Kat. der preußischen Bibl.en (PI) sprechen von O. nur im Singular. Sie verstehen darunter in Titeln, die in gewöhnlicher Form vorliegen, «das erste nicht in attributivem oder adverbiellem Verhältnis stehende Substantiv oder substantivisch gebrauchte Wort (Substantivum regens) (§ 187) . Für die Feinordnung der Sachtitel sind gemäß § 198 der PI die «übrigen wesentlichen Wörten) heranzuziehen. Was zu diesen gehört und in welcher Reihenfolge sie berücksichtig…

Schöffer, Ivo

(148 words)

Author(s): S. Corsten
* um 1500 in Mainz, † vor 23. 9. 1555 ebd., dt. Druckerverleger. S. studierte an der Univ. Leipzig (Immatrikulation Sommersemester 1522) und war seit 1540 Eigentümer des Hofes «Zum Humbrecht» in Mainz. Bereits 1531 übernahm er das Unternehmen seines Onkels Johann Schöffer. Er bemühte sich, es in überkommenem Stil und Umfang weiterzuführen, war privilegierter Reichsdrucker und arbeitete für den kurfürstlichen Hof, das Domkapitel und die Univ. Mainz. Sein Verlagsprogramm umfaßte klassische und hum…

Datierung in Frühdrucken

(665 words)

Author(s): S. Corsten
Wie es in manchen Hss. bereits üblich war, enthalten viele Ink. und Frühdrucke, meist in der Schlußschrift, mehr oder weniger ausführliche Zeitangaben, die i. d. R. für die Fertigstellung des Buches gelten. Bei der diplomatisch getreuen Beschreibung wird das Datum in der vorliegenden Form übernommen und nötigenfalls aufgelöst, d. h. in die heutige Zeitrechnung übertragen. Indem grundsätzlich die Jahresangaben so, wie sie in der Vorlage stehen, übernommen werden, werden dem Bibliographen schwieri…

Mayr, Benedikt

(129 words)

Author(s): S. Corsten
1480—1482 in Passau wirkender Drukker, der mit drei Texttypen und einer Auszeichnungsschrift u.a. einige für den Tagesgebrauch bestimmte Texte (ein Protestschreiben des Domkapitels gegen den soeben neugewählten Passauer Bischof, einen Ablaßbrief, zwei Almanache) druckte. Mit einer aus Venedig stammenden Breviertype vollendete er am 6. 8. 1481 ein «Breviarium Pataviense» (GW 5424). Im folgenden Jahr tat er sich mit Konrad Stahel aus Blaubeuren und schließlich mit Johann Alakraw zusammen. WährendS…

Imperial

(86 words)

Author(s): S. Corsten
1. Schon für das 14. Jh. in Bologna belegte Bezeichnung für das größte Papierformat, das nach den ältesten Angaben ein Maß von 50x74 cm hatte. Der Fachausdruck wurde von den Druckern übernommen. In moderner Zeit wird unter I. ein hauptsächlich für Geschäftsbücher verwendetes Großformat von 57 x 78 cm verstanden. 2. Alte Benennungen einer großen Titelschrift von ca. 108 Punkt nach dem Didotsystem. S. Corsten Bibliography Neubürger, H.: Encyklopädie der Buchdruckerkunst. Leipzig 1844 (ND Leipzig 1984), S. 118–119 Geldner, F.: Inkunabelkunde. Wiesbaden 1978, S. 24–25

Schmuck (Schmück), Michael

(93 words)

Author(s): S. Corsten
* 1535 in Suhl (Thüringen), † 6.10.1606 in Schmalkalden, Buchdrucker. S. lernte den Buchdruck in Leipzig bei Valentin Geißler, ließ sich 1557 an der Univ. Würzburg immatrikulieren und trat 1561 als Geselle in das Unternehmen von Hans Rambau in Leipzig ein. Er übernahm die Offizin seines Prinzipals und ließ sich 1564 in Schmalkalden (am Thüringer Wald) nieder. Nach seinem Tode ging die Offizin an seinen Sohn Sebastian († 1621) über, der sie nach Schleusingen verlegte und 1615 an seinen Halbbruder Vincent abtrat. S. Corsten Bibliography Benzing S. 409 und 411.

Haebler, Konrad

(638 words)

Author(s): S. Corsten
* 29. 10. 1857 in Dresden, † 13. 12. 1946 in Dorf Wehlen/Sachsen, dt. Bibliothekar und Buchforscher. Nach philologischen und historischen Studien trat H. 1879 als Wiss. Hilfsarbeiter bei der Kgl. Bibl, in Dresden ein, 1907 wurde er an die Kgl. Bibl, in Berlin berufen, wo er bis 1921 (seit 1914 als Direktor der Hss.abt.) tätig war. H. beschäftigte sich seit seiner Diss. (1882) bevorzugt mit der Gesch. Spaniens und legte bald den Schwerpunkt seiner Forschungen auf wirtschaftsgeschichtliche Fragen.…

Paulus de Colonia

(55 words)

Author(s): S. Corsten
dt. Buchdrucker in Sevilla, der zus. mit drei Kunstgenossen 1490- 1493 das Gemeinschaftsunternehmen «Cuatro Compañeros Alemanes» betrieb, aus dem vor allem Drucke in span. Sprache hervorgegangen sind. Nach dem Ausscheiden des P arbeiteten die übrigen Gesellschafter in deutlich begrenztem Umfang noch einige Jahre weiter. S. Corsten Bibliography Geldner Bd. 2, S. 280-282.

Formverweisung

(137 words)

Author(s): S. Corsten
Die dt. Regelwerke für die alphabetische Katalogisierung kennen den Begriff F. nicht; dennoch spielt die Verweisung von den verschiedenen Formen des Namens einer Person oder einer Körperschaft, eines sachlichen Ordnungswortes oder eines Titels auf die für die Einordnung herangezogene Form eine große Rolle. Die Abweichungen von dieser können orthographischer und sprachlicher Natur sein. Dem Benutzer wird dadurch zielloses, langwieriges Suchen erspart. Die F. ist i.d.R. eine allg. Verweisung, d.h.…
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