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Your search for 'dc_creator:( "B. Bischoff" ) OR dc_contributor:( "B. Bischoff" )' returned 47 results. Modify search

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B

(254 words)

Author(s): B. Bischoff
Zweiter Buchstabe des lat. Alphabets, dem Beta der griech. Schrift entsprechend, fehlt als Laut und Buchstabe im Etruskischen (A), wurde aber aus einem westgriech. Alphabet zur Ergänzung in das lateinische übernommen. In der Inschriftenschrift erhielt er in der Kaiserzeit die klassische Ausformung des lat. Großbuchstabens. In der kalligraphischen Schreibschrift (Capitalis) bestand er aus zwei in rechtem Winkel zueinander stehenden Geraden und zwei Bögen. Bei der Kursivierung wurden beide Gruppen…

J

(169 words)

Author(s): B. Bischoff †
die durch Ausgliederung der Verwendung als Halbvokal aus der gemeinsamen Schreibung I entstandene, verselbständigte Nebenform. Wie unter «I» ausgeführt, ist im ma. Kanon der Beneventana und in der westgotischen Schrift dieser Funktion des I durch den geregelten Gebrauch der «i longa» Ausdruck gegeben worden. Aber noch im Spät-MA und im 16. Jh. sind ein großes I, normales i und ein nach unten verlängertes j ohne Unterscheidung am Wortanfang geschrieben worden; in Deutschland wurde für den Halbvok…

Frühkarolingische Minuskel

(128 words)

Author(s): B. Bischoff
älteste Form der karolingischen Minuskel. Da die neue Minuskel des späten 8. und des frühen 9. Jh.s an verschiedenen Orten zwar aus verwandten Tendenzen, aber aus sehr verschiedenen Vorstufen entstanden ist, scheint es gerechtfertigt, die Bezeichnung «F. M.» auf die Mehrzahl der Minuskelschriften der 1. Generation der Reform (ca. 780 bis ca. 815) anzuwenden, in deren rundlichen Schriften noch etwas vom kursiven Duktus der vorausgegangenen Zeit nachwirkt. Beispiele sind: die Minuskel Godescalcs u…

eN-Typ

(70 words)

Author(s): B. Bischoff
eine durch wenige Hss. belegte Minuskelprägung der zweiten Hälfte des 8. Jh.s aus Corbie, mit vergrößertem e und dem N der Halbunziale; der im Duktus spürbare insulare Einfluß zeigt sich auch in den Formen von a und y. B. Bischoff Bibliography Lowe, E. A.: Codices Latini Antiquiores. Bd. 6. Oxford 1953, S. xxivf. Bischoff, B.: Paläographie des römischen Altertums und des abendländischen Mittelalters. 2. Aufl. Berlin 1986, S. 144.

Frühgotische Minuskel

(129 words)

Author(s): B. Bischoff
Unter dieser Bezeichnung lassen sich verschiedene Schriften des späten 11. und besonders des 12. Jh.s zusammenfassen, die einzelne Errungenschaften der späteren Gotisierung oder diese vorbereitende Schritte zeigen. So ist die «gotische» Schaftbrechung seit etwa 1050 bei der (anglo)-normannischen Minuskel zu beobachten. Eine wirksame Straffung und Vereinheitlichung verband sich auch in Deutschland damit, daß alle Buchstaben außer g, j, p, q, y auf der Zeile stehen, und, weiter, alle geraden Schäf…

Dubrowsky, P. P.

(94 words)

Author(s): B. Bischoff
(1754–1816), russ. Bibliophile. Als Angehöriger der russ. Botschaft in Paris konnte er einen enormen Bestand von wertvollen Text- und Miniaturenhss. und historischen Archivalien aus klösterlichen, königlichen und privaten Slg. in seinen Besitz bringen, darunter einen großen Teil der 1791 gestohlenen Hss. aus Saint-Germain (vorher Corbie). 1805 wurde die Slg. von Alexander I. als Grundstock einer Hss.-Sammlung der kaiserlichen Bibl, in St. Petersburg angekauft (heute Salty ko v. -Scedrin-Bibl., Leningrad). B. Bischoff Bibliography Voronova, T. P. in: Knigi, Archivy, Av…

Lindsay, Wallace Martin

(133 words)

Author(s): B. Bischoff
12. 2. 1858 in Pittenweem (Schottland), 21. 2. 1937 in St. Andrews. Klassischer Philologe und Paläograph. Er studierte in Oxford und Leipzig und wurde 1899 Professor in St. Andrews. Unter dem Eindruck der neuen Erkennmisse Ludwig Traubes über den Wert der Paläographie für die Textkritik und Überlieferungsgesch. wandte er sich der systematischen Erforschung der Abk. zu; in vieljähriger Ar beit entstand auf Grand der Untersuchung von nahezu tsd. vorkarolingischen und karolingischen Hss. die Slg. d…

Farfa-Typ

(136 words)

Author(s): B. Bischoff
eine im 11. und im frühen 12. Jh. verbreitete Sonderform mittelital. Minuskel, deren eines Zentrum das Reichskloster Farfa war, die aber auch in und um Rom, selbst im Umkreis der Kurie, gebraucht wurde (auch «Minuscola romana», «Romanesca»). Mit ihrer Schrägstellung und einer gewissen Eckigkeit, mit der die Betonung runder Formen kontrastiert (d, g), mit der Neigung, die Schäfte mit Füßchen zu versehen, fallt sie aus der ital. Entwicklung heraus. Ob eine Übertragung süddt. Formen, mit denen eine Ähnlichkeit besteht, angenommen werden kann, ist noch nicht geklärt. B. Bischoff Biblio…

Lettera mercantesca

(93 words)

Author(s): B. Bischoff †
eine vereinfachte, in voller Ausnützung der Schleifen ohne Absetzen im Wort zu schreibende Kursive. Sie entstand in Anlehnung an die Cancelleresca und kam dem wachsenden Bedarf nach schriftlicher Aufzeichnung, Korrespondenz und Rechnungsführung im ital. Wirtschaftsleben entgegen. Im frühen 14. Jh. in Florenz entstanden, verbreitete sie sich über ganz Italien, wo sie bis ins 16. Jh. im Gebrauch blieb. Ihre Anwendung war praktisch auf das Ital. begrenzt; nur ausnahmsweise wurde sie für lit. Werke benützt.…

F

(167 words)

Author(s): B. Bischoff
sechster Buchstabe des lat. Alphabets. In seiner Form, mit zwei Querstrichen, und seiner Stellung im Alphabet entspricht es dem griech. Digamma (v-Laut, dieser im Lat. durch V ersetzt). Wie in den ältesten etruskischen Inschriften — hier trat später ein neues Zeichen an die Stelle — wurde zur Bezeichnung des F-Lauts zunächst ein Zeichen für H hinzugefügt (FH), aber frühzeitig weggelassen. In der klassischen Capitalis wurde es, wohl zur deu…

D

(223 words)

Author(s): B. Bischoff
vierter Buchstabe des lat. Alphabets. Das griech. Delta, das im Etruskischen keine Entsprechung hat, übernahmen die Römer aus einem westgriech. Alphabet in abgerundeter Form. In der klassischen Gestaltung der Inschriften traf der rechte, voll ausholende Bogen oben und unten in rechtem Winkel den linken Schaft. Die kalligraphische Schreibschrift (Capitalis) verlangte eine Ausführung in drei Strichen, dem Schaft, einer Basis in rechtem Winkel dazu und dem Rest des Bogens. Bei kursivem Schreiben wu…

Faliskische Schrift

(93 words)

Author(s): B. Bischoff
die Schrift der Einwohner der in Südetrurien gelegenen Stadt Falerii, die 241 v. Chr. von den Römern zerstört und verlegt wurde. Wie die faliskische Sprache zum Lat. nahe Beziehungen aufweist, so auch die F. zum archaischen römischen Alphabet. Es fehlt das B, das als Laut vermutlich nicht gebraucht wurde. Z und T scheinen vom Etruskischen beeinflußt. Die F. ist fast nur linksläufig überliefert. B. Bischoff Bibliography Jensen, H.: Die Schrift in Vergangenheit und Gegenwart. 2. Aufl. Berlin 1958, S. 489–490 und Abb. 499 Giacomelli, G.: Lingua Falisca. Firenze 1963, S. 29–39

Glossa ordinaria

(98 words)

Author(s): B. Bischoff
Diese aus Interlinear- und Marginalglossen bestehende Bibelkommentierung ist eine schulmäßige Zusammenfassung der älteren und frühscholastischen Exegese. Sie ist im wesentlichen das Werk der Brüder Anselm ( 1117) und Radulf (1131) von Laon. Bis zum Ende des Mittelalters stand sie in allgemeinem Gebrauch, freilich oft unter dem Namen des Walahfrid Strabo ( 849), der darin benützt ist (so auch in GW 4282–4284). Ein ungenügender Nachdruck bei Migne, PL 113/114. B. Bischoff Bibliography Smalley B.: The Study of the Bible in the Middle Ages. Oxford 1952, S. 46–66 Riedlinger H. in: Lex.…

Folium

(70 words)

Author(s): B. Bischoff
roter Farbsaft in verschiedenen Nuancen, der in der frühma. Buchmalerei statt echten Purpurs verwendet wurde. Er wurde aus den Früchten oder auch aus den ganzen Pflanzen von Chrozophora tinctoria oder Croton tinctorium, Krebskraut, gewonnen. Die Zubereitung und Anwendung beschreibt Theophilus presby-ter (Roger von Helmarshausen) in der «Diversarum ar-tium schedula» (1,33). B. Bischoff Bibliography Roosen-Runge, H.: Farbgebung und Technik friihma. Buchmalerei. Bd. 2. Berlin 1967, S. 34–37, vgl. S. 27

Chartae Latinae Antiquiores (ChLA)

(87 words)

Author(s): B. Bischoff
die von A. Bruckner und R. Marichal begonnene monumentale Slg. aller nichtlit. lat. Schriftdenkmäler auf Papyrus und Pergament bis 800 mit originalgroßem Faks., Transkription, diplomatischem und inhaltlichem Kommentar. Das Werk (Olten/Lausanne 19 5 4 ff –; Zürich 1975ff., bisher 19 Bde.) liefert durch die vollständige Erfassung der lat. Papyri aus dem Orient bes. für die Zeit vom 1. Jh. v. Chr. bis zum stärkeren Einsetzen der lit. Hss. für die lat. Schriftgesch. die unentbehrliche Ergänzung zu den Codices Latini Antiquiores. B. Bischoff

C

(115 words)

Author(s): B. Bischoff
Dritter Buchstabe des lat. Alphabets. Das griech. Vorbild, das wahrscheinlich über etruskische Vermittlung in die lat. Schrift übernommen wurde, war die einfach winklige oder zu einem offenen Bogen abgerundete Form des Gamma, des dritten Buchstabens des griech. Alphabets, die im Etruskischen wie k gesprochen wurde. Im Lat. wurde C zunächst für die Laute g und k verwendet, soweit für letzteren nicht K gebraucht wurde; dadurch erklären sich die alten Kürzungen C = Gaius, CN Gnaeus…

Codices Latini Antiquiores (CLA)

(96 words)

Author(s): B. Bischoff
VON E. A. LOWE geplant und seit 1934 hrsg., ist ein umfassender paläo kat. der lat. lit. Schriftdenkmäler auf papyrus und pergament bis 800 (12 Bed. Oxford 1934 — 1971; Bd. 2. 2. Aufl. 1972); er umfaßt 1811 Nummern. Eine Fortsetzung von B. Bischoff und V. Brown, Addenda zu CLA. in: Mediaeval studies 47. 1985, s. 317 — 366. 18 Taf., führt die Reihe bis Nr. 1865. Chartae Latinae Antiquiores B. Bischoff Bibliography Julian Brown, E. A. Lowe, and Codices Latini Antiquiores. In: Scrittura e Civi…

Comite International de Paléographie

(171 words)

Author(s): B. Bischoff
Vereinigung der auf dem Gebiet der abendlandischen Palaogräphie aktiven Wissenschaftler. Das Comite wurde 1953 in Paris auf die Initiative von Charles Samaran († 1982) unter intern. Beteiligung gegr. Neben dem Meinungsaustausch soil es der Bewältigung übernationaler Aufgaben dienen; von diesen wurden 1953 beschlossen: I. ein (polyglottes) Repertorium der Fachsprache, 2. die Schaffung einer einheitlichen Nomenklatur der Schriften (9.…

K

(162 words)

Author(s): B. Bischoff
der zehnte Buchstabe des lat. Alphabets. Durch die wahrscheinlich aus dem etruskischen Alphabet erfolgte Übernahme wurden dem Lat. c (aus griech. Gamma) und k (aus griech. Kappa) vermittelt. Während ersteres zunächst für den k-Laut vor e und i, letzteres vor a gebraucht wurde, ging auch diese Verwendung später auf c über; k wurde auf kalendae (und Ableitungen) und den seltenen Bei– und Vornamen Kaeso beschränkt. Seinen Platz im Alphabet verlor es nicht, aber al…
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