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Your search for 'dc_creator:( "Sparn, Walter" ) OR dc_contributor:( "Sparn, Walter" )' returned 31 results. Modify search

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Endzeit

(893 words)

Author(s): Sparn, Walter
Der Glaube, dass man in der E. lebe, weil »dieser Welt« ihr Ende bevorstehe, prägte die Nz. bis ins 18. Jh. (Weltbilder). Seine religiöse Grundlage war die Annahme der christl. Apokalyptik, dass mit Jesus Christus die Heilsgeschichte an ihr Ziel gekommen sei. Die Zeit »nach Christus«, d. h. zwischen seinem Kommen und seiner Wiederkunft zum Weltgericht und zur universalen Aufrichtung des Reiches Gottes in einer neuen Welt (Eschatologie), ist danach eine letzte Zeit, die »E.« des alten Äon. Schon im Urchristentum musste die ursprüngliche Vorstellung, dass…
Date: 2019-11-19

Mystik

(3,613 words)

Author(s): Sparn, Walter | Leppin, Volker | Bryner, Erich | Grözinger, Karl Erich
1. EinleitungM., ein aus dem 17. Jh. datierender Allgemeinbegriff, hat sich allen religionswiss. und -psychologischen Definitionsversuchen des 19. und frühen 20. Jh.s entzogen [1]; [3]; [5]. Die neuere Forschung gebraucht ihn daher nur als heuristischen Begriff für sehr unterschiedliche, jeweils bestimmten kulturellen und sozialen Kontexten zugehörige Phänomene intensiver individueller Erfahrung der Verbindung oder Vereinigung (lat. unio mystica) mit dem Gott, dem Göttlichen, dem Heiligen usw. Diese Phänomene sind niemals unmittelbar zugänglich, da…
Date: 2019-11-19

Jesus Christus

(4,219 words)

Author(s): Sparn, Walter
1. Allgemein »J. Ch.« ist ursprünglich kein Name, sondern das Bekenntnis, dass J. von Nazareth der Christós (griech. »Gesalbter«, Messias) Gottes sei. Als solcher war J. Ch. in der europ. Nz. eine maßgebliche Figur religiöser und kultureller Orientierung. Sie erfuhr jedoch tiefgreifende Veränderungen, die zugleich Indikatoren einer Ablösung von der fraglosen Autorität der christl. Tradition zugunsten der eigenständigen, kritisch modifizierenden Rezeption waren. Der Glaube, dass ein irdischer Mensch in seinem Leben und Sterben die Gegenwart Gottes selbst verkörpert ha…
Date: 2020-11-18

Musik, kirchliche

(6,120 words)

Author(s): Kremer, Joachim | Sparn, Walter | Fischer, Michael | Petzoldt, Martin | Totzke, Irenaeus
1. Allgemein Unter K. M. oder Kirchenmusik (= Km.) versteht man alles, was innerhalb christl. Kirchen an M. erklingt. Dieses rein funktionale Verständnis beschreibt keine musikal. Gattungen oder stilistischen Kennzeichen. Die Vielzahl musikal. Erscheinungsformen der kath. (s. u. 5.2.), evang. (s. u. 5.3.) und orth. Kirchen (s. u. 5.4.) steht einer absoluten und zeitlosen Beschreibung entgegen. Dies löst auch der Begriff »geistliche M.« nicht auf, weil diese nicht zwingend liturgischer Art sein muss. Der Begriff »religiöse M.« trägt seit der Überhöhung…
Date: 2019-11-19

Christologie

(2,758 words)

Author(s): Sparn, Walter
1. BegriffDas im 17. Jh. geprägte theologische Kunstwort Ch. bezeichnet die normative Reflexion (Dogma) der Person und des Wirkens Jesu Christi und dessen fortdauernder religiöser Bedeutung. Dieses intellektuelle Christusbild der Ch. ist eines unter mehreren, denn die Christusfrömmigkeit fand ihren Ausdruck stets auch in symbolischen, literarischen, bildnerischen, musikalischen und theatralischen Formen; trotz wechselseitiger Beeinflussung gingen diese Christusbilder (Jesus Christus; Ikonographie) jedoch keineswegs immer konform m…
Date: 2019-11-19

Unendlichkeit

(3,059 words)

Author(s): Sparn, Walter | Scholz, Erhard
1. Metaphysik1.1. Begriff und VorgeschichteDer Begriff der U. (engl. infinity, franz. infinité) wird häufig uneigentlich (metaphorisch) für sehr große oder unbekannte Größen verwendet (»unendliche Tiefe des Meeres«), sodass der eigentliche Gebrauch in den Hintergrund tritt. »Das Unendliche« (= Unendl.; lat. infinitum, griech. ápeiron, »das Grenzenlose«, »Unbestimmte«) im eigentlichen Sinne ist jedoch seit den Anfängen der griech. Philosophie ein präziser, dem »Endlichen« konstrastierter math. und metaphysischer Begriff; unklar war allerdings oft, wie sic…
Date: 2019-11-19

Kirchenjahr

(2,512 words)

Author(s): Grethlein, Christian | Sparn, Walter | Petzolt, Martin | Bärsch, Jürgen
1. EinleitungDer Begriff K., wohl erstmals in der Postille des lutherischen Pfarrers Johannes Pomarius (Magdeburg 1585) bezeugt (s. u. 4.1.), bezeichnet den Jahreslauf der christl. Feste und Feiertage. Im Rhythmus von Woche und Jahr feiert die Kirche das Gedächtnis Jesu Christi (Herrenjahr) [1], wobei der Feier der Heiligengedenktage (Namenstag) sekundäre Bedeutung zukommt (Heiligenjahr).Kern und »Ursprung« ist der Sonntag, an dem in der Feier der Eucharistie (Gottesdienst) des zentralen Ostergeschehens gedacht wird (Wochenostern). Seine weitere Ausprägung erfu…
Date: 2019-11-19

Prädestination

(1,920 words)

Author(s): Sparn, Walter
1. Begriff, Motive, ProblemkonstellationP., die göttliche ›Vorherbestimmung‹ von Menschen zum ewigen Heil, war ein für die Theologie, aber auch für die Metaphysik der Frühen Nz. zentraler Begriff, der jedoch seit der Aufklärung radikaler Kritik verfiel. Er wurde nach biblischen Vorgaben (Röm 8,29 f.; Eph 1,5) von Augustinus ( De praedestinatione sanctorum, 428/29) gebildet. Über die bereits stoische Annahme der providentia (›Vorsehung‹), d. h. der Lenkung der Welt im Ganzen durch einen Gott, hinausgehend reflektierte die P.-Lehre die Gewissheit der Chr…
Date: 2019-11-19

Fundamentalismus

(1,225 words)

Author(s): Graf, Friedrich Wilhelm | Sparn, Walter
1. BegriffF. ist ein Begriff aus der Zeit der nordamerikan. Religionskämpfe des frühen 20. Jh.s. Für die Nz. hat er insoweit Bedeutung, als die Erschließung von spätmodernen Religionskonflikten dazu beitragen kann, die für die nzl. Gesellschaften Europas typischen religiösen Auseinandersetzungen, konfessionellen Antagonismen und dogmatischen Kontroversen über religiöse Identitäts-Konstruktionen neu zu verstehen.Der Begriff F. wurde im Kontext der religionspolitischen Kämpfe zwischen konkurrierenden Gruppen im Protestantismus der USA um 1920 gebildet. Zunehme…
Date: 2019-11-19

Metaphysik

(3,122 words)

Author(s): Sparn, Walter | Schmidt-Biggemann, Wilhelm
1. DefinitionM. (mittellat. metaphysica, von griech. ta metá physiká, »das, was [im Kanon der aristotelischen Lehrbereiche] nach der Natur kommt«) ist der seit der Antike überlieferte Name für eine theoretische Disziplin, die sich nicht mit einzelnen Gegenständen als solchen befasste, sondern mit allem, insofern es ist und (daher auch) gedacht werden kann: dem Sein alles Seienden. Die M. galt daher seit Aristoteles als »Erste Philosophie«, d. h. als Leitdisziplin der Wissenschaft überhaupt. Zu den Themen der M. gehörte nicht nur das Sein der Dinge der Welt u…
Date: 2019-11-19

Fortschritt

(2,025 words)

Author(s): Sparn, Walter | Walther, Gerrit
1. BegriffDas um 1770 aus dem franz. progrès gebildete Wort »F.« bezeichnet wie dieses und seine Äquivalente (engl. progress, improvement, advancement; ital. progresso) die spezifisch nzl. Auffassung geschichtlicher Bewegung und Veränderung im Unterschied zu älteren Bewegungsbegriffen wie »Weg«, »Wachstum« oder »Entwicklung«. Zwar können auch schon die lat. Wortwurzeln (lat. progressus, profectus, processus) die Veränderung der Dinge hin zum Besseren bedeuten; das an kosmischen Zyklen orientierte Weltbild der Antike, aber auch die christl. Vorst…
Date: 2019-11-19
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