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Your search for 'dc_creator:( "Gierl, Martin" ) OR dc_contributor:( "Gierl, Martin" )' returned 25 results. Modify search

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Schriftlichkeit

(5,569 words)

Author(s): Zimmermann, Clemens | Hiller, Marion | Gierl, Martin
1. Schriftlichkeit und Mündlichkeit: Definition und CharakterisierungUnter Sch. werden alle Formen des Schrift-Gebrauchs, der Produktion und des Lesens gedruckter und ungedruckter Texte verstanden. Unter Mündlichkeit (= M.) bzw. Oralität werden alle Formen mündlicher Kommunikation gefasst, die ebenfalls durch grundsätzliche Eigenschaften und Potentiale charakterisiert sind.Das ältere kulturanthropologische Paradigma hob darauf ab, dass die Erkenntnis von Vergangenem, eine sichere Speicherung von Informationen und Wissen (s. u. 4.), die p…
Date: 2021-07-26

Wissensorganisation

(5,688 words)

Author(s): Gierl, Martin
1. Gegenstand der KulturwissenschaftParallel zur Technisierung der Gesellschaft und ihrer elektrischen, elektronischen, dann digitalen Kommunikationsapparate sowie angesichts von big science im 20. Jh. und der immer augenscheinlicher werdenden Arbeitsteilung in der Wissensproduktion hat sich die Frage der W. zu einem zentralen Thema der Kulturwissenschaften entwickelt. In den 1920er Jahren suchte Karl Mannheim mit der Wissenssoziologie der »Seinsverbundenheit« des Wissens und dem Ideologischen im Falschen nachzugehen [29]. In den 1930er Jahren interpretierte Ludwi…
Date: 2021-07-29

Intellektuelle

(858 words)

Author(s): Gierl, Martin
1. Begriffsentwicklung und CharakteristikDer Begriff I. (von lat. intellectualis, »geistig«) entstammt der politischen Öffentlichkeit des ausgehenden 19. Jh.s. Mit dem sozialen, kulturellen wie politischen Fremd- und Selbstbild einer wachsenden akademisch gebildeten Schicht korrespondierend, wurde die Figur des I., der Autonomie und Autorität zur Anwaltschaft des Allgemeinen verbindet, am Beginn der Moderne zur Inkarnation westl. Individualitäts-Ideologie. Der Begriff – wie andere nach Universalität strebende Leitbilder enthistorisiert – wird mitt…
Date: 2019-11-19

Verein

(4,719 words)

Author(s): Gierl, Martin
1. Begriff und ForschungsgeschichteV. bezeichnet eine formalisierte freiwillige Vereinigung, d. h. Privatgesellschaft. Im weiten Sinn der Assoziation (= Ass.) lassen sich dem Vereinswesen (= Vw.) der Nz. eine Vielzahl zeittypischer Formen zurechnen: Bruderschaften, Bünde, Landsmannschaften, Sekten, Konventikel (Collegium 3.), Sodalitäten, Sozietäten, Gesellschaften, Gemeinschaften, Klubs, Kasinos und Unitäten; darüber hinaus an seinem nicht statuarischen Rand Salons, Zirkel und Kreise; an seiner staatsoffiziösen Seite Akademien, Gewer…
Date: 2019-11-19

Rezension

(945 words)

Author(s): Gierl, Martin
1. Grundlagen Wissens-Produktion und -verwaltung entwickelten sich in der Nz. zur zunehmend systematisch publizierenden Gelehrtenrepublik des 17./18. Jh.s und dann zur fachfokussierten modernen Wissenschaft. Ein wesentlicher Träger des universell verfügbaren, detailliert geordneten und permanent ergänzten Wissens war das R.-Wesen. Die nzl. Gelehrsamkeit organisierte sich wie andere überörtliche Sozialverbände über systematisierten Informationsfluss – über Berichte zum Geschehen vor Ort für die Mitglieder außerhalb und zu äußeren Ereig…
Date: 2019-11-19

Gelehrtenrepublik

(1,162 words)

Author(s): Gierl, Martin
1. BegriffAls Kernbestand utopischen Denkens (Utopie) und Spiegel der sozialen wie politischen Institutionalisierungsprozesse der vordringenden schriftbasierten Wissenskultur zählt die G. zu den zentralen, epochendefinierenden Konzepten der Nz. Der Begriff ist die dt. Entsprechung zu lat. res publica li(t)teraria (engl. republic of letters; franz. république des lettres) und bezeichnet das Gefüge öffentlicher gelehrter Schriftlichkeit; dabei standen von Anfang an wesentlich die Produzentengemeinschaft, die Produktionsweisen und die Verwaltung von…
Date: 2019-11-19

Wissenschaft

(1,837 words)

Author(s): Gierl, Martin
1. BegriffWie »die Geschichte« und »die Forschung« entstand der Singularbegriff »die W.« im Sinn einer allumfassenden Einheit erst am Ende des 18. Jh.s; im 19. Jh. folgten »Naturwissenschaft« und mit entsprechender Begriffsverengung engl. science [10. 10, 30]. Bis ins 17. Jh. bildete die Unterscheidung zwischen lat. scientia (die Kenntnisse zu einem Gegenstandsbereich, das Kennen) und ars (»Kunst«, »Kompetenz«, »Können«) die wesentliche Einteilung des Wissens. Im 18. Jh. ordnete man den W. im Sinn von Kenntnisbereichen Hilfs-W. zu, so der Geschichte etwa…
Date: 2021-07-29

Forschung

(3,968 words)

Author(s): Walther, Gerrit | Gierl, Martin
1. Allgemein 1.1. BegriffFür das Streben, das vorhandene Wissen gezielt zu erweitern, gab es in der Nz. auffällig viele Bezeichnungen. Neben den gebräuchlichen lat. Begriffen explorare (»erkunden«), scrutari (»ergründen«), experiri (»erproben«) und probare (»ausprobieren«) nannten Enzyklopädien des 17. Jh.s etwa lat. aucupari, ( per) contari, requitare, rogitare, ( in) vestigare, quaerere, inquirere, sciscere, ( sci) scitari. Wer dergleichen tat, war ein scrutator, percontator, rimator, ( in) vestigator oder in- bzw. perquisitor. Aus diesen Begriffen entstanden E…
Date: 2019-11-19

Preisfragen

(867 words)

Author(s): Gierl, Martin
1. AllgemeinAkademische P. zählten zu den wesentlichen Diskursinstrumenten der Aufklärung. Mit ihrer Verbindung von Publizität, Autorität und systematisierter Wissensorganisation im Die…
Date: 2019-11-19

Wissensgesellschaft

(3,546 words)

Author(s): Gierl, Martin
1. Allgemein Gesellschaften sind immer auch W. Gesellschaftlichkeit lässt sich, wie die neuere Soziologie und Ethnologie seit Émile Durkheim und Claude Lévi-Strauss erörtern, nicht ohne Sprachlichkeit, Regeln, Weltbild, Eigenschaftszuordnungen, Rollen und Sachorganisation sowie deren Koordination und Sicherung vorstellen [19]; [10]. Wissen steuert damit die Handlungsstrukturen, in denen sich Arbeit, Konsum, Herrschaft und Kultur ausgestalten. Mit dem Landesausbau und der weltweiten Expansion Europas wurde die Organisation der Lebenswe…
Date: 2020-11-18

Kompilation

(804 words)

Author(s): Gierl, Martin
1. WissenstradierungK., die (systematische) Zusammenstellung bereits vorhandenen Wissens, zählte in der Nz. zu den grundlegenden Verfahren der Wissensorganisation und der wiss. Textproduktion. Die theologische wie juristische Kommentar-Literatur des MA und der Nz., die Enzyklopädien, die Fachkompendien verschiedenster Disziplinen, insbes. die Historiographie von der C…
Date: 2019-11-19

Informationsmedien

(1,533 words)

Author(s): Gierl, Martin
1. System Die Vermittlung von Information (= Inf.) zählt zu den Grundkonstituenten jeder Gesellschaft. Mit ihren Orientierungs- und Organisationsleistungen tragen I. zentral zur Regulation des…
Date: 2020-11-18

Disziplinen, gelehrte

(1,783 words)

Author(s): Gierl, Martin
1. BegriffIn der Frühen Nz. bildeten sich die Methoden, Institutionen, Gegenstandsbereiche und Diskussionsverfahren der modernen Wissenschaft heraus. Ihre elementare Gliederungskategorie und Organisationsform waren die G. D. Verwandt mit griech. didaskalía (»Lehre«, »Unterricht«, »Einweisung«) leitet sich D. vom lat. discere (»lernen«) ab und teilt mit ihrem pädagogischen Gegenstück, der Doktrin (von lat. docere, »lehren«) die gleiche etymologische Wurzel [4]. Schon das lat. Begriffsfeld der disciplina mit den Polen »Fach«, »Wissen«, »Unterweisung«, »Gehor…
Date: 2020-11-18

Polemik, theologische

(1,642 words)

Author(s): Gierl, Martin
1. Definition und GegenstandTh. P. zählt zu den bedeutendsten traditionellen Instrumenten der christl. Kirchenbildung und Glaubensentwicklung. Mit ihr wurden die Grenzen zwischen ›richtiger‹ und ›falscher‹ christl. Lehre und Frömmigkeit gezogen. Der Begriff leitet sich vom griech. pólemos, ›Krieg‹, ›Kampf‹ ab. Th. P. umkämpfte zum einen das Weltbild und das Gottesbild – so etwa schon in den spätantiken christl. Auseinandersetzungen um den Manichäismus mit seinem scharfen Gut/Böse-Dualismus und um den Arianismus, der die Dreieinigkeit Gottes …
Date: 2019-11-19

Zeitschrift

(4,072 words)

Author(s): Zimmermann, Clemens | Tischer, Matthias | Gierl, Martin
1. Definition Die Z. als expandierendes …
Date: 2019-11-19

Wissenschaftsutopie

(2,476 words)

Author(s): Gierl, Martin
1. Allgemein Utopien (= U.) imaginieren die Realität dessen, was sein soll – im Spiegel dessen, was nicht sein soll. Sie sind sowohl mit dem Ideal und dem Plan als auch mit der Satire verwandt. Ihre Darstellungsform reicht je nach Publikum vom Roman bis zum Projektentwurf. U. werben und streben nach Realisierung; an ihrem Horizont liegt die Institutionalisierung [21. Bd. 2].Die nzl. U. entwickelten sich bemerkenswert rasch und umfassend zu W. (s. u. 2.), im 18. Jh. dann zu Gesellschafts-U.; im 19. Jh. stellten sie im Zeichen der Industrialisierung mit der Technik wieder die Wissenschaft in den Vordergrund. Deren normative Propagierung spaltete sich nach einem ersten Höhepunkt mit Francis Bacons New Atlantis (1624, gedr. postum 1627) in Wissenschafts-Popularisierung, die Konstruktion von universalen Wissenschaftssprachen und Akademie-Entwürfe (s. u. 3.). Im 18. Jh. realisierten sich die W. als Satiren oder praktisch-pragmatisch in Debatten über richtiges Gelehrtenverhalten und die Ordnung innerhalb der Gelehrtenrepublik (s. u. 4.). Franz. Revolution und Industrialisierung beförderten zu Beginn des 19. Jh.s die erneute Symbiose von allgemeinem Gesellschaftsentwurf und Wissenschaft. Die W. wurden, so in den tragenden Konzepten der eng kooperierenden Gesel…
Date: 2019-11-19

Statistik

(3,100 words)

Author(s): Gierl, Martin | Behrisch, Lars | Ehmer, Josef
1. Begriff und HintergrundS. leitet sich über das Adjektiv »statistisch« vom ital. statista (»Staatsmann«) ab. Im 16. Jh., als die Verknüpfung der …
Date: 2019-11-19

Akademie

(2,174 words)

Author(s): Gierl, Martin
Die Entwicklung öffentlichkeitsgliedernder Institutionen war zentrales Element nzl. Geschichte. Neben der Universität war die A. wesentliche Einrichtung im Bereich der …
Date: 2019-11-19

Tabelle

(1,945 words)

Author(s): Gierl, Martin
1. Begriff und BedeutungAls T. wird ein zweidimensionales Raster bezeichnet, in dem Daten und Wissen in vorgegebenen Kategorien sortiert und etwa in Listen, so zu Steuern, Herden, Grundzahlen, Sternpositionen schon in der frühen Antike, eingetragen werden. Solche Aufstellungen sind aus dem Zweistromland seit etwa 2500 v. Chr. bekannt; sie weisen bereits die wesentlichen Leistungen der T. auf [12]: Sie verzeichnen, ordnen, kategorisieren, vergleichen sowie quantifizieren Dinge und ordnen ihnen Orts- und Zeitbestimmungen sowie relevante Eigenschaften zu. Mit ihrer Hilfe erhalten die Dinge ihre örtlichen und zeitlichen »Adressen« und treten in ein quantitativ wie qualitativ bemes…
Date: 2019-11-19

Disputation

(730 words)

Author(s): Gierl, Martin
Als Prüfungsverfahren des Wissens wie als intellektuelle, soziale und kulturelle Repräsentation der Universität verkörperte die D. den Schlussstein des ma.-frühnzl. Bildungsgewölbes. In der Nz. wurde sie zum Ausgangspunkt des Fachseminars, der Dissertation und Habilitation, des Wissenschaftsaufsatzes und der Kritik und damit der modernen Universität. In der ma. Universität war die D. der wichtigste Veranstaltungstyp neben der lectio, der Vorlesung. Die Tradierung des Wissens bestand im Lesen und Kommentieren autoritativer Texte und im Erörtern der mit ihnen verknüpften Fragen in der D. Die D. formalisierte sich rasch im Zuge der Aristotelesrezeption (Antikerezeption). Schon im 13. Jh. wurde …
Date: 2019-11-19
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