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Autobiographie

(2,047 words)

Author(s): Pongratz-Leisten, Beate (Tübingen) | Görgemanns, Herwig (Heidelberg) | Berschin, Walter (Heidelberg)
[English version] I. Alter Orient Im Alten Orient existiert eine heterogene Gruppe von Texten, denen aufgrund formaler (1. Person Singular) und semantischer Kategorien (Reflektion auf vergangenes Handeln im Hinblick auf eine gegenwärtige oder zukünftige Sinnstiftung) autobiographischer Charakter zuzuschreiben ist. Dazu gehören in Mesopotamien zum einen Texte, die mehr oder weniger fiktiv zu einem späteren Zeitpunkt über einen Ausschnitt des Lebens großer Herrscher der Vergangenheit berichten, so über…

Epistolographie

(1,481 words)

Author(s): Görgemanns, Herwig (Heidelberg)
[English version] A. Begriff Unter dieses Stichwort fällt vor allem der lit. Brief; aber der Übergang vom privaten Brief (Epistel) zu diesem ist fließend, weil auch im privaten Verkehr eine kultivierte, öffentlichkeitsfähige Form angestrebt wurde. Ein gut stilisierter Brief war sozusagen ein Geschenk für den Empfänger (Demetrios [41], Perí Hermēneías 224). Man teilte solche Briefe im Bekanntenkreis mit, genoß und pries sie (Synes. epist. 101; Lib. epist. 1583 Wolf; Greg. Nyss. epist. 14). Der Schritt an die Öffentlichkeit ist in verschiedenen Formen faßbar: Görgemanns, Herwig …

Epistel

(2,045 words)

Author(s): Görgemanns, Herwig (Heidelberg) | Zelzer, Michaela (Wien)
[English version] A. Begriff, Terminologie, Ursprünge Ein Brief ist eine schriftliche Mitteilung an einen Abwesenden. Griech. epistolḗ (ἐπιστολή) ist Verbalsubstantiv zu ἐπιστέλλειν, “(einem Boten) eine Mitteilung auftragen” oder “(jemandem) eine Mitteilung (mündlich oder schriftlich) übersenden”; epistolḗ bedeutet “übersandte Mitteilung”, in älterer Zeit auch eine mündliche. Synonym: grámmata (γράμματα), eigentlich “Schriftstück”, im Lat. epistula, litterae. Überall, wo eine Schrift erfunden wurde, war der Brief eine ihrer ersten Verwendungsweise…

Isagoge

(1,400 words)

Author(s): Görgemanns, Herwig (Heidelberg)
[English version] A. Definition Der Begriff εἰσαγωγή ( eisagōgḗ, “Einführung”) ist in Buchtiteln zuerst bei den Stoikern belegt (Chrysippos, Περὶ τῆς εἰς τὰς ἀμφιβολίας εἰσαγωγῆς/‘Über die Einführung in die Mehrdeutigkeiten u.a. logische Themen, SVF II S. 6, 28; 30; S. 7, 15; 16; 28; 34; 35; Περὶ ἀγαθῶν καὶ κακῶν εἰσαγωγή SVF III S. 196, 34; Apollodoros [11] von Seleukeia Εἰς τὰ δόγματα εἰσαγωγαί SVF III S. 259, 8-9; Poseidonios Εἰσαγωγὴ περὶ λέξεως F 44 Edelstein-Kidd). Kaiserzeitliche Belege zeigen, d…

Diatribe

(1,088 words)

Author(s): Uthemann, Karl-Heinz (Amsterdam) | Görgemanns, Herwig (Heidelberg)
[English version] A. Begriff D. ist ein moderner Begriff, der seine Entstehung der Tatsache verdankt, daß Usener [1. LXIX] und Wendland [2], ausgehend von Wilamowitzens [3] Beschreibung der Redeform der popularphilos. ‘Predigten des Kynikers Teles (3. Jh.v. Chr.), für diese den Gattungsbegriff D. einführten. Er hat sich bewährt, sofern man ihn (wie erstmals [4]) als eine Art ant. dialexis auffaßt, die urspr. synonym mit dialogos jede Form eines Gesprächs meinte, dann aber im Sprachgebrauch der Philosophen und Rhetoren jenen Lehr-, aber auch unterhaltenden V…

Biographie

(3,111 words)

Author(s): Görgemanns, Herwig (Heidelberg) | Berschin, Walter (Heidelberg)
I. Griechisch [English version] A. Definition und Vorgeschichte B. als lit. Gattung ist die Darstellung der Lebensschicksale eines einzelnen Menschen; darin drückt sich die Tendenz aus, Lebensleistung und persönliche Eigenart als sinnvolle Einheit zu würdigen. In dieser Ausprägung existiert die B. in der griech. Lit. seit dem Hellenismus; der Terminus dafür ist bíos (βίος; βιογραφία, biographía erst bei Damaskios, Vita Isidori = Phot. Bibl. Cod. 242, § 8, als Nomen actionis: ‘das Schreiben von B.’, dann Phot. Bibl. Cod. 181 von der Schrift selbst). Die Suche nach den Ursprüng…

Protreptik

(1,478 words)

Author(s): Görgemanns, Herwig (Heidelberg)
[English version] I. Definition und Entstehung Unter “P.” wird hier eine Lit.-Gattung verstanden, die den Leser vom Wert eines Fachgebietes zu überzeugen sucht, ihn begeistern und bewegen will, sich diesem “zuzuwenden” (προτρέπειν, protrépein, “hinwenden zu etwas”). Es geht meistens um die Philos., sekundär auch um andere Fächer (s.u. II.). Zugrunde liegt das Adj. προτρεπτικός ( protreptikós, “werbend”); προτρεπτικὸς λόγος ( protreptikós lógos, “Werberede, Werbeschrift”), der Protreptikós (=  Pr.). Die mod. Prägung “die P.” kann sich auf Platon berufen, der ein…

Dialog

(1,683 words)

Author(s): Görgemanns, Herwig (Heidelberg)
[English version] A. Definition Unter D. ist eine Gattung der Prosalit. zu verstehen, welche in direkter Rede ein Gespräch zwischen mehreren Personen wiedergibt. Diese Darstellungsform wird in griech. und lat. Literatur vor allem für theoretische, speziell philos. Erörterungen verwendet. Ein weniger entwickeltes Gebiet sind die unterhaltsamen humoristischen Szenen (s.u. zu Lukian: E. Römische Zeit), welche der Gattung Mimos nahestehen. Der wichtigste Autor von D. ist Platon; er galt stets als Klassi…