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Your search for 'dc_creator:( "Nutton, Vivian (London)" ) OR dc_contributor:( "Nutton, Vivian (London)" )' returned 375 results. Modify search

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Anonymus Londiniensis

(475 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] Der Papyrus inv. 137 der British Library in London ist der wichtigste überlieferte medizinische Papyrus. Er wurde Ende des 1., Anf. des 2. Jh. n. Chr. geschrieben und gliedert sich in drei Teile: Sp. 1-4,17 enthalten eine Reihe von Definitionen, die sich auf die páthē von Körper und Seele beziehen (vgl. die Diskussion bei Gal. meth. med. 1); in Sp. 4,21-20,50 finden sich unterschiedliche Ansichten über Krankheitsursachen; die Spalten 21,1-39,32 behandeln die Physiologie. Die Schrift sowie viele interne Charakteristika deut…

Antidotarium

(260 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] bezeichnet urspr. Abhandlungen über Gegengifte, z. B. Gal. de antidotis, 14,1-209 (übers. u. komm. von [1, vgl. 6]) und Philumenos (hrsg. von [2]), im ma. Lat. dagegen alle Schriften, die zusammengesetzte Arzneimittel zum Gegenstand hatten. Der genaue Zeitpunkt dieses Bedeutungswandels ist unklar, da in den meisten spätant. Arzneimittelsammlungen weder Titel noch Autoren aufgeführt sind. Der früheste Beleg des Titels findet sich erst in einem Ms. aus dem 11. Jh., der sich jedoch …

Iakobos Psychrestos

(100 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] Arzt, Sohn des Hesychios von Damaskos, wechselte im frühen 6. Jh. n.Chr. den Wohnsitz, um in die Arztpraxis seines Vaters in Konstantinopel einsteigen zu können. Er behandelte Kaiser Leo und wurde comes und archiatros (Chr. pasch. 8254a; Malalas, Chronographia 370 Dindorf; Photios, Bibliotheca 344A). Als paganer Philosoph, der in Athen und Konstantinopel mit Statuen geehrt wurde, befahl er den Reichen, den Armen zu helfen, die er im übrigen ohne Honorar behandelte. Sein Spitzname leitet sich …

Lippitudo

(162 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] Durch Exsudation gekennzeichnete Augenkrankheit, die eine Vielfalt spezifischer Erkrankungen wie Trachom und Konjunktivitis umfaßt. Eine trockene Variante der l., die xerophthalmía, bei der die eiternden Augen über Nacht verkleben, ist ebenfalls beschrieben (Celsus, De medicina 6,6,29). Celsus [7] (ebd. 6,6,2) berichtet von einer Vielzahl von Salben und sonstigen Mitteln gegen die l., eine ungemein verbreitete Krankheit; dies findet Bestätigung in den zahlreichen sog. “Okulistenstempeln” für Augensalben (Kollyrion) mit der Aufschrift ‘gegen l.’ sowi…

Iatrosophistes

(208 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] Urspr. Bezeichnung eines Lehrers der Medizin (v.a. in Alexandreia), konnte sich i. in späterer Zeit auf jeden erfahrenen Praktiker beziehen ( medicus sapientissimus, Corpus Glossatorum Latinorum 3,600,32 Goetz), sei es in der Schulmedizin (z.B. Agnellus, In Galeni De sectis commentarium 33) oder in der magischen Heilkunst (Ps.-Kallisthenes, Vita Alexandri 1,3) [1]. Entgegen der Emendierung durch v. Arnim in Dion Chrys. 33,6 dürfte der Begriff nicht vor dem späten 4. Jh. n.Chr. geprägt worden sein (Epi…

Säftelehre

(671 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] Die Vorstellung, körperliche Gesundheit hänge mit den Körperflüssigkeiten zusammen, war weit verbreitet. Schleim findet bereits in der ant. ägypt. Medizin Erwähnung, und auch in der babylonischen Medizin richtete man auf Menge und Farbe der Körperflüssigkeiten besonderes Augenmerk. Den Griechen galten ichṓr bei den Göttern, Blut (αἵμα) bei Menschen und Saft (χυμός) der Pflanzen als Träger des Lebens. Diese Flüssigkeiten (χυμοί/ chymoí, lat. humores) konnten im Übermaß auch gefährlich werden. Zwei Säfte, Schleim (φλέγμα) und Galle (χόλος bzw…

Iatraleiptes

(102 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] Masseur, ein Beruf, der im 1. Jh. n.Chr. in Mode gekommen zu sein scheint (z.B. CIL 6,9476); doch reicht die Verknüpfung von Medizin und Gymnastik bis Herodikos [1] von Selymbria (5. Jh. v.Chr.) zurück. Trimalchio wurde von drei aliptae behandelt (Petron. 28), Plinius betrachtete diesen ganzen Zweig der Medizin als Quacksalberei (nat. 29,4-5). Vespasian hingegen garantierte allen, die diese Kunst ausübten, diverse Privilegien (FIRA 1,77), und Plinius d.J. gelang es, Traian zu veranlassen, seinem ägypt. i. Harpocrates, dem er die Heilung von einer erns…

Ionicus

(79 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] von Sardes. Lehrer und Arzt, wirkte um 390 n.Chr. Als Sohn eines Arztes und Schüler von Zenon von Zypern stand er in hohem Ansehen, v.a. wegen seiner Verdienste in der praktischen Therapie, Drogenkunde, Bandagierungskunst und Chirurgie. Er war auch Philosoph mit besonderen Fähigkeiten sowohl in medizinischer Prognostik als auch in Wahrsagerei (Eunapius, Vitae philosophorum 499). Zudem soll er als bekannter Redner und Dichter hervorgetreten sein, auch wenn keines seiner Werke überl. ist. Nutton, Vivian (London)

Neileus

(109 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] (Νειλεύς). Griech. Chirurg und Pharmakologe, wirkte vor 217 v.Chr., da er von Andreas [1] zitiert wird. Sein “Rosen-Kollyrion” gegen Augenkrankheiten wurde bis in die Spätant. hinein von Autoren wie Aëtios [3] (Tetrabiblos 7,110) empfohlen, während sein Mittel zur Hornhautentfernung in lat. (z.B. Cels. de medicina 5,18,9) und griech. (z.B. Aëtios, Tetrabiblos 9,15) medizin. Texten auftaucht. Er gilt als Erfinder einer Art Kiste zur Einrenkung luxierter Gelenke, insbesondere Hüftg…

Archiatros

(349 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] (ἀρχιατρός). Seit hell. Zeit urspr. als Titel eines königlichen Leibarztes verwendet, taucht das Wort zuerst im Zusammenhang mit den Seleukiden auf (IDelos 1547, vgl. TAM V 1,689. Ein ähnlicher Titel, wr sinw, “oberster Arzt”, ist in ägypt. Texten vorptolemaiischer Zeit belegt und fehlt nur zufällig in frühen ptolemaiischen Papyri. 50 v. Chr. gibt es Belege aus Ägypten (Athenagoras, SB 5216) und Pontus (IDelos 1573) [2. 218-226]. Ein mit Augustus bekannter Arzt führt im Alexandreia des J. 7. n. Chr. ebenfalls …

Bleivergiftung

(346 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] Aus Skelettanalysen geht zwar hervor, daß Blei in klass. Zeit eine größere Rolle spielte als in prähistor. Zeit, doch sind die gemessenen Werte geringer, als man angesichts der erheblichen Produktionssteigerung von Blei zwischen 600 v.Chr. und 500 n.Chr. sowie der Verwendung von Blei zur Herstellung von Haushaltsgegenständen und Wasserrohren annehmen mochte [1; 2; 3]. Da die B. symptomatologisch viele andere Krankheiten nachahmt, finden sich kaum Beschreibungen, die sich eindeuti…

Chirurgie

(1,314 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] A. Ägyptisch Das hohe Ansehen, in dem ägypt. Heilkundige wegen ihrer chirurgischen Fertigkeiten in weiten Kreisen standen (Hdt. 3,129), war wohlverdient. Skelettfunde lassen auf erfolgreiche Behandlung von Knochenbrüchen, bes. im Bereich des Armes, und in seltenen Fällen auf Trepanationen schließen. Für operative Eingriffe in Körperhöhlen gibt es jedoch keinen sicheren Anhalt [1; 2]. Die große Vielfalt von Messern, Löffeln, Sägen und Nadeln spiegelt ein ausgeprägtes Spezialistentu…

Alexipharmaka

(219 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] “Medikamente, die Gifte abwehren”. Die Suche nach wirksamen Gegengiften ist so alt wie die Gifte selbst. Auch wenn sich schon bei Theophrastos (ca. 380-288/5 v. Chr.) Besprechungen einzelner Gegengifte finden (fr. 360, 361 Fortenbaugh), scheint die ernsthafte Unters. von Giften in Alexandreia mit Herophilos und Erasistratos (um 280 v. Chr.) ihren Anfang genommen zu haben und von Apollodoros und Nikandros von Kolophon (2. Jh. v. Chr.), dessen Theriaká und Alexiphármaka die ältesten überlieferten Abhandlungen zu diesem Thema darstellen, weitergeführ…

Melancholie

(555 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] (μέλαινα χολή/ mélaina cholḗ, “schwarze Galle”). Der vierte Körpersaft in der durch Hippokrates ( De natura hominis, Kap. 4) und später durch Rufus von Ephesos und Galen repräsentierten hippokratischen Trad. Man glaubte, er überwiege im Herbst; er wurde mit dem Element Erde sowie mit den Qualitäten kalt und trocken assoziiert. Wegen seiner angeblich zahlreichen tödlichen Eigenschaften sah man in ihm den Gegenspieler des Bluts [1]. Galen zufolge (De atra bile 5,104-148 K.) entstand er in der Milz…

Corpus Medicorum

(167 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London) RWG
[English version] Auf Anregung des Dänen J.L. Heiberg im Jahre 1901 gegr. und mit Hilfe der sächsischen und dänischen Akad. der Wiss. und der Puschmann-Stiftung in der Akad. der Wiss. zu Berlin angesiedelt, wurde dieses Unternehmen, das sich die Edition aller überlieferten medizinischen Autoren der Ant. zur Aufgabe gestellt hat, zunächst von Hermann Diels geleitet. Dessen Katalog der Hss. der griech. Ärzte (1906) nebst Nachtrag (1907) bleibt das Standardverzeichnis zu griechischsprachigen Hss. aus…

Galenismus

(358 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London) RWG
[English version] Während Galen von etwa 500 n. Chr. bis 1100 n. Chr. in Westeuropa nahezu unbekannt war, fußte die Schulmedizin in der byz. und muslimischen Welt ganz wesentlich auf seinen Vorstellungen, die zunehmend systematisiert und mit bes. Akzentuierung ihres theoretischen Gehalts logisch geordnet wurden. Galens Monotheismus und Teleologie empfahlen seine Schriften auch einem rel. geprägten Umfeld. Vom 12. Jh. an erreichte ein arabisch gekleideter G. Westeuropa, wo er an den Medizinschulen …

Acumenus [of Athens]

(72 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] (Ἀκουμενός; Akoumenós) [of Athens] Doctor from the late 5th cent. BC. As father of the doctor  Eryximachus, who was a friend of Socrates and Phaedrus, A. emerges briefly as a fictitious dialogue partner in Pl. Phdr. 268a and 269a, in order to emphasize the thesis that the art of medicine comprises more than merely knowledge, which has been gleaned from books and teachers. Nutton, Vivian (London)

Phylotimus

(248 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] (Φυλότιμος; Phylótimos) of Cos. Physician and chief magistrate ( mónarchos) of Cos in the first half of the 3rd cent. BC; along with Herophilus [1], he was a pupil of Praxagoras and became one of the classic authorities of Greek medicine (cf. Gal. De examinando medico 5,2), although only fragments of his writings now survive. He pursued anatomical interests, placed the seat of the soul in the heart and held that the brain was merely a useless extension of the spinal medulla (Gal. De usu pa…

Humoral theory

(722 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] The idea that physical health was connected with bodily fluids was widespread. Mucus is already mentioned in ancient Egyptian medicine, and also in Babylonian medicine particular attention was paid to the quantity and colour of bodily fluids. The Greeks regarded   ichṓr of the gods, blood (α(̃ιμα; haîma) in humans and sap (χυμός; chymós) in plants as the bearers of life. These fluids (χυμοί/ chymoí, Latin humores) could also become dangerous in excess. Two humours, phlegm (φλέγμα; phlégma) and bile (χόλος; chólos or χολή; cholḗ), are already represented as hazard…

Eustochius

(53 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[German version] Evodus (Εὐστόχιος; Eustóchios) from Alexandria. He encountered  Plotinus towards the end of the latter's life ( c. AD 269), who converted him to philosophy. E. also acted as Plotinus' physician, accompanied him on his last journey, and was with him when he died (Porphyrius V. Plot. 7). Nutton, Vivian (London)
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