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Your search for 'dc_creator:( "Scheibler, Ingeborg" ) OR dc_contributor:( "Scheibler, Ingeborg" )' returned 33 results. Modify search

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Astragal

(241 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg) | Scheibler, Ingeborg (Krefeld)
(Ἀστράγαλος). [English version] [1] s. Ornament s. Ornament Hurschmann, Rolf (Hamburg) [English version] [2] Spielstein Spielstein ( talus). Fußwurzelknochen von Kälbern und Schafen/Ziegen, ebenso aus Gold, Glas, Marmor, Ton, Metallen und Elfenbein verfertigt, bereits bei Hom. Il. 23,85-88 als Spielgerät erwähnt. Man verwandte den A. als Zählmarke für Glücks-, Würfel- und Wurfspiele, wozu das Spiel “Grad oder ungrad” (Plat. Lys. 206e) oder πεντάλιθα ( pentálitha, Geschicklichkeitsspiele) gehörten. Beim A.-Spiel hatten die einzelnen Seiten unterschiedliche Zä…

Lutrophoros

(308 words)

Author(s): Scheibler, Ingeborg (Krefeld)
[English version] (ἡ λουτροφόρος). Behälter für bzw. Träger/-in von Badewasser. Von Demosth. or. 44,18 als Grabaufsatz erwähnt, der den unverheirateten Status des Verstorbenen beweise. Erst spätant. und ma. Autoren gehen auf die L. als Hochzeitsgefäß und die ant. Sitte ein, den unverheiratet Verstorbenen ( ágamoi) ein Denkmal ( mnḗma) in Form einer L. zu errichten, was offenbar den Sinn eines symbolischen Nachvollzugs von Brautbad und Hochzeit (Hochzeitsbräuche) hatte. Die L. wird hier einerseits als Gefäß (Hesych. s.v.; Eust. zu Hom. Il. 23,14), andererseits als Mädchen oder Knabe mit Wassergefäß (Poll. 8,66; Harpokration s.v.; Suda s.v.) beschrieben. Da entsprechende Statuen nicht zum Repertoire der klass. Grabplastik gehören, identifizierte man die von Demosthenes erwähnte L. mit einem griech. Gefäßtypus, der als marmorner Grabaufsatz wie auch als Bildmotiv auf Grabstelen im spätklass. Athen zahlreich belegt ist. Bezeichnend für ihn sind schlanker Körper und enger, hoher Hals; Hydrien-L. sind durch drei, Amphoren-L. durch zwei Henkel gekennzeichnet (Gefäßformen, Abb. A 12). Bemalte Ton-L. setzen in Athen um 700 v.Chr. ein, ein Massenfund sf. L. kam im Nymphen-Heiligtum der Akropolis zutage. Rf. Exemplare zeigen häufig Hochzeitsriten, in denen das Gefäß mitgeführt wird und offenbar den Behälter des von der Athener Kallirrhoe-Quelle geholten Brautbades darstellt. Auf Funktionen im Totenkult weisen sf. und rf. Bilder der Totenklage auf einigen L. selbst, ferner Darstellungen von Grabhügeln mit L. als Grabaufsatz, durc…

Gefäße, Gefäßformen/-typen

(1,942 words)

Author(s): Scheibler, Ingeborg (Krefeld)
[English version] A. Form, Funktion, Name Die Vielfalt ant. G. (ἀγγεῖον; vas) resultiert primär aus diversen Verwendungszwecken wie Transport, Lagerung, Schöpfen, Gießen, Mischen von festen oder flüssigen Gefäßinhalten (Zweckformen), sekundär aus zeitl. und regional bedingten Unterschieden der Gestaltung (Typen). Mit der Zweckform ist ledigl. die funktionale Grundstruktur angegeben, die erst durch Typen ihre konkreten Ausprägungen erfährt. Zur Amphora (vgl. Abb. A) gehören als feste funktionale Merkmale zwei symmetrisch angeordnete Vertikalhenkel im oberen Bereich und e…

Hydria

(250 words)

Author(s): Scheibler, Ingeborg (Krefeld)
[English version] (ἡ ὑδρία). Dreihenkliger Wasserkrug mit enger Mündung, wie er inschr. in der Troilos-Szene des Klitias-Kraters (Florenz, AM) als H. bezeichnet ist. Die Form kommt schon in der FH-Keramik und auf myk. Tontafeln von Pylos vor (dort mit der Bezeichnung ka-ti). Die ältere Kugelform wurde im 6. Jh. v.Chr., nun auch in Bronze und Silber, durch die gestreckte Schulter-H. und etwas später die “Kalpis” mit durchlaufendem Profil abgelöst (Gefäße Abb. B 11-12). Sehr schlanke H. gab es noch im 4. Jh. v.Chr. bis in den Hell.; in d…

Aryballos

(73 words)

Author(s): Scheibler, Ingeborg (Krefeld)
(ἀρύβαλλος). [English version] [1] Lederbeutel Lederbeutel. Scheibler, Ingeborg (Krefeld) [English version] [2] Salbgefäß T.t. für kugelige Salbgefäße (Lekythos), vom Athleten am Handgelenk getragen, erh. in Ton, Fayence, Bronze, Silber. Entstanden in Korinth, gelangte die Form im 6. Jh. v.Chr. nach Sparta und Rhodos, später auch nach Attika.…

Lekythos

(346 words)

Author(s): Scheibler, Ingeborg (Krefeld) | Zahrnt, Michael (Kiel)
[English version] [1] Salb- und Ölgefäß (ἡ λήκυθος). Griech. Oberbegriff für Salb- und Ölgefäße unterschiedlicher Form und Größe mit enger Mündung, auch Alabastron und Aryballos umfassend; h. nach schol. Plat. Hipp. min. 368C insbes. Bezeichnung att. Grabgefäße des…

Töpfer

(757 words)

Author(s): Scheibler, Ingeborg
[English version] I. Einleitung, Quellen, soziale Stellung Gestalterische Arbeit leistete der T. (κεραμεύς/ kerameús, lat. figulus) an der Drehscheibe bzw. im Herstellen von Tonpatrizen, Modeln und plastischem Dekor, doch umfaßte der Beruf auch Arbeitsgänge wie Tonabbau und -aufbereitung, Bemalung, Töpferbrand und Vertrieb der Ware. Trotz zeitweise guter ökonomischer Bedingungen blieb die soziale Stellung des T. bescheiden; in Athen gehörte er dem Theten-, Zeugiten- oder Metökenstand ( zeugítai ;

Amphora

(234 words)

Author(s): Scheibler, Ingeborg (Krefeld) | Mlasowsky, Alexander (Hannover)
[English version] [1] Gefäß (ἀμφορεύς). Zweihenkliges, bauchiges Vorrats- und Transportgefäß mit engem Hals. Führende ant. Gefäßform, vorwiegend in Ton erhalten, selten in Bronze, Edelmetall, Glas, Onyx. Im Hausrat zur unverzierten Gebrauchskeramik zählend (Tongefäße II). Bemalte A. dienten rituellen Zwecken als Grabaufsätze, Aschenurnen, Vorratsgefäße der Toten, Wein- u. Ölgefäße für Feste der Lebenden (Panathenäische A.). Att. Töpfereien stellten im 6. u. 5. Jh. v. Chr. Hals- und Bauch-A. sowie an…

Alabastron

(87 words)

Author(s): Scheibler, Ingeborg (Krefeld)
[English version] (ἀλάβαστρον, ἀλάβαστος). Schlankes, fußloses Parfümgefäß, dessen Inhalt mit Stäbchen entnommen wurde (Gefäßformen). Erh. in Ton, Edelmetall, Glas, Blei. Ägypt. Vorläufer aus Alabaster früh in Griechenland importiert. Griech. Ton-A. schon um 600 v. Chr. in Ostionien; abweichend die protokorinth. Beutelform. In Attika reiche Produktion bemalter Ton-A. um 550-450 v. Chr. Größere Stein-A. dienten in der Spätklassik als Grabaufsatz.…

Kernos

(208 words)

Author(s): Scheibler, Ingeborg (Krefeld)
[English version] (ὁ oder τὸ κέρνος). Nach Athen. 11,476f; 478d ein Kultgefäß mit angefügten Kotylisken (Näpfen), die Mohn, Weizen, Linsen, Honig, Öl u.ä. (nach Art einer Panspermie) enthielten. K. wurden in der Prozession umhergetragen, ihr Inhalt zuletzt von den Trägern (Mysten) verzehrt. Auch K. mit aufgesteckten Lichtern werden erwähnt (Sch. Nik. Alex. 217). Verwendet wurden K. in Kulten von Fruchtbarkeits- und Muttergottheiten, bes. der Rhea Kybele. Größere Mengen von Tonschüsseln mit Kotylen…

Choenkannen

(121 words)

Author(s): Scheibler, Ingeborg (Krefeld)
[English version] …

Keramikherstellung

(1,881 words)

Author(s): Pingel, Volker (Bochum) | Scheibler, Ingeborg (Krefeld)
[English version] I. Keltisch-Germanische Kulturen Die K. der kelt. und german. Welt wird durch zwei Formungsverfahren charakterisiert: 1) die Freihandformung ohne technische Hilfsmittel und 2) die Formung auf der Drehscheibe. Bis zur Übernahme der schnellrotierenden Drehscheibe aus der mediterranen Welt durch die frühen Kelten sind freihändiges Aufwülsten u.a. Freihandformungen die alleinigen Verfahren, die auch später bis zum MA verschieden intensiv in Gebrauch blieben. In Mitteleuropa sind drehscheibengefertigte Tongefäße seit dem 6./5. Jh.v.Chr. von den frühkelt. “Fürstensitzen” der späten Hallstattzeit aus lokalen Töpfereien bekannt. Über die gesamte kelt. Zeit bis um Christi Geburt bleibt die Drehscheibe in Gebrauch. In den spätkelt. Oppida (Oppidum) ermöglicht sie eine Massenproduktion für Tongefäße. Im german. Bereich ist sie kaum belegt; nur in Kontaktzonen mit spätkelt. und röm. Töpfereien tau…

Kylix

(236 words)

Author(s): Scheibler, Ingeborg (Krefeld)
[English version] (ἡ κύλιξ). Allg. ant. Bez. für Weinkelch; inschr. benannt sind sowohl Kelche und Skyphoi wie flache Trinkschalen; t.t. ist K. h. nur für letztere. Die getöpferte Schale mit hohem Fuß und zwei Horizontalhenkeln entstand im 6. Jh.v.Chr., wohl nach lakon. Vorbildern. Sie ließ sich bes. gut im Liegen handhaben und folgt nicht zufällig der Verbreitung oriental. Gelagesitten. Vorformen des 8. und 7. Jh. mit niedrigem Fuß sind att. spätgeom. Tierfriesschalen sowie ostion. früharcha. Kel…

Figurengefäße

(369 words)

Author(s): Scheibler, Ingeborg (Krefeld)
[English version] In kombinierten Techniken plastisch gearbeitete Gefäße; F. von Koroplasten, oft aus gleichen Matrizen wie die Statuetten stammend (Terrakotten). Vorläufer in Anatolien, Ägypten und im Alten Orient. Griech. F. aus Ton (Vögel, Rinder, Pferde) vermehrt seit dem 14. Jh. v.Chr. [1]. Reiche Produktion von Salbgefäßen mit Glanztonbemalung im 7.-6. Jh. v.Chr. u.a. in Korinth [2], Rhodos [3] und Böotien: ganze Figuren, Büsten, Köpfe, Glieder, Tiere, Tierprotomen, Mischwesen, Früchte [4]. …

Keramikhandel

(471 words)

Author(s): Scheibler, Ingeborg (Krefeld)
[English version] Hersteller einfacher Gebrauchskeramik deckten in der Ant. in der Regel lediglich den lokalen Bedarf ihrer Region, während verzierte Feinkeramik auch für überregionale Absatzgebiete bestimmt war, allerdings den Export von schlechterer Ware nach sich ziehen konnte. Die Fundverbreitung von Keramik deutet vielfach auf entsprechende Handelskontakte, kann aber auch andere Gründe haben; der ausgedehnte Fundradius myk. Keramik etwa reflektiert eher die Präsenz myk. Siedler. Mit dem im 8.…

Phiale

(273 words)

Author(s): Scheibler, Ingeborg (Krefeld)
[English version] (φιάλη). In homerischer Zeit Bezeichnung für Kessel (Lebes), Becken, Gefäß allg., später nur noch für eine fuß- und henkellose flache Schale, die zu besserer Handhabung im Unterschied zum altorientalischen Vorbild mit Omphalos versehen war, einer zentralen Einwölbung des Bodens, in die der Finger von unten eingriff. Schon im 7. Jh.v.Chr. ist diese Form mit der Bezeichnung Ph. belegt. Nach lit. und bildlichen Zeugnissen vorwiegend als Opferschale für flüssige Spenden und als ritue…

Tongefäße

(5,268 words)

Author(s): Hausleiter, Arnulf; Nissen, Hans Jörg | Scheibler, Ingeborg | Maaß-Lindemann, Gerta | Scheibler, Ingeborg; Maaß-Lindemann, Gerta | Docter, Roald Fritjof
[English version] I. Alter Orient Bald nach dem Aufkommen der Verwendung von Ton als Werkstoff im Vorderen Orient am Ende des praekeramischen Neolithikums (PPNB, ca. 7. Jt. v. Chr.) setzte die Produktion von T. im keramischen Neolithikum (6. Jt. v. Chr.) ein. Zuvor wurden Gefäße ausschließlich aus organischem Materialien (z. B. Holz, Leder) und Stein gefertigt. Als Vorform der Keramik kann die sog. white ware angesehen werden, eine natürlich vorkommende Kalk/Mergelmischung, die von selbst aushärtet. T. wurden - zunächst ausschließlich und auch später …

Rhyton

(530 words)

Author(s): Scheibler, Ingeborg (Krefeld) | Nissen, Hans Jörg (Berlin)
(τὸ ῥυτόν). [English version] I. Gegenstand Trichterförmiges Spende- und Trinkgefäß, meist in Kopf oder Protome eines Tieres endend; die Bezeichnung ist abzuleiten von ῥυσις/ rhýsis (“Strom”), denn die Flüssigkeit konnte durch ein kleines Loch am Boden auslaufen, sofern man es nicht zuhielt [1; 2]. Scheibler, Ingeborg (Krefeld) Bibliography 1 F. von Lorentz, s. v. Rh., RE Suppl. 6, 643 2 W. H. Gross, s. v. Rh., KlP 4, 1426 f. [English version] II. Alter Orient Im Alten Orient und Äg. vor den Achaimeniden sind Rh. lediglich in Anatolien bezeugt. Dort finden sich schon…

Kantharos

(514 words)

Author(s): Scheibler, Ingeborg (Krefeld) | Lohmann, Hans (Bochum) | Michel, Raphael (Basel) | Hidber, Thomas (Bern) | Neudecker, Richard (Rom)
(Κάνθαρος). [1] Kelchförmiges Trinkgefäß Kelchförmiges Trinkgefäß mit hochgezogenen Schlaufenhenkeln (Gefäße Abb. D 5). Attribut des Dionysos, bes. mit seinem Kult und dem der Heroen und Toten verbunden. K. als Gigantenname im Siphnierfries von Delphi wird trotz Helmbügelmotiv in Form eines K. neuerdings angezweifelt. Aufkommen der Form in hellad. Zeit, mit hohem Fuß erst gegen 600 v.Chr. Profanierte Varianten im spätklass.-hell. Tafelgeschirr (Daumenplatten-K.). Die sog. Kabiren-Kantharoi gehören zu den Skyphoi. Scheibler, Ingeborg (Krefeld) Bibliography P. Courbin, …

Epinetron

(102 words)

Author(s): Scheibler, Ingeborg (Krefeld)
[English version] (ἐπίνητρον). Fälschlich ónos (ὄνος) genannte gewölbte Unterlage, die beim Reinigen und Kämmen roher Wolle Oberschenkel und Knie schützte; nach Hesychios s.v. wurde auf dem e. der Faden aufgerauht; richtiger wohl das Vorgarn hergestellt (s. Abb.). Epinetra waren in der Regel aus Ton oder Holz; erh. sind u.a. bemalte Ton- e. des 5. Jh.v.Chr. Eretria-Maler Scheibler, Ingeborg (Krefeld) Bibliography A. Lezzi-Hafter, Der Eretria-Maler, 1988, 253-262  A. Pekridou-Gorecki, Mode im ant. Griechenland, 1989, 16-20. Abb.-Lit.: C.H.E. Haspels, A Fragmentary Onos i…
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