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Your search for 'dc_creator:( "Gestrich, Andreas" ) OR dc_contributor:( "Gestrich, Andreas" )' returned 58 results. Modify search

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Family life cycle

(733 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
To historians of the family, the term “family life cycle” refers to the fact that families pass through different phases, entailing specific respective tasks, forms, and functions in family coexistence, in connection with the life cycles of family members. In the contemporary European family, a general distinction is made between a phase in which a couple has children and brings them up, and a later phase determined by cohabitation with the adolescent children, followed by an “empty nest” phase,…
Date: 2019-10-14

Kiltgang

(757 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
1. Definition and distribution Kiltgang is a term, particularly prevalent in the Alemannic dialect region, for a nocturnal courting custom among young men (Marital choice). The word kilt, already attested in OHG, originally denoted the late evening, later coming to refer to staying up late at night or working late at night. The verbs kilten and  kelten, in Alsace, for instance, had a general reference to the custom of meeting after the working day to work or socialize in the Lichtstube or  Spinnstube, that is, for a tradition that involved girls and, in some regions, also adults [1. 70…
Date: 2019-10-14

Parents

(3,409 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
1. TerminologyHistorically the German word Eltern (“parents”) is a nominalized comparative of  alt (“old”); it appears in all West Germanic languages as a designation of an individual’s direct progenitors (cf. Eng. one’s “elders”). Eltern is related to Latin  alere (“nourish, raise”) and means roughly “adult” [15. 16 f., 164]. Another European term, which in English takes the form  parents, is derived from Latin  parere (“bear, give birth to”). In the course of time, however, the Latin noun  parentes acquired a broader semantic range, no longer meaning just par…
Date: 2020-10-06

Marriage, civil

(805 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
1. FoundationsCivil marriage refers to a form of marriage that was not based on a religious definition of marriage and was not enacted via religious ceremony. Whereas the Catholic Church saw marriage as a sacrament and the Protestant denominations saw it as symbolizing the ties between Christ and the Church (see Occasional services), civil marriage was based on the idea that marriage represented a private-law contract between two parties. It was contracted before representatives of bourgeois soci…
Date: 2019-10-14

Love letter

(891 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
The text genre of the love letter (Latin  littera amatoria, German Liebesbrief, French  lettre d'amour or billet doux; the latter also entering German and English as a loanword from the 18th century) has existed as both an everyday text and a literary genre since Greco-Roman antiquity. The most famous literary work, Ovid's collection of fictional love letters by renowned heroines of Greek mythology (Latin Heroides) was a lasting influence on the European tradition of the artistic love letter [4]. Some medieval manuscripts contain rhymed love letters as an artistic form [15]. In 17t…
Date: 2019-10-14

Findelhaus

(943 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
Ein F. (lat. hospitium expositorum, engl. foundling hospital, franz. hôpital des enfants trouvés) ist eine Anstalt, die ausgesetzte Kinder (sog. Findlinge) aufnimmt. War die Aussetzung kranker, überzähliger oder unerwünschter Neugeborener in der antiken griech. und röm. Gesellschaft die Entscheidung des Vaters, wurde sie im frühen Christentum von der Kirche zwar getadelt, seit dem ausgehenden 4. Jh. auch durch kaiserliche Gesetze verboten, im Falle der Aussetzung in Kirchen selbst aber nicht bestraft. Die Aufnahme solcher Säuglinge fiel in den Aufgabenbereich von Klöstern …
Date: 2019-11-19

Verwandtschaftsterminologie

(812 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
1. Grundlagen und sprachliche TypologieEine wichtige Quelle für die Rekonstruktion des Struktur- und Bedeutungswandels von histor. Verwandtschafts (= Vw.)-Beziehungen ist die Terminologie. Insbes. die Anthropologie und Ethnologie (vgl. Ethnographie) zogen die V. früh für die Analyse von Sozialstrukturen heran [5]. Dabei wird davon ausgegangen, dass Veränderungen in der V. Folgen von sozialstrukturellem Wandel sind. Wenn in manchen Kulturen bestimmte Vw.-Grade nicht bezeichnet werden, so kommt ihnen dort vermutlich auch keine spezifis…
Date: 2019-11-19

Elternliebe

(718 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
Der Begriff kann sprachlich sowohl die Liebe der Eltern zu den Kindern als auch umgekehrt die der Kinder zu ihren Eltern bezeichnen [3]. Beide Bedeutungsebenen sind kulturübergreifend stark religiös-moralisch besetzt und im europ. Kontext seit der Antike Gegenstand religiöser und pädagogischer Reflexion. Wie der Begriff der Eltern wurde auch derjenige der E. in der Frühen Nz. zunächst wenig gebraucht. Stattdessen sprach man von Mutter- und Vater-Liebe. Dennoch ist deutlich, dass beide Elternteile gleichermaßen Quelle und Objekt der Liebe zu und von Kindern se…
Date: 2019-11-19

Kinderzimmer

(862 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
1. Begriffsgeschichte und Definition»Kinderstube« oder »Kinderkammer« sind vereinzelt seit dem ausgehenden 16. Jh., breit seit dem 18. Jh. belegt [8. 589–593]; [5. 13]; [3]. Zedlers Universal-Lexikon definiert 1742 die Kinderstube als »dasjenige Gemach und Zimmer in dem Hause, allwo die kleinen Kinder mit denen Muhmen und Ammen sich befinden, und darinnen gepfleget werden« [1]. Dies verweist auf den Ursprung des K. als denjenigen Raum, in dem Kleinkinder gestillt wurden. Es war daher ebenso ein Rückzugsraum für Frauen wie ein Aufenthaltsort von Kindern (Kindheit). Dies kom…
Date: 2019-11-19

Heirat

(1,652 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
1. AllgemeinH. wird im Deutschen z. T. gleichbedeutend mit Eheschließung und Hochzeit benutzt. Ältere Konversationslexika verweisen unter diesem Stichwort oft nur auf diese Parallelbegriffe [2]. Zugleich ist H. jedoch auch Oberbegriff für Ehe (engl. marriage; franz. mariage; ital. matrimonio) und Hochzeit (engl. wedding; franz . les noces; ital. nozze). Sprachgeschichtlich enthält der dt. Begriff H. das gotische Wort »heiv« für Haus bzw. Familie und drückte zunächst »die besorgung, einrichtung, ordnung eines hausstandes« aus. H. wurde bis in…
Date: 2019-11-19

Großeltern

(716 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
Der Begriff G. (engl. grandparents, franz. grand-parents) ist als substantivische Wortverbindung erst seit dem 16. Jh. belegt [1. 532]. Er entstand wohl in Anlehnung an die bereits seit dem 12. Jh. nachweisbaren Begriffe Großvater und Großmutter. G. stand allerdings zunächst wie die ahdt. Begriffe ano und ana (»Ahn«; »Ahnin«) als generelle Bezeichnung für Vorfahren. Erst seit dem 18. Jh. wurde das Bedeutungsspektrum auf die Eltern der Eltern eingegrenzt. Der Begriff G. differenziert nicht, wie manche älteren dt. Verwandtschaftsbezeichnungen (z. B. Oheim, …
Date: 2019-11-19

Haus, ganzes

(831 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
1. Begriff und KonzeptDie Wortverbindung G. H. geht als wiss. Begriff auf den Kulturwissenschaftler und konservativen Sozialkritiker W. H. Riehl (1823–1897) zurück [10. 164]. Riehl interpretierte die aus zwei Generationen bestehende Kernfamilie als Verfallserscheinung der modernen Zivilisation und grenzte sie von dem älteren Begriff des Hauses (franz. maisonnée, ital . casa) ab, in dem nicht nur mehrere Generationen von Blutsverwandten, sondern auch Gesinde und andere Inwohner unter der Leitung eines Hausvaters zusammen gelebt und gewirtschaf…
Date: 2019-11-19

Gewalt

(5,394 words)

Author(s): Schwerhoff, Gerd | Gestrich, Andreas | Bley, Helmut | König, Hans-Joachim
1. BegriffG. lässt sich als die Ausübung von physischem Zwang zur Überwindung eines Widerstandes definieren; oder sie wird – aus der Perspektive des G.-Opfers – als Verletzung oder Beeinträchtigung der körperlichen Integrität eines Menschen gefasst. Die moderne sozial- und kulturwiss. Forschungsdiskussion behandelt somit konkrete G.-Handlungen im Sinne von lat. vis (engl. force). Dagegen werden Ausweitungen des G.-Begriffs, z. B. im Sinne einer »psychischen« oder »strukturellen G.«, zunehmend kritisch gesehen, weil es derartigen Kategorien an an…
Date: 2020-11-18

Kernfamilie

(848 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
1. Bedeutung und BegriffsgeschichteK. (engl. nuclear family, franz. famille nucléaire) ist ein Fachbegriff aus der Familiensoziologie und der Histor. Demographie. Er bezeichnet zum einen die aus Eltern und Kindern bestehende familiale Einheit (Familie) innerhalb eines größeren genealogischen Zusammenhangs, zum anderen als Kurzform für »kernfamilialer Haushalt« (engl. nuclear family household) eine ausschließlich aus Eltern und Kindern bestehende Haushalts-Gemeinschaft. In der Forschung wurde der Begriff der K. seit den 1970er Jahren bewusst gegen den…
Date: 2019-11-19

Patenschaft

(892 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
1. BegriffUnter P. (engl. godparentship; franz. parrainage; ital. padrinaggio; span. compadrazgo) wurde in der Nz. die Tauf- bzw. in der kath. Kirche auch die Firm-P. verstanden (Sakrament). Der Begriff Pate ist vom lat. pater abgeleitet, »weil der das kind aus der taufe hebende zu demselben in geistige verwandtschaft tritt, der geistliche vater ( pater spiritualis) desselben wird«. Sein außerkirchl. metaphorischer Gebrauch im Sinne einer allgemeinen, freiwilligen Übernahme von Fürsorgepflichten (z. B. im Rahmen von Entwicklungshilfe oder Tier-P.) …
Date: 2019-11-19

Acta eruditorum

(728 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
Unter dem Titel A. E. gab der Leipziger Philosophieprofessor Otto Mencke 1682 die erste dt. Gelehrtenzeitschrift heraus (Zeitschrift). Sie enthielt lat. Anzeigen, Zusammenfassungen und Rezensionen zu Neuerscheinungen aus allen Bereichen der Wissenschaft. Die A. E. erschienen monatlich, wurden aber am Ende des Jahres mit einem Index auctorum ac rerum für den jeweiligen Jahrgang versehen und daher auch in Jahrgängen gebunden. Seit 1689 erschienen Supplementbände zur Ausweitung der Berichterstattung [8]. Nach dem Tod Otto Menckes wurden die A. E. zunächst von dessen Sohn Joha…
Date: 2019-11-19

Mutter

(772 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
1. BegriffM. ist eine gemeinindoeurop.Verwandtschafts-Bezeichnung für den weiblichen Eltern-Teil eines Kindes (Kindheit). Der rechtliche und soziale Status der M.schaft (s. u.) wird in der Regel durch die Geburt eines Kindes begründet, kann aber auch auf dem Rechtsakt der Adoption oder entsprechenden sozialen Praktiken (Pflege-M., Stief-M.) beruhen (Legitimation des Kindes). Mit dem Begriff der M. waren in nzl. europ. Gesellschaften starke emotionale, bes. auf Fürsorge und Schutz (Mütterlichkeit) gerichtete Konnotationen verbunden, die in der christl. Kult…
Date: 2019-11-19

Eltern

(3,274 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
1. BegriffsgeschichteSprachgeschichtlich handelt es sich bei dem Wort E. um einen substantivierten Komparativ von »alt«, der sich in allen westgerman. Sprachen als Bezeichnung für die direkten Vorfahren findet. E. ist somit verwandt mit lat. alere (»ernähren«, »wachsen lassen«) und bedeutet so viel wie »herangewachsen« [15. 16 f., 164]. Eine andere europ. Bezeichnung für E. leitet sich wie das engl. parents vom lat. parere (»hervorbringen«, »gebären«) ab. Das lat. Substantiv parentes erwarb jedoch im Laufe der Zeit ein breiteres Bedeutungsspektrum und bezeichnet…
Date: 2019-11-19

Trauung

(1,153 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
1. Katholische EhelehreAls T. (kirchenlat. copulatio) wird seit dem 16. Jh. »der feierliche kirchl. trauact«, also »die zwischen braut und bräutigam von dem priester in der kirchen vor dem altar durch verwechselung der trauringe öffentlich verrichtete einsegnung« bezeichnet. Das Substantiv entwickelte sich aus dem Verb »anvertrauen«, das im mittel- und norddt. Bereich seit dem 13. Jh. auf Verlöbnis und Heirat angewandt und zu Beginn der Nz. auf den Trauakt des Priesters verengt wurde [1. 1349 f.]; [2. 1559].Die Ehe wurde zwar schon im antiken Christentum als eine von G…
Date: 2019-11-19

Clan

(671 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
Das Wort C. stammt ursprünglich aus dem Angelsächsischen und wurde von dort ins Gälische ( clann) und Altirische ( cland) übernommen. C. war eine Bezeichnung für Nachkommenschaft bzw. Familie. Seit dem ausgehenden MA fand der Begriff im Englischen und Gälischen fast ausschließlich für schott. Familienverbände Verwendung; für das nzl. Irland ist er dagegen wenig belegt [1].In der modernen ethnologisch-anthropologischen Literatur wurde der Begriff C. von den schott. Familienverbänden auch auf andere Gesellschaften wie etwa die nordamerikan.-kanadischen tlingit [5] oder auf…
Date: 2019-11-19
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