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Your search for 'dc_creator:( "Cancik, Hubert" ) OR dc_contributor:( "Cancik, Hubert" )' returned 21 results. Modify search

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Orient und Okzident

(877 words)

Author(s): Cancik, Hubert
[English Version] I. Die Formel 1. Der Ausdruck Orient (Or.)/Okzident (Ok.; »die auf-/untergehende Sonne«; lat. ortus/occasus; griech. α᾿n̆ατολη´/anatolē´/ δυ´σις/dy´sis) bez. a) ein immer relatives Morgenland (vgl. Mt 2,1: »Magier vom Or.«; vgl. Anatolien/Türkei) oder Abendland (vgl. Hesperien) und b) eine Raumfiktion, ein Konstrukt der »mythischen Geographie«, ein weltanschauliches Stereotyp. Klarer ist die röm. Verwaltungssprache. Nach der Neugliederung des Imperium Romanum durch Diokletian verwaltete der praefectus praetorio per Orientem – eine analoge Bez. für den Westen gibt es nicht – die Diöz. Oriens (mit Palästina, Phoenicia, Arabia), Ägypten, K…

Verfall

(735 words)

Author(s): Cancik, Hubert
[English Version] I. Allgemein V. (v…

Paradoxographie

(384 words)

Author(s): Cancik, Hubert
[English Version] . P. ist ein nachantiker Name für antike Texte, die Wunderbares (griech. ϑαυ´ματα/thau´mata; lat. mirabilia) aus Natur und Gesch. erzählen, unerhörte Dinge, was unglaublich und gegen alle Erwartung (Paradox) ist. P. ist ein Teil von Naturkunde (naturalis historia) und Geschichtsschreibung. Ihre St…

Theologia

(1,438 words)

Author(s): Cancik, Hubert
[English Version] I. Wort und Begriff 1.Der Erstbeleg. Das Wort ϑεολογ-/theolog- (mit Ableitungen) erscheint spät und zunächst selten in der Gesch. der griech. Sprache. Das früheste Zeugnis kommt aus spätklassischer Zeit und belegt das Nomen ϑεολογι´α/theología. Plato kritisiert die Erziehung der Kinder mit fiktiven, lügnerischen, unmoralischen Mythen. Er nennt Homer, Hesiod und die anderen Dichter, die Theogonien, Theomachien, Gigantenkämpfe erzählen. Die Philosophen müssen Richtlinien (»Typen«, Rahmen, Grundzüge) bzgl. dessen…

Rohde

(156 words)

Author(s): Cancik, Hubert
[English Version] Rohde, Erwin (9.10.1845 Hamburg – 11.1.1898 Heidelberg), lehrte klassische Philol. in Kiel, Jena, Tübingen (1878–1886), Leipzig und Heidelbe…

Ritualbücher

(557 words)

Author(s): Cancik, Hubert
[English Version] (libri rituales). I. R. sind Sammlungen von verschrifteten Ritualen (Ritus/Ritual), von präskriptiven und deskriptiven Texten zum Gebrauch für den Kult, ggf. während des Kultaktes. Sie schreiben vor, »mit welchen Schlachttieren, an welchen Tagen, bei welchen Tempeln Heiliges gemacht werden soll, und woher für diese Aufwendungen Geld angefordert werden könnte« (Liv. I 19, 5; Opfer: II., 3.). Die R. belehren über das Verhältnis von Handlung und Wort im an…

Varro

(623 words)

Author(s): Cancik, Hubert
[English Version] Varro, Marcus Terentius (116–27 v.Chr.). Leben und Werk:

Vergil

(638 words)

Author(s): Cancik, Hubert
[English Version] Vergil, Publius Vergilius (später auch Virgilius) Maro

Tacitus

(574 words)

Author(s): Cancik, Hubert
[English Version] Tacitus, Publius (Caius ?) Cornelius (ca.55 – nach 116 n.Chr.). Leben und Werk: T. war Praetor (88) und Quindecimvir (?), Consul suffectus (97), Proconsul der Provinz Asia (112/13). Die Biogr. seines Schwiegervaters Cnaeus Iulius Agricola (gest.93) verbindet die laudatio funebris (Totenkult: III.) mit einer Ethnographie Britanniens. Die Ethnographie des freien, d.h. (noch) nicht röm. Germaniens (vf. um 100) zeichnet typisierend und idealisierend das Bild eines unverbildeten »Naturvolkes« und gefährlichen Nachbarn. – Der »Dialog über die Redner« (vf. um 105) di…

Religionskritik

(1,900 words)

Author(s): Cancik, Hubert | Krötke, Wolf
[English Version] I. Griechisch-römische Antike 1.Typen, Topik, Argumentationsmus…

Würde des Menschen

(1,735 words)

Author(s): Cancik, Hubert | Herms, Eilert
[English Version] I. Begriffsgeschichtlich (Antike) 1. Wichtige Begriffe neuzeitlicher Rechtskultur sind in der Antike ausgebildet worden: Naturrecht, Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit u.a. Einige stehen in der Antike jedoch in einem anderen Zusammenhang, sind weniger zentral und verbreitet als in der Neuzeit. Dies gilt für »Menschenrecht« (ius humanum), »Religionsfreiheit« (libertas religionis), »Person« (persona, Selbst), aber auch für »W. des M.…

Vorsokratiker

(2,003 words)

Author(s): Hülser, Karlheinz | Cancik, Hubert
[English Version] I. Philosophiegeschichtlich …

Romidee

(816 words)

Author(s): Cancik, Hubert | Wallraff, Martin | Schimmelpfennig, Bernhard
[English Version] I. Griechisch-römische Antike 1. Das Bild (imaginaire, Mythos, Idee), das die Römer von si…

Welt

(6,774 words)

Author(s): Cancik, Hubert | Figal, Günter | Herms, Eilert | Worthing, Mark
[English Version] I. Religionsgeschichtlich 1.Kosmos a) In der griech. und lat. Sprache wird »W.« wiedergegeben: allg. mit dem polaren Ausdruck »Himmel und Erde« (z.B. Diodorus Siculus 1,7,7); als die »von Menschen bewohnte W.« mit »Oikouménē« (…

Renaissance

(7,676 words)

Author(s): Köpf, Ulrich | Cancik, Hubert | Buttler, Karen | Imorde, Joseph | Mohr, Hubert
[English Version] I. Zum Begriff Der franz., auch ins Dt. und Engl. übernommene Begriff R. gehört zur großen Gruppe der organischen Metaphern für…

Urgeschichte

(2,260 words)

Author(s): Feldtkeller, Andreas | Arneth, Martin | Cancik, Hubert | Strutwolf, Holger
[English Version] I. Religionswissenschaftlich Das Konzept einer U., wie es im wiss. Diskurs verwendet wird, ist am bibl. Text Gen 1–11 ausgerichtet, läßt sich aber auch auf andere Zusammenhänge der Religionsgesch. übertragen. Sinnvoll ist dies jedoch nur, wo identitätsstiftende Erzählungen in ihren Zeitvorstellungen (Zeit) grundsätzlich geschichtsförmig sind (Geschichte/Geschichtsauffassung) und wo sie von der Vorstellung geleitet sind, daß dem Ursprung der Welt und/oder der eigenen (Abstammungs-…

Person

(4,890 words)

Author(s): Cancik, Hubert | Schütt, Hans-Peter | Grube, Andreas | Herms, Eilert | Schmidt, Heinz
[English Version] I. Zum Begriff 1. Die Herkunft des lat. Wortes persona – »Maske, Rolle, Status« – ist unbekannt, evtl. etruskisch. Der Philologe Gavius Bassus (1.Jh. v.Chr.) führte den »Ursprung« des Wortes auf die Funktion der antiken Theatermaske als Schalltrichter zurück, der die Stimme konzentriert und sie klangvoller »hindurchtönen« läßt (per-sonare; bei Gellius, Noctes Atticae 5,7). Griech. entspricht ihm das Wort προ´σωποn̆/pro´sōpon, »Angesicht, Maske, Vorderseite«. Das Wort persona wird in Grammatik, Rhetorik, Recht und Philos. gebraucht; wa…

Reinigung

(2,202 words)

Author(s): Stausberg, Michael | Cancik, Hubert | Seidl, Theodor | Kollmann, Bernd | Schneider-Ludorff, Gury | Et al.
[English Version] I. ReligionswissenschaftlichWie bei vielen anderen Tierarten (Tier) ist R. ein elementarer Bereich menschlichen Verhaltens. Gegenseitiges Reinigen impliziert und generiert Erwartungen, Vertrauen, Solidarität und Hierarchie. Rel. Handlungen (z.B. das Reinigen von Götterstatuen und -bildern) rekurrieren auf identische Strukturen.Reinigen ist ein Grundbestandteil ritueller Handlungssequenzen: Gereinigt werden Requisiten, aber nicht zuletzt die Akteure selbst. Der Prozeß ist dabei oft selbstreferentiell: Gereinigt wir…

Rom

(9,709 words)

Author(s): Koch, Guntram | Cancik, Hubert | Veltri, Giuseppe | Wallraff, Martin | Schimmelpfennig, Bernhard | Et al.
[English Version] I. Geschichtlich und archäologisch 1.Geschichtlich-archäologisch An einer günstigen Stelle, nämlich der Straße von Etrurien nach Latium und Campanien, einer Furt durch den Tiber, etwa 30 km von der Mündung des Tibers entfernt, weiterhin an der Straße von der Küste Richtung Apennin sowie an fruchtbaren Gegenden am Fluß, gab es zumindest seit dem 14.Jh. v.Chr. kleine Siedlungen (v.a. auf dem Capitol). Der Sage nach wurde R. dann 753 v.Chr. gegründet, und zwar von Romulus, der auch ers…

Sonne

(2,413 words)

Author(s): Mohn, Jürgen | Hartenstein, Friedhelm | Cancik, Hubert | Schroer, Silvia | Wallraff, Martin | Et al.
[English Version] I. Religionswissenschaftlich Die S. markiert und akzentuiert aufgrund ihrer Omnipräsenz in der Wahrnehmungswelt die zeitlichen und räumlichen Verlaufsformen der natürlichen und kulturellen Lebenswelt des Menschen. Die hiermit einhergehenden möglichen Ordnungsstrukturen, Deutungspotentiale, aber auch Ambivalenzen (hell und dunkel, Leben spendend und zerstörend) prädestinieren die S. auf mannigfaltige Weise, rel. Symbolisierungs- und Orientierungsleistungen in den verschiedensten Be…
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