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Your search for 'dc_creator:( "Gehrke, Hans-Joachim (Freiburg)" ) OR dc_contributor:( "Gehrke, Hans-Joachim (Freiburg)" )' returned 34 results. Modify search

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Pelatai

(153 words)

Author(s): Gehrke, Hans-Joachim (Freiburg)
[English version] (πελάται; Sg.: πελάτης, -τας) ist ein allgemeiner Begriff zur Bezeichnung von Abhängigen in der griech. Sprache. In solonischer Zeit (E. 7./Anf. 6. Jh.v.Chr.) hatte er - analog zu hektḗmoroi in Athen - möglicherweise eine technische Bed. (Aristot. Ath. pol. 2,2). Diese ist jedenfalls verlorengegangen, denn bereits bei Platon (Plat. Euthyphr. 4c) bezeichnet p. die Saisonarbeiter, die personenrechtlich frei sind (Poll. 3,82). Damit hatte das Wort eine ähnliche Bed. wie Theten; häufig wurden beide Begriffe auch synonym gebraucht. Ferner bezeichnete p. bes. Pe…

Hippeis

(638 words)

Author(s): Gehrke, Hans-Joachim (Freiburg)
[English version] Der Begriff H. (ἱππεῖς, “Reiter”) bezeichnet zunächst die zu Pferde in den Kampf ziehenden Krieger. Angesichts der großen Bed. des Hoplitenkampfes ( hoplítai ) spielten H. in der archa. und klass. Zeit mil. keine wesentliche Rolle; häufig wurden Pferde nur für den Weg zum Schlachtort genutzt. Ein Grund hierfür lag in der Tatsache, daß viele Landschaften Griechenlands der Pferdezucht in größerem Stil nur begrenzte Möglichkeiten boten (Hom. Od. 4,601ff.; Plat. leg. 625d; vgl. auch Stra…

Ephebeia

(1,676 words)

Author(s): Gehrke, Hans-Joachim (Freiburg)
(ἐφηβεία) [English version] I. Definition Die e. bezeichnete in Griechenland generell eine Altersstufe zwischen Kindheit und Mannesalter, und zwar die Pubertät, im engeren Sinne die Phase von deren Abschluß. Dies gilt in biologischer Hinsicht und ist dementsprechend auch in medizinischen Schriften behandelt. Für die e. wird in der Regel ein Alter zwischen 12 und 18, manchmal auch zwischen 12 und 20 Jahren angegeben; gelegentlich wird die vorangehende Stufe nach dem Ende der Kindheit mit einem eigenen Begriff (etwa μελλεφηβία, mellephēbía) bezeichnet. Charakteristisch ist d…

Rache

(835 words)

Author(s): Gehrke, Hans-Joachim (Freiburg)
(τιμωρία/ timōría, τίσις/ tísis; lat. ultio, vindicta , poena). [English version] A. Soziale Voraussetzungen R., in menschlicher Gemeinschaftsbildung regelmäßig ein zentrales Element sozialer Beziehungen, begegnet in der griech.-röm. Gesch. in spezifischen Ausprägungen, die in beiden Kulturkreisen sehr ähnlich sind. Die R. gehört in den allg. Rahmen einer Erwiderungsmoral, die den wechselseitigen Austausch zwischen Individuen und Gruppen in positiver wie negativer Hinsicht prägt (Gabentausch; Euergetismus). U…

Partheniai

(157 words)

Author(s): Gehrke, Hans-Joachim (Freiburg)
[English version] (παρθενίαι). Das Wort p. ist von griech. παρθένος ( parthénos, “Jungfrau”) abgeleitet und bezeichnet eine Gruppe von Spartanern, die Griechenland verließen und gegen Ende des 8. Jh.v.Chr. Tarent (Taras) gründeten. Schon unseren ältesten Quellen (Antiochos FGrH 555 F 13; Ephoros FGrH 70 F 216; Aristot. pol. 5,7,1306 b 29-31) war wohl außer dem Namen und dem Faktum selbst nichts Näheres mehr bekannt. Deshalb finden sich Erklärungen, die vom Wort her abgeleitet sind; danach habe es sich um i…

Muße

(1,381 words)

Author(s): Gehrke, Hans-Joachim (Freiburg) | Heimgartner, Martin (Basel)
[English version] I. Definition Die Begriffe σχολή ( scholḗ) und otium, die im Griech. und Lat. äquivalent verwendet wurden, haben ein breites Bed.-Spektrum; sie konnten jegliche Form von freier Zeit, die nicht für Arbeit oder andere Tätigkeiten genutzt wurde, bezeichnen, aber auch die Zeit, die Personen oder bestimmten Aktivitäten gewidmet wurde. Soziologisch gesehen vermittelt der Begriff klare Einsichten in wesentliche Elemente der griech.-röm. Ges.-Ordnung und der sozialen Normen, gerade auch aufgrund…

Leisure

(1,560 words)

Author(s): Gehrke, Hans-Joachim (Freiburg) | Heimgartner, Martin (Halle)
[German version] I. Definition The terms σχολή ( scholḗ; Lat . schola, scola) and otium, which had equivalent meanings in Greek and Latin, have a wide spectrum of meaning; they could indicate any form of free time not used for labour or other occupations, but also the time dedicated to people or certain activities. From a sociological point of view, the term provides clear insights into essential elements of the Graeco-Roman social order and of social norms, precisely because of the possibility of comparing differing mentalities. Gehrke, Hans-Joachim (Freiburg) [German version] II. Gr…

Historische Methoden

(4,263 words)

Author(s): Gehrke, Hans-Joachim (Freiburg i. Br.) RWG
Gehrke, Hans-Joachim (Freiburg i. Br.) RWG [English version] A. Einleitung (RWG) Die Auffassung des Begriffs H. M. reicht von der Beschreibung bestimmter Techniken und Arbeitsweisen in einem gleichsam handwerklich-zünftigen Sinne bis hin zu grundsätzlichen (methodologischen) Fragen nach den Möglichkeiten und Modi histor. Erkenntnis. Im Bereich der Alten Geschichte, die einerseits histor., andererseits alt.-wiss. Disziplin ist, sind neben den H. M. auch solche der engsten Nachbarfächer, Arch. und Philol., zu beachten. Gehrke, Hans-Joachim (Freiburg i. Br.) RWG B. Entwick…

Friendship

(2,316 words)

Author(s): Gehrke, Hans-Joachim (Freiburg) | von Reibnitz, Barbara (Basle)
I. Social History A. Greece [German version] 1. Private Friendship For the Greeks, friendship was one of the most important social relationships, generally egalitarian and guided by two main norms of behaviour, the duty of  reciprocity and a thinking guided by agonal competition (Thgn. 105ff.; 857ff.; 1263ff.; Eur. Or. 449ff.; 646ff.; Xen. Mem. 2,6,35). Political actions and the idea of justice were largely based on the desire of helping one's friends and harming one's enemies to the best of one's ability…

Freundschaft

(2,147 words)

Author(s): Gehrke, Hans-Joachim (Freiburg) | von Reibnitz, Barbara (Basel)
I. Sozialgeschichtlich A. Griechenland [English version] 1. Freundschaft im privaten Kontext F. bildete für die Griechen eine der wichtigsten sozialen Beziehungen, im Prinzip egalitär und geleitet von zwei dominierenden Verhaltensnormen, den Pflichten der Erwiderungsmoral (Reziprozität) und der agonalen Konkurrenzmentalität (Thgn. 105ff.; 857ff.; 1263ff.; Eur. Or. 449ff.; 646ff.; Xen. mem. 2,6,35). Polit. Verhalten und Gerechtigkeitsvorstellungen waren weitgehend davon geprägt, den Freunden nach Kräften zu…

Social structure

(4,590 words)

Author(s): Renger, Johannes (Berlin) | Müller-Wollermann, Renate | Gehrke, Hans-Joachim (Freiburg) | Schneider, Helmuth (Kassel) | Kuchenbuch, Ludolf (Hagen)
[German version] I. Ancient Near East Social structure in the ancient Orient was determined by who controlled the fundamental means of production in an agrarian society, the arable land. The usual form of government in such societies was a patrimonial monarchy. Palaces and temples were the institutional centres dominating the economic and social structures and developments, especially in Egypt and Mesopotamia; all parts of society were directly or indirectly incorporated into this system. The existenc…

Slavery

(5,179 words)

Author(s): Neumann, Hans (Berlin) | Müller-Wollermann, Renate | Gehrke, Hans-Joachim (Freiburg) | Heinrichs, Johannes (Bonn) | Prinzing, Günther | Et al.
[German version] I. Ancient Near East Mesopotamian cuneiform texts attest to slavery in the ancient Near East from the early 3rd millennium BC [1]. However, at no time were slaves the essential producers in the structure of the total economy [2]. From the 3rd-1st millennia BC, slaves were primarily deployed in private households, and to a lesser extent in institutional households (Palace, Temple). The main sources thus mostly come from the field of private law and governmental legislation [3]. Some of…

Familie

(6,726 words)

Author(s): Renger, Johannes (Berlin) | Feucht, Erika (Heidelberg) | Macuch, Maria (Berlin) | Gehrke, Hans-Joachim (Freiburg) | Deißmann-Merten, Marie-Luise (Freiburg) | Et al.
[English version] I. Alter Orient Die F. in Mesopot. war patrilinear organisiert; Reste von matrilinearen F.-Strukturen finden sich in hethit. Mythen, bei den amoritischen Nomaden des frühen 2. Jt. v.Chr. sowie den arab. Stämmen des 7. Jh. v.Chr. In der Regel herrschte Monogamie; Heirat mit Nebenfrauen minderen Rechts war möglich, Polygamie ist v.a. in den Herrscher-F. bezeugt. Die F. bestand aus dem Elternpaar und seinen Kindern, über deren Zahl keine verläßlichen Angaben möglich sind. Unverheiratete Brüder des F.-Oberhauptes konnten Teil der F. sein. Die Funktion der F. al…

Family

(7,857 words)

Author(s): Renger, Johannes (Berlin) | Feucht, Erika (Heidelberg) | Macuch, Maria (Berlin) | Gehrke, Hans-Joachim (Freiburg) | Deißmann-Merten, Marie-Luise (Freiburg) | Et al.
[German version] I. Ancient Orient The family in Mesopotamia was organized in a patrilineal manner; remnants of matrilineal family structures are to be found in Hittite myths, among the Amorite nomads of the early 2nd millennium BC and the Arab tribes of the 7th cent. BC. As a rule monogamy was predominant; marriage to concubines with lesser rights was possible, while there is evidence of polygamy particularly in the ruling families. The family consisted of a married couple and their children althoug…
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