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Your search for 'dc_creator:( "Behringer, Wolfgang" ) OR dc_contributor:( "Behringer, Wolfgang" )' returned 66 results. Modify search

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Luftreise

(889 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. AllgemeinTheoretische Überlegungen und Experimente zur Luftfahrt wurden in der Nz. von Berichten über angebliche oder tatsächliche L. flankiert. Diese konnten als Rahmenhandlung für die Präsentation wiss. Beobachtungen oder einer Gesellschafts- Utopie dienen. Sie reflektierten die kosmologischen Vorstellungen ihrer Zeit und – speziell im Zeitalter der wissenschaftlichen Revolution – den Übergang vom geozentrischen zum kopernikanischen Weltbild (Kopernikanische Wende) bzw. von der aristotelischen Physik zu den Weltbildern Giordano Brunos und Isaac Newtons [3]. Mi…
Date: 2019-11-19

Kultur, Alltag und Kommunikation

(1,597 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. Gegenstand, zeitliche und räumliche EinordnungAusgangspunkt der Kultur war nicht zufällig die Landwirtschaft, auf der die Entwicklung komplexer Zivilisationen beruht. Diese unterscheiden sich nicht nur auf der Ebene der polit. Verfassung und der Religionen, sondern auch und v. a. in der materiellen Kultur, im Alltagswissen und in der Organisation des täglichen Lebens. Obwohl im europ. Verständnis seit der Renaissance Kultur und Hochkultur als identisch gelten und vornehmlich Literatur, Musik, Wissenschaft und Religion als ihre wich…
Date: 2019-11-19

Materielle Kultur

(2,004 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. DefinitionDie M. K. ist konstitutiver Bestandteil der Alltags-Wirklichkeit, sie ist »das augenfälligste und greifbarste Moment von Kultur« [16]. Ihre Produktion ist an geistige und mentale Prozesse und letztlich an bestimmte Formen der sozialen Organisation (Gesellschaft), der Ökonomie, Sprache, Religion, der Ethik und des Rechts gebunden [16. 72]. Die M. K. umfasst so unterschiedliche Dinge wie Nahrung und Kleidung, Architektur und Wohnkultur, Werkzeuge und Waffen, Geräte und Maschinen, Schmuck und Luxus-Gegenstände, Medien und Fortbewegungsm…
Date: 2019-11-19

Vergnügung

(906 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. BegriffZedlers Universal-Lexicon definierte 1746 V. als »denjenigen Affect, der vom Anschauen oder aus dem Genusse der Vollkommenheiten entstehet«, sei es etwa in der Musik, in der Architektur oder in der wiss. Erkenntnis. Der Akt des Genusses stelle die V. dar, wobei des »Gemüths Vergnügungen die reinesten und nützlichsten sind«. Im Sinne der Philosophie der Aufklärung stehe die V. der Zielvorstellung der Glückseligkeit nahe [1. 748–750]. Krünitz' Oeconomische Encyclopädie assoziiert 1851 Vergnügen etwas körperhafter mit » Lust, Wollust, Freude, Ergötzung, etc.« und…
Date: 2019-11-19

Fluchen

(803 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
Nach der Definition in Zedlers Universal-Lexicon ist F. »eine Rede, wodurch wir jemanden was böses anwünschen [sic]« [1. 1337]. Tatsächlich sind Segnen (lat. benedicere) und F. (lat. maledicere) verwandt; beide beruhen auf dem Glauben an die Macht des Wortes, insbes. wenn es von befähigten Personen unter Beachtung bestimmter Formeln und Riten eingesetzt wird. In diese Kategorie gehören sog. Fluchpsalmen und Fluchmessen. F. steht in kontrapunktischer Position zum Gebet, welches an Gott gerichtet eine positive Wirkung erzielen soll. Eine Nachbarschaft besteht zu Bann, Beschwöru…
Date: 2019-11-19

Grippe

(885 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. BegriffObwohl sich der Begriff influenza bereits 1504 in der Chronik des florent. Apothekers Luca Landucci findet, setzte sich eine kohärente Terminologie erst ab 1742/43 durch. Nach einem Bericht des London Magazine von 1743 ( News from Rome of a Contagious Distemper Raging There, Call'd the Influenza; »Neuigkeiten aus Rom über eine ansteckende dort wütende Krankheit, genannt die Influenza«) wurde der Begriff anlässlich der G.-Epidemie jenes Jahres ins Englische übernommen. Etwa gleichzeitig begann man in Frankreich, die Krankheit la grippe zu nennen.Während der ital. Be…
Date: 2019-11-19

Nachrichtenagentur

(783 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. Der Nachrichtenmarkt der RenaissanceN. im institutionellen Sinne gab es während der Frühen Nz. noch keine, wohl aber Schlüsselfiguren im Nachrichten-Wesen, die in die Rolle professioneller Agenten hineinwuchsen. Diese hatten ihren Sitz an Orten, an denen häufig Neuigkeiten im Sinne der frühnzl. Berichterstattung eintrafen (Hafenstädte, Hauptstädte) oder entstanden ( Rom, Höfe, Residenzen, Kriegsschauplätze etc.). Mit der Ausbildung des europ. Staatensystems und der europ. Weltwirtschaft, dem Staats-Bildungsprozess, dem Humanismus, den Entde…
Date: 2019-11-19

Jenseitskontakt

(726 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. Begriff Der Begriff J. basiert auf einer binären Opposition zwischen dem Diesseits als der Welt der Lebenden und dem Jenseits als der Welt der Verstorbenen, aber auch der Geister und Götter bzw. in monotheistischen Religionen des einen Gottes. Die Grenzlinie zwischen diesen Welten wird durch den Tod bestimmt. Seit der Aufklärung wurde die Existenz der »anderen Welt« (engl. otherworld) in den Bereich der Phantasie verwiesen. In der christl. Vorstellung ruhen die Toten bis zum Tag des Jüngsten Gerichts, ihre Seelen gehen in die Hölle oder in das Paradi…
Date: 2019-11-19

Herausforderung

(845 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. DefinitionDie H. war eine ritualisierte Form (Ritual) der privaten »Kriegserklärung«, mit der im Alltag die Bereitschaft von Konkurrenten zur Verteidigung ihrer Ehre getestet wurde. Sie war im nzl. Europa eine grundlegende Form des Austragens interpersonaler Konflikte und der sozialen Kontrolle. Quellen finden sich in einer Unzahl von Prozessen vor den herrschaftlichen Nieder-Gerichten.In lokalen Weistümern [7. 58–60], Dorfordnungen und Polizeiordnungen wurde die H. entweder unter »Freveln, Schlaghandlungen und Injurien« (Hochstift Augsburg 1534) [1. Bd. 1, 199f.] …
Date: 2019-11-19

Karneval

(1,114 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. BegriffK. leitet sich von lat. carnislevamen bzw. ital. carnelevare (»Fleischwegnahme«) oder schlicht von der lat. Scherzformel carne vale (»Fleisch lebe wohl«) ab und bedeutet den Abschied von allen »fleischlichen« Genüssen zu Beginn der Fastenzeit. Die Bezeichnung K. ist in roman. Sprachen, im Englischen ( carnival) und seit dem 17. Jh. im Rheinland verbreitet. Im übrigen dt. Sprachraum sind »Fastnacht« oder »Fasnet« gebräuchlich, bayer. und österr. »Fasching« (von mhdt. »vast-schanc«, dem letzten Trunk vor der Fastenzeit).Wolfgang Behringer2. Bedeutung im Kirchen…
Date: 2019-11-19

Feen

(788 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
Der Begriff F. leitet sich über das Französische von vulgärlat. fata (»Schicksalsgöttin«; fatum = Schicksal) ab. Die F.-Vorstellung, in die antike und indoeurop. Traditionen eingegangen sind, besitzt die intensivste Überlieferung in der kelt. Literatur, wo im Umkreis der Artussage die Fee Morgaine (von hier die »Fata Morgana«) ihre bekannteste Ausprägung darstellt. Das bereits bei G. Chaucer ( Canterbury Tales) im 14. Jh. aufscheinende F.-Thema wurde im 16. Jh. von neuem entdeckt und von E. Spenser ( The Faerie Queene) und Shakespeare ( A Midsummer Night's Dream) verarbeitet. Im E…
Date: 2019-11-19

Aktualität

(1,092 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. AnfängeDie A. von Informationen war seit der Renaissance in steigendem Maße ein Erfordernis der Politik und des sich entwickelnden Handelskapitalismus. Dies führte zur Ausbildung von arbeitsteiligen Systemen der professionellen Übermittlung von Nachrichten. Städte, Höfe, Klöster und Kaufleute stellten Boten ein (Botenwesen). Reiterstafetten wurden nach Ausweis der Quellen erstmals von Herzog Giangaleazzo Visconti (reg. 1395–1402) in Mailand eingeführt. Dort haben sich erste Überreste jener » Stundenzettel« erhalten, mit denen die Geschwindigkeit der Nachri…
Date: 2019-11-19

Bulldogge/Bulldog [Hinzugefügt 2018]

(2,132 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. Zucht von BulldoggenBei der B. (engl. bulldog) handelt es sich um einen massigen und muskulösen Kampfhund nach dem Typ der Molosser [22. 251f.]. Diese Hundegattung war von den Römern in Britannien eingeführt und durch Zucht weiterentwickelt worden ( Tierzucht). Welche Rolle dabei einheimische Rassen spielten, ist so umstritten wie die Annahme, dass sich der Begriff Mastiff von lat. mixtivus (»Mischling«) ableitet [4].Die erste umfassende Klassifikation von Hunden in fünf Sektionen durch John Caius behandelt in der vierten Gruppe die canes rustici (»bäuerliche Hun…
Date: 2019-11-19

Weihnachten

(1,013 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. BedeutungW. (wörtlich »geweihte« oder »heilige Nacht«) bezeichnet den Vorabend des Festes der »Geburt des Herrn« (lat. nativitatis Domini, natalis Domini). Seit 354 wird es am 25.12. gefeiert, vermutlich zwecks Verdrängung des Geburtstagsfestes des heidnischen Gottes Sol Invictus. Die W.-Liturgie ist geprägt vom Dank für die Geburt Jesu Christi und die damit verbundene christl. Hoffnung auf Erlösung.Wolfgang Behringer2. KirchenjahrNeben dem Osterzyklus spielt der W.-Zyklus eine herausragende Rolle im Kirchenjahr. Dem Fest gehen vier Sonntage voraus, die auf die Ankunft…
Date: 2019-11-19

Aviso

(761 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
A. (Pl. Avisi) ist ein Begriff des Kommunikationswesens, der im 16. Jh. aus dem Ital. ( avviso: Nachricht, Warnung, Ratschlag) in andere europ. Sprachen übernommen wurde. Er nahm bald in der Bedeutung »Begleitbrief« eine Schlüsselrolle im Postwesen (Post) ein und sollte sich im frühen 17. Jh. auch im neuen Medium der periodischen , gedruckten Zeitung im Sinne von »Nachrichten« einbürgern, bis er durch eine jüngere Begrifflichkeit überlagert wurde. Da das Postwesen durch die Familie de Tassis (seit 1651 Thurn und Taxis) nach Österreich, Deutschland, d…
Date: 2019-11-19

Schnelligkeit

(948 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. AllgemeinZum Thema Sch. (die in der Moderne als Gegensatz von Langsamkeit einen Wert an sich darstellt, etwa in Arbeitswelt, Kommunikationswesen oder Sport), bot Zedlers Universallexikon 1743 nur Bibelzitate an; der Artikel »Geschwindigkeit« (1735) hingegen ist von einem Physiker verfasst, der seinen Gegenstand durch die Formel v = s/t definiert: Als Beispiel dient der Lauf zweier Boten, von denen einer eine Meile in einer Stunde, der andere in zwei Stunden zurücklegt. Sch. spielte in der Frühen Nz. jedoch bereits in denselben Bereichen wie heute eine Rolle.Wolfgang Behringe…
Date: 2019-11-19

Glocke

(942 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. BegriffDer dt. Begriff G. leitet sich wie irisch cloch, fläm. klok, schwed. klocka, franz. cloche und vermutlich auch russ. kolokal vom mlat. clocca her. Ob dieses auf ein kelt. clocc zurückgeht, ist umstritten. Möglicherweise ist der Begriff lautmalend wie engl. bell oder lat. tintinnabulum (»Klingel«; »Schelle«).Wolfgang Behringer2. Guss und AufhängungDer G.-Guss als bevorzugte Herstellungsform reicht bis in die vorderasiat. Bronzezeit zurück. Er verbreitete sich seit dem 6. Jh. in ganz Europa, im Bereich der byz. und der russ. orthodoxen …
Date: 2019-11-19

Drohung

(899 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang | Naphy, William
1. Drohung im RechtIm Bereich des Strafrechts bedeutete D. das Inaussichtstellen eines Übels, dessen Verwirklichung vom Verhalten des Bedrohten abhing. Diese Form der Nötigung oder Erpressung gehörte in der Nz. zum Tatbestandsmerkmal verschiedenster Verbrechen, z. T. mit direktem sprachlichen Niederschlag wie bei der »Notzucht« (Vergewaltigung), aber auch bei Raub oder Mord, gegen welche jede Form der Notwehr zulässig war [3. Art. 139–145]. D. spielten auch bei Verbrechen, die dem Landfriedens-Bruch subsumiert wurden, oder bei politischen Verbrechen wie…
Date: 2019-11-19

Gefühl

(2,422 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang | Leppin, Volker
1. Allgemein 1.1. Probleme der DefinitionUnter »Fühlen, Gefühl« verstand noch Zedlers Universallexikon in der Mitte des 18. Jh.s »einen der fünf äußerlichen Sinne, der sich über den ganzen Leib ausbreitet« [1], also den Tastsinn (lat. tactus). Emotionen wie Liebe, Eifersucht, Neid, Melancholie oder Traurigkeit, die man heute unter dem Begriff G. subsumieren würde, werden hingegen als »Gemüths-Neigung«, als »Gemüths-Beschaffenheit« oder als »Gemüths-Bewegung« beschrieben.G. sind tief in der Entwicklungsgeschichte der Menschheit verankert. Sie sind als Grun…
Date: 2019-11-19

Zeit

(9,233 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang | Busche, Hubertus
1. AllgemeinesEtymologisch hängt das dt. Wort Z. mit tide zusammen, dem Wechsel der Gezeiten. Sie ist also anthropozentrisch konstruiert und spiegelt die Wahrnehmung der zyklischen oder linearen Veränderung der äußeren Welt wider. Wie beim lat. tempus oder dem engl. time (vgl. franz. temps, ital. tempo) ist eine begrenzte Z., ein Z.-Abschnitt gemeint. Zedlers Universal-Lexicon definiert Z. als »eine gewisse und determinierte Verweilung der Gestirne in ihrem Lauffe, wornach das Seyn und Dauern anderer Dinge gemessen wird« [2. 725].Vielfach wurde die Z. bildlich dargestell…
Date: 2019-11-19
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