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Your search for 'dc_creator:( "Behringer, Wolfgang" ) OR dc_contributor:( "Behringer, Wolfgang" )' returned 107 results. Modify search

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Afterlife, communication with

(798 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. Concept The concept of communication with the afterlife depends on a binary opposition between “this world” as the world of the living and the afterlife, the world of the dead, of spirits, and gods - or in the monotheistic religions, the one God. Death marks the boundary between these worlds. Death marks the boundary between these worlds. The Enlightenment relegated the existence of the “otherworld” to the realm of fantasy. In the Christian view, the dead rest until the Day of Judgem…
Date: 2019-10-14

Bibliotheca Magica

(1,246 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. Prior history of the superstition discourse The project of a Bibliotheca Magica (“Magical Library”) belongs in the context of the struggle between science (Knowledge) and superstition. On the initiative of Christian Thomasius, who as an expert witness as late as 1696 would have endorsed the execution of a witch had colleagues not restrained him, past debates about witchcraft were revisited early in the 18th century for political purposes (abolition of witchcraft trial and torture). The jurist Johann Reiche, whom Thomasius supervised in his doctoral dissertation, De crimine mag…
Date: 2019-10-14

Pünktlichkeit

(786 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. AllgemeinP. gehört zu den zeitbezogenen sozialen Regeln, deren Einhaltung starken kulturellen Schwankungen unterliegt. Im Verlauf der Frühen Nz. wurde sie immer stärker mit Präzision (franz. accuratesse) und Verlässlichkeit, Verspätung dagegen mit mangelnder Höflichkeit und fehlendem Respekt assoziiert. Es wäre jedoch verfehlt, die Tugend der P. allein in den Kontext der Sozialdisziplinierung zu stellen, da die Fundamentalprozesse der Steigerung der Arbeitsteiligkeit und der Beschleunigung eine veränderte Wahrnehmung von Zeit bewirkten.Wolfgang Behringer2. Urba…
Date: 2019-11-19

Presse, periodische

(639 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
Unter P. P. versteht man die Publikation von Nachrichten mithilfe der Druckerpresse in regelmäßigen Intervallen. Das Phänomen der Periodizität entstand – von Kalendern abgesehen – erst in zeitlichem Abstand zur Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern um 1450 und war abhängig von der Verregelmäßigung der Nachrichtenübermittlung aufgrund der Fortschritte in der Organisation des Post-Wesens seit der Mitte des 16. Jh.s. Der Begriff P. P. fasst verschiedene Frequenzen der Zeitungs-Publikation zusammen und trägt dem Umstand Rechnung, dass sich die seit dem …
Date: 2019-11-19

Kommunikationsrevolution

(744 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. DefinitionDer engl. Begriff communication revolution wurde in der ersten Hälfte des 20. Jh.s von amerikan. Wirtschaftshistorikern im Hinblick auf die eigene Nationalgeschichte geprägt [3] und seit den 1970er Jahren üblicherweise im Plural gebraucht ( communications revolutions) [7]. Nach der Übernahme ins Deutsche [11]; [9. 2, 51 f.] erfolgte der Versuch, den Begriff im Hinblick auf makrohistor. Prozesse neu zu definieren.Für die Nz. wurden nach dem Vorbild des Konzepts der »Industriellen Revolution« (vgl. Industrialisierung 1.3.) eine Reihe fundamentaler Umwä…
Date: 2019-11-19

Frühe Neuzeit

(2,953 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. BegriffsdefinitionDie F. N. (engl. early modern period, ital. prima età moderna; im Franz. fehlt ein entsprechender Begriff) ist begrifflich und inhaltlich eine Tochter der Neuzeit und hat mit ihr den Beginn und zahlreiche Merkmale gemeinsam. Dazu gehört als Voraussetzung die konzeptuelle Trias von glorreicher Antike, finsterem Mittelalter und strahlender Nz. – Letzterer zunächst als Wiedergeburt der Antike, dann als Zeitalter der Erfindungen und Entdeckungsreisen, das weit über das Wissen und Können der Alten hinauswächst. In diesem Sin…
Date: 2019-11-19

Schmutz

(903 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. BegriffSch. ist Materie zur falschen Zeit am falschen Ort, »etwas, das fehl am Platz ist« [5. 52], unerwünschter Überrest (zeitgenössische dt. Begriffe: Abfall, Dreck, Kehricht, Mist, Müll, Schutt, »Unlust« etc.) bzw. Verunreinigung, die durch mangelnde Hygiene sowie durch mechanische, biologische (z. B. Monatsblutung), physikalische oder chemische Prozesse (z. B. Oxydation, Rost) entsteht und einen Organismus oder ein System durch unerwünschte oder schädliche Stoffe kontaminieren kann. Darüber hinaus wird der Begriff in me…
Date: 2019-11-19

Piazza

(1,279 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. Begriff und BedeutungswandelIn den ital. Stadtstaaten nahm die P. (ital.; ›Platz‹) spätestens seit dem SpätMA eine öffentliche Bedeutung an, die weit über die bloße Funktion als Markt-Platz hinausging. Der umbaute offene Raum in der Stadt-Mitte war der Ort des öffentlichen Lebens, der polit. Öffentlichkeit der Stadt und ihres Umlandes (ital. contado), das von der Stadt aus beherrscht wurde, also der zentrale Ort der Kommunikation.Die Bedeutung der P. erschließt sich aus dem interkulturellen Vergleich: Nicht jede Zivilisation kannte die Einrichtung des zentralen Platzes als…
Date: 2019-11-19

Selbstzeugnisse

(1,249 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. Begriff und GegenstandIm Unterschied zur Autobiographie umfassen S. auch nicht intentional überlieferte Zeugnisse von Individuen; sie greifen also von der bewussten Tradition in den Bereich der »Überreste« (J. G. Droysen) über. Dazu können im Zuge von Verwaltungsakten und Gerichtsverfahren entstandene Dokumente (z. B. Suppliken, Verhörprotokolle, Zeugenbefragungen) ebenso gehören wie Kunst- oder Handwerksprodukte. Zur Entschlüsselung der Sachüberreste sind oft Kenntnisse der Kunst-, Musik-, Literat…
Date: 2019-11-19

Lüge

(880 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. Ein Zeitalter der VerstellungWer es aus einer postmodernen Perspektive unternimmt, in der Frühen Nz. Diskurse auf der Grundlage von Texten zu vergleichen, ist verloren [1]. In einer Periode, die durch religiös motivierte Gewalt, absolutistischen Konformitätsdruck und schließlich die Vernunft-Ideologie der Aufklärung charakterisiert war, war es oft notwendig, die eigene Meinung zu verbergen. Als Leitfaden der Interpretation nzl. Texte sollte daher gelten, was Niccolò Machiavelli am 17. 5. 1521 an Francesco Guicciardini schrieb: »Seit langer Zeit habe ich weder…
Date: 2019-11-19

Knappheit

(730 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. BegriffWährend K. in der modernen Wirtschafts-Theorie einen Zustand im Prozess der Preisbildung beschreibt, folgt die Gütermenge in traditionalen Gesellschaften nicht allein der Logik des Marktes. Vielmehr kann man K. als chronischen Zustand beschreiben, den man aus der Logik der Agrarverfassung, den geringen Ertragsziffern der Landwirtschaft und den gesellschaftlichen Vorstellungen von der Verteilung der Güter erklären kann. Wolfgang Behringer2. KnappheitskrisenDass das vormoderne Europa immer wieder von schweren agrarischen Versorgungskrisen ( Hungerkrisen un…
Date: 2019-11-19

Netzwerk

(759 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
Das Konzept des N., wie es von der Soziologie des ausgehenden 20. Jh.s entwickelt wurde [8], kann auch auf frühere Epochen angewendet werden und als Gradmesser der Strukturentwicklung bei der Organisation des Alltags dienen [7]. Unterschieden werden muss zwischen (1) N., die sich auf Personen oder Institutionen stützen, und (2) materiellen Formen der Infrastruktur, welche die Kommunikation insgesamt auf eine neue Grundlage stellten und Medienrevolutionen bewirkten [2]. Dabei kann nochmals zwischen organisatorischen und strukturell-materiellen Ebenen unterschi…
Date: 2019-11-19

Mercuries

(932 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. Begriff und HerleitungAls M. wurden im 17. Jh. die politischen Zeitungen bezeichnet, da sie v. a. in England meist den Namen des röm. Götterboten Mercurius im Titel trugen. Während in den 1620er Jahren der Begriff coranto üblich war, dominierten dort seit 1641 Merkur-Titel so sehr, dass periodische Zeitungen summarisch als M. bezeichnet wurden. Erst nach der Restauration ab 1660 etablierten sich daneben die gazettes und nach den 1690er Jahren Zeitungstitel, die direkt auf das Post-Wesen Bezug nahmen (Postzeitung).In der internationalen Forschung wird die Einführung d…
Date: 2019-11-19

Aviatik

(1,171 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
A. ist die Fähigkeit, sich mit Hilfe von Flügeln bzw. Tragflächen in der Luft zu halten, die Kunst also, nach Art der Vögel (lat. avis) zu fliegen. Bereits in der ma. Chronistik gibt es immer wieder Nachrichten über Individuen, die versuchten, den Vogelflug nachzuahmen. Solche »Flüge« von hohen Türmen endeten meist tragisch. Seit der zweiten Hälfte des 15. Jh.s besitzen wir vermehrt Nachrichten von Flugversuchen, die durch ihre Detailfülle an Glaubhaftigkeit gewinnen, wie im Fall des Giovanni Battista Danti (ca. 1477–1517), der 1496 Flugversuche am Trasimenersee und sc…
Date: 2019-11-19

Sport

(6,247 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
01. BegrifflichkeitDer heutige Begriff S. geht auf das bereits in der Frühen Nz. gebräuchliche engl. Wort sport zurück, das sich vom anglo-normannischen se desportes (franz. se deporter, »sich vergnügen, zerstreuen«) herleitet. Es ging also um Aktivitäten, mit denen man sich die Zeit vertreibt. Im Deutschen wurden diese in der Frühen Nz. unter dem Begriff »Kurzweil« verbucht ( Vergnügung). Neben körperlichen Wettkämpfen [1] und Leibesübungen (lat. exercitia corporis) umfasste der S. auch Tierkämpfe (engl. blood sports) sowie kompetitive Spiele aller Art, darunter auch di…
Date: 2019-11-19

Urlaub

(883 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. BegriffsdefinitionWenn heute Schweizer, Österreicher oder Bayern in die Ferien, Engländer in die holidays, Franzosen in die vacances, die meisten Deutschen jedoch in den U. fahren, verbergen sich dahinter histor. Bezüge. Die frühnzl. Definition von U. unterscheidet sich grundlegend von heutigen, die mit Freizeit [10] und Ortsveränderung bzw. Reisen assoziiert werden. Der Begriff U. hängt etymologisch mit »Erlauben« zusammen und bedeutete laut Zedlers Universal-Lexicon »nichts anders als die Erlaubnis, Nachsicht oder Vergünstigung derer Obern, daß ihre Un…
Date: 2019-11-19

Luftreise

(889 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. AllgemeinTheoretische Überlegungen und Experimente zur Luftfahrt wurden in der Nz. von Berichten über angebliche oder tatsächliche L. flankiert. Diese konnten als Rahmenhandlung für die Präsentation wiss. Beobachtungen oder einer Gesellschafts- Utopie dienen. Sie reflektierten die kosmologischen Vorstellungen ihrer Zeit und – speziell im Zeitalter der wissenschaftlichen Revolution – den Übergang vom geozentrischen zum kopernikanischen Weltbild (Kopernikanische Wende) bzw. von der aristotelischen Physik zu den Weltbildern Giordano Brunos und Isaac Newtons [3]. Mi…
Date: 2019-11-19

Kultur, Alltag und Kommunikation

(1,597 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. Gegenstand, zeitliche und räumliche EinordnungAusgangspunkt der Kultur war nicht zufällig die Landwirtschaft, auf der die Entwicklung komplexer Zivilisationen beruht. Diese unterscheiden sich nicht nur auf der Ebene der polit. Verfassung und der Religionen, sondern auch und v. a. in der materiellen Kultur, im Alltagswissen und in der Organisation des täglichen Lebens. Obwohl im europ. Verständnis seit der Renaissance Kultur und Hochkultur als identisch gelten und vornehmlich Literatur, Musik, Wissenschaft und Religion als ihre wich…
Date: 2019-11-19

Materielle Kultur

(2,004 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. DefinitionDie M. K. ist konstitutiver Bestandteil der Alltags-Wirklichkeit, sie ist »das augenfälligste und greifbarste Moment von Kultur« [16]. Ihre Produktion ist an geistige und mentale Prozesse und letztlich an bestimmte Formen der sozialen Organisation (Gesellschaft), der Ökonomie, Sprache, Religion, der Ethik und des Rechts gebunden [16. 72]. Die M. K. umfasst so unterschiedliche Dinge wie Nahrung und Kleidung, Architektur und Wohnkultur, Werkzeuge und Waffen, Geräte und Maschinen, Schmuck und Luxus-Gegenstände, Medien und Fortbewegungsm…
Date: 2019-11-19

Vergnügung

(906 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. BegriffZedlers Universal-Lexicon definierte 1746 V. als »denjenigen Affect, der vom Anschauen oder aus dem Genusse der Vollkommenheiten entstehet«, sei es etwa in der Musik, in der Architektur oder in der wiss. Erkenntnis. Der Akt des Genusses stelle die V. dar, wobei des »Gemüths Vergnügungen die reinesten und nützlichsten sind«. Im Sinne der Philosophie der Aufklärung stehe die V. der Zielvorstellung der Glückseligkeit nahe [1. 748–750]. Krünitz' Oeconomische Encyclopädie assoziiert 1851 Vergnügen etwas körperhafter mit » Lust, Wollust, Freude, Ergötzung, etc.« und…
Date: 2019-11-19
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