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Your search for 'dc_creator:( "Behringer, Wolfgang" ) OR dc_contributor:( "Behringer, Wolfgang" )' returned 66 results. Modify search

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Feen

(788 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
Der Begriff F. leitet sich über das Französische von vulgärlat. fata (»Schicksalsgöttin«; fatum = Schicksal) ab. Die F.-Vorstellung, in die antike und indoeurop. Traditionen eingegangen sind, besitzt die intensivste Überlieferung in der kelt. Literatur, wo im Umkreis der Artussage die Fee Morgaine (von hier die »Fata Morgana«) ihre bekannteste Ausprägung darstellt. Das bereits bei G. Chaucer ( Canterbury Tales) im 14. Jh. aufscheinende F.-Thema wurde im 16. Jh. von neuem entdeckt und von E. Spenser ( The Faerie Queene) und Shakespeare ( A Midsummer Night's Dream) verarbeitet. Im E…
Date: 2019-11-19

Aktualität

(1,092 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. AnfängeDie A. von Informationen war seit der Renaissance in steigendem Maße ein Erfordernis der Politik und des sich entwickelnden Handelskapitalismus. Dies führte zur Ausbildung von arbeitsteiligen Systemen der professionellen Übermittlung von Nachrichten. Städte, Höfe, Klöster und Kaufleute stellten Boten ein (Botenwesen). Reiterstafetten wurden nach Ausweis der Quellen erstmals von Herzog Giangaleazzo Visconti (reg. 1395–1402) in Mailand eingeführt. Dort haben sich erste Überreste jener » Stundenzettel« erhalten, mit denen die Geschwindigkeit der Nachri…
Date: 2019-11-19

Bulldogge/Bulldog [Hinzugefügt 2018]

(2,132 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. Zucht von BulldoggenBei der B. (engl. bulldog) handelt es sich um einen massigen und muskulösen Kampfhund nach dem Typ der Molosser [22. 251f.]. Diese Hundegattung war von den Römern in Britannien eingeführt und durch Zucht weiterentwickelt worden ( Tierzucht). Welche Rolle dabei einheimische Rassen spielten, ist so umstritten wie die Annahme, dass sich der Begriff Mastiff von lat. mixtivus (»Mischling«) ableitet [4].Die erste umfassende Klassifikation von Hunden in fünf Sektionen durch John Caius behandelt in der vierten Gruppe die canes rustici (»bäuerliche Hun…
Date: 2019-11-19

Weihnachten

(1,013 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. BedeutungW. (wörtlich »geweihte« oder »heilige Nacht«) bezeichnet den Vorabend des Festes der »Geburt des Herrn« (lat. nativitatis Domini, natalis Domini). Seit 354 wird es am 25.12. gefeiert, vermutlich zwecks Verdrängung des Geburtstagsfestes des heidnischen Gottes Sol Invictus. Die W.-Liturgie ist geprägt vom Dank für die Geburt Jesu Christi und die damit verbundene christl. Hoffnung auf Erlösung.Wolfgang Behringer2. KirchenjahrNeben dem Osterzyklus spielt der W.-Zyklus eine herausragende Rolle im Kirchenjahr. Dem Fest gehen vier Sonntage voraus, die auf die Ankunft…
Date: 2019-11-19

Aviso

(761 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
A. (Pl. Avisi) ist ein Begriff des Kommunikationswesens, der im 16. Jh. aus dem Ital. ( avviso: Nachricht, Warnung, Ratschlag) in andere europ. Sprachen übernommen wurde. Er nahm bald in der Bedeutung »Begleitbrief« eine Schlüsselrolle im Postwesen (Post) ein und sollte sich im frühen 17. Jh. auch im neuen Medium der periodischen , gedruckten Zeitung im Sinne von »Nachrichten« einbürgern, bis er durch eine jüngere Begrifflichkeit überlagert wurde. Da das Postwesen durch die Familie de Tassis (seit 1651 Thurn und Taxis) nach Österreich, Deutschland, d…
Date: 2019-11-19

Schnelligkeit

(948 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. AllgemeinZum Thema Sch. (die in der Moderne als Gegensatz von Langsamkeit einen Wert an sich darstellt, etwa in Arbeitswelt, Kommunikationswesen oder Sport), bot Zedlers Universallexikon 1743 nur Bibelzitate an; der Artikel »Geschwindigkeit« (1735) hingegen ist von einem Physiker verfasst, der seinen Gegenstand durch die Formel v = s/t definiert: Als Beispiel dient der Lauf zweier Boten, von denen einer eine Meile in einer Stunde, der andere in zwei Stunden zurücklegt. Sch. spielte in der Frühen Nz. jedoch bereits in denselben Bereichen wie heute eine Rolle.Wolfgang Behringe…
Date: 2019-11-19

Glocke

(942 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. BegriffDer dt. Begriff G. leitet sich wie irisch cloch, fläm. klok, schwed. klocka, franz. cloche und vermutlich auch russ. kolokal vom mlat. clocca her. Ob dieses auf ein kelt. clocc zurückgeht, ist umstritten. Möglicherweise ist der Begriff lautmalend wie engl. bell oder lat. tintinnabulum (»Klingel«; »Schelle«).Wolfgang Behringer2. Guss und AufhängungDer G.-Guss als bevorzugte Herstellungsform reicht bis in die vorderasiat. Bronzezeit zurück. Er verbreitete sich seit dem 6. Jh. in ganz Europa, im Bereich der byz. und der russ. orthodoxen …
Date: 2019-11-19

Gefühl

(2,422 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang | Leppin, Volker
1. Allgemein 1.1. Probleme der DefinitionUnter »Fühlen, Gefühl« verstand noch Zedlers Universallexikon in der Mitte des 18. Jh.s »einen der fünf äußerlichen Sinne, der sich über den ganzen Leib ausbreitet« [1], also den Tastsinn (lat. tactus). Emotionen wie Liebe, Eifersucht, Neid, Melancholie oder Traurigkeit, die man heute unter dem Begriff G. subsumieren würde, werden hingegen als »Gemüths-Neigung«, als »Gemüths-Beschaffenheit« oder als »Gemüths-Bewegung« beschrieben.G. sind tief in der Entwicklungsgeschichte der Menschheit verankert. Sie sind als Grun…
Date: 2019-11-19

Zeit

(9,233 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang | Busche, Hubertus
1. AllgemeinesEtymologisch hängt das dt. Wort Z. mit tide zusammen, dem Wechsel der Gezeiten. Sie ist also anthropozentrisch konstruiert und spiegelt die Wahrnehmung der zyklischen oder linearen Veränderung der äußeren Welt wider. Wie beim lat. tempus oder dem engl. time (vgl. franz. temps, ital. tempo) ist eine begrenzte Z., ein Z.-Abschnitt gemeint. Zedlers Universal-Lexicon definiert Z. als »eine gewisse und determinierte Verweilung der Gestirne in ihrem Lauffe, wornach das Seyn und Dauern anderer Dinge gemessen wird« [2. 725].Vielfach wurde die Z. bildlich dargestell…
Date: 2019-11-19

Drohung

(899 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang | Naphy, William
1. Drohung im RechtIm Bereich des Strafrechts bedeutete D. das Inaussichtstellen eines Übels, dessen Verwirklichung vom Verhalten des Bedrohten abhing. Diese Form der Nötigung oder Erpressung gehörte in der Nz. zum Tatbestandsmerkmal verschiedenster Verbrechen, z. T. mit direktem sprachlichen Niederschlag wie bei der »Notzucht« (Vergewaltigung), aber auch bei Raub oder Mord, gegen welche jede Form der Notwehr zulässig war [3. Art. 139–145]. D. spielten auch bei Verbrechen, die dem Landfriedens-Bruch subsumiert wurden, oder bei politischen Verbrechen wie…
Date: 2019-11-19

Auge

(1,295 words)

Author(s): Stolleis, Michael | Behringer, Wolfgang
In der platonischen Naturlehre (Platonismus) und in der Medizin des ant. Arztes Galen (Humoralpathologie) war das Sehen ein aktiver Vorgang. In den A. glühte kaltes Feuer, dessen Strahlen von den A. zu den Gegenständen ausgesandt wurden. Wie in Indien oder Arabien war auf dieser Grundlage auch in Europa die Vorstellung verbreitet, optische Wahrnehmung (Optik) entstehe dadurch, dass der vom A. ausgehende Strahl den Gegenstand beleuchte. Im Zusammenhang damit standen Vorstellungen vom scharfen Blick, mit dem best…
Date: 2019-11-19

Rhythmus

(2,330 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang | Tischer, Matthias
1. Natürliche Rhythmen 1.1. DefinitionDer Rh. (von griech. rhythmós, »Fließen«, »Gleichmaß«) als gleichmäßig gegliederte Bewegung bzw. regelmäßige Wiederkehr bestimmter Merkmale ist ein wesentliches Element zur Gliederung von Zeit. Er gliedert astronomische oder »natürliche« (u. a. Jahreszeiten), physikalische (u. a. Pendel), biologische (u. a. Zellteilung, Herzschlag, Atmung), psychische (psychische Abläufe in Kongruenz zur Biorhythmik) und kulturelle Prozesse (vgl. Periodizität). Darüber hinaus ist er ein grundlegendes …
Date: 2019-11-19

Rathaus

(1,863 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang | Albrecht, Stephan
1. Allgemein Das R. (lat. domus consulum, ital. palazzo pubblico, franz. hôtel de ville, engl. town hall) setzt die Entstehung einer städtischen Selbstverwaltung (lat. consules; Rat) in Abgrenzung vom königlichen, bischöflichen oder adligen Stadtherrn voraus, wie sie in Europa seit dem hohen MA zu beobachten ist.R. als Ausdruck städtischen republikanischen Selbstbewusstseins traten erstmals im 13. Jh. in Nord- und Mittelitalien auf und verbreiteten sich in der Zeit der Renaissance (ca. 1300–1600) nach Norden. Repräsentative R. waren insbes. in Gebieten mit hoher städ…
Date: 2019-11-19

Hexe

(5,399 words)

Author(s): Krampl, Ulrike | Behringer, Wolfgang | Schwerhoff, Gerd
1. Begriff und Hauptcharakteristik der neuzeitlichen HexeAls H. bzw. Hexer werden Menschen bezeichnet, denen von ihrer sozialen Umwelt die Fähigkeit zugeschrieben wird, aufgrund ihrer verborgenen ( »magischen«) Kenntnisse und/oder ihrer Verbindung mit übernatürlichen Mächten Schaden an Mensch, Tier und menschlicher Gemeinschaft zu verursachen. H. als Personifikation des Bösen sind im christl. Europa ebenso bekannt wie im vorkolonialen und modernen Afrika und Amerika oder auch im klassischen (China) und gegenwärtigen Asien. Dab…
Date: 2019-11-19

Kalender

(5,148 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang | Schostak, Désirée | Messerli, Alfred | Sieglerschmidt, Jörn
1. Begriff Der Begriff K. leitet sich vom ersten Tag des Monats im alten Rom (lat. Kalendae) ab; über lat. calendarium (»Schuldbuch«) übertrug er sich später auf die Zeitrechnung insgesamt. Basis aller bekannten K. sind der Wechsel von Tag und Nacht, die sich wiederholenden Mondphasen (»Mond« = Monat) und der Lauf der Jahreszeiten im Sonnenjahr.Wolfgang Behringer2. Zeitrechnung: Frühe AusprägungenAstronomische Erscheinungen (Astronomie) bestimmen kulturübergreifend die Zeiteinheiten Jahr, Monat und Tag. Durch astronomische Beobachtung und Berechnungen, e…
Date: 2019-11-19

Fest

(8,113 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang | Kranemann, Benedikt | Leppin, Volker | Petzolt, Martin | Rode-Breymann, Susanne | Et al.
1. Allgemein 1.1. AnlässeF. (von lat. festus, »feierlich«, »festlich«) unterbrechen die Routine des Alltags, zu dem sie als zeitlich und räumlich begrenzte »Anti-Struktur« in Gegensatz stehen und dessen strukturierender Bestandteil sie sind [21]. In der Nz. markierten F. die Phasen natürlicher, sozialer oder individueller Zeitfolgen, die entweder zyklischer oder serieller Natur sein konnten: Ersteres z. B. beim landwirtschaftlichen Jahreszyklus, dem ökonomischen Zyklus, dem Kirchenjahr mit seinen wiederkehrenden Heiligentagen und Jahrmärkten, Letzteres z. B. bei…
Date: 2019-11-19
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