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Burgus

(87 words)

Author(s): Le Bohec, Yann (Lyon)
[English version] Die Herkunft des Wortes b. ist in der Forsch. umstritten: Es wird sowohl ein german. (CIL XIII 6509) oder auch ein griech. Ursprung (πύργος; Ios. bell. Iud. 1,99-100) angenommen. Das Wort, das vor Mitte des 2.Jh. n.Chr. erscheint und noch unter Valentinianus I. nachgewiesen ist, bezeichnet einen kleinen befestigten Wachturm (ILS 396) oder wird als Diminutiv für castellum gebraucht (Veg. mil. 4,10).; der b. diente allg. der Überwachung (CIL VIII 2494-2495: b. speculatorius). Le Bohec, Yann (Lyon) Bibliography 1 D. Baatz, Bauten, MAVORS XI, 1994, 83-85.

Decanus

(126 words)

Author(s): Le Bohec, Yann (Lyon)
[English version] Als d. wurde ein Soldat bezeichnet, der ein contubernium befehligte; der d. tauchte in dem Moment auf, als die Stärke dieser Einheit von acht auf zehn Mann erhöht wurde (nach Ps.Hyg.). Die Inschr. IGR I 1046 erwähnt δεκανοί, die entweder Personen dieses Ranges waren oder aber Befehlshaber eines Geschwaders von zehn Schiffen, was nicht mehr genau zu klären ist. Der d. ist noch für das 4. Jh.n.Chr. belegt, manchmal mit dem Titel caput contubernii (Veg. mil. 2,8; 2,13). In anderen Zeugnissen bezeichnet dieser Begriff Personen, die der niedrigsten Stufe d…

Labarum

(196 words)

Author(s): Le Bohec, Yann (Lyon)
[English version] Vor der Schlacht an der Milvischen Brücke ( pons Milvius ) gegen Maxentius 312 n.Chr. erhielt Constantinus I. in einem als Vision bezeichneten Traum den Rat, die ersten beiden Buchstaben des Namens Christus, griech. Chi und Rho (Χ und Ρ), auf die Schilde seiner Soldaten schreiben zu lassen, wenn er siegen wolle: τούτῳ νίκα (“In diesem Zeichen siege”; vgl. Lact. mort. pers. 44; Eus. vita Const. 1,26-31). Dieses Christogramm wurde in der folgenden Zeit an der Spitze einer Standarte befestigt, die aus einer langen La…

Pfeil und Bogen

(624 words)

Author(s): Le Bohec, Yann (Lyon)
[English version] Der Gebrauch von P. und B. in Jagd und Krieg ist sehr alt; sie waren bereits in prähistor. Zeit weit verbreitet. Im Vorderen Orient waren P. und B. wichtige Kriegswaffen. Wie Reliefs aus Mesopotamien zeigen, standen die assyrischen Bogenschützen oft in einem Streitwagen (Palast Assurnaṣirpals II. in Nimrūd (Kalḫu), 9. Jh.v.Chr.; London, BM); bei der Belagerung von Städten wurden Bogenschützen zu Fuß eingesetzt (Relief Tiglatpilesers III. in Nimrūd, 8. Jh. v.Chr.; London, BM); geg…

Beneficiarii

(113 words)

Author(s): Le Bohec, Yann (Lyon)
[English version] wurden bereits bei Caesar (civ. 1,75,2; 3,88,5) erwähnt; nach Vegetius (mil. 2,7) handelte es sich um Soldaten, die ihre Beförderung einem beneficium ihrer Vorgesetzten verdankten und von den munera befreit waren. Sie waren einem Offizier zugeordnet, in dessen Diensten sie rechtliche und finanzielle Funktionen ausübten, die eine gewisse Kompetenz erforderten. Man findet die b. in allen Einheiten, in der Marine, in den auxilia, in den Legionen und in Rom. Einige von ihnen nahmen auch Aufgaben im zivilen Bereich wahr und wurden in den stationes zum Schutz der Fer…

Castra

(1,894 words)

Author(s): Le Bohec, Yann (Lyon) | Förtsch, Reinhard (Köln) | Šašel Kos, Marjeta (Ljubljana) | Lombardo, Mario (Lecce) | Todd, Malcolm (Exeter) | Et al.
A. Militärlager [English version] [I 1] Allgemein Die röm. Soldaten sorgten immer dafür, durch Befestigungsanlagen geschützt zu sein. Dies galt auch, wenn sie auf Feldzügen nur für eine Nacht Halt machten. Abends bei der Ankunft mußte das Marschlager errichtet und morgens beim Aufbruch wieder zerstört werden. Der Plural c. bezeichnete jegliche Art von Militärlager, der Singular castrum existierte zwar, wurde im mil. Vokabular jedoch nicht benutzt. Castellum, das auch eine zivile Bed. hatte, ist Diminutiv zu c. (Veg. mil. 3,8). Der Ursprung der röm. Lager liegt im Ungewissen…

Militärschriftsteller

(474 words)

Author(s): Le Bohec, Yann (Lyon)
[English version] Die intellektuelle Ausbildung der künftigen Offiziere des röm. Heeres beruhte auf der Lektüre und Erklärung der Schriften von Historikern wie Polybios und Livius sowie der mil. Dienstanweisungen, die unter Augustus und Hadrianus in Kraft gesetzt worden und noch unter Severus Alexander gültig waren (Veg. mil. 1,27: Augusti atque Hadriani constitutiones; Suet. Aug. 24f.; vgl. Cass. Dio 69,9,4). Daneben wurden auch Schriften von Cato, Marius [I 1], Rutilius Rufus (Val. Max. 2,3,2) und Arrius [II 5] Menander gelesen. Unter Constant…

Kriegsbeute

(1,470 words)

Author(s): Renger, Johannes (Berlin) | Burckhardt, Leonhard (Basel) | Le Bohec, Yann (Lyon)
[English version] I. Alter Orient Im Alten Orient galt das Aufbringen von K. der Versorgung mit wichtigen Rohstoffen (z.B. Metallen Äg.: Gold aus Nubien, Silber aus Kilikien, Kupfer aus Zypern (MR); Assyrien: Eisen aus Iran, Silber aus Kilikien; Kilikes, Kilikia) und für die weitere Kriegsführung benötigten Objekten (z.B. Pferde, Streitwagen im Assyrien des 1. Jt.v.Chr.) oder diente zur Versorgung der königl. Hofhaltung mit Luxusgütern zu Prestigezwecken. K. ist von Tributleistungen zu unterscheiden,…

Militärstrafrecht

(475 words)

Author(s): Le Bohec, Yann (Lyon)
[English version] Das im röm. Heer geltende Strafrecht kannte zwei unterschiedliche Kategorien von Vergehen. Die erste Kategorie betraf solche Delikte, die auch im zivilen Bereich geahndet wurden, etwa Diebstahl oder das crimen maiestatis ( maiestas ). Die zweite Kategorie umfaßte die spezifischen Verfehlungen im Militärdienst, vor allem Ungehorsam gegenüber den Vorgesetzten, unerlaubtes Entfernen von der Einheit, Desertion ( desertor ) und Verrat ( perduellio ). Die Zusammensetzung des Militärtribunals sowie die Strafen wandelten sich ent…

Ordo

(898 words)

Author(s): Paulus, Christoph Georg (Berlin) | Galsterer, Hartmut (Bonn) | Le Bohec, Yann (Lyon) | Heimgartner, Martin (Basel)
bezeichnet lat. sowohl eine Ordnung (z.B. eine Marsch- oder Prozeßordnung) als auch die Gruppe oder Körperschaft, in die mehrere oder viele eingeordnet waren (auch im Pl. ordines), z.B. die röm. Ritterschaft ( o. equester). [English version] I. Prozessrecht Im prozessualen Kontext wird o. herkömmlicherweise in der Zusammensetzung ›o. iudiciorum‹ (Cod. Iust. 7,45,4) verwendet. Damit werden die ordentlichen Verfahrenstypen (vgl. noch heute: ›ordentliche‹ Gerichtsbarkeit) sowohl des Formularprozesses ( formula ) als auch des Legisaktionenverfahrens ( legis actio

Bewaffnung

(2,167 words)

Author(s): Burckhardt, Leonhard (Basel) | Le Bohec, Yann (Lyon)
[English version] I. Griechenland Die Bewaffnung griech. Heere in geom. Zeit ist lit. vor allem in der Ilias dokumentiert, arch. durch vornehmlich aus Gräbern stammenden Waffenfunde und Vasendarstellungen. Diese Quellengattungen sind nicht immer in Übereinstimmung zu bringen, da Homer einige seiner Helden Waffen aus myk. Zeit benutzen läßt, die arch. nicht mehr belegt sind (z.B. Eberzahnhelm, Il. 10,261-265; Lang- oder Turmschild, Il. 7,219-223; Streitwagen, die auf geom. Vasen oft dargestellt sind …

Pilum

(536 words)

Author(s): Le Bohec, Yann (Lyon)
[English version] In einer kurzen Erwähnung bei Servius (Serv. Aen. 7,664: pilum proprie est hasta Romana) wurde das p., ein Wurfspeer, für den typischen röm. Speer gehalten. Zu den frühsten Zeugnissen für die Verwendung des p. im röm. Heer gehört die Darstellung der Schlacht bei Panormos 250 v.Chr. (Pol. 1,40). Bei Livius werden die ersten beiden Schlachtreihen der Legionen der Zeit um 340 v.Chr. als antepilani (“Soldaten vor den Trägern des p.”) bezeichnet (Liv. 8,8). Polybios spricht in seiner Darstellung des röm. Heeres von γρόσφοι/ grósphoi als den Speeren der jüngsten Sold…

Bucinatores

(116 words)

Author(s): Le Bohec, Yann (Lyon)
[English version] Die b. waren neben den tubicines und cornicines Musiker im röm. Heer; die bucina war ein Blasinstrument aus Bronze (Veg. mil. 2,11; 3,5), dessen genaue Form strittig ist. Signale der bucina regelten in der Zeit der Republik den Wachdienst bei Nacht (Pol. 6,35; Liv. 7,36; Frontin. strat. 1,5,17). Während des Principats wurde im Lager das convivium durch das Signal der bucina beendet (Tac. ann. 15,30,1), in der Spätant. gaben die b. bei der Hinrichtung von Soldaten das Signal. aeneatores Le Bohec, Yann (Lyon) Bibliography 1 R. Meucci, Riflessioni di archeologia mus…

Kriegsfolgen

(1,039 words)

Author(s): Burckhardt, Leonhard (Basel) | Le Bohec, Yann (Lyon)
[English version] I. Griechenland Welche Folgen ein Krieg im ant. Griechenland für Individuen, Städte oder Königreiche hatte, hing von seiner Dauer und Dimension ab; eine Sytematisierung oder Verallgemeinerung der K. ist daher nicht unproblematisch. Mehrere Autoren beschreiben das schreckliche Aussehen eines Schlachtfeldes (Xen. hell. 4,4,12; Xen. Ag. 2,14f.; Plut. Pelopidas 18,5; vgl. Thuk. 7,84f.). Während einer Hoplitenschlacht fielen in klass. Zeit durchschnittlich 5% der Sieger und 14% der Verl…

Disciplina militaris

(849 words)

Author(s): Le Bohec, Yann (Lyon)
[English version] Das lat. Wort disciplina bezeichnet a) ein Wissensgebiet oder eine Wissenschaft und b) Gehorsam. In Verbindung mit dem röm. Militärwesen erscheint disciplina meist in der zweiten Bed.; bei Frontinus wird die Kenntnis des Militärwesens rei militaris scientia genannt (Frontin. strat. 1 praef. 1). Die Wendung disciplina militaris wird von Valerius Maximus sowie Plinius gebraucht und ist überdies epigraphisch belegt (Val.Max. 2,7; Plin. epist. 10,29; S.c. de Cn. Pisone patre, 52; ILS 3809). Tacitus charakterisiert mit den Worten militia disciplinaque nostra de…

Ala

(313 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing) | Le Bohec, Yann (Lyon)
[English version] [1] Teil des röm. Atriumhauses Teil des röm. Atriumhauses (Haus; Atrium). Zwei einander gegenüberliegende, auf ganzer Breite und Höhe offene Räume, die die Querachse vor dem Tablinum, dem Hauptraum des Hauses bilden, werden als a. bezeichnet. A. sind im röm. Hausbau weit verbreitet, geeignete Entwurfsproportionen nennt Vitruv (6,3,4). Die Herkunft des Typus ist unklar; die in Vitruvs Beschreibung des tuskanischen Tempels (4,7,1) oft konjizierten alae (anstelle des überlieferten aliae) als Terminus für die beiden äußeren cellae des etr. Tempels (Tempel) …

Aeneatores

(104 words)

Author(s): Le Bohec, Yann (Lyon)
[English version] waren die bereits in der servianischen Centurienordnung belegten Musiker der röm. Legionen; zu ihnen gehörten die tubicines, cornicines und bucinatores, die im Lager, auf dem Marsch und während der Schlacht die Befehle der Offiziere übermittelten. Das Wort a. erscheint in der Kaiserzeit nur einmal (CIL XIII 6503); im 4. Jh. n. Chr. werden sie bei Amm. 16,12,36 und 24,4,22 erwähnt. bucinatores, cornicines, tubicines Le Bohec, Yann (Lyon) Bibliography 1 A. Baudot, Musiciens romains de l'Antiquité, 1973 2 R. Meucci, Riflessioni di archeologia musicale, in: N…

Decimatio

(203 words)

Author(s): Le Bohec, Yann (Lyon)
[English version] Die d. ist eine im röm. Heer selten angewandte Form der Bestrafung einer ganzen Einheit (Pol. 6,38; Frontin. strat. 4,1,34; 4,1,37; Quint. decl.348). Die Tribunen wählten durch Los jeden zehnten Mann aus; die Züchtigung konnte auch abgeschwächt werden, indem man nur einen Mann von hundert auswählte (SHA Opil. 12,2). Die auf diese Weise bestimmten Opfer wurden nicht durch das Beil, sondern durch Stockschläge hingerichtet (Tac. ann. 3,21,1). Diese als sehr streng geltende Strafe wur…

Exauctorare

(211 words)

Author(s): Le Bohec, Yann (Lyon)
[English version] Mit dem Verb e. wird der juristische Akt bezeichnet, durch den ein röm. Feldherr einen Soldaten oder eine ganze Einheit vom Fahneneid entband. Eine solche Handlung konnte zum gesetzlich vorgesehenen Zeitpunkt vorgenommen werden, in der Zeit der Republik etwa nach einem Sieg, in der Prinzipatszeit nach Ende der gesetzlich vorgeschriebenen Dienstzeit der Soldaten (Suet. Aug. 24,2; Suet. Tib. 30; Tac. ann. 1,36,4; Tac. hist. 1,20,6). Im Ausnahmefall konnte damit eine Belohnung verbunde…

Feldzeichen

(800 words)

Author(s): Le Bohec, Yann (Lyon)
[English version] Die F. des röm. Heeres erfüllten eine wichtige taktische Funktion: die Übermittlung der Befehle des Feldherrn; in diesem Falle wurden sie vom Klang des cornu begleitet (Veg. mil. 2,22). Aufgrund ihrer Bed. erlangten sie eine geradezu rel. Geltung (vgl. etwa Tac. ann. 1,39,4). Der Überl. nach soll Romulus an die erste Legion Tierzeichen wie den Adler, den Wolf, das Pferd, das Wildschwein und den Minotaurus vergeben haben (Plin. nat. 10,16). Jeder der dreißig Manipel erhielt damals angeblich ein signum (Ov. fast. 3,115; Plut. Romulus 8). In der Republik wurden die hasta…
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