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Äthiopisch

(157 words)

Author(s): Müller-Kessler, Christa (Emskirchen)
[English version] Eigentlich Geez, die klassische Sprache Äthiopiens, gehört zum südl. Zweig der semit. Sprachen. Gesprochen wurde es von den Stämmen Agazjan und Ḥabas̆āt, die aus Südarabien nach Abessinien eingewandert waren, dort das Königtum Aksum gründeten und Mitte des 4. Jh. n. Chr. von aram. Missionaren zum Christentum bekehrt wurden. Die ersten Nachweise sind Steininschr. (Aksuminschr., Maṭara Obelisk 4. Jh. n. Chr.). Seit dem 9. Jh. bis heute wird Geez nur noch als Lit.- und Kirchensprache verwendet. Semit.-ä. Sprachen im Norden sind Tigriña un…

Aḥiqar

(175 words)

Author(s): Müller-Kessler, Christa (Emskirchen)
[English version] Aram. Name des sagenumwobenen Siegelbewahrers der assyrischen Könige Sanherib und Asarhaddon (704-669 v. Chr.), erwähnt bei Apokryphon Tob 1,21 f. (2,10; 11,17; 14,10, Ἀχιάχαρος). Assyr. Quellen fehlen. Ein spätbabylon. Keilschrifttext (2. Jh. v. Chr.) nennt einen Aba-enlil-dari mit aram. Namen Ahuaqār [1. 215-218]. A. ist Titelfigur eines biographischen Romans auf reichsaram. Papyri (5. Jh. v. Chr.) aus Elephantine. Es folgen Weisheitssprüche des A. an seinen Adoptivsohn (Neffe…

Moabitisch

(71 words)

Author(s): Müller-Kessler, Christa (Emskirchen)
[English version] Sprache der Bewohner des Landes Moab südl. des Toten Meeres; steht dem Hebräischen am nächsten. Das M. ist durch eine 34zeilige Inschr. des Königs Meša von Moab (ca. 850 v.Chr.) aus der Nähe von Diban (KAI 181) und durch Siegelinschr. überliefert. Kanaanäisch; Semitische Sprachen Müller-Kessler, Christa (Emskirchen) Bibliography A. Dearman (Hrsg.), Studies in the Mesha Inscription and Moab, 1989  W.R. Garr, Dialect Geography of Syria-Palestine, 1000-586 B.C.E., 1985.

Aramäisch

(323 words)

Author(s): Müller-Kessler, Christa (Emskirchen)
[English version] Leitet sich von der ethnischen Sammelbezeichnung der Aramäer ab und gehört neben dem Kanaanäischen zum nordwestl. Zweig der semit. Sprachgruppe. Als Schriftsystem übernahm das A. das 22 Zeichen umfassende phöniz. Alphabet. Die älteste Sprachstufe ist das Alt-A. (10. - 8. Jh. v. Chr.) mit Inschr. aus Nord-Mesopotamien und Syrien (Tell Feḫerije [1], Arslantaš, mit a.-assyr. Bilingue bzw. a.-assyr.-hieroglyphen-luw. Trilingue, Tell Ḥalaf, Breğ, Zinçirli, Staatsvertrag von Tell Sfire…

Arabisch

(330 words)

Author(s): Müller-Kessler, Christa (Emskirchen)
[English version] Im Unterschied zum Altsüd-A. eigentlich Nord-A.; gehört zum nördl. Zweig der semit. Sprachen. Ab dem 9. Jh. v. Chr. begegnen (nord-) a. Personennamen in assyr. Keilschriftquellen, zeitgleich Siegel und kurze Inschr. in proto-a. Schrift. Diverse frühe nord-a. Dial. sind in modifizierten altsüd-a. Schriften (Graffiti und Grabinschr.) verfaßt, so Thamudisch (6. Jh. v. - 4. Jh. n. Chr.; Inschr. aus Teima), Ṣafaitisch (1. Jh. v. - 3. Jh. n. Chr.), Liḥjānisch (frühe Stufe Dedān, 5. Jh.…

Phönizisch

(194 words)

Author(s): Müller-Kessler, Christa (Emskirchen)
[English version] ist die Sprache der Phönizier, welche mit ihrem späteren Ableger und Fortläufer, dem Punischen, eine Einheit innerhalb der kanaanäischen Sprachgruppe (Kanaanäisch) bildet. Sie zerfällt in einzelne Dialekte, die sich nur teilweise nach ihrer geogr. Verbreitung (Byblos, Zincirli, Zypern) gliedern lassen. Das 22 Zeichen umfassende Alphabet entwickelte sich aus dem protokanaanäischen. Es wurde zunächst in einer rein lapidaren Konsonantenschrift geschrieben, die in ihrem Duktus leicht…

Aḥiram

(53 words)

Author(s): Müller-Kessler, Christa (Emskirchen)
[English version] König von Byblos (ca. 10. Jh. v. Chr.), phöniz. “mein Sohn ist erhaben”. Sein reliefverzierter, von seinem Sohn Ittobaal in Auftrag gegebener Sarkophag (Tributszenen), ist kunstgesch. bedeutend. Die Inschr. auf dem Deckel ist ein frühes Zeugnis des phöniz. Alphabets. Müller-Kessler, Christa (Emskirchen) Bibliography E. Lipiński, s. v. A., DCPP 11.

Ešmūn

(75 words)

Author(s): Müller-Kessler, Christa (Emskirchen)
[English version] Alte phönik. Gottheit, wohl Heilgott (> šmn, “Öl”), von den Griechen als Asklepios u. auch als Apollon interpretiert. Ein wichtiges Heiligtum des im Mittelmeerraum weit verbreiteten Kults des E. lag bei Ṣidon ( Bustān aš-Šaiḫ. In Tyros wurde E. mit Melqart assoziiert. Müller-Kessler, Christa (Emskirchen) Bibliography 1 E. Lipiński, s.v. E., DCPP, 158-160 2 R. Stucky, Die Skulpturen aus dem E.-Heiligtum bei Sidon: griech., röm., kypr. und phönik. Statuen vom 6. Jh. v.- 3. Jh. n.Chr., 1993.

Hasaitisch

(59 words)

Author(s): Müller-Kessler, Christa (Emskirchen)
[English version] (Hasäisch), frühnordarab. Dial. (Arabisch). Seine Inschr., in einem leicht abgewandelten altsüdarab. Alphabet geschrieben, sind vorwiegend Grabinschr., darunter zwei hasait.-aram. Bilinguen, aus dem nö Saudiarabien (ca. zw. 5. u. 2. Jh. v.Chr.). Altsüdarabisch; Semitische Sprachen Müller-Kessler, Christa (Emskirchen) Bibliography W.W. Müller, Das Altarab. und das klass. Arabisch, Hasaitisch, in: W.-D. Fischer (Hrsg.), Grundriß der arab. Philol., 1982, 25-26.

Hebräisch

(215 words)

Author(s): Müller-Kessler, Christa (Emskirchen)
[English version] Der Begriff H. leitet sich vom Gentiliz “Hebräer” ab und gehört zur kanaanäischen Sprachgruppe des Semitischen. Das 22 Zeichen umfassende alt-hebr. Schriftsystem der Inschr. entwickelte sich aus dem protokanaanäischen Alphabet. Die spätere sogenannte hebr. Quadratschrift fand nur als Buchschrift Verwendung. Das H. umfaßt verschiedene Sprachstufen, gesprochenes klass. H., auch als Alt-H. definiert, das in Inschr. (10.-6. Jh. v.Chr.) auf Stein, Ostraka, Papyri, Metall und in den äl…

Quadratschrift

(165 words)

Author(s): Müller-Kessler, Christa (Emskirchen)
[English version] Als Q. ( ketāḇ merubbā) wird der Schriftduktus bezeichnet, in dem hebr. und aram. jüdische Schriften geschrieben sind. Die Q. entwickelte sich aus dem aram. Q.-Duktus (im babylonischen Talmud ketāḇ aššūrī, d. h. assyr. Duktus), den die Juden nach Aussage des babylon. Talmuds (Aboda Zara 10a) in der nachexilischen Zeit aus der babylon. Gefangenschaft mit nach Palaestina brachten, wohingegen aus der paläohebr. Schrift der samaritanische Duktus entstand. Die ersten Dokumente in Q. sind Fr. der biblischen Bücher…

Qumranaramäisch

(213 words)

Author(s): Müller-Kessler, Christa (Emskirchen)
[English version] Als Q. (=Hasmonäisch) wird das Aramäische bezeichnet, in dem die aram. Textzeugnisse von Qumran abgefaßt wurden (1. Jh. v. bis 2. Jh. n. Chr.), die in ihrer Sprache jedoch nicht völlig einheitlich sind. Q. hat den Charakter einer standardisierten Literatursprache, die teilweise später in den aram. Bibelübersetzungen (Targum Onqelos, Targum Jonathan) wieder auftaucht (Pronomina, Infinitive), weist aber noch sprachliche Eigentümlichkeiten auf, die sich an das Reichsaramäische und B…

Reichsaramäisch

(346 words)

Author(s): Müller-Kessler, Christa (Emskirchen)
[English version] Als R. (Äg.-Aram., Standard-Literarisch-Aram.) wird die Verwaltungs- und Korrespondenzsprache ( lingua franca) des achäm. Reiches seit Kyros [2] II. (6.-3. Jh. v. Chr.) bezeichnet. Der Begriff steht nicht für einen homogenen aram. Dialekt, sondern für z. T. sehr divergierende dialektale Merkmale. Das R. war über ganz Vorderasien und Äg. verbreitet und wurde für die verschiedenartigsten Textgattungen gebraucht. In einer Kursive (Quadratschrift) begegnet das R. auf Papyri und Ostraka, die zum…

Nabatäisch

(181 words)

Author(s): Müller-Kessler, Christa (Emskirchen)
[English version] Die aramäische Schriftsprache des arabisch sprechenden Stamms der Nabatäer (arab. Onomastikon). Sie gehört zur west-mittelaram. Sprachstufe und ist vom 2. Jh.v.Chr. bis 4. Jh.n.Chr. in Gedenk-, Grab-, Votiv- und Bauinschr., Graffiti und Mz.-Legenden sowie einer Beschwörung überl. Fundorte sind Gaza, Elusa, Mampsis, Nessana, Oboda, Petra, Transjordanien mit Amman und Gerasa, der Ḥaurān und Boṣra, die arab. Halbinsel (Ḥiǧāẓ) mit al-Ḥiǧr/Madāin Ṣāliḥ, Madīna, Taimā, vereinzelt ent…

Kanaanäisch

(86 words)

Author(s): Müller-Kessler, Christa (Emskirchen)
[English version] Traditioneller Oberbegriff für eine Dialektgruppe des NW-Semitischen, in Syrien, Palästina und im Mittelmeerraum gesprochen und geschrieben (ca. 10. Jh.v.Chr. bis heute; mit proto-k. Vorläufern). K. umfaßt das Phönizische, das eng mit ihm verwandte Ammonitische, das Punische als späte Weiterentwicklung des Phöniz., Edomitisch als Zwischenglied zwischen Phöniz. und Hebräisch (dem am längsten und am besten überlieferten k. Dialekt) und das dem Hebr. nahe Moabitische. Noch umstritten ist die Existenz weiterer lokaler Dialekte. Müller-Kessler, Christa …

Altsüdarabisch

(236 words)

Author(s): Müller-Kessler, Christa (Emskirchen)
[English version] Früher nach dem Stamm der Ḥimjar (Homeritae) als Ḥimjaritisch bezeichnet, gehört neben dem Äthiopischen zum südl. Zweig der semit. Sprachen, ist aber mit dem (nord-) arab. nicht identisch. Vier Hauptdialekte sind nachweisbar: Ca. vom 9. Jh. v. Chr. - 6. Jh. n. Chr.: Ḥadramautisch, Minäisch, Qatabanisch und Sabäisch, benannt nach den gleichnamigen a. Machtzentren. Die Dialekte zerfallen in Bezug auf ihr Kausativ-Präfix und das Pronomen (3. Pers. Sg. Mask.) in eine h- (nur Sabäisch) und in eine s- Gruppe. Weitere Unterschiede sind lexikalischer und morpholo…

Afroasiatisch

(138 words)

Author(s): Müller-Kessler, Christa (Emskirchen)
[English version] Als sprachwiss. Terminus ist eine neuere Bezeichnung für den identisch gebrauchten, traditionelleren Begriff Hamitosemitisch. Er umfaßt alle die zu den verwandten großen Sprachfamilien (Alt)-Ägypt., Berberisch, Kuschitisch, Semit., Tschadisch (mehrere Unterfamilien mit allein mehr als 125 Einzelsprachen) und - gelegentlich bestritten - Omotisch, gehörigen Sprachen. Ingesamt handelt es sich um mehr als 200, über einen Zeitraum von fast 5000 Jahren verfolgbare Einzelsprachen, die o…

Ammonitisch

(77 words)

Author(s): Müller-Kessler, Christa (Emskirchen)
[English version] Kanaanäischer Dial., dem Phöniz. sehr nahe stehend und von den Ammonitern im Gebiet um Rabbath Ammon gebraucht. Es existieren nur wenige Schriftzeugnisse (ca. 9.-7. Jh. v. Chr.): Zitadellen-Inschr. von Amman, Gefäßaufschrift (Tell Siran-Flasche) und ca. 150 Stempelsiegel. Müller-Kessler, Christa (Emskirchen) Bibliography W. R. Garr, Dialect Geography of Syria-Palestina, 1000-586 B. C. E., 1985  L. Herr, The Scripts of Ancient Northwest Semitic Seals, 1978  K. P. Jackson, The Ammonite Language of the Iron Age, 1983.

Arabic

(361 words)

Author(s): Müller-Kessler, Christa (Emskirchen)
[German version] In contrast to  Ancient Southern Arabian, this is in fact Northern Arabic; it belongs to the northern branch of the Semitic languages. (Northern) Arabic personal names are found in Assyrian cuneiform sources from the 9th cent. onwards, with contemporaneous seals and short inscriptions in proto-Arabic script. Diverse early Northern Arabic dialects are written in modified Ancient Southern Arabian scripts (graffiti and tomb monument inscriptions), so  Thamudic (6th cent. BC - 4th cen…

Ugaritic

(259 words)

Author(s): Müller-Kessler, Christa (Emskirchen)
[German version] Term for a Semitic language, named after Ugarit, an important city and centre of the northern Syrian city state of the same name. The city of Ugarit was only discovered in 1928. Other than in Ugarit, texts written in Ugaritic have been found in Mīnā al-Baiḍā (the port of Ugarit), Ras Ibn Hāni and sporadically in other places, including Cyprus. Ugaritic represents an independent branch of the Semitic language family. Its precise classification is disputed by scholars of the Sem…

Am­mon­ite

(76 words)

Author(s): Müller-Kessler, Christa (Emskirchen)
[German version] Canaanite dialect very similar to  Phoenician and used by the Ammonites in the region around Rabbath Ammon. There is very little written evidence c. 9th-7th cents. BC): citadel inscriptions from Amman, writing on a receptacle (Tell Siran bottle) and approximately 150 stamping seals. Müller-Kessler, Christa (Emskirchen) Bibliography W. R. Garr, Dialect Geography of Syria-Palestina, 1000-586 B.C.E., 1985 L. Herr, The Scripts of Ancient Northwest Semitic Seals, 1978 K. P. Jackson, The Ammonite Language of the Iron Age, 1983.

Square script

(182 words)

Author(s): Müller-Kessler, Christa (Emskirchen)
[German version] ( ketāḇ merubbā) is the term for the style of script in which Jewish Hebrew and Aramaic texts are written. It developed from the Aramaic square script style (in the Babylonian Talmud ketāḇ aššūrī, i.e. Assyrian script), which according to the Babylonian Talmud (Aboda Zara 10a) was brought from Babylonian captivity to Palestine by Jews in the post-Exilic period, whereas the Samaritan style developed from the palaeo-Hebraic script. The earliest documents extant in square script are fragments of the Biblical books …

Moabite

(80 words)

Author(s): Müller-Kessler, Christa (Emskirchen)
[German version] Language of the inhabitants of Moab, a country to the south of the Dead Sea; it is very similar to Hebrew. Moabite is recorded on seal inscriptions and on a 34-line inscription of King Meša of Moab ( c. 850 BC), which was found in the vicinity of Diban (KAI 181). Canaanite; Semitic languages Müller-Kessler, Christa (Emskirchen) Bibliography A. Dearman (ed.), Studies in the Mesha Inscription and Moab, 1989  W.R. Garr, Dialect Geography of Syria-Palestine, 1000-586 BCE, 1985.

Nabataean

(206 words)

Author(s): Müller-Kessler, Christa (Emskirchen)
[German version] Aramaic written language of an Arabic-speaking tribe, the Nabataeans (Arabic onomastikon). Nabataean belongs to the west-central branch of Aramaic, and is preserved in memorial, tomb, votive and building inscriptions, graffiti, coin legends and one charm, all dating from the 2nd cent. BC to the 4th cent. AD. Finds have been made at Gaza, Elusa, Mampsis, Nessana, Oboda, Petra, Transjordan with Amman and Gerasa, the Ḥaurān and Boṣra, the Arabian peninsula (Ḥiǧāẓ) with al-Ḥiǧr/Madāi…

Syriac

(358 words)

Author(s): Müller-Kessler, Christa (Emskirchen)
[German version] Aramaic dialect from the geographical surroundings of Edessa [2], modern Urfa, which gave rise to the later Syriac literary language. Lexically, Syriac belongs to Central Aramaic just as the Aramaic of the Babylonian Targumim (Targum Onqelos and Jonathan), but already has Northeastern Aramaic features in its phonetics, morphology and syntax. The Early Syriac inscriptions (AD 6 - 3rd cent. AD), written in Estrangelā script, still have a strongly standardised Central Aramaic charact…

Aḥiram

(63 words)

Author(s): Müller-Kessler, Christa (Emskirchen)
[German version] King of Byblus ( c. 10th cent. BC), Phoenician for ‘my brother is exalted’. His coffin, decorated with reliefs of tribute scenes, commissioned by his son Ittobaal. It is significant from the point of view of art history. The inscription on the coffin lid is early evidence of the Phoenician  alphabet. Müller-Kessler, Christa (Emskirchen) Bibliography E. Lipiński, s. v. A., DCPP 11.

Alphabet

(5,280 words)

Author(s): Müller-Kessler, Christa (Emskirchen) | Wachter, Rudolf (Basle)
[German version] I. Ancient Middle Eastern origins The early Semitic alphabet seems to have developed in parallel lines from various early stages of the proto-Canaanite language: ancient Hebrew (Gezer, Lachic, Shechem, Izbet Ṣarṭah in Palestine 17th-12th cents. BC) and proto-Sinaitic (Serabit el-Ḫadem c. 15th cent. BC). As its counterpart, cuneiform scripts from Ugarit (14th-13th cents. BC), Bet Shemesh/Palestine, Tell Nebi Mend/Syria and Sarepta/Phoenicia (13th-12th cents. BC) have also been found. The alphabet from these scripts ranged from between 27 and 30 characters. T…

Alphabet

(4,509 words)

Author(s): Müller-Kessler, Christa (Emskirchen) | Wachter, Rudolf (Basel)
[English version] I. Altorientalische Ursprünge Das frühsemit. A. scheint sich parallel aus verschiedenen protokanaanäischen Vorstufen entwickelt zu haben: Altpalästin. (Gezer, Lachisch, Schechem, Izbet Ṣarṭah in Palästina 17.-12. Jh. v. Chr.) und Proto-Sinai (Serabit el-Ḫadem ca. 15. Jh. v. Chr.). Als Gegenstück finden sich Keilschrift-A. aus Ugarit (14.-13. Jh. v. Chr.), Bet Schemesch/Palästina, Tell Nebi Mend/Syrien und Sarepta /Phönizien (13.-12. Jh. v. Chr.), alle mit zw. 27 bis 30 Zeichen. Die Schreibrichtung ist horizontal, vertikal oder in Bustrophedon.…

Ḥatra

(298 words)

Author(s): Hauser, Stefan R. (Berlin) | Müller-Kessler, Christa (Emskirchen)
[German version] [1] Trading centre in north Mesopotamia This item can be found on the following maps: Syria | Zenobia | Commerce | Limes Trading centre in north Mesopotamia, founded middle of the 1st cent. AD. Expanded to a fortified round city ( c. 2 km diameter) in the mid 2nd cent., H. was an important sanctuary of the sun god  Šamaš and capital of a ‘kingdom of the Arabs’ starting c. 166, at the same time an Arsacid border province. The city was besieged in vain by Trajan (AD 116) and Septimius Severus (196 and 198). After the end of the Arsacid dynasty, it …

Ḥatra

(259 words)

Author(s): Hauser, Stefan R. (Berlin) | Müller-Kessler, Christa (Emskirchen)
[English version] [1] Handelszentrum in Nordmesopotamien Dieser Ort ist auf folgenden Karten verzeichnet: Handel | Limes | Syrien | Zenobia Handelszentrum in Nordmesopot., Mitte 1. Jh. n.Chr. gegründet. Mitte 2. Jh. Ausbau zur befestigten Rundstadt (ca. 2 km Dm). H. war ein bed. Heiligtum des Sonnengottes Šamaš und ab ca. 166 Hauptstadt eines “Königreichs der Araber”, gleichzeitig arsakidische Grenzprovinz. Die Stadt wurde vergeblich belagert von Traian (116 n.Chr.) und Septimius Severus (196 und 198). Nach Ende de…
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