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Your search for 'dc_creator:( "Nutton, Vivian (London)" ) OR dc_contributor:( "Nutton, Vivian (London)" )' returned 174 results. Modify search

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Geisteskrankheiten

(938 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] A. Naher Osten G. werden sowohl in jüd. wie auch in babylon. Texten beschrieben. Teils werden körperliche Symptome genannt wie bei der Epilepsie, teils Verhaltensweisen beschrieben wie in 1 Sam 16,14-16; 21,13-15, doch werden alle G. dem Eingreifen Gottes oder seit 500 v.Chr. einer Vielzahl von Dämonen zugeschrieben [1]. Die Behandlung beschränkt sich dabei auf Arrest (Jer 29,26-8) oder exorzistische Praktiken einschließlich Musik, doch faßten die jüd. “Therapeuten” auch die gesamte…

Definitiones medicae

(213 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] Die Verwendung von definitiones (“Erörterungen”) war in der medizinischen Lehre - sowohl in der griech. als auch in der röm. - weit verbreitet (Gal. 1,306 K.; 19,346-7 K.). Das umfangreichste erh. Werk dieser Art sind die Galen zugeschriebenen d.m. (19,346-462 K.), deren Echtheit bereits in der Spätant. angezweifelt wurde (Schol. in Oreib. Syn, CMG 6,2,1, 250,29). Wellmann [1. 66] vertrat die Meinung, daß der Verf. gegen Ende des 1. Jh.n.Chr. lebte und der pneumatischen Schule angehörte. Aber auch wenn das Werk pneum…

Gesios

(284 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] oder Gessios aus Petra (Steph. Byz. s.v. Γέα), Arzt und Lehrer, E. 5./Anf. 6. Jh. n.Chr., eng befreundet mit Aineias [3] (epist. 19; 20) und Prokopios von Gaza (epist. 38; 58; 123; 134). Er studierte Medizin in Alexandreia bei dem Juden Domnos (Suda s.v. Γέσιος) wo er als iatrosophistḗs (Lehrer der Medizin) tätig war. Obwohl Gegner des Christentums, ließ er sich auf Veranlassung des Kaisers Zenon taufen, blieb freilich bei einer spöttisch ablehnenden Haltung gegenüber seiner neuen Religion. Er beschützte in…

Hippokratischer Eid

(632 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London) RWG
[English version] Die Belege für einen Gebrauch des H. E. in der Spätant. sind uneindeutig. Gregor von Nazianz (or. 7,10) berichtet, sein Bruder Caesarius habe als Medizinstudent in Alexandreia den Eid nicht abgelegt, womit impliziert ist, daß andere ihn sehr wohl geschworen haben. Doch findet sich für die byz. und muslimische Welt kein Nachweis für eine offizielle Verbindlichkeit, den Schwur zu leisten, auch wenn der Eid wohlbekannt war. In der Praxis trat er hinter dem galenischen Konzept zurück…

Krinas

(78 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] (Crinas) aus Marseille (Massalia), Arzt, der zu Neros Lebzeiten nach Rom kam (Plin. nat. 29,9). Er erwarb sich hohes Ansehen, als er die Astronomie mit der Medizin verband, indem er die Diätpläne für seine Patienten nach dem Lauf der Sterne ausrichtete. Als er starb, hinterließ er 10 Millionen Sesterzen, nachdem er einmal bereits die gleiche Summe aufgewandt hatte, um die Befestigungswälle und andere Anlagen in seiner Geburtsstadt wieder instandsetzen zu lassen. Nutton, Vivian (London)

Artorius, M.

(131 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] Arzt und Anhänger des Asklepiades von Bithynien (Caelius Aurelius morb. acut. 3,113), war mit Octavian in Philippi, wo ein Traum dem zukünftigen Kaiser das Leben rettete (Plut. Antonius 22; Brutus 47; Val. Max. 1,7,2; Vell. 2,70,1). Er wurde, wohl anläßlich einer Reise nach Delos (IDélos 4116), von den Athenern geehrt (IG II/III2 4116) und starb um 27 v.Chr. bei einem Schiffbruch (Hieron. chron. Olymp. 127). A. glaubte, daß Tollwut das Gehirn zuerst angreife, daß sie auf den Magen übergreife und Schlucken verursache, unstillbaren…

Diätetik

(1,107 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] I. Griechenland Die griech. Medizin hebt sich von der ägypt. oder babylon. entscheidend dadurch ab, daß sie der D. im weiten Sinn einer Eß-, Trink-, Bewegungs- und Badekultur innerhalb der Therapeutik eine zentrale Stellung einräumt [2. 395-402; 3]. Urspr. bedeutete D. die Verabreichung von aufeinander abgestimmten Nahrungsmitteln in flüssiger, breiiger oder fester Form je nach Grad der Erkrankung (Hippokr. de medicina vetere 5 [4. 241-257]). Um die Mitte des 5. Jh.v.Chr. wuchs sie…

Arabische Medizin

(1,939 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London) RWG
Nutton, Vivian (London) RWG [English version] A. Grundlagen (RWG) Spätestens um 500 n.Chr. basierte die griech. Medizin auf Galen (Galenismus). Konkurrierende medizinische Theorien waren kaum mehr in Umlauf, und sogar pragmatisch orientierte Ärzte wie Alexander von Tralleis lehnten galenische Theoreme nicht vollkommen ab. In Alexandreia selbst und auch sonst im byz. Reich, wo man der alexandrinischen Trad. folgte, z.B. in Ravenna, gab es ein Curriculum, das aus galenischen Texten, den sog. 16 Büchern Summaria Alexandrinorum sowie hippokratischen Texten bestand, die in…

Aeficianus

(82 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] Griech. Arzt und Philosoph, Lehrer des Galenos, lebte um 150 n. Chr. in Kleinasien (Gal. 19,58, CMG V 10,2,2, 287). Als langjähriger Schüler des Quintus (Gal. 18A, 575) und Anhänger des Hippokrates interpretierte er zumindest einige ihrer Lehren in stoischerem Sinne, z. B. aus dem Bereich der Psychologie, in der er dem Stoiker Simias folgte (Gal. 19,58; 18b, 654]. Die Hippokratesdeutung, die ihm in der Galenausgabe von Kühn bei Gal. 16,484 zugeschrieben wird, ist eine Renaissancefälschung. Nutton, Vivian (London)

Empiriker

(696 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] A. Geschichte Die E. sind eine griech. Ärzteschule, gegr. um 250 v.Chr. von Philinos von Kos, einem Schüler des Herophilos (Ps.-Galen Introductio; Gal. 14,683). Nach Celsus (De med. pr. 10) wurde sie hingegen etwas später von Serapion von Alexandria begründet. Nach einigen Doxographen war der Gründer Akron von Akragas (um 430 v.Chr.; fr. 5-7 Deichgräber). In den medizinischen Doxographien wird sie als eine der drei Hauptströmungen in der griech. Medizin noch zur Zeit des Isidorus v…

Fieber

(375 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] (πυρετός, febris) bezeichnet eigentlich ein Symptom, eine erhöhte Körpertemperatur, doch wird der Begriff von allen ant. medizinischen Autoren häufig zur Bezeichnung einer Krankheit oder einer Krankheitsklasse verwendet. Im mod. diagnostischen Sprachgebrauch deckt der Begriff eine Reihe von Zuständen ab, so daß die Identifizierung jedes antiken “F.” ohne weitere Untergliederung von F.-Arten oder ohne sonstige Symptombeschreibung zum Scheitern verurteilt ist. Solche Identifizierung…

Phylotimos

(231 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] (Φυλότιμος) von Kos. Arzt und Jahresbeamter ( mónarchos) von Kos in der ersten H. des 3. Jh. v.Chr.; zusammen mit Herophilos [1] war er Schüler des Praxagoras und wurde eine der klass. Autoritäten der griech. Medizin (vgl. Gal. de examinando medico 5,2), auch wenn seine Schriften h. nur noch in Fr. greifbar sind. Er verfolgte anatomische Interessen, legte den Sitz der Seele in das Herz und hielt das Gehirn für eine bloße und überflüssige Ausdehnung des Rückenmarks (Gal. de usu partium 8…

Iatromaia

(92 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] (“Geburtshelferin”, “Hebamme”). Geburtshilfe wurde gewöhnlich von Frauen geleistet, lag jedoch nicht ausschließlich in ihren Händen. So berichtet eine parische Inschr. von zwei männlichen Geburtshelfern (IG 12,5,199), außerdem richten sich die erh. geburtshilflichen Schriften an ein männliches Publikum. I. als Berufsbezeichnung taucht auf zwei röm. Inschr. aus dem 3. bzw. 4. Jh. n.Chr. auf (CIL 6,9477f.); in ersterer wird Valeria Verecunda die ‘erste i. in ihrer Gegend’ gen., ein Epitheton, das eher auf die Qualität ihrer Arbeit als auf ei…

Kontagion

(286 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] (lat. contagio, “Ansteckung”). Krankheitsübertragung von einer Person auf eine andere auf direktem oder indirektem Wege. Mit K. verbindet sich die Vorstellung der Befleckung; im Judentum z.B. gilt, daß Menschen, die an bestimmten Krankheiten (wie Lepra) leiden, oder etwa menstruierende Frauen gemieden werden müssen (Kathartik). Die angeführten Gründe lassen sich entweder in hygienischem oder rel. Sinne verstehen. Ähnliche Empfehlungen sind auch aus dem alten Babylonien und Grieche…

Krankenhaus

(1,832 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] A. Definition K. im Sinne öffentlicher Einrichtungen zur medizinischen Versorgung ausschließlich Kranker finden sich nicht vor dem 4. Jh.n.Chr., und auch dann noch weist die Vielzahl der verwendeten Bezeichnungen (griech. xenṓn, xenodocheíon, ptōcheíon, gerontokomeíon, lat. xenon, xenodochium, ptochium, gerontocomium, valetudinarium; “Fremdenhaus”, “Pilgerhaus”, “Armenhaus”, “Altersheim”, “K.”) auf eine Vielfalt sich z.T. überschneidender Funktionen, Zielgruppen und Dienstleistungen hin. Privathäuser für kranke Angeh…

Mustio

(181 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] (auch Muscio). Übersetzer bzw. Übermittler von zwei gynäkologischen Schriften des Soranos von Ephesos ins Lateinische. Bei der einen handelt es sich um ein kurzes Hdb. von Fragen und Antworten, dessen griech. Fassung verlorengegangen ist, bei der anderen um die berühmte Gynaikeía (‘Gynäkologie). Einige Hss. von M.s Kompendium enden mit einem Anhang, in dem Scheidenpessare aufgelistet sind. Wenn M.s Adaptation auch keine getreue Übers. des Soranos darstellt, so hilft sie doch bei der Konstitution des griech. Textes. In …

Kallianax

(100 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] (Καλλιάναξ). Arzt, Anhänger des Herophilos [1] und Mitglied seines “Hauses”, was womöglich darauf hindeutet, daß er Mitte des 3. Jh.v.Chr. tätig war [1]. Bakcheios [1] erwähnt in seiner Denkschrift über die frühen Herophileer (Galen in Hippocratis Epidemiarum 6 comment. 4,10 = CMG V 10,2,2,203), K. habe Homer und die griech. Trag.-Dichter zit., wenn ihm seine Patienten ihre Angst vor dem Sterben bekannt hätten. Damit habe er ihnen zu verstehen gegeben, daß nur Unsterbliche dem To…

Epidemische Krankheiten

(954 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] I. Vor- und Frühgeschichte Seit der mittleren Bronzezeit, d.h. seit ca. 2800 v.Chr., sind e.K., worunter man im weitesten Sinne Krankheiten versteht, die eine große Anzahl von Lebewesen gleichzeitig befallen, arch. bezeugt. Ihr Auftreten wird mit einem Bevölkerungswachstum und der dadurch bedingten Erleichterung der Krankheitsübertragung vom Tier auf den Menschen und von Mensch zu Mensch in Zusammenhang gebracht [9. 251]. In Ägypt. dürften Pocken seit etwa 1250 v.Chr. bekannt gewesen…

Anonymus Parisinus

(337 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] Paris, BN, suppl. gr. 636, enthält Auszüge eines doxographischen Werkes über akute und chronische Krankheiten. Seine Bedeutung als medizinhistor. Quelle wurde zuerst von C. Daremberg in seiner Oreibasios-Ausgabe von 1851, S. XL erkannt, der später mindestens zwei weitere Mss. kollationierte, ohne daß es zu einer Edition gekommen wäre. Einem Hinweis von G. Costomiris folgend, übernahm R. Fuchs 1894 die editio princeps auf der Grundlage zweier Pariser Mss. [1], stiftete jedoch dabei Verwirrung, als er den doxographischen vom therapeutischen…

Salpe

(68 words)

Author(s): Nutton, Vivian (London)
[English version] (Σάλπη). Hebamme aus hell. Zeit, deren medizinische und kosmetische Rezepturen Plinius [1] in seiner Historia naturalis (Plin. nat. 28,38; 28,66; 28,82; 28,262; 32,135; 32,140) zitiert. Athenaios [3] (Athen. 322a) kennt eine S. als Verfasserin von παίγνια/ paígnia, “Spielereien”, doch bereitet die Identifizierung der beiden Probleme [1]. Nutton, Vivian (London) Bibliography 1 D. Bain, Salpe's ΠΑΙΓΝΙΑ; Athenaeus 322a and Plin. H. N. 28,38, in: CQ 48, 1998, 262-268.
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