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Your search for 'dc_creator:( "Danz, Christian" ) OR dc_contributor:( "Danz, Christian" )' returned 10 results. Modify search

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Projektion

(363 words)

Author(s): Danz, Christian
[English Version] . Der Begriff P. (lat. proiectio, »Hinausverlegung«, von lat. proicio, »hinwerfen«) wird in Erkenntnistheorie, Psychologie und Religionsphilosophie unterschiedlich verwendet. Im Problemhorizont der Cartesianischen Erkenntnistheorie hat der Begriff folgende Funktion: Erkenntnis wird als Reaktion auf empfangene Reize gedeutet, wobei das Bewußtsein das Empfundene in die Richtung hinausverlegt, von welcher ein Reiz das Bewußtsein trifft. In der Psychologie umfaßt P. ein breites Bedeu…

Transzendentaltheologie

(357 words)

Author(s): Danz, Christian
[English Version] . Der Begriff T. stammt aus der Transzendentalphilosophie I. Kants. Eine Theol., die sich ihren Gegenstand, das Urwesen, durch »reine Vernunft, vermittelst lauter transzendentaler Begriffe (ens originarium, realissimum, ens entium)« denkt, nennt Kant » transzendentale Theologie« (Kritik der reinen Vernunft [KrV], 21787, B 659) und ordnet sie der natürlichen Theologie zu, die als » Kosmotheologie« oder als »Ontotheologie« auftreten kann. Die T., von Kant mit dem Deismus identifiziert, ist jedoch ohne die Ethikotheol. gänzlich nutzlos…

Spekulative Theologie

(927 words)

Author(s): Danz, Christian
[English Version] . Im Kontext der Herausbildung der spekulativen Philos. F.W. J. Schellings und G.W. F. Hegels entstanden, stellt die s. Theol. eine eigenständige Form zumeist moderner prot. Theol. dar, die von der Grundüberzeugung einer positiven Bestimmung des Verhältnisses von Philos. und Theol. bzw. von Glauben und Vernunft getragen ist. Die gesch. divergierenden Konzeptionen der s. Theol. sind nicht nur durch das jeweils zugrunde gelegte Verständnis von Spekulation bedingt, sondern auch durc…

Transzendentalien

(913 words)

Author(s): Enskat, Rainer | Danz, Christian
[English Version] I. Philosophisch Die T. (transcendentalia) – bis ins späte MA auch Transzendentien (transcendentia) – gehören zu einem Typus von Attributen, mit denen man über die Attribute des Seienden (Sein) hinausgeht, die Aristoteles mit den zehn Kategorien fixiert hat. Das Seiende selbst wird als erstes unter die T. aufgenommen, weil es zus. mit dem Einen, dem Wahren und dem Guten die allgemeinsten Attribute bildet, die irgendeinem Etwas zukommen (können) und daher alle kategorialen Attribute umfassen. Motiviert ist die Ausweitung der Untersuchung der Kategorien…

Unbedingte, das

(688 words)

Author(s): Danz, Christian | Sandkaulen, Birgit
[English Version] I. Religionsphilosophisch Das dt. Wort »das U.« begegnet in den philos. Texten erst im letzten Drittel des 18.Jh. als Übers. des lat. »absolutum«. Seine spezifische, die weitere Theol. und Religionsphilos. nachhaltig bestimmende Prägung erhielt der Begriff durch I. Kant (s.u. II.). Das U. ist das letzte Prinzip, welches seinerseits durch nichts anderes bedingt ist und in dem das Mannigfaltige seine begründete Einheit findet. In dieser methodischen Begründungsfunktion bildet die Idee des U. den Kern des philos. Gottesg…

System

(1,647 words)

Author(s): Angehrn, Emil | Danz, Christian | Herms, Eilert
[English Version] I. Philosophisch Von S. (griech. συ´στημα/sýstēma, »Zusammenstellung«) als einem strukturierten Ganzen, das aus Teilen zusammengesetzt ist, ist einerseits mit Bezug auf die Wirklichkeit, andererseits mit Bezug auf die Wissenschaft bzw. die Philosophie selbst die Rede. Im objektiven Sinn wird die Idee eines geordneten Zusammenhangs im antiken Denken für unterschiedliche Bereiche (Kosmos [Welt: II.], Organismus, Medizin, Musik, Ethik, Politik) geltend gemacht. Im methodischen Sinn wird…

Transzendentalismus

(1,468 words)

Author(s): Danz, Christian | Imorde, Joseph | Lundin, Roger
[English Version] I. Religionsphilosophisch Der Ausdruck T. geht, vorbereitet durch ältere Terminologien (Transzendentalien), auf die krit. Transzendentalphilosophie I. Kants zurück und bez. im Anschluß an dessen Bestimmung des Begriffs »transzendental« eine solche methodische Denkweise, die »sich nicht so wohl mit Gegenständen, sondern mit unserer Erkenntnisart von Gegenständen, so fern diese a priori möglich sein soll, überhaupt beschäftigt« (KrV, B 25). Er beinhaltet ein methodisches Programm, für das eine doppelte Abgrenzung konstitutiv ist: G…

Spekulation

(1,405 words)

Author(s): Figl, Johann | Schnepf, Robert | Danz, Christian
[English Version] I. Religionsgeschichtlich 1. Der Begriff S. wird in der Religionswiss. nicht unabhängig von philos. (s.u. II.) und alltagssprachlichen Bedeutungen gebraucht, doch ist er – v.a. in der Religionsphänomenologie – in für das Fach spezifischer Verwendung anzutreffen gewesen, und zwar insbes. für reflexiv-rationalisierende und systematisierende Überlegungen hinsichtlich der jeweiligen Rel., die in bestimmten hist. Situationen (z.B. kulturelle Umbrüche) und in unterschiedlichen theoretis…

Transzendenz/Immanenz

(2,872 words)

Author(s): Gregersen, Niels Henrik | Figl, Johann | Steinmann, Michael | Danz, Christian
[English Version] I. Naturwissenschaftlich Die Naturwiss. kennen von sich aus nicht einen Begriff von T. als Gegenbegriff zur Natur. »Natur« oder »Kosmos« (Kosmologie) wird als das Ganze aller Realität gefaßt. 1. Dennoch gehen die Naturwiss. von einer finitistischen Erkenntnistheorie aus. Kurt Gödels Unentscheidbarkeitstheorem von 1931 bewies, daß es prinzipiell nicht möglich ist, innerhalb eines formalen Systems sowohl die innere Widerspruchsfreiheit des Systems als auch ihre Vollständigkeit zu beweisen. Weiterhin gibt es …

Naturalismus

(2,403 words)

Author(s): Meyer-Abich, Klaus Michael | Danz, Christian | Kitschen, Friederike | Hurst, Matthias
[English Version] I. Philosophisch N. ist ein vieldeutiger Begriff, dessen Sinn davon abhängt, ob er (1) affirmativ oder (2) in krit. Absicht als ein Vorwurf gebraucht wird, und dessen jeweilige Bedeutung sich nach dem vorausgesetzten Verständnis von Natur richtet. 1.Affirmativer Naturalismus. Wenn (a) die eine Natur aller Dinge so in Gott ist, daß ihr nichts entgegengesetzt ist, werden auch Götter und Menschen uneingeschränkt als Teile dieses Ganzen verstanden. Die Götter sind dann – wie in der griech. Rel. (Griechenland: I.,1.) – N…