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Rigorismus

(648 words)

Author(s): Dehn, Ulrich | Heesch, Matthias
[English Version] I. Religionswissenschaftlich R. ist eine ethische Kategorie, die meist im Zusammenhang perfektionistischer Gemeinschaften angewendet wird. Sie meint ein unbeugsames und starres Fest

Seelenwanderung

(1,185 words)

Author(s): Betz, Hans Dieter | Dehn, Ulrich | Dan, Joseph | Schmidtke, Sabine
[English Version] I. Religionswissenschaftlich 1.Zum Begriff. Antike Lehren von der S. reichen zurück bis zu den Vorsokratikern des 6./5.Jh. v.Chr. (Empedokles, Pythagoras, Orphiker/Orphik), wobei ein Dualismus von Leib und Seele vorausgesetzt ist. Danach ereignet sich die Geburt eines Menschen nicht als ganzheitliche Neuschöpfung, sondern als Wiedereinkörperung einer präexistenten Seele. Wiederholte Einkörperungen schließen nicht nur Menschen jeden Standes, sondern auch Tiere und Pflanzen…

Sekten

(2,411 words)

Author(s): Dehn, Ulrich | Bochinger, Christoph | Thiede, Werner | Thiele, Christoph
[English Version] I. Religionswissenschaftlich Nicht nur die philol. Herleitung, auch der Gebrauch des Wortes S. selbst ist umstritten. Die Herkunft von secare (»abspalten«) ist denkbar, ebenso die von secta (von sectus, sequi, »Schulrichtung«). Im letzteren wertneutralen Sinne wird »sect« im Englischen verwendet, während dem dt. (pejorativen) »S.« meist der engl. »cult« als polemische Fremdbez. entspricht. Max Weber (s.u. II.) unterschied zw. Freiwilligkeit, Exklusivität und »rel.-ethischer Qualifikation« der Mitgliedschaft in S. und obligatorischer Mitgliedschaft in der Kirche als »Gnadenanstalt« (»Fideikommißstiftung«) mit universalem Anspruch. E. Troeltsch (s.u. II.) bestimmte als Merkmale von S. Freiwilligkeit, Exklusivität, Gesetz (statt Gnade) und Radikalismus der Lebensordnung. S. im theol. Sinne stehen für unterschiedliche Glaubensrichtungen innerhalb einer großen Religionsgemeinschaft. In diesem Sinne ist in Anlehnung an den engl. Sprachgebrauch oft für die Schulrichtungen des Buddhismus, Hinduismus etc. von S. die Rede, oder es sind Abspaltungen von einer größeren rel. Gemeinschaft in offener oder unterschwelliger Opposition zu dieser gemeint (die religionsgesch. meist in S. im ersten Sinne resultieren). »S.« im ethischen Sinne bez. nach gängigem Verständnis rel. Gemeinschaften, die sich um eine Leitungsfigur (»Guru«) herum bilden, strenge interne Strukturen wahren, von einem kontrastiven Innen-/Außenweltbild leben und den »Ausstieg« erschweren. Diese Merkmale stellen nur eine grobe Orientierung dar, die durch ein osmotisches Ineinanderfließen von traditionellen und neuen Religionsgruppen immer wieder auf dem Prüfstand steht. Alternative Terminologievorschläge wie »konfliktträchtige Gruppen« (Reinhart Hummel), »neue religiöse Bewegungen« (Mehrheit der Religionswiss.), »neue spirituelle Bewegungen« (Usarski) etc. sollen den abwertenden Charakter abstreifen, setzen sich aber nur allmählich durch und bleiben Fremdbez., während die »S.« selbst sich mitunter die Formalbez. »rel. Minderheiten« geben. Auch die Bundestagsenquete-Kommission »Sog. S. und Psychogruppen« (1996–1998) hat von der Benutzung des Wortes »S.« abgeraten. Der (ethische) S.-Charakter einer weltanschaulichen Gruppe erweist sich oft erst an der Disposition der e…