Search

Your search for 'dc_creator:( "Gizewski, Christian (Berlin)" ) OR dc_contributor:( "Gizewski, Christian (Berlin)" )' returned 99 results. Modify search

Sort Results by Relevance | Newest titles first | Oldest titles first

Censores

(613 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] Mit einer lex de creandis censoribus sollen im J. 443 v.Chr. zuerst vormalige Konsuln als bes. Beamte für die Bürgerschätzung gewählt worden sein, um die Konsuln von dieser Aufgabe zu entlasten (Liv. 4,8,3; ähnl. Dion. Hal. ant. 2,62). Die paritätische Besetzung des Amtes mit je einem Patrizier und einem Plebejer wird wohl erst nach den leges Liciniae Sextiae des J. 367 zur Norm. Regelmäßige Schätzungen alle fünf Jahre ( lustrum) machten seither eine regelmäßige Censoren-Wahl nötig. Doch wird von der Regeldauer gelegentlich, im 2. und 1.Jh. v.Chr.…

Nota censoria

(330 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] Die n.c. war eine “Notiz” der röm. censores , die das ehrenwidrige Verhalten eines Bürgers öffentlich feststellte. Zu den spätestens seit dem 4. Jh. v.Chr. belegten Amtsverrichtungen der censores ( lex Aemilia des J. 366 v.Chr.: Liv. 9,34,24; s. aber auch Val. Max. 2,9,1; Plut. Camillus 2,2; Cic. off. 3,31,111) gehörte die Beurteilung der Bürger im Hinblick auf ihr “ehrenhaftes Verhalten” ( honor). Entsprach der Gemusterte nach Überzeugung des censor nicht den Ehrenanforderungen, die sich etwa aus Amtsführung, mil. Disziplin, Zugehörigkeit zu den…

Census

(366 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] Aus der allg. Bedeutung von censere (etym. von centrum) ergeben sich für c. folgende Spezialbedeutungen: 1. Die Bürgerschätzung in republikanischer Zeit. Nach röm. Geschichtstradition (Liv. 1,42,5) üben zunächst die Könige, später die Konsuln die Bürgerschätzung aus, um Heeres-, andere Dienstleistungen und Steuerverpflichtungen festzulegen. Seit dem J. 443 v.Chr. (Liv. 4,8,2) sind zwei Censoren für eine Amtsperiode von fünf Jahren ( lustrum ) dafür zuständig. Sie haben die Grundsätze ihrer Amtsführung in einem Edikt beka…

Diptychon

(230 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] (aus griech. δίς = zweimal und πτύσσω = falten) kann Gefaltetes oder Zweifaches meinen, etwa die Schalen einer Muschel oder Zwillinge (Eur. Orest. 633 bzw. Ambr. hex. 6,8,25), speziell aber ein gefaltetes Schriftstück aus Papier oder Pergament, zwei zusammenlegbare, miteinander verbundene Schreibtafeln oder eine Schreibtafel mit Deckel und Schreibflächen aus Wachs, Gips oder einem anderen, meist hellen Material (λεύκωμα), die mit Griffel, Rohr oder Pinsel bearbeitet werden. Da ei…

Admissio

(124 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] Zeremonielle Zulassung zu einer Audienz beim Kaiser. Die zuständige Behörde ( admissionales, officium admissionum: Suet. Vesp. 14; Amm. 15,5,18) unterstand in der späten Kaiserzeit dem magister a. im Bereich des magister officiorum (Cod. Theod. 11,18,1; Not. dign. or. 11,17). Je nach der teils freizügigen (Plin. paneg. 47,3), meist aber strikt förmlichen (SHA Alex. 20) Praxis der Kaiser, wurden die Besucher nach unterschiedlicher Nähe zum Kaiser in Klassen zur salutatio eingeteilt. Den kaiserlichen amici ( amicitia ) standen andere Formen des Zugangs ( aditus)…

Album

(264 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] [1] s. Schreibmaterial s. Schreibmaterial Gizewski, Christian (Berlin) [English version] [2] Bekanntmachungstafel A. wird eine weiße ( albus) Tafel genannt, auf der amtliche Mitteilungen verschiedener röm. Behörden und auch gerichtliche Entscheidungen ( in albo propositio: Dig. 2,1,7) veröffentlicht werden können. Bes. Bed. hat ferner das a. praetoris, das die vom Praetor als Gerichtsbehörde zugelassenen Klage- und sonstigen Antragstypen und die Formeln für das Verfahrensprogramm unter jeweils roten Überschriften ( rubricae) enthält. Die Beschädig…

Domäne

(412 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] Das Wort D. (von lat. [ res] dominica, über spätlat. domenica, altfrz. “domenie” lautgewandelt zu altfrz. “domaine”) kennzeichnet in MA und Neuzeit, etwas enger als das spätlat. Ursprungswort, den “lehnsrechtlichen” oder “allodialen Grundbesitz” eines “Herrschafts-Inhabers” (“Adligen”), wobei der Grundbesitz als ganzer oder ein einzelnes Landgut gemeint sein kann. In der röm. Rechtssprache deckt sich res dominica ungefähr mit dominium (Dig. 50,16,195,2; 1,5,20), wobei das Eigentum an Grundstücken oder anderen Sachen, aber auch ein Vermö…

Destinatio

(167 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] (von rekonstr. de-stanare, “feststellen”) bedeutet allg. eine Zweckbestimmung oder eine Entscheidung, juristisch auch eine rechtsverbindliche einseitige Willenserklärung (Cod. Iust. 6,30,6; Dig. 50,17,76). Im polit. Leben meint d. die Abordnung eines Untergebenen oder die Einweisung eines dafür Vorgesehenen in eine Amtsstellung durch den dazu Befugten. Die kaiserliche Empfehlung eines candidatus an den Senat heißt ebenso d. wie die direkte Einsetzung des Amtsträgers durch den Kaiser (Dig. 4,4,18,4; Cod. Iust. 11,74,2; 12,12,2). In d…

Corrector

(240 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] Das Wort c. (von corrigere, “verbessern”) bezeichnet allg. den Kritiker, der Tadel oder Strafe verhängt, oder den Reorganisator, so z.B. Pädagogen, Aufseher, Militär oder Politiker mit derartigen Aufgaben (Plin. paneg. 1,6,2; Sen. dial. 4,10,7; Amm. 31,4,9). Seit der Zeit Traians wird mit c. ein senatorischer Legat des Kaisers bezeichnet, der mit einer Sondermission z.B. ad ordinandum statum liberarum civitatum (Plin. epist. 8,24) in eine Prov. gesandt wird. Daraus geht eine bereits im 3. Jh.n.Chr. ausgeprägte Form eines ordentlichen Pr…

Adlectio

(253 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] Aufnahme in eine definierte gesellschaftliche Gruppe (Körperschaft, Stand, Steuerklasse, Klerus), aber auch in den Freundeskreis, eine Bürgerschaft oder ein Volk (Varro ling. 66; Sen. epist. 74,25 Haase; CIL XIII 1688; II 3423). In der polit. Sphäre bedeutet a. seit der Republik vor allem die seltene und ehrenvolle Aufnahme bisher amtsloser oder nicht ausreichend qualifizierter Personen in den Kreis gewesener Magistrate ( a. inter consulares, praetorios, quaestorios, aedilicios, tribunicios; CIL XIV 3611; IX 5533; II 4114; Plin. epist. 1,14,5; S…

Concilium

(561 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] C. (von con-calare) ist eine einberufene Versammlung (Fest. p. 38); auch übertragen gebraucht (Cic. Tusc. 1,72; Lucr. 3,805). 1. Im polit. Sprachgebrauch bezeichnet c. unterscheidend von den verfassungsmäßigen contiones und comitia oft eine Volksversammlung ohne Rechtswirkung ( is qui non universum populum, sed partem aliquam adesse iubet, non comitia, sed concilium edicere iubet, Gell. 15,27,4; Liv. 9,45,8). Es wird aber auch im Sinne von contio oder comitia gebraucht und dann öfters in Verbindung sowohl mit populi als auch mit plebis (Cic. Sest. 65; Lex I…

Creatio

(609 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] (von creare: “schaffen”, “erzeugen”) hat die Bed. “Ernennung”, “Berufung” bei Funktionen im privaten ( tutor: Dig. 26,7,39,6) und Ämtern im öffentlichen Bereich ( magistratus : Dig. 48,14,1 pr.); syn., aber nicht deckungsgleich mit nominatio und vocatio verwendet, verbindet es sich gegebenenfalls mit lectio, electio (Cic. Verr. 2,2,49; Tac. Agr. 9; Dig. 1,11,1, pr.) oder cooptatio (Liv. 2,33,2; 3,64,10). Im Begriff ist ein Akt der Einsetzung vorausgesetzt, der die Legitimation mitbegründet. Das Prinzip der c. gilt für alle polit. (administrativ, iuris…

Abrogatio

(275 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] Im öffentlichen Recht bedeutet a. die Aufhebung eines Rechts oder Gesetzes. 1a: Die gänzliche Aufhebung eines durch rogatio von der Volksversammlung beschlossenen Gesetzes ( lex ) durch die Volksversammlung (Ulp., prooem. 3: abrogatur legi, cum prorsus tollitur). 1b: In erweiterter Bed. auch das durch ständige Nichtbeachtung Obsoletwerden eines Rechtssatzes (Dig. 1,3,32,1: receptum est, ut leges etiam tacito consensu omnium per desuetudinem abrogentur). 2a: Die Wegnahme eines durch die Komitien übertragenen imperium auf dem Weg einer rogatio. 2b: In erw…

Kanzlei

(248 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] Dt. “Kanzlei” (von lat. cancelli über ahd. canceli, cancli) meint abstrakt einen Funktionsbereich, in dem Urkunden für den Rechtsverkehr vorbereitet, ausgestellt, übermittelt und sicher verwahrt werden. Dies ist seit dem Altertum v.a. Bestandteil der Gerichts- und Behördentätigkeit. In der röm. Kaiserzeit gibt es für K. verschiedene Namen - officium, cancelli ( cancer = “Gitter”), scrinium (= Schriftkapsel oder “Schrein”) und burellum (spätlat. = Vorhang, Büro) - und unterschiedl. Organisationsformen. In den provinzialen Zivil- und Militä…

Ovatio

(199 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] (von lat. ovare, entspricht griech. euázein, “jubeln”). Im weiteren Sinn sowohl der röm. Triumph als auch kleinere staatl. Feiern zu Ehren verdienter Feldherren, im engeren Sinn vom 5. Jh.v.Chr. bis etwa zum 1. Jh.n.Chr. aber die “kleine” Jubelfeier für Feldherren, die nicht die Voraussetzungen der “großen” Siegesfeier, des Triumphs, voll erfüllten (Cic. Phil. 14,12: ovantem ac prope triumphantem). Letzterer war nicht möglich bei rechtl. zweifelhaftem Kriegsgrund, unblutig errungenem Sieg oder eher strafverfolgender Bekämpfung von Sk…

Consul(es)

(696 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] Das Wort c. ist etym. ungeklärt (Herkunft möglich von con- und sal- = “eilig zusammenkommen” oder von con- und sell-/ sedl- = “zusammen”- bzw. “bei-sitzen”). Die in späterer republikanischer Zeit gefestigte Geschichtstradition (Liv. 1,60,3-4), seit der Vertreibung des letzten Königs Tarquinius Superbus im J. 510 v.Chr. habe es zwei c.-Kollegen an Roms Spitze gegeben, ist angesichts einiger gegenläufiger Indizien in derselben Geschichtsüberlieferung nicht sicher. Möglicherweise waren anfänglich einem einzigen auf Zeit gewählten praetor maximus (Fest. 2…

Decemviri

(448 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
(“Zehn-Männer-(Gremium)”) treten in folgenden histor. überlieferten Formen auf: [English version] [1] D. legibus scribundis (451 und 450 v.Chr. gewählte Ausschüsse) D. legibus scribundis sind nach der Überlieferung die 451 und 450 v.Chr. gewählten Ausschüsse zur Aufzeichnung des gesamten in Rom gültigen Gewohnheits- und Gesetzesrechts (Tabulae Duodecim), gegen die eine provocatio nicht zulässig war. Ein erster nur aus Patriziern gebildeter Ausschuß soll dabei 10 Tafeln, ein zweiter aus Patriziern und Plebeiern bestehender…

Magister a memoria

(226 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] Lat. memoria (griech. mnḗmē) nimmt im Sinne von “dauerhaftes Zeugnis” Bezug auf die amtliche Ausfertigung von Urkunden (vgl. Aristot. pol. 1321b 39: mnḗmones). Seit Augustus ist für die vielfältigen Amtstätigkeiten des Kaisers an seinem Hofe ein Amtsbereich a memoria anzunehmen. Dessen Leiter ist aber erst seit dem 2. Jh. n.Chr. als m.a.m. oder m. memoriae bekundet; bei diesem Titel bleibt es bis zur Spätant. (ILS 1672; Paneg. 9,11 Baehrens; Cod. Iust. 1,23,7,1). Der Büroleiter war urspr. Freigelassener, später Angehöriger des Rit…

Commendatio

(198 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] (1) Die Empfehlung einer Person oder Sache (Dig. 4,3,37), (2) die Übergabe einer Sache zur Aufbewahrung (Dig. 50,16,136) und (3) die Führung des Beweises für eine Behauptung (Cod. Iust. 6,22,2). (4) Im Rahmen einer honorarischen, d.h. prinzipiell beiderseitig nicht klagweise durchsetzbaren Absprache ist c. ein Akt, mit dem ein Klient einem Patron seine Angelegenheiten zur Vertretung oder Erledigung anvertraut und sich zu einer ehrenhalber geschuldeten Dankensleistung verpflichtet ( se alicui in clientelam, fidem commendare, Ter. Eun. 577; Petron. 140;…

Nobilissimus

(149 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] Das Wort nobilis (pl. nobiles ), kennzeichnet in der Republik und noch in der Kaiserzeit der ersten beiden Jh. n.Chr. speziell wohl die Angehörigen einer senatorischen Familie, in der es mehrere Consuln gab. Seit dem 3. Jh.n.Chr. dient es in dem sich ausprägenden Hoftitelwesen (Hoftitel C.) zur Bezeichnung bes. hochstehender Angehöriger sowohl des Senatorenstandes als auch des Hofstaates (Dig. 1,2,2,43: Angehörige des Senats; Cod. Iust. 6,23,19: Angehörige des sacrum consistorium). Davon abgehoben wird - verm. seit Constantinus [1] I. - der Superlativ n. (bzw…
▲   Back to top   ▲