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Your search for 'dc_creator:( "Hurschmann, Rolf (Hamburg)" ) OR dc_contributor:( "Hurschmann, Rolf (Hamburg)" )' returned 469 results. Modify search

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Recta

(97 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Der röm. Knabe trug beim erstmaligen Anlegen der toga virilis als Untergewand die ( tunica) recta, die bei Ritter- und Senatorensöhnen mit dem Rangabzeichen ( latus clavus) versehen war. R. oder regilla hieß die lange, weiße tunica mit engen oberen Ärmeln der röm. Braut, die sie am Vorabend der Hochzeit anzog, in der sie schlief und die sie am Hochzeitstag trug (Plin. nat. 8,194). Kleidung; Toga Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography Blümner, PrAlt., 336, 350 f.  C. M. Wilson, The Clothing of the Ancient Romans, 1938, 138-145  D. Balsdon, Die Frau in der röm. Ant.…

Ballspiele

(552 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (σφαιρίσεις, pilae lusus). Bereits die homer. Gesellschaft erfreute sich an B. (Hom. Od. 6,110-118; 8,372-380), die auch in Zukunft von Personen aller sozialen Schichten (Athen. 1,14e, 15c; 12,548b; Plut. Alexander 39,5; Cic. Tusc. 5,60) und Altersgruppen ausgeübt wurden. Viele B. haben die Römer von den Griechen übernommen. Einige waren Mannschaftsspiele wie Harpaston oder ἐπίσκυρος, epískyros (Poll. 9,103f.; schol. Plat. Tht. 146 u.a.), bei dem die gegnerische Partei durch Weitwürfe allmählich aus dem Feld gedrängt wurde, vielleic…

Owl-Pillar-Gruppe

(153 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Nach einem ihrer Motive (stehende Eule auf Säule bzw. Pfeiler) benannte rf. kampanische Vasengruppe aus dem 2. und 3. Viertel des 5. Jh.v.Chr. Keramische Leitform ist die attische (“nolanische”) Amphora (Gefäßformen, Abb. A 5), ungleich seltener sind Kalpis (Gefäßformen, Abb. B 12), Krater und Kanne. In der Übernahme der besonderen Amphoren- und Kalpisform wie auch im Stil versuchen die Maler der O., die zeitgleichen att. Vasenmaler zu imitieren; hinzu kommt die auf den “nolanisc…

Apulische Vasen

(429 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Führende Gattung der rf. unteritalischen Vasenmalerei, ca. 430 - ca. 300 v. Chr., mit Produktionszentrum Tarent. Man unterteilt die a.V. in plain- und ornate-style, wobei in ersterem bei weitgehendem Verzicht auf Zusatzfarben vornehmlich Glocken-, Kolonettenkratere und kleinere Gefäßtypen mit einfachem Dekor und Kompositionen von einer bis vier Personen versehen werden (Sisyphos-, Tarporley-Maler). Myth. Themen bilden einen Schwerpunkt, daneben die Darstellung von Frauenköpfen, Kriegern (Kampf- und Abs…

Armschmuck

(297 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Bereits in den alten Kulturen des Vorderen Orients und Ägyptens war das Tragen von A. üblich (Schmuck). Im ägäischen Bereich sind Beispiele aus frühkykladischer Zeit, der min. und myk. Epoche bekannt. Man trug A. am Unterarm, oberhalb des Handgelenks oder am Oberarm, wobei A. des öfteren an beiden Armen, bzw. Unter- und Oberarmen gleichzeitig getragen wurde. Als Grundform diente ein Reif, der für Verzierungen und Inschr. ausreichend Platz bot und entweder völlig geschlossen oder …

Paludamentum

(256 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Rechteckig geschnittener, meist purpurner, aber auch roter oder weißer röm. Umhang aus Leinen oder Wolle, der der griech. Chlamys entsprach; ungewöhnlich dagegen das goldurchwirkte P. der Agrippina (Plin. nat. 33,63). Das P. wurde zunächst nur von röm. Feldherren und höheren Offizieren getragen; es avancierte in der Kaiserzeit zu einem Insigne kaiserlicher Herrschaftsgewalt. Das P. gehörte zur Kriegstracht des Feldherren bzw. Kaisers (vgl. Varro ling. 7,37) und durfte nicht inner…

Latrunculorum ludus

(217 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Das Spiel, bei dem es darauf ankam, dem Gegner alle Steine durch geschicktes Setzen der eigenen zu schlagen, hat seinen Namen von lat. latro (“Söldner”, später auch “Bandit”); der Sieger erhielt den Titel Imperator (vgl. dazu SHA Proculus 13,2). Der Spielverlauf ist nicht völlig geklärt, doch aus den lit. Quellen (Varro ling. 10,22; Ov. ars 3,357f., vgl. 2,207; Sen. de tranquillitate animi 14,7; Laus Pisonis 190-208) ergibt sich ein ungefähres Bild: L.l. wurde von zwei Partnern an einem schachbrettähnlichem Spielbrett gespielt, das normalerweise 8 ×…

Karchesion

(79 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] [1] s. Schiffahrt s. Schiffahrt Hurschmann, Rolf (Hamburg) [English version] [2] Trinkgefäß Ein recht großes, dem Kantharos [1] ähnliches Trinkgefäß (Athen. 11,474e-475b; Macr. Sat. 5,21,1-6) für Wein (Mart. 8,56,14; Ov. met. 12,317), das nach Athen. 11,500f. zu den Gefäßen eines griech. Symposions gehörte, ferner im Röm. ein Opfergefäß (z.B. Ov. met. 7,246). Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography W. Hilgers, Lat. Gefäßnamen, BJ, 31. Beih., 1969, 48; 140f.  S. Rottroff, Hellenistic Pottery, The Athenian Agora 29, 1997, 88f.

Mastruca

(60 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (auch mastruga). Sardisches Wort (Quint. inst. 1,5) für ein aus (Schaf-)Fell gefertigtes Gewand, eng am Körper liegend, ärmellos und bis auf die Oberschenkel reichend. Seine Träger galten bei den Römern als unzivilisiert (Cic. Scaur. 45d; Cic. prov. 15), so Alaricus bei Prud. in Symm. 1,659f. Bei Plaut. Poen. 1310-1313 auch als Schimpfwort verwendet. Hurschmann, Rolf (Hamburg)

Feder

(267 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (κάλαμος, calamus). Neben dem Griffel war die F. das zweite unentbehrliche Schreibgerät der Ant. Sie diente zum Beschreiben von Papyrus und Pergament, ferner der geweißten bzw. unbeschichteten Holztäfelchen mit roter oder schwarzer Tinte. Die aus den Stengeln von Schilfrohr (κάλαμος, calamus) angefertigten F. spitzte man mit einem F.-Messer (σμίλη, scalprum librarium) an und versah sie mit einem Spalt in der Mitte, so daß sie in ihrem Aussehen durchaus modernen Stahl-F. ähnelten und entsprechend funktionierten (Pers. 3,10-14). N…

Acclamatio

(305 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Rhythmisch oder sprechchorartig vorgetragene Zurufe, die Glückwunsch, Lob, Beifall, Freude oder Gegenteiliges ausdrücken. Neben der anfänglich bestehenden spontanen a. setzte sich im Laufe der Zeit eine festformulierte und bei bestimmten Anlässen immer wiederkehrende a. durch. Eine frühe Erwähnung der a. findet sich in Hom. Il. 1,22, daneben sind a. bei den Beschlüssen in griech. Volksversammlungen [1] oder Kultvereinen bekannt. In Rom wurde die a. bei Hochzeitszügen als Talasse und Hymen, Hymenaee io (Catull. 61-62; Liv. 1,9,12 o…

Gruß

(1,108 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
I. Grußgebärden [English version] A. Handreichung Nach griech. und röm. Sitte gab man Gastfreunden, Familienmitgliedern, Vertrauten oder Freunden die rechte Hand und drückte sie fest (Hom. Il. 10,542 u.ö.; Xen. Kyr. 3,2,14; Aristoph. Nub. 81; Plut. Cicero 879; Plut. Antonius 952; Plut. de amicorum multitudine 94b), sowohl bei der Begrüßung (bei Plut. Caesar 708 schon eher Leutseligkeit) wie auch beim Abschied. Der Handschlag galt als Zeichen der Freundschaft und des Vertrauens (Xen. Kyr. 3,2,14; Liv. 30,12,18); er wurde bes. Menschen gewährt, mit denen man sich innig verbunden fühlte und deren unerwartete Wiederkehr (aus Krieg oder von einer Reise) Freude erregte (Hom. Il. 10,542; Hom. Od. 24,409; Aischyl. Ag. 34f.; Ov. met. 7,495f.). Diese Form des G. konnte so weit gehen, daß man den Ankommenden an der Hand ins Haus bzw. an seinen Sitzplatz führte (Hom. Od. 1,119-121). Ebenso gab man sich die Hand bei einem Abschied auf längere Zeit (Xen. Kyr. 3,2,14) bzw. in Erwartung des Todes (Eur. Alc. 193; Plut. Themistokles 127; Plut. Brutus 1008). Bei Tac. hist. 2,49 küssen die Soldaten dem toten Kaiser Otho sogar die Hand: Hier ist der Gedanke der Ehrerbietung und Trauer mit einzubeziehen. Entsprechend der Bed. der Handreichung galten infolgedessen Menschen, die…

Griffel

(284 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
(γραφίς, γραφεῖον; lat. stilus, graphium). [English version] [1] Werkzeug zum Zeichnen Werkzeug zum Zeichnen, auch Reißfeder genannt, s. Bautechnik, Bauwesen. Hurschmann, Rolf (Hamburg) [English version] [2] Schreibgerät Schreibgerät für die mit einer Wachsschicht versehenen Holztäfelchen ( cera ). Mit dem spitzen unteren Ende des G. gravierte man den zu schreibenden Text auf die Täfelchen ein und konnte gegebenenfalls Schreibfehler mit dem oberen abgeflachten Ende wieder löschen, indem man das Wachs verstrich ( stilum vertere, z.B. Hor. sat. 1,10,72). Darstellungen …

Kreisel

(120 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (στρόβιλος, ferner βέμβηξ, κῶνος, στρόμβος, στρόφαλος, lat. rhombus, turbo). Das K.-Spiel war in der Ant. ein beliebtes Kinderspiel; der hölzerne, aus Buchsbaum gefertigte (daher auch lat. buxum genannte), mit Querrillen versehene K. wurde mit den Fingern in eine rotierende Bewegung versetzt und dann mit der Peitsch…

Daunische Vasen

(194 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Keramikgattung der Italiker aus den heutigen Prov. um Bari und Foggia mit lokalen Produktionsorten bes. in Ordona und Canosa. Seit der Frühphase (um 700 v.Chr.) zeigen die Gefäße ein vom griech. Motivschatz unabhängiges geom. Dekor, das in roter und braun bis schwarzer Erdfarbe auf die handgeformten Gefäße aufgetragen wird. Dazu gehören Rauten-, Dreiecksmuster und Bandornament, Wellenlinie, Kreis, Kreuz, Quadrat, Bogen, Swastika u.a. (Ornament). Auch bei den Vasenformen erfolgte eine anfangs von gr…

Kamm

(370 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ὁ κτείς, lat.

Purpurissum

(78 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Kostbare Farbe und Schminke (Plin. nat. 35,44), hergestellt aus der Mischung von erhitztem Purpursaft und Silberton (bzw. -kreide, creta argentaria); p. fiel umso heller aus, je mehr man von dem Silberton hinzufügte. Als Malerfarbe war p. aufgrund seiner lebhaften Farbe sehr geschätzt (Plin. nat. 35,30; 35,44 f.; 35,49). Frauen nutzten p. zusammen mit Bleiweiß ( cerussa) zum Färben von Wangen und Lipp…

Perservase

(148 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Apulischer Volutenkrater aus Canosa (1851 gefunden) in Neapel (NM, Inv. 81947 [H 3253], H 130 cm, [1]), aufgrund der zentralen Gestalt des Perserkönigs auch als “Dareioskrater” bezeichnet; eponymes Werk des danach benannten Dareios-Malers. Die Hauptseite zeigt im Zentrum den Kronrat des Dareios [1] I., da…

Matratze

(113 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (τύλη/ týlē; lat. culcita, torus). M. bildeten das Auflager der griech. und röm. Kline (auf den Haltegurten der Kline liegend, Petron. 97,4) oder wurden unmittelbar auf den Boden gebreitet (Athen. 15,675a; Alki. 4,13,14; χαμεύνη/

Palimpsest

(320 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (παλίμψηστος [βίβλος/ bíblos oder χάρτης/ chártēs], lat. codex rescriptus). Das “wieder abgeschabte”, d.h. nach der Tilgung der ersten Beschriftung wieder zum Schreiben präparierte, Buch, Papyrus- oder Pergamentblatt. Den ersten Text wischte man mit einem Schwamm oder schabte ihn mit Bimsstein ab. Dieses Verfahren wurde schon in Äg. (z.B. PBerlin 3024, 12. Dyn., ab ca. 2000 v.Chr.) angewandt und war auch später normal, sei es aus Sparsamkeit (Cic. fam. 7,18,2), sei es aus Mangel an unbes…
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