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Stapel

(1,086 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. GrundlagenHervorgegangen aus einem Niederlagsrecht an einem natürlichen Handels-Platz, nahm der S. bereits im HochMA Zwangscharakter an: Die durchreisenden Kaufleute wurden verpflichtet, an einem bestimmten Ort – häufig einer Flussquerung oder einer Straßenkreuzung – ihre Waren für einen bestimmten Zeitraum niederzulegen (d. h. zu »stapeln«), um sie der ortsansässigen Bevölkerung zum Verkauf anzubieten. Damit konnte die Verpflichtung einhergehen, die Waren nur an diesem Platz und an keinem anderen zu verkaufen, wie dies etwa die Hanse ab 1309 mehrfach der Stadt Brügge f…
Date: 2019-11-19

Außenhandel

(1,771 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. DefinitionA. ist im Gegensatz zum Binnenhandel der Teil des Handels, der Güter über die Grenzen eines Landes importiert ( Einfuhr) oder exportiert ( Ausfuhr) oder Güter einführt, um sie möglichst schnell und bisweilen bearbeitet oder veredelt wieder auszuführen (Reexport). In diesem Sinne betrieb jedes Territorium des frühnzl. Heiligen Röm. Reiches, das mit seinen Nachbarterritorien handelte, A. Wo der A. im Wesentlichen Entrepôt-Handel war (Stapelplatz), d. h. wo der größte Teil der Einfuhren zwischengelagert und r…
Date: 2019-11-19

Kommerzielle Revolutionen

(598 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
Der 1942 von Raymond de Roover eingeführte Begriff [2] K. R. wird in der wirtschaftshistor. Forschung für epochale Veränderungen im Bereich der Handels-Geschichte benutzt, wenn sich kommerzielle Innovationen in einem bestimmten Zeitraum bündelten und damit einen Schub in der langfristigen Entwicklung des Handels auslösten. De Roover setzte die K. R. des MA im 13. Jh. an, während die moderne Forschung eher von einer Zeitspanne vom späten 12. bis zum 14. Jh. ausgeht. Während der ma. K. R. wurden in Italien der bargeldlose Zahlungsverkehr (Wechsel), die doppelte Buchführung un…
Date: 2019-11-19

Ausfuhr

(653 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
A. (Export) ist derjenige Teil des Außenhandels, der die Verbringung von Gütern aus dem eigenen Wirtschaftsraum in einen fremden (ausländischen) und die damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen betrifft (Lagerhaltung, Spedition etc.; zu Details vgl. Außenhandel).In der Nz. wurde die A. von Waren verschiedentlich offiziell geregelt, vorrangig durch A.-Verbote. Unter einem A.-Verbot versteht man ein obrigkeitliches Verbot der A. vor allem von als strategisch wichtig angesehenen Gütern, wie etwa Waffen, Rohstoffen, Nahrungs…
Date: 2019-11-19

Fernhandel

(1,947 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. Begriff und BedeutungDer F. oder »internationale« Handel (ein für das MA wie die Frühe Nz. etwas anachronistischer Begriff) bildete einen zentralen Anker des wirtschaftlichen Geschehens sowohl in Europa selbst als auch zwischen Europa und den außereurop. Wirtschaftsräumen. Im Gegensatz zum Lokal- und Regionalhandel oder gar zum Hausierhandel überwand der F. weite Strecken und sorgte für einen Waren- und Geldverkehr zwischen auch weit voneinander entfernten Region Europas, seit dem 16. Jh. zunehmend auch zwischen Europa und außereurop. Regionen ( Überseehandel).Der F. w…
Date: 2019-11-19

Spedition

(710 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
Die S. wurde in der Nz. durchwegs als integrativer Teil des Handels betrachtet, wobei zwischen der »normalen« S., d. h. dem schlichten Transport zwischen zwei Orten, und dem sog. S.- oder Transithandel zu unterscheiden ist.Die S. als Teil des Handelsgeschäfts wurde in der Regel nicht professionistisch ausgeübt (vgl. Professionalisierung 4.2.). Die Fuhrleute, im Alpenraum Säumer, an größeren Flüssen Schiffer bzw. Flößer waren vielfach Bauern und Wirte, die im Nebengewerbe Transportaufgaben gegen Lohn übernahmen (Mischökonomie). Die Spezialisierung ganzer Dorfgemeinscha…
Date: 2019-11-19

Zollverein, Deutscher

(1,089 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. Rechtsnatur, MitgliederDer Dt. Z. war seiner Rechtsnatur nach noch kein fester Staatenbund, stellte jedoch deutlich mehr als einen einfachen, auf einen zentralen Aspekt der Wirtschaft – das Zoll-Wesen sowie im weiteren Sinne den Außenhandel – ausgerichteten Handelsvertrag dar und kann daher seiner Funktionsweise nach als ein Vorläufer der (heutigen) internationalen Organisationen gelten. Im Z. schlossen sich durch den Zolleinigungsvertrag vom 22. 3. 1833 zum 1. 1. 1834 Staaten des Deutschen Bundes zum Zweck einer gemeinsamen Zoll- und Handelspolitik zusammen. In di…
Date: 2019-11-19

Regionalhandel

(639 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
Unter R. versteht man kommerzielle Aktivitäten, die – aus geographischer Perspektive – zwischen dem im Wesentlichen lokal beschränkten Detail-Handel und dem weite Entfernungen überbrückenden Fernhandel lagen. R. bezeichnet somit den – vielfach durch die vorhandenen (vorindustriellen) Transportmöglichkeiten limitierten (Transport und Verkehr) – Handel innerhalb einer bzw. zwischen zwei oder mehreren Wirtschaftsregionen. Kaufleute spezialisierten sich oftmals auf den R., wenn sie ein größeres Unternehmerrisiko vermeiden wollten und …
Date: 2019-11-19

Zahlungsverkehr

(2,024 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. Allgemeines Der Begriff Z. bezieht sich auf die Organisation der Einlösung von Zahlungsversprechen, die üblicherweise komplementär zu Handelsgeschäften gemacht werden. Vor der Entstehung nationaler Zahlungssysteme v. a. im Zuge des Aufbaus von Zentral-Banken (vgl. Notenbank; s. u. 4.3.) vollzog sich der Z. in der Regel direkt zwischen einzelnen Handelsplätzen mit je eigenen Finanzdienstleistungen, wobei staatliche und polit. Grenzen ohne Belang waren.Markus A. Denzel2. Zahlung auf WarenbasisZ. auf Warenbasis, d. h. die Bezahlung einer Ware mit einer anderen ( Tauschh…
Date: 2019-11-19

Zoll

(1,715 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. BegriffZ. (von spätlat. teloneum/telonium, »Z.-Haus«) bezeichnet eine Abgabe, die beim Transport eines Gutes über eine Z.- Grenze entsteht – sei sie innerhalb eines Staates ( Binnen-Z.) oder zwischen zwei Staaten (Außen-Z.). Binnen-Z. wurden v. a. dort erhoben, wo die Umgehung einer Z.-Station für den Händler oder Transporteur hohe Kosten verursacht hätte oder nicht möglich war. Im Landtransport geschah dies an wichtigen Brücken (Brücken-Z.), Furten, Tunnels, Stadttoren oder (Hauptverkehrs-)Straßen, zumal wenn diese (seit dem 18. Jh.) als Chaussee…
Date: 2019-11-19

Wechselbank

(741 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. Begriff W. sind – anders als Wechselstuben, wie sie bereits im spätma. Oberdeutschland bestanden – öffentliche Giro- und Depositenbanken, die in der Regel von Städten gegründet wurden, um als Clearing-Stelle mit einem multilateralen Abrechnungssystem den anwachsenden bargeldlosen Zahlungsverkehr besser regulieren zu können. Zugleich stabilisierten W. durch die Einführung einer Rechen-Währung (Bankwährung) die jeweils bestehenden Geld- und Währungsverhältnisse und trugen ggf. auch zur Sanierung des kommunalen Haushalts bei. W. erm…
Date: 2019-11-19

Handelsbücher

(1,221 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. Gattungsgeschichte und TypenH. zählen zu den wichtigsten Quellen für die Geschichte des Handels. Seit der im Italien des 12./13. Jh.s einsetzenden Kommerziellen Revolution sind zwei Hauptgattungen zu unterscheiden.(1) Mit der Herausbildung einer wie auch immer gearteten Buchführung entstanden Geschäftsbücher im engeren Sinne, die erfolgte kaufmännische Transaktionen (einschließlich der damit im Zusammenhang stehenden Korrespondenz) dokumentierten. Im Laufe der Jahrhunderte und v. a. im Zuge der Durchsetzung der doppelten Buchführ…
Date: 2019-11-19

Jahrmarkt

(1,271 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. AllgemeinEin J. (auch Kirmes genannt) war eine Marktveranstaltung mit regionalem Einzugsbereich, die einmal oder mehrmals im Jahr stattfand und sich dadurch vom Wochenmarkt [9. 147, 149], aber auch von der überregional bis international ausgerichteten Messe unterschied. Der J., der auf einem festgelegten Marktplatz stattfand und z. T. auch über einen eigenen Marktbezirk, z. T. sogar über eine eigene Architektur verfügte, besaß (wie eine Messe) einen Bezug zu einem kirchlichen Fest – einem Christus-, Marien- oder Heiligen-Fest – und wurde in größeren zeitliche…
Date: 2019-11-19

Fugger

(1,003 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. Aufstieg der Dynastie bis zum 16. Jh.Unter den Unternehmern, die im dt. Raum in der Nz. Geschäfte tätigten, verfügen die Augsburger F. über einen der klangvollsten Namen. 1367 war Hans F. nach Augsburg eingewandert und etablierte sich dort als Barchentweber und Kaufmann; bereits sein Sohn Jakob I., der Stammvater der Linie F. von der Lilie, war vorrangig als Handelsherr tätig. V. a. dessen Sohn Jakob II. (genannt »der Reiche«) schuf aus den vergleichsweise bescheidenen Anfängen ein europ. agierendes Unternehmen. Nicht mehr nur die bisherigen Handelsgesch…
Date: 2019-11-19

Preiskurant

(953 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. Definition und EntwicklungP., d. h. handgeschriebene, später gedruckte, formalisierte Preis-Listen oder Kurszettel, bildeten den ältesten Typus von Handels- und Finanzjournalen; sie umfassten jeweils nur eine oder zwei Seiten. Solche P. sind eine Hauptquelle für Preis-, Geld- und Wechselkursnotierungen auf den europ. und levantinischen Märkten zwischen dem späten 16. und dem 19. Jh. In der Regel sind P. exakt datiert und geben somit genaue Auskunft darüber, welcher Preis oder Kurs wann und wo notiert wurde. Sie liefern demnach sehr zu…
Date: 2019-11-19

Kontor

(650 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
Unter K. versteht man traditionell das Schreib- bzw. Geschäftszimmer – modern: das Büro – ma. und nzl. Kaufleute. Die Bezeichnung geht zurück auf franz. comptoir (»Laden-/Zahltisch«, von lat. computare, »zählen«, »rechnen«), was auf die ursprüngliche Bedeutung als Schreib-, Laden- oder Zähltisch bzw. -pult hinweist. Das K. erlangte für die kaufmännische Geschäftstätigkeit zentrale Bedeutung, als der Handelsherr im HochMA nicht mehr mit seinen Waren reiste, sondern an einem Ort sesshaft wurde. Das K. wurde mit zunehmender S…
Date: 2019-11-19

Buchführung, doppelte

(1,475 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. Entwicklung der Buchführung in Antike und MittelalterB. oder Rechnungslegung ist wohl annähernd so alt wie kaufmännisches Handeln selbst. Bereits im sumerischen Mesopotamien (3. Jahrtausend v. Chr.) wurden Geschäftsvorgänge auf Tontafeln aufgezeichnet. Diese seit der Antike gebräuchliche, einfache B. diente dabei der Dokumentation getätigter Geschäftsvorgänge zur Erinnerung für den Handelnden selbst und als Beweis gegenüber Anfeindungen vor Gericht. So musste etwa nach dem röm. Corpus iuris civilis die Rechnungslegung von Kaufleuten bei Streitigkeiten vor Ger…
Date: 2019-11-19

Trade/Trade Routes

(2,965 words)

Author(s): Denzel, Markus A. (Göttingen RWG)
Denzel, Markus A. (Göttingen RWG) [German version] A. Introduction (CT) A lively discussion, initiated by Dopsch in 1918-20 and taken up by Pirenne in 1922, has developed and continues to this day concerning the question of the continuity of trade, especially in the Mediterranean, from Antiquity into post-Antiquity. It must be said, however, that the gap between the supporters of unimpeded continuity and those who suggest a profound, long-lasting break in development has in the meantime greatly narrowed. …

Money/Money economy/Money theory

(2,628 words)

Author(s): Denzel, Markus A. (Göttingen RWG)
Denzel, Markus A. (Göttingen RWG) [German version] A. Introduction (CT) A. Introduction The monetary forms that have developed from pieces of precious metals since the 7th cent. BC, whose value was guaranteed by the ruler or the community, and their increasingly dominant role in the economy of the Mediterranean region gradually displaced the much older way of payment in kind in all its forms (stone, ring and tooth, jewelry, clothing, money tokens as well as formed and unformed metal money). In Alexander the…

Handelsvertrag

(1,223 words)

Author(s): Denzel, Markus A. | Beck, Thomas
Ein H. ist eine langfristige und umfassende oder eine kurzfristige (Handelsabkommen) vertragliche Vereinbarung über die Außenhandels-Beziehungen zwischen zwei oder mehreren Städten, Ländern oder Territorien.1. EuropaSeit dem MA wurde der grenzüberschreitende Warenverkehr durch H. geregelt, wobei insbes. zollrechtliche Aspekte eine zentrale Rolle spielten. Darüber hinaus wurde in H. auch die Rechtsstellung der beteiligten Kaufleute, v. a. in der Fremde, behandelt, d. h. ihre Niederlassungsfreiheit in der Fremde, ihr Rechtsschutz bzw. ihre besonder…
Date: 2019-11-19
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