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Wahlmonarchie

(1,121 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
1. Allgemein und Altes ReichUnter den Monarchien Europas gab es im SpätMA und in der Frühen Nz. neben den großen Erbreichen, zu denen etwa Frankreich und England (s. u. 2), aber auch Kastilien gehörten, zahlreiche W. Hier wählte entweder ein kleiner Kreis von geistlichen und weltlichen Würdenträgern oder aber die Stände insgesamt, z. T. aber auch der gesamte Adel den Träger der Krone aus.Die wichtigste W. war ohne Zweifel das Alte Reich ( Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation). Hier waren schon durch die Goldene Bulle von 1356 der Ablauf der Wahl des Kaisers und der Kreis der Wäh…
Date: 2019-11-19

Skrofeln

(938 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
1. Begriff und mittelalterlicher HintergrundMit dem Wort S. oder Skrofulose (von lat. struma, »Drüsenschwellung«, spätlat. strumae, scrofulae, »Halsgeschwulst«) bezeichnet man eine entzündliche Erkrankung der Lymphdrüsen v. a. im Hals- und Nackenbereich, eine spezielle Form der Tuberkulose, die oft mit Schwellungen und eitrigen Geschwüren auch im Gesicht einhergeht. In der Frühen Nz. wurden auch Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen, aber anderen Ursachen – etwa allergische Reaktionen – unter den Begriff S. subsumiert.Schon im MA entstand in Frankreich die Vorstellung…
Date: 2019-11-19

Beamter

(2,489 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
1. Amtsträger und FunktionenDas Wachstum der Staatsgewalt in der Frühen Nz. war auf das Engste verbunden mit der Entwicklung einer professionellen Verwaltung, für deren Amtsträger die Verteidigung der Autorität des Staates und der Kampf für den eigenen sozialen Status und die eigenen Interessen sich zu einer Einheit verbanden. Diese Amtsträger wurden allerdings erst seit dem 18. Jh. durchgängig als B. oder Staats-B. (statt Diener, Räte, Amtmann etc.) bezeichnet, auch wenn das Wort (etwa in der Form beambte) gelegentlich schon im 16. Jh. verwandt wurde. Der entsprechend…
Date: 2019-11-19

Monarchie

(7,471 words)

Author(s): Asch, Ronald G. | Leonhard, Jörn
1. Typen monarchischer HerrschaftDie M., d. h. die Regierung durch einen König oder anderen souveränen Herrscher mit königsähnlicher Machtstellung und Würde (Souveränität), mochte er nun der erbliche Repräsentant einer Dynastie oder der Träger einer auf Lebenszeit durch Wahl verliehenen Krone sein, war im frühnzl. Europa der Normalfall von Herrschaft, jedenfalls für größere Reiche und Territorialstaaten jedweder Art. Mit gewissem Recht ist die These vertreten worden, »der Weg zum modernen Machtstaat führt in Europa in jedem Fall über die M.« [74. 36]. Auch Fürstentümer, di…
Date: 2019-11-19

Prärogative

(919 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
Unter dem Begriff der P. (engl. prerogative; von lat. praerogatio, ›Vorrecht‹) werden in England jene Rechte der Krone verstanden, die unmittelbar der Herrschafts-Gewalt des Königs inhärent sind, und die der Monarch daher grundsätzlich auch ohne Mitwirkung des Parlamentes und ggf., zumindest in Ausnahmesituationen, auch ohne Bindung an die normalen Regeln des Gewohnheitsrechtes, des Common Law, ausüben konnte. Sir Matthew Hale, ein bedeutender Jurist des 17. Jh.s, definierte die ›Vorrechte des Königs‹ ( praerogativa regis) als ›Rechte der höchsten Gewalt‹ ( iura summi imper…
Date: 2019-11-19

Nobilitierung

(1,168 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
1. DefinitionUnter N. versteht man die Erhebung in den Adels-Stand durch einen Herrscher. Im weiteren Sinne kann man darunter auch Standes-Erhöhungen verstehen, also die Erhebung einer bereits adligen Person (oder Familie) in einen höheren Adelsrang. Zumindest der Aufstieg in den niederen Adel vollzog sich zu Beginn der Nz. in den meisten europ. Ländern freilich meist noch nicht durch einen ausdrücklichen N.-Akt, sondern eher stillschweigend, indem man etwa einen entsprechenden Adelssitz (z. B. ein Rittergut [6], eine Burg) erwarb, sich einen adligen Lebensstil zuleg…
Date: 2019-11-19

Favorit

(1,483 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
1. Monarchische Herrschaft und GünstlingswesenMonokratische Herrschaft – ob nun tatsächlich in Form der Monarchie ausgeübt oder in Gestalt einer starken Machtkonzentration in der Hand einer Person unter eigentlich republikanischen Verfassungsverhältnissen, wie etwa in Präsidialdemokratien – bringt fast immer besondere höfische oder quasihöfische Machtstrukturen hervor, die durch die Dialektik von Gunst und Einfluss gekennzeichnet sind. Oft werden administrative und politische Entscheidungen durch die informelle Umgebung des Herrschaf…
Date: 2019-11-19

Persönliches Regiment

(683 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
Unter P. R. versteht man die Konzentration administrativer Entscheidungskompetenzen unmittelbar beim Fürsten oder Monarchen ( Monarchie) bei gleichzeitiger Umgehung oder Marginalisierung der eigentlich zuständigen Verwaltungs- Behörden. In diesem Sinne kann man von P. R. in Europa erst seit dem 16. Jh. sprechen. Bis dahin hatte der Fürst oft einen wechselnden Kreis von Beratern und Amtsträgern (Beamte) im Umkreise des Hofes für die jeweils anstehenden Aufgaben herangezogen. Kompetenzen beruhten vielfach eher auf der v…
Date: 2019-11-19

Refeudalisierung

(677 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
Unter R. wird ein Prozess der Veräußerung vormals königlicher (Regalien) oder staatlicher Hoheitsrechte an adlige oder nobilitierte Familien verstanden. Wiederholt wurde er durch Finanzkrisen ausgelöst (Staatsfinanzen), mit denen sich namentlich die span. Krone im 17. Jh. konfrontiert sah [9]. In der Regel wird der Begriff daher v. a. auf entsprechende Vorgänge in Kastilien und im span. beherrschten Süditalien ( Neapel und Sizilien) angewandt. In Süditalien veräußerte die stets am Rande des Bankrotts (Staatsbankrott) lavierende span. Krone seit dem Ausga…
Date: 2019-11-19

Magnaten

(964 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
1. DefinitionUnter M. (neulat. von magnus, »groß«) werden hier diejenigen Mitglieder einer nzl. europ. Adels-Gruppierung verstanden, die durch Status, Macht und Reichtum eine herausragende Führungsposition innerhalb des Adels einnahmen, oft mit privilegiertem Zugang zu staatlichen Ressourcen und Ämtern und mit der Fähigkeit, auch als Einzelne maßgeblichen politischen Einfluss auszuüben. Ein klassisches Beispiel für adlige M. in diesem Sinne sind etwa die Granden Spaniens – um 1700 rund 100 Personen in einem Land, in dessen kastilischem Reichsteil bis zu 10…
Date: 2019-11-19

Commonwealth

(824 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
Das Wort C. bezeichnet im Englischen im 16. Jh. einerseits ganz allgemein das Gemeinwesen (im Sinne des lat. res publica) als Einheit von staatlicher und gesellschaftlicher Ordnung, andererseits aber auch das mit dieser Einheit verbundene Gemeinwohl. Der so geprägte Begriff war nicht antimonarchisch, stellte aber doch eine Ergänzung zur Definition Englands als realm (»Reich«) oder kingdom (»Königreich«), also als Reich eines Monarchen, dar. Um die Mitte des 16. Jh.s wurde C. zu einem Schlüsselbegriff für jene Vertreter eines oft christl. geprägten …
Date: 2019-11-19

Statthalter/in

(1,175 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
Unter S. (lat. locumtenens) versteht man die Vertreter bzw. Vertreterinnen – das Amt wurde in manchen nzl. Reichen auch an Frauen vergeben [3]; [5], insbes. wenn sie aus der Herrscherfamilie stammten – eines Monarchen oder Herrschers in einer Provinz, in einem Königreich bzw. Fürstentum.1. Spanische KroneUnter bestimmten Umständen trugen S. den Titel eines Vizekönigs, etwa in den zahlreichen Königreichen, die im 16. und 17. Jh. zum span. Weltreich gehörten und von Kastilien aus regiert wurden. Um 1600 residierten span. Vizekönige (span. virreyes) in Lissabon (Portugal), Bar…
Date: 2019-11-19

Ämterkauf

(1,063 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
1. Inoffizieller Handel mit ÄmternÄ. war in der Frühen Nz. sowohl im zivilen als auch im militärischen Bereich ein recht weit verbreitetes Phänomen, da einerseits viele Ämter (Amt) faktisch als das nutzbare Eigentum ihres Inhabers betrachtet wurden und andererseits die Veräußerung von Hoheitsrechten jeder Art nicht nur in Zeiten akuter fiskalischer Krisen ein beliebtes Mittel war, die Einkünfte des Staates zu vergrößern (Staatsfinanzen). Dabei gilt es jedoch zu unterscheiden zwischen dem Verkauf adm…
Date: 2019-11-19

Premierminister

(1,127 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
1. Entwicklung bis zum 17. JahrhundertUnter P. verstand man in der Frühen Nz. einen leitenden Minister, der über die anderen Minister eines Herrschers eine gewisse Aufsicht ausübte. Bei voller Ausbildung des Amtes, wie sie außerhalb Englands aber erst im 19. Jh. zu beobachten ist, stand er an der Spitze eines Kabinetts, das kollektiv die Regierungsgeschäfte wahrnahm, und war – in der Monarchie – dazu in der Lage, den Zugang anderer Minister zum Herrscher zu kontrollieren.Schon im späten MA und zu Beginn der Nz. gab es an den Fürsten-Höfen Ratgeber des Herrschers, die …
Date: 2019-11-19

Staat

(8,853 words)

Author(s): Asch, Ronald G. | Leonhard, Jörn
1. Europa 1.1. Definition und zentrale Entwicklungslinien 1.1.1. BegrifflichkeitIn der Forschung besteht weitgehend Konsens darüber, dass die (Frühe) Nz. eine für den Prozess der S.-Bildung bes. wichtige Epoche ist [70]. Keine Einigkeit besteht allerdings über die Definition dessen, was man überhaupt mit S. meint. Während einige Historiker auch relativ stark dezentralisierte Herrschaftsgebilde wie das Alte Reich als S. bezeichnen wollen, orientieren sich andere stärker am S.-Begriff des 19. und frühen 20. Jh.s. Seinen klassischen Ausdruck fand d…
Date: 2019-11-19

Kriegsunternehmer

(822 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
1. BegriffsbestimmungDie Kriegführung des 16. und 17. Jh.s trug in wesentlichen Aspekten vorstaatlichen Charakter. Die Soldaten wurden nicht von weisungsgebundenen Offizieren des Kriegsherrn rekrutiert, ausgerüstet und besoldet, sondern auch von K., also von relativ unabhängigen Söldner-Führern, die über ausreichend Kapital bzw. Kredit und Prestige verfügten, um auf eigene Faust Truppen anzuwerben ( Rekrutierung). Meist handelte es sich dabei um einzelne Einheiten in Kompaniestärke oder auch um ein ganzes Regiment, nur in seltenen Fällen um größ…
Date: 2019-11-19

Hof

(8,596 words)

Author(s): Asch, Ronald G. | Steigerwald, Jörn | Spohr, Arne | Kollbach, Claudia | Kanz, Roland
1. FunktionDer monarchische bzw. fürstliche H. war in der Nz. in ganz Europa zugleich ein politisches Machtzentrum und ein Mittelpunkt des sozialen Lebens der adligen Oberschicht ( Adel). Von der höfischen (= höf.) Kultur und ihrem Lebensideal des Hofmannes ging eine prägende Kraft aus ( Cortegiano; s. u. 5.1.), die vornehmlich auf die Adelskultur ausstrahlte, aber auch auf die städtischen Eliten der Metropolen und zeitweilig, etwa in Frankreich im 17. und frühen 18. Jh., auch auf die Kultur der Provinzstädte. Sprache und Umgangsformen des H. wurden zum Vorbild.Im hohen MA war d…
Date: 2019-11-19

Friedensrichter

(890 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
Die F. (engl. justices of the peace) waren Amtsträger mit zugleich administrativen und richterlichen Befugnissen, die in den engl. (und walisischen) Grafschaften, also den für die örtliche Verwaltung wichtigsten Bezirken, die Krone vertraten. Die Ursprünge des Amtes gehen in England auf das 14. Jh. zurück, als die justices die Aufgabe übernahmen, an Stelle der älteren county courts (»Grafschaftsgerichte«) und hundred courts den Landfrieden zu wahren. Im Laufe des 16. Jh.s wurden die F. immer mehr zum wichtigsten Organ der Lokalverwaltung, zumal das im MA zentrale Amt des sheriff…
Date: 2019-11-19

Ennoblement

(1,173 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
1. DefinitionEnnoblement is elevation to the ranks of the nobility by a prince. In a wider sense, it can also refer to ascent through the estates of the realm, that is, elevation of a noble (or noble family) to a higher noble rank. In most European countries, ascent to the lesser nobility at least, at the beginning of the early modern period, was not yet by an explicit act of ennoblement, but was generally implicit, for instance by acquiring a suitable noble residence (e.g. a  manor [6], or a castle), adopting a noble lifestyle, or seeking to consolidate a claim to noble s…
Date: 2019-10-14

Court (monarchical)

(9,300 words)

Author(s): Asch, Ronald G. | Steigerwald, Jörn | Spohr, Arne | Kollbach, Claudia | Kanz, Roland
1. FunctionThe monarchical or princely court everywhere in Europe in the early modern period was at once a center of political power and a focus of social life for the noble elite (Nobility). Courtly culture and its vision of the ideal life as lived by the courtier exerted a defining influence (Cortegiano; see below, 5.1.) primarily on the culture of the nobility, but also on metropolitan urban elites, and sometimes, as in France in the 17th and early 18th centuries, on the culture of provincial towns. The language and conventions of behavior at court became exemplary.During the High M…
Date: 2019-10-14

Monarchy

(7,841 words)

Author(s): Asch, Ronald G. | Leonhard, Jörn
1. Types of monarchical ruleMonarchy, as in government by a king or other sovereign ruler with kinglike powers and dignities (Sovereignty), whether as the hereditary representative of a dynasty or wearer of a crown bestowed for life by election, was the normal mode of authority in early modern Europe, at least for larger polities and territorial states of all kinds. With some justification, it has been asserted that “in Europe at least, the way to the modern state holding a monopoly of violence passed through monarchy.” [74. 36]. Principalities, which in the Middle Ages origin…
Date: 2020-04-06

Electoral monarchy

(1,256 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
1. Introduction and Holy Roman EmpireThe European monarchies of the Late Middle Ages and early modern period included not only the great hereditary kingdoms, such as France and England/Great Britain (see below, 2), and Castile, but also many electoral monarchies. Here, the crown was assigned by a vote of either a small circle of ecclesiastical and secular dignitaries, or the estates of the realm as a whole, or sometimes the entire nobility.Without doubt, the most important electoral monarchy was the Empire (Holy Roman Empire [of the German Nation]). The proce…
Date: 2019-10-14

Personal rule

(743 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
Personal rule signifies the concentration of discretionary administrative competences directly in the hands of the prince or monarch (Monarchy) combined with the bypassing or marginalization of the administrative bodies that actually hold such responsibilities (Government). In this sense, personal rule can be said to have existed in Europe only from the 16th century on. Before this, the prince generally relied on a shifting circle of advisors and officials (Civil servant) at court to perform necessary functions, and competences often depended on an ad hoc transfer of respo…
Date: 2020-10-06

Military enterpriser

(884 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
1. ConceptIn important respects, warfare in the 16th and 17th centuries still had characteristics predating centralized state government. Soldiers were not recruited, equipped, and paid by officers of the ruler beholden to his orders, but by military enterprisers, relatively autonomous mercenary leaders who had enough capital (or credit) and prestige to raise troops on their own account (Recruitment). Their forces were usually single units of the order of a company in strength, or perhaps an enti…
Date: 2020-04-06

Favorite

(1,618 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
1. Monarchical rule and the tradition of the favoriteMonocratic authority, whether exercised in the form of monarchy proper or in the form of a pronounced concentration of power in the hands of one individual under a technically republican constitution, as in presidential democracies, almost always produces specific court or quasi-court power structures characterized by the dialectic of favor and influence. Administrative and political decisions are often arrived at in the informal personal circle of th…
Date: 2019-10-14

Civil servant

(2,636 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
1. Officials and functionsThe growth of the state’s authority in the early modern period was intimately associated with the development of a professional government, whose officials were united in defence of the authority of the state and the struggle for their own social status and interests. It was not until the 18th century, however, that these officials were all called civil servants (instead of servants, counselors, Amtmänner, etcetera), although the German equivalent  Beamte (in the form  beambte, for example) was occasionally used as early as the 16th century.…
Date: 2019-10-14

Justice of the peace

(943 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
The Justices of the Peace were officials with both administrative and judicatory powers who represented the Crown in the English (and Welsh) counties, the most important geographical divisions of local government. The origins of the office in England date back to the 14th century, when the justices assumed the task of maintaining the King’s peace in place of the older county and hundred courts. Over the course of the 16th century, the Justices of the Peace became by degrees the most important or…
Date: 2019-10-14

Magnate

(1,017 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
1. DefinitionA magnate (Neolatin from magnus, “great”) here means a member of a European nobility group of the early modern period, whose status, power, and wealth brought him an outstanding position of leadership within the nobility, often with privileged access to state resources and offices and the power to exercise considerable political influence, even as an individual. Classical examples of this type of noble magnates were the Grandees of Spain, who around 1700 comprised a class of around 100 p…
Date: 2019-10-14

Commonwealth

(891 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
In the 16th century, the word commonwealth referred generally to the body politic (in the sense of the Latin res publica) as the entity of political and social order, but also the common good (“common weal”) that was associated with that entity. The concept it founded was not anti-monarchical, but it did constitute an addition to the definition of England as a “realm” or “kingdom,” i.e. the dominion of a monarch. Around the mid-16th century, “commonwealth” became a key concept for proponents of a Humanism that was…
Date: 2019-10-14

Offices, sale of

(1,114 words)

Author(s): Asch, Ronald G.
1. UnofficialAt the beginning of the early modern period, sale of offices, both civil and military, was a widespread phenomenon, since many offices were treated  de facto as the disposable property of the incumbent, and the alienation of sovereign rights of all kinds was a popular means of augmenting the state’s revenue, not just in periods of acute fiscal crisis (Public finances). A distinction must be made, however, between the sale of administrative offices by the state itself and sale of offices involving private citizens.Since officeholders in this period could hardly…
Date: 2020-10-06
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