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Wechsel

(1,842 words)

Author(s): Denzel, Markus A. | Löhnig, Martin
1. Wirtschaft 1.1. Grundprinzip Der auf antiken Vorläufern aufbauende, im Italien der Kommerziellen Revolution (12.–14. Jh.) entwickelte W. (ital. lettera di cambio, franz. lettre de change, engl. bill of exchange), »eine der wichtigsten Errungenschaften der Wirtschaftsgeschichte« [4. 415], stellte in seiner seit dem 14. Jh. existierenden, klassischen Form einen Zahlungsauftrag dar, mit welchem der Aussteller (Trassant) des W. den Bezogenen (Trassaten; Akzeptanten des W.) damit beauftragte, andernorts eine Schuld an seiner statt a…
Date: 2019-11-19

Faktorei

(1,446 words)

Author(s): Denzel, Markus A. | Häberlein, Mark
1. EuropaDer Begriff »F.« war in Europa im hohen und späten MA wesentlich gebräuchlicher als in der Frühen Nz. Das ital. fattoria, Ursprung für das Lehnwort, das erstmals bei den großen toskanischen Handelsgesellschaften des HochMA erscheint, bezeichnete eine befestigte Außenstelle oder »Filiale« einer Handelsgesellschaft an einem auswärtigen Handelsplatz, die von einem Faktor (ital. fattore) geleitet wurde [6]. Das F.-Netz der großen süddt. Gesellschaften (Fugger; Welser) mit festen Niederlassungen an zentralen europ. Handelsplätzen (Antwerpen, Lyon, Lissabon etc.) u…
Date: 2019-11-19

Kontor

(650 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
Unter K. versteht man traditionell das Schreib- bzw. Geschäftszimmer – modern: das Büro – ma. und nzl. Kaufleute. Die Bezeichnung geht zurück auf franz. comptoir (»Laden-/Zahltisch«, von lat. computare, »zählen«, »rechnen«), was auf die ursprüngliche Bedeutung als Schreib-, Laden- oder Zähltisch bzw. -pult hinweist. Das K. erlangte für die kaufmännische Geschäftstätigkeit zentrale Bedeutung, als der Handelsherr im HochMA nicht mehr mit seinen Waren reiste, sondern an einem Ort sesshaft wurde. Das K. wurde mit zunehmender S…
Date: 2019-11-19

Hausierhandel

(1,178 words)

Author(s): Radeff, Anne | Denzel, Markus A.
1. Allgemein»Der Hausiergewerbebetrieb ist diejenige gewerbliche Betriebsform, wobei der Gewerbetreibende außerhalb seines Wohnsitzes von Ort zu Ort ziehend mitgeführte Waren feilbietet (eigentlicher H.) oder irgendwelche gewerbsmäßige Leistungen anbietet (Scherenschleifer, Kessel- und Pfannenflicker und dergl.), oder Waren aufkauft (Sammeln von Lumpen, Knochen, alt Eisen)« [1]; zitiert nach [11. 101]. Man kann – in der Stadt (Stadthausierer) und auf dem Land – sog. Selbsthausierer (die die Produkte ihres Ackerbaus oder ihres Neben-Gewerbes feilboten) und Fremdha…
Date: 2019-11-19

Messe

(3,787 words)

Author(s): Körndle, Franz | Denzel, Markus A.
1. KatholischS. Gottesdienst2. Musik 2.1. Entstehung des mehrstimmigen Ordinarium missae Im 14. Jh. begannen Musiker damit, mehrstimmige Kompositionen zu den Teilen des Ordinarium missae ( Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus und Agnus Dei sowie damals oft auch Ite missa est) zu einem mehrteiligen Zyklus zusammenzustellen (Gottesdienst). Aller Wahrscheinlichkeit nach sind die Sätze der M. von Barcelona, Tournai und anderen nicht jeweils einem einzelnen Komponisten zuzuschreiben, sondern als Sammlungen zu werten, die auf unterschiedliche Autoren zurückgehen. Die von Guillaume …
Date: 2019-11-19

Buchführung, doppelte

(1,475 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. Entwicklung der Buchführung in Antike und MittelalterB. oder Rechnungslegung ist wohl annähernd so alt wie kaufmännisches Handeln selbst. Bereits im sumerischen Mesopotamien (3. Jahrtausend v. Chr.) wurden Geschäftsvorgänge auf Tontafeln aufgezeichnet. Diese seit der Antike gebräuchliche, einfache B. diente dabei der Dokumentation getätigter Geschäftsvorgänge zur Erinnerung für den Handelnden selbst und als Beweis gegenüber Anfeindungen vor Gericht. So musste etwa nach dem röm. Corpus iuris civilis die Rechnungslegung von Kaufleuten bei Streitigkeiten vor Ger…
Date: 2019-11-19

Handelsvertrag

(1,223 words)

Author(s): Denzel, Markus A. | Beck, Thomas
Ein H. ist eine langfristige und umfassende oder eine kurzfristige (Handelsabkommen) vertragliche Vereinbarung über die Außenhandels-Beziehungen zwischen zwei oder mehreren Städten, Ländern oder Territorien.1. EuropaSeit dem MA wurde der grenzüberschreitende Warenverkehr durch H. geregelt, wobei insbes. zollrechtliche Aspekte eine zentrale Rolle spielten. Darüber hinaus wurde in H. auch die Rechtsstellung der beteiligten Kaufleute, v. a. in der Fremde, behandelt, d. h. ihre Niederlassungsfreiheit in der Fremde, ihr Rechtsschutz bzw. ihre besonder…
Date: 2019-11-19

Einfuhr

(821 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. DefinitionE. (Import) ist derjenige Teil des Außenhandels, der die Verbringung von Gütern aus einem fremden (ausländischen) Wirtschaftsraum in den eigenen und die damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen (Lagerhaltung, Spedition etc.) betrifft und somit das Komplement zur Ausfuhr (Export) bildet.Markus A. Denzel2. EinfuhrbeschränkungenUnter E.-Verbot versteht man eine obrigkeitliche Anordnung, derzufolge z. B. keine Rohstoffe, Nahrungsmittel, Manufakturwaren oder Luxusgüter eingeführt werden dürfen. Derartige E.-Verbote waren…
Date: 2019-11-19

Handelskorrespondenz

(595 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
Als im 12. und 13. Jh. im Gefolge der Kommerziellen Revolution die Wirtschafts- und Handels-Tätigkeit stark anstieg, die Geldwirtschaft sich (wieder) allgemein durchzusetzen begann und neue Techniken im Handel und Zahlungsverkehr entwickelt wurden (vgl. Wechsel), stieg das Bedürfnis nach Kommunikation unter den Kaufleuten erheblich an. Allerdings kommunizierten sie nun nicht mehr in erster Linie mündlich anlässlich persönlicher Begegnungen; mit der Herausbildung des sesshaften Kontor-Kaufmanns während der Kommerziellen Revolution (1…
Date: 2019-11-19

Handelsbörse

(639 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
Die H. ist die ursprüngliche Form und Funktion der Börse. Man handelte hier seit dem frühen 15. Jh. ohne Besichtigung mit fungiblen Gütern wie Getreide, Kaffee, Zucker oder Gewürzen, aber auch mit Wechseln und Wertpapieren aller Art. Börsenveranstaltungen finden – anders als etwa Messen – in der Regel ganzjährig statt und sind zeitlich und räumlich konzentriert, d. h. die teilnehmenden Kaufleute, die vielfach bestimmten Statuten unterliegen, versammeln sich zu bestimmten Zeiten an einem bestimmten Ort.Nach dem Schwerpunkt ihrer Handelstätigkeit ist zwischen Wechsel-…
Date: 2019-11-19

Sprachgeschichte

(1,611 words)

Author(s): Reichmann, Oskar | Wiedner, Saskia | Denzel, Markus A.
1. GegenstandDer Begriff S. umfasst zwei Bedeutungen: (1) die in der Zeit verlaufende Veränderung der Sprache; (2) die Wissenschaft, die diese Veränderungen zum Gegenstand hat: die S.-Forschung.Die Einheiten der Sprache (Phoneme/Grapheme, Morpheme, Lexeme, syntaktische Muster, Textgestalten), nach hierarchischen Rängen mit fließenden Grenzen geordnet, sind Gegenstand auch der S.-Forschung. Folglich gibt es eine S., die sich vorwiegend als Phonem-, Morphem-, Lexem-, Syntax- oder Textgeschichte realisiert. Sie wird teils a…
Date: 2019-11-19

Handelskonjunktur

(839 words)

Author(s): Denzel, Markus A. | Pfister, Ulrich
1. BegriffsgeschichteH. bezeichnet sowohl kurzfristige als auch langfristige Schwankungen des Geschäftsvolumens einzelner Märkte bzw. des Handelsvolumens zwischen Märkten, und zwar sowohl auf Güter wie auch auf Finanzinstrumente bezogen.Die vorindustrielle Zeit galt und gilt Ökonomen vielfach als eine »Vorgeschichte der Konjunkturbewegungen« (vgl. Gewerbliche Konjunktur) [2. 134]. Diese wurde mindestens bis in die 1950er Jahre hinein als »eine Geschichte von Krisen gekennzeichnet, die nach verbreiteter Auffassung – meist als Handelskrisen – auf einer vorkapital…
Date: 2019-11-19

Zahlungsverkehr

(2,024 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. Allgemeines Der Begriff Z. bezieht sich auf die Organisation der Einlösung von Zahlungsversprechen, die üblicherweise komplementär zu Handelsgeschäften gemacht werden. Vor der Entstehung nationaler Zahlungssysteme v. a. im Zuge des Aufbaus von Zentral-Banken (vgl. Notenbank; s. u. 4.3.) vollzog sich der Z. in der Regel direkt zwischen einzelnen Handelsplätzen mit je eigenen Finanzdienstleistungen, wobei staatliche und polit. Grenzen ohne Belang waren.Markus A. Denzel2. Zahlung auf WarenbasisZ. auf Warenbasis, d. h. die Bezahlung einer Ware mit einer anderen (Tauschh…
Date: 2019-11-19

Zoll

(1,715 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. BegriffZ. (von spätlat. teloneum/telonium, »Z.-Haus«) bezeichnet eine Abgabe, die beim Transport eines Gutes über eine Z.-Grenze entsteht – sei sie innerhalb eines Staates (Binnen-Z.) oder zwischen zwei Staaten (Außen-Z.). Binnen-Z. wurden v. a. dort erhoben, wo die Umgehung einer Z.-Station für den Händler oder Transporteur hohe Kosten verursacht hätte oder nicht möglich war. Im Landtransport geschah dies an wichtigen Brücken (Brücken-Z.), Furten, Tunnels, Stadttoren oder (Hauptverkehrs-)Straßen, zumal wenn diese (seit dem 18. Jh.) als Chaussee…
Date: 2019-11-19

Scheck

(606 words)

Author(s): North, Michael | Denzel, Markus A.
Ein Sch. (engl. cheque, franz. chèque) ist eine schriftliche Bankdepotanweisung, durch die der Anweisende seine Bank oder eine öffentliche Institution beauftragt, aus seinem Guthaben den auf dem Sch. vermerkten Geldbetrag an eine andere Person auszuzahlen. Die Entwicklung und Verbreitung des Sch. war Teil der Entfaltung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs in SpätMA und Nz. Das Wort Sch. leitet sich etymologisch von ital. scacco (»Schatz«) ab, ebenso wie das engl. exchequer (»Fiskus«, »Schatz«), das wiederum auf arab. sakk, eine Art Zahlungsanweisung, zurückgeht [1. 555].Depot…
Date: 2019-11-19

Zins

(911 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. Begriff und FormenDer Begriff Z. – von lat. census »(Vermögens-)Schätzung«, »Abgabe« –, in älteren Quellen vielfach lat. interesse genannt (daher engl. interest, franz. intérêt; vgl. Interesse), bezeichnete bis ins 18. Jh. das Entgelt sowohl für die Überlassung eines Geld- oder Sach-Darlehens als auch für die Nutzung von Boden oder Immobilien (Pacht- oder Miet-Z., Grund- und Erb-Z.; vgl. Bäuerliche Besitzrechte; Leistungen, bäuerliche), seither in der Regel nur noch Ersteres (vgl. auch Anleihe; Kredit). Insbes. in den bäuerlichen Gemeinschaften war die Bezahlung…
Date: 2019-11-19

Stapel

(1,086 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. GrundlagenHervorgegangen aus einem Niederlagsrecht an einem natürlichen Handels-Platz, nahm der S. bereits im HochMA Zwangscharakter an: Die durchreisenden Kaufleute wurden verpflichtet, an einem bestimmten Ort – häufig einer Flussquerung oder einer Straßenkreuzung – ihre Waren für einen bestimmten Zeitraum niederzulegen (d. h. zu »stapeln«), um sie der ortsansässigen Bevölkerung zum Verkauf anzubieten. Damit konnte die Verpflichtung einhergehen, die Waren nur an diesem Platz und an keinem anderen zu verkaufen, wie dies etwa die Hanse ab 1309 mehrfach der Stadt Brügge f…
Date: 2019-11-19

Professionalisierung

(4,095 words)

Author(s): Ehmer, Josef | Pfister, Ulrich | Denzel, Markus A. | Hübner, Marita
1. Der Begriff der ProfessionDer Begriff der Profession (= Pn.; von lat. professio, ›Gewerbe‹, ›Beruf‹, ›Stand‹, ›öffentliches Bekenntnis‹) wurde in die roman. Sprachen, ins Angelsächsische und seit dem 16. Jh. auch ins Deutsche übernommen. Er bezeichnet nicht sämtliche berufsförmigen Tätigkeiten, sondern ein spezifisches, in den verschiedenen europ. Kulturräumen unterschiedliches Spektrum. Im nzl. wie im gegenwärtigen Englisch werden unter professions v. a. akademische bzw. gelehrte und meist freie Berufe verstanden. Im SpätMA fielen Geistliche, Juris…
Date: 2019-11-19

Außenhandel

(1,771 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
1. DefinitionA. ist im Gegensatz zum Binnenhandel der Teil des Handels, der Güter über die Grenzen eines Landes importiert (Einfuhr) oder exportiert (Ausfuhr) oder Güter einführt, um sie möglichst schnell und bisweilen bearbeitet oder veredelt wieder auszuführen (Reexport). In diesem Sinne betrieb jedes Territorium des frühnzl. Heiligen Röm. Reiches, das mit seinen Nachbarterritorien handelte, A. Wo der A. im Wesentlichen Entrepôt-Handel war (Stapelplatz), d. h. wo der größte Teil der Einfuhren zwischengelagert und r…
Date: 2019-11-19

Kommerzielle Revolutionen

(598 words)

Author(s): Denzel, Markus A.
Der 1942 von Raymond de Roover eingeführte Begriff [2] K. R. wird in der wirtschaftshistor. Forschung für epochale Veränderungen im Bereich der Handels-Geschichte benutzt, wenn sich kommerzielle Innovationen in einem bestimmten Zeitraum bündelten und damit einen Schub in der langfristigen Entwicklung des Handels auslösten. De Roover setzte die K. R. des MA im 13. Jh. an, während die moderne Forschung eher von einer Zeitspanne vom späten 12. bis zum 14. Jh. ausgeht. Während der ma. K. R. wurden in Italien der bargeldlose Zahlungsverkehr (Wechsel), die doppelte Buchführung un…
Date: 2019-11-19
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