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Your search for 'dc_creator:( "Gizewski, Christian (Berlin)" ) OR dc_contributor:( "Gizewski, Christian (Berlin)" )' returned 99 results. Modify search

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Adiutor

(205 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] A. bezeichnet allg. den “Helfer” oder “Beistand”, meint aber umgangssprachlich eher peiorativ den “Helfershelfer” (Dig. 47,2,51,3) oder die untergeordnete, wenig bedeutende “Hilfskraft” (Hor. sat. 1,9,46; Phaedr. 5,5,14). In der Rechtssprache ist a. der Gehilfe eines Funktionsträgers sowohl bei privatrechtlichen Aufgaben, etwa bei der tutela (Dig. 26,1,13,1), als auch im hoheitlichen Bereich bei Magistraten, später bei hohen Beamten in der Rechtspflege, selbst bei leitenden Subalternbeamten (Caes. civ. …

Cursus honorum

(654 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] bezeichnet allg. die aufsteigende Laufbahn röm. Politiker in einer Reihe bes. ehrenvoller Ämter (Cic. fam. 1,9,17; 3,11,2; Amm. 22,10,6), im bes. Sinne einen Komplex von Rechtsregeln für Politiker der röm. Republik, die ausgehend von Amtsstationen, die einen Sitz im Senat begründen, über eine Reihe von Ämtern bis zur höchsten senatorischen Rangstufe, der eines Consularen, d.h. eines ehemaligen Consuls, gelangen wollen. Der Gesamtkomplex regelt demnach a) den Erwerb der Senatszugehörigkeit durch …

Consularis

(182 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] bezeichnet substantivisch einen ehemaligen consul oder einen Senator, dem die Würde eines ehemaligen consul zuerkannt worden ist, ferner adjektivisch alle Kompetenzen, Ehrenrechte und Pflichten eines amtierenden oder eines ehemaligen consul. Da das Amt des consul das höchste Staatsamt in der Republik und nominell (d.h. eponymisch) auch in der Kaiserzeit ist, kommt auch den gewesenen Consuln eine in der Rede- und Abstimmungsordnung des Senats nach den jeweils amtierenden höchsten Beamten vorgeordnete Rolle zu, vor…

Absentia

(391 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] Abwesenheit von Personen oder Fehlen eines Tatbestandes mit erheblichen öffentlichen oder privatrechtlichen Folgen: 1. Abwesenheit eines civis Romanus zum census -Termin, bei dem persönliche Anwesenheit nötig ist (Vell. 2,7,7; Ausnahmen: Gell. 5,19,16). Unentschuldigte a. kann nachteilige Vermögensschätzung und Klassenzuordnung (Cic. Att. 1,18,8), aber auch Sanktionen bis zum Vermögensverkauf bringen (Zon. 7,19). 2: Die a. eines Kandidaten für ein öffentliches Amt sowohl bei der Anmeldung als Kandidat als auch während der Kandidatu…

Adventus

(196 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] “Ankunft” (einer Person), “Eintritt” (eines Ereignisses oder Falles) und speziell die polit. wichtige oder zeremonial hervorgehobene Ankunft etwa eines siegreichen Feldherrn, eines Amtsträgers oder Staatsgastes und insbes. des Kaisers in Rom und an anderem Ort (Verg. Aen. 6,798, Plin. pan. 22). Als a. in caelo gilt die Apotheose der Kaiser (Sen. apocol. 5; Claud. carm. 1,242). In der Triumphzeremonie hat der a. des Imperators am pomerium und am Kapitol-Tempel markante Bedeutung (Liv. 28,9,7; Cass. Dio 43,21, 2). Im rel. Bereich bezeichnet a. sowohl die Erscheinung von Göttern (Epiphanie) als auch die Ankunft eines Ku…

Decemprimi

(203 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
Der Begriff bezeichnet die “zehn Ersten” einer Reihe (griech. δεκάπρωτοι, dekáprōtoi). [English version] [1] Die 10 ersten decuriones in einer städtischen curia

Centesima

(199 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] bezeichnet in bes. Bedeutung u.a. einen Zins in Höhe eines Hundertstels von der Darlehenssumme im Monat, d.h. nach der caesarischen Kalenderreform von 12 % im Jahr. Gegen Ende der Republik ist dies der gesetzlich bestimmte Höchstsatz, der überall eintritt, wo Zinsverspflichtungen begründet sind, es sei denn ein niedrigerer Zins ist vereinbart (von 1 % = uncia bis 11 % = deunx jeweils der c.; Cic. Ad Att. 5,21,11). Es ist nicht ausgeschlossen, daß bereits die lex XII tab. (8,18) faktisch den gleichen Höchstzins im Jahr festlegte ( nam primo XII tabulis sanctum, ne quis unciario faenore amplius exerceret - Tac. ann. 6,16). Da ein Zinssatz von 12 % p.a. für Schuldner in kritischer wirtschaftlicher Lage hoch sein konnte, gab es in r…

Nobilissimus

(149 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] Das Wort nobilis (pl. nobiles ), kennzeichnet in der Republik und noch in der Kaiserzeit der ersten beiden Jh. n.Chr. speziell wohl die Angehörigen einer senatorischen Familie, in der es mehrere Consuln gab. Seit dem 3. Jh.n.Chr. dient es in dem sich ausprägenden Hoftitelwesen (Hoftitel C.) zur Bezeichnung bes. hochstehender Angehöriger sowohl des Senatorenstandes als au…

Aediles

(629 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] Der urspr. Aufgabenbereich der a. ist noch ungeklärt. A. weist auf aedes (Tempel) und damit öffentliche Baulichkeiten hin; auf Marktaufgaben läßt die im Griech. übliche Gleichsetzung mit den Agoranomoi schließen (Iust. 21,5,7). Die röm. Überlieferung (Liv. 3,55,6 f.) stellt die ersten zwei a. (plebeii) den seit 494 v. Chr. agierenden tribuni plebis zur Seite, wohl als Gehilfen bei Verwaltungsgeschäften am Ceres-Tempel ( aedes Cereris Liberi Liberaeque), dem Kultzentrum der plebs , und beim Marktbetrieb am nahen Forum Boarium. Vielleicht waren diese a. schon f…

Incensus

(148 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] (“nicht geschätzt”) ist derjenige, der in Rom seine Vermögensschätzung durch den Censor verabsäumt ( census : Dig. 1,2,2,17) und deshalb wegen Nichtfeststellung seiner Wählerklassenzugehörigkeit und seiner Kriegsdienstverpflichtung evtl. nicht zu seinen wesentlichen Bürgerpflichten herangezogen werden kann. Der i. wird nach einem legendären Gesetz des Servius Tullius (Liv. 1,44,1) mit dem Tode bestraft. In republikanischer Zeit kann die Konsequenz einer unterlassenen Steuererklärung Verm…

Decemviri

(448 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
(“Zehn-Männer-(Gremium)”) treten in folgenden histor. überlieferten Formen auf: [English version] [1] D. legibus scribundis (451 und 450 v.Chr. gewählte Ausschüsse) D. legibus scribundis sind nach der Überlieferung die 451 und 450 v.Chr. …

Coercitio

(282 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] Befugnis der röm. Magistrate, im Falle der Verletzung der öffentlichen Ordnung durch Bürger und Nicht-Bürger nach Ermessen in deren Rechte einzugreifen und hoheitlichen Zwang auszuüben. Diese Befugnis reicht von einstweiligen Anordnungen ( interdicta) über die Zwangseintreibung öffentlicher Ansprüche, die Verhängung von Geldbußen ( multae), Verhaftungen ( vincula, prensio), Pfandnahmen ( pignoris capio), Züchtigungen ( verbera) bis zur Verhängung der Todesstrafe (

Acta

(790 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] A. bezeichnet das Ergebnis von agere (etwas bewirken, betreiben). In der Rechtssprache meint agere das auf die Entstehung oder Veränderung von Rechten gerichtete Handeln (Dig. 50,16,19) durch Private, vor allem aber durch Organe des öffentlichen Rechts wie Magistrate, Gerichte und generell Inhaber “hoheitlicher Gewalt” (Dig. 4,6,35,8). Agere kann rein mündlich erfolgen, wird aber im Interesse der Durchsetzung, Nachprüfung oder Beweisbarkeit auch schriftlich dokumentiert. I. A. in rechtlicher Bed. meint die auf verschiedene Weise dokumentierte…

Corrector

(240 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] Das Wort c. (von corrigere, “verbessern”) bezeichnet allg. den Kritiker, der Tadel oder Strafe verhängt, oder den Reorganisator, so z.B. Pädagogen, Aufseher, Militär oder Politiker mit derartigen Aufgaben (Plin. paneg. 1,6,2; Sen. dial. 4,10,7; Amm. 31,4,9).…

Epistulis, ab

(415 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] Zu den zentralen Aufgaben der Verwaltung gehörte der Schriftverkehr, der im Rahmen der Aufgaben der Behörde geschäftsmäßig nach im allgemeinen vorgegebenen Mustern ( officii formae) stattfand. Der aus der griech. Verwaltungssprache ins Lat. übernommene Ausdruck epistula (Epistel) bezeichnete dabei amtlich eine einem konkreten Adressaten schriftlich zugestellte Behördenmitteilung. Diese erfolgte entweder auf vorgängige Anfragen, Bitten und Anträge aus dem Publikum (lat. preces, griech. ἐντεύξεις/ enteúxeis) oder auf Berichte, Initiativen und Konsultationen der …

Censuales

(222 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] Die Steuerveranlagung ( census ) der Bürger wird im republikanischen Rom unter der polit. Verantwortlichkeit der censores , soweit im Amte, von freien Subalternbeamten ( scribae) u…

Exceptor

(118 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] In allg. Bed. “Schnellschreiber” ( excipere, “aufnehmen”; griech. Syn. ταχύγρα…

Census

(366 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] Aus der allg. Bedeutung von censere (etym. von centrum) ergeben sich für c. folgende Spezialbedeutungen: 1. Die Bürgerschätzung in republikanischer Zeit. Nach röm. Geschichtstradition (Liv. 1,42,5) üben zunächst die Könige, später die Konsuln die Bürgerschätzung aus, um Heeres-, andere Dienstleistungen und Steuerverpflichtungen festzulegen. Seit dem J. 443 v.Chr. (Liv. 4,8,2) sind zwei Censoren für eine Amtsperiode von fünf Jahren (

Ducenarius

(209 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] ( duceni = “je zweihundert”) zeigt allg. einen Bezug zur Zahl 200 an, so z.B. beim Gewicht ( duceni pondo = zwei centenarii /Doppel-“Zentner”). Im polit. Bereich bezeichnet d. seit der Gerichtsreform Sullas (82 v.Chr.) die 200 dem Ritterstand angehörigen Richter in den Abteilungen ( decuriae ) der Geschworenengerichte (Vell. 2,32,3; Liv. per. 89; Suet. Aug. 32 betr. die augusteische Neuordnung). In der Prinzipatszeit leitet sich der Name d. von der Besoldung mit 200000 HSS für ritterliche Beamte im Dienste des Kaisers ab und bezeichnet in der Regel die höchste in den Prov. verwendete Rangklasse, etwa für provinzi…

Angusticlavius

(132 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] “Mit schmalem Streifen versehen”, ist in der Republik und frühen Kaiserzeit der Angehörige des röm. Ritterstandes und speziell der Militärtribun, dessen Amtstoga sich von der eines senatorischen Militärtribunen ( laticlavius = “mit breitem Streifen”) unterscheidet (Vell. 2,88,2; Suet. Otho 10; Veg. mil. 2,12). Im allg. gibt es in der Legion (Pol. 6,34,3 ff.) fünf
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