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Your search for 'dc_creator:( "Häberlein, Mark" ) OR dc_contributor:( "Häberlein, Mark" )' returned 28 results. Modify search

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Plantage

(2,204 words)

Author(s): Häberlein, Mark
1. BegriffP. sind v. a. in den Tropen und Subtropen vorkommende landwirtschaftliche Großbetriebe, die Güter für überregionale Märkte produzieren. Im Unterschied zur Hacienda, die überwiegend Getreide und Vieh für regionale Märkte erzeugte, konzentrierten sich die nzl. P. auf für die Selbstversorgung unbedeutende cash crops wie Zucker, Tabak, Baumwolle und Kaffee, deren Erzeugung meist sehr arbeitsintensiv war. Anders als bei der Hacienda war die Bindung von Arbeitskräften durch Schuldknechtschaft und Pacht (sowie die damit einhergehende Verbindung v…
Date: 2019-11-19

Tierhandel

(1,073 words)

Author(s): Häberlein, Mark
1. AllgemeinDie große Bedeutung, die Tieren für die menschliche Ernährung, als Transport- und Fortbewegungsmitteln sowie als Prestigeobjekten und Statussymbolen zukam, fand in einem differenzierten T. der Nz. Niederschlag. Dabei kann zwischen dem Handel mit Schlachtvieh (Rindern, Schafen, Schweinen) zur Versorgung städtischer Bevölkerungen (vgl. Nutztiere), dem Handel mit Pferden als vielseitig einsetzbaren Reit-, Last- und Arbeitstieren (s. u. 3.) sowie dem Austausch exotischer Tiere im Kontext der …
Date: 2019-11-19

Karawanenhandel

(1,305 words)

Author(s): Häberlein, Mark
1. AllgemeinVor den Innovationen der Navigations-Technik im 14. und 15. Jh. und den darauf folgenden Entdeckungsreisen erfolgte der Fernhandel zwischen Großregionen überwiegend auf dem Landweg. Die ariden Zonen im Inneren Asiens, im Orient sowie in der Sahara stellten dabei bedeutende Hindernisse dar, galt es doch, mit starken Temperaturschwankungen, mit geringen Nahrungsmittel- und Wasserressourcen sowie einem Terrain zurechtzukommen, das meist wenig Orientierungshilfen bot. Die Organisation in Karawanen war vo…
Date: 2019-11-19

Safran [Hinzugefügt 2017]

(887 words)

Author(s): Häberlein, Mark
1. Anwendung und AnbauDie roten Blütenfäden der im Herbst blühenden Krokusart Crocus sativus erfreuten sich in der Frühen Nz. als exklusive, teure Speisezutat der besonderen Wertschätzung der höfischen und städt. Eliten. Neben seiner Funktion als Gewürz kam S. beim Färben von Speisen und Textilien sowie bei der Herstellung von Kosmetika zum Einsatz. In Kräuterbüchern des 16. bis 18. Jh.s wurden ihm heilende Wirkung bei verschiedenen Beschwerden (u. a. Gicht, Kopfschmerzen, Verdauungsprobleme; vgl. dazu auch Heilpflanzen; Pharmazie) s…
Date: 2019-11-19

Gold

(971 words)

Author(s): Häberlein, Mark
1. AfrikaDer hohe materielle und symbolische Wert, der G. in Europa beigemessen wurde, führte – begünstigt durch das allgemein niedrige Preisniveau – seit dem SpätMA zu einer steigenden Nachfrage, die durch die mittel- und osteurop. Vorkommen nicht mehr gedeckt werden konnte. Dieser Mangel ließ die Suche nach G.-Vorkommen außerhalb Europas lukrativ erscheinen: Ein wichtiges Motiv für die portug. Entdeckungsreisen (vgl. Expansionen) entlang der Westküste Afrikas war die Tatsache, dass afrikan. G. schon seit Jahrhunderten über Karawanenhandel durch die Sahara in die Mittelm…
Date: 2019-11-19

Welthandelsgüter

(2,060 words)

Author(s): Häberlein, Mark
1. Spektrum der WelthandelsgüterIn der Nz. wurde zwar mit einer großen Vielfalt an Waren gehandelt, doch kann nur ein begrenztes Spektrum an Gütern in dem Sinne als W. bezeichnet werden, dass sie wert- und mengenmäßig im interkontinentalen Handels-Verkehr eine signifikante Rolle spielten. Dies hatte verschiedene Gründe: Die begrenzte Haltbarkeit bzw. Konservierbarkeit setzte dem Handel mit vielen Nahrungsmitteln und anderen verderblichen Gütern ebenso Grenzen (Lebensmittelkonservierung) wie die Transportkosten für Waren, bei denen …
Date: 2019-11-19

Edelsteine

(822 words)

Author(s): Häberlein, Mark
Wie andere oriental. Luxusgüter gelangten auch asiatische E. – Diamanten (= Diam.) aus Indien, Rubine aus Ceylon und Siam – im MA v. a. durch den venez. Levantehandel nach Europa. Im ausgehenden MA bezog Venedig E. insbes. aus Aleppo (Syrien) und Alexandria (Ägypten). Aufgrund von Fortschritten bei der Bearbeitung erfreute sich nun der Diam. in Europa besonderer Wertschätzung: Diamantschleifer, die seit dem 15. Jh. in Venedig, Brügge, Paris und Antwerpen nachweisbar sind, verliehen den natürlichen Kristallflächen Transparenz, und Diam…
Date: 2019-11-19

Handelsimperium

(821 words)

Author(s): Häberlein, Mark
In der histor. Forschung werden die Begriffe H. bzw. Handelsreich (engl. empire of trade, merchant empire) für das SpätMA und die Nz. (14.–18. Jh.) v. a. auf den Mittelmeerraum (Mediterrane Welt) und den Indischen Ozean bezogen […
Date: 2019-11-19

Welser

(1,187 words)

Author(s): Häberlein, Mark
1. AnfängeNeben den Fuggern verkörpert bes. die seit 1246 in Augsburg nachweisbare süddt. Patrizierfamilie der W. die Reichweite des süddt. Handels am Beginn der Nz. sowie dessen Organisation auf Familien- und Verwandtschaftsbasis. Im Fernhandel wird zunächst Bartholomäus (III.) W. fassbar, der in der Handelsgesellschaft seines Stiefbruders Lorenz Egen arbeitete, sich aber um 1414 mit seinem Schwager Hans Prun selbständig machte. Nach Pruns Tod (1424/25) führte W. die Firma, die v. a. mit Baumwolle und Barchent zwischen Venedig und Frank…
Date: 2019-11-19

Westindische Kompanien

(1,917 words)

Author(s): Häberlein, Mark
1. AllgemeinMit der Gründung der engl. East India Company ( EIC) und der niederl. Vereenigden Oost-Indischen Compagnie ( VOC) hatten die nordwesteurop. Seemächte um 1600 einen neuen Typus der staatlich privilegierten, mit Handels-Monopolen und mit Souveränitätsrechten in Übersee ausgestatteten Kapitalgesellschaft geschaffen, der sich im 17. und 18. Jh. zur dominierenden Organisationsform des europ. Asienhandels entwickelte. Nach dem Vorbild dieser erfolgreichen Ostindischen Kompanien wurde nach 1620 auch eine Reihe privilegierter Handelsgesellschaften für den Atlantikhandel ins Leben gerufen. Wesentliche Motive waren die mit dem Aufbau der amerikan. Plantagen-Kolonien verbundenen Aussichten auf…
Date: 2019-11-19

Indienhandel

(1,137 words)

Author(s): Häberlein, Mark
1. Die Portugiesen (16. Jahrhundert) Der ind. Subkontinent war bereits vor der Entdeckung des Seewegs von Europa nach Asien in weiträumige Handelsbeziehungen eingebunden. Kaufleute aus Gujarat exportierten u. a. Reis nach Malindi in Ostafrika und Ormuz am Pers. Golf; auch unterhielten sie Handelsbeziehungen mit Sumatra und Malakka. Arab. Kaufleute transportierten ind. Pfeffer ( Gewürze), Seide und Edelsteine in die Häfen am Pers. Golf und Roten Meer, von wo aus sie über Karawanenhandel in die Häfen der Levante weitertransportiert wurden; Venedig war das Verteilerzentrum …
Date: 2019-11-19

Japanhandel

(741 words)

Author(s): Häberlein, Mark
Date: 2019-11-19

Heilpflanzen

(813 words)

Author(s): Häberlein, Mark
1. EuropäischeS. Kräuterbücher; Pharmazie2. AußereuropäischeAsiat. Gewürze waren in Europa seit dem MA nicht nur als Genussmittel geschätzt, sondern auch wegen ihrer prophylaktischen und therapeutischen Heilwirkung [4. 107–110]. Mit der Erschließung des Seewegs nach Indien erlangten die Portugiesen im 16. Jh. direkten Zugang zu den asiat. Märkten …
Date: 2019-11-19

Indianerhandel

(1,092 words)

Author(s): Häberlein, Mark
1. Der Aufbau europäisch-indianischer HandelsbeziehungenNachdem die Spanier im 16. Jh. auf dem mittel- und südamerikan. Festland die großen indian. Reiche unterwarfen (Konquista), eine Kolonialherrschaft errichteten und sich die Kontrolle über Produktionsgebiete und Handelsketten sicherten (Kolonialreich), beschränkte sich der I. im Wesentlichen auf lokalen Tauschhandel in schwer zugänglichen Frontier-Regionen. Indessen scheiterten in Nordamerika vor 1600 sämtliche europ. Siedlungsversuche (Indianer). Stattdessen wurden die interkulturellen Bez…
Date: 2019-11-19

Perlen

(830 words)

Author(s): Häberlein, Mark
P. (vermutlich von vulgärlat. pernula; »Hinterkeule«, »Muschel«) – in der Regel erbsengroße, kugel- bzw. birnenförmige Objekte aus Perlmutter, die als krankhafte Gebilde in Fluss- und Seeperlmuscheln entstehen – erfreuten sich seit der Antike bei den gesellschaftlichen Eliten Europas und Asiens als Schmuck-Objekte und Statussymbole großer Beliebtheit (vgl. auch Krone). Orient-P. aus dem Pers. Golf und von den Küsten Südindiens und Sri Lankas, die von einheimischen …
Date: 2019-11-19

Enclosure

(682 words)

Author(s): Häberlein, Mark
1. BegriffDer engl. Begriff E. (»Einhegung«, » Einzäunung«) bezeichnet die Verteilung von zuvor gemeinschaftlich genutztem Agrarland an einzelne Eigentümer und die damit verbundene Umgestaltung der engl. Kulturlandschaft durch die Errichtung von Zäunen, Mauern und Hecken sowie die Anlage neuer Straßen und Wege. Dabei wurde auch der Zehnt abgelöst und dessen Inhaber mit Land entschädigt.Mark Häberlein2. EntwicklungIn England setzten die E. im späten MA ein: In den südl. Midlands war im späten 17. Jh. bereits ein Drittel der landwirtschaftlichen Fläche aufgeteilt. Nach einer Phase geringer Aktivität nahm die Zahl der E. seit 1750 wieder stark zu, da Bevölkerungswachstum und steigende Lebensmittelpreise Anreize boten, die Bodenkultivierung zu intensivieren. In zwei Wellen (1760–1780 und 1793–1815) wurden ca. 20 % der Agrarfläc…
Date: 2019-11-19

Waffen

(6,802 words)

Author(s): Zenke, Rainer | Häberlein, Mark
1. Waffentechnik 1.1. Entwicklung der Fe…
Date: 2019-11-19

Produktionsgebiete, globale

(1,950 words)

Author(s): Bley, Helmut | Häberlein, Mark
1. EinleitungIn Darstellungen der Entwicklung der nzl. globalen Interaktion stehen in der Regel die Handelsräume und -beziehungen im Mittelpunkt ( Weltwirtschaft). Der Handel mit Rohstoffen (etwa Baumwolle, Seide, Farbstoffen oder Holz), Fertigwaren (z. B. Textilien oder Metallwaren), Kolonialwaren (v. a. Kaffee, Kakao, Tabak und Zucker) sowie Edelmetallen (Gold, Silber und Kupfer) band b…
Date: 2019-11-19

Wucher

(1,995 words)

Author(s): Häberlein, Mark | Hofer, Sibylle
1. Begriff und GegenstandW. bezeichnet heute die Übervorteilung eines Marktteilnehmers bei Waren- und Kreditgeschäften sowie beim Abschluss von Arbeitsverträgen unter Ausnutzung der Notlage, des Leichtsinns oder der Marktunkenntnis des Betroffenen und wird im bürgerlichen Recht sowie im Strafrecht geahndet. Die moderne Definition geht allerdings von einer Unterscheidung zwischen W. und – prinzipiell gerechtfertigter – Zins-Nahme aus, die sich erst in der Nz. entwickelte. …
Date: 2019-11-19

Schmuggel

(1,976 words)

Author(s): Rössner, Philipp Robinson | Häberlein, Mark
1. EuropaSch. bezeichnet den illegalen Transport von Waren über eine Grenze unter Umgehung der anfallenden Zölle, Steuern und Gebühren. Er ist in diesem Sinne eine Form des Unterschleifs, sofern man diesen als rechtswidrige Zueignung fremder beweglicher Sachen definiert. Eng verwandt mit dem Sch. ist deshalb die Unterschlagung produzierter Güter zum Zwecke der Umgehung einer Produktions- oder Verbrauchssteuer, etwa der …
Date: 2019-11-19
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