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Your search for 'dc_creator:( "Herms, Eilert" ) OR dc_contributor:( "Herms, Eilert" )' returned 171 results. Modify search

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Würde

(325 words)

Author(s): Herms, Eilert
[English Version] gibt das lat. »dignitas« wieder und bez. wie dieses ein Verhältnis, die Einheit eines Seins von a für b und eines Bestimmtseins von b durch a, nämlich: das Sein eines Trägers von W. für deren Adressaten und damit zugleich dessen Sein als bestimmt durch jenes Sein des Würdeträgers für ihn. – Drei Züge dieses Verhältnisses halten sich in allen seinen möglichen Variationen durch: 1. Als Würdeadressat kommen nur in Selbsterschlossenheit und Verantwortungsfähigkeit existierende Mensch…

Souveränität

(852 words)

Author(s): Herms, Eilert
[English Version] . »S.« – nach antiken und ma. Vorläufern fixiert durch J. Bodin – ist nicht der Begriff eines Rechtstitels, sondern einer sozialen Wirklichkeit, nämlich derjenigen sozialen Wirkmacht, welche in dem von ihr beherrschten Gebiet ausreicht, einem Gemeinwesen Frieden nach außen und nach innen zu wahren. Ihr Begriff schließt erstens ihre eigentümliche Wirkweise ein: Das Anerkanntsein ihres Inhabers als Träger derjenigen Zwangsgewalt (vis), die erforderlich ist, um nach innen den von ih…

Sein/Sollen

(507 words)

Author(s): Herms, Eilert
[English Version] . In der ethischen Argumentationskultur wird heute noch weithin jeder Schluß von Seins- auf Sollensaussagen als »naturalistischer Trugschluß« (»naturalistic fallacy«) zurückgewiesen. Man sagt: Alle Gebotsinhalte (universale, allg. und den Einzelfall betreffende) können nur aus Prämissenmengen abgeleitet werden, deren maior wiederum eine Sollensaussage ist. Folge: Gebotsinhalte (Normen) und verbindliche Handlungsziele können nicht mehr naturrechtlich (aus der Natur der Sache herau…

Option

(306 words)

Author(s): Herms, Eilert
[English Version] . In ihrer Handlungsgegenwart sind für Personen auf dem Boden der (durch fremdes und eigenes Wählen) realisierten Situation ihres eigenen Personseins ausstehende Bestimmungen ihres eigenen Seins präsent, aus denen von ihnen jetzt jeweils eine zu wählen ist. Dabei handelt es sich stets um nach physischen und sozialen Wirkungsregeln effektive leibhafte Verhaltensweisen (Handeln). O. sind diejenigen wählbaren Verhaltensweisen, deren Wirkweise bekannt und deren Effekte vorhersehbar s…

Selbstbehauptung

(340 words)

Author(s): Herms, Eilert
[English Version] wird von Personen (1) und von Gemeinschaften (2) ausgesagt. – 1. S. einer Person ist deren Leistung, ihre im Laufe ihrer Bildungsgesch. jeweils erreichte Verfassung als eines an einem bestimmten Selbstbild orientierten und durch es motivierten Selbst, das mit bestimmten Fähigkeiten des Erlebens, der Erlebnisverarbeitung (Erlebnis) und des Handelns ausgestattet ist, durchzuhalten gegen Änderungszumutungen, die es im Verlauf seines Werdens aus der Dimension seines Umwelt-, Selbst- und Weltve…

Staat

(4,007 words)

Author(s): Herms, Eilert
[English Version] I. Zum Begriff Das seit dem 16.Jh. im romanischen Sprachbereich aufkommende und bis zum Ende des 18.Jh. auch dt. rezipierte Wort »S.« drückt den Begriff des soziohist. »Zustandes« eines Gemeinwesens aus, des näheren denjenigen Zustand physischer Sicherheit, welcher für dieses Gemeinwesen gewährleistet ist durch die jeweils in einem sein »Staatsgebiet« (Georg Jellinek [1851–1911], Allg. Staatslehre, 1900) bewohnenden »Staatsvolk« wirksame und auch anerkannte »Staatsgewalt«, welche n…

Wirtschaftsethik

(1,607 words)

Author(s): Herms, Eilert
[English Version] I. Zur Geschichte Ethik als Reflexion des gelebten Ethos hat seit der Antike auch das Wirtschaften als essentiellen Teil des Ethos auf seine ethosgemäße Gestalt hin bedacht. Aristoteles beschränkt die Ökonomie auf die Sicherstellung der Autarkie des Hauses, von der er die Kaufmannskunst unterscheidet und, sofern sie mit Zinsgeschäften (Zins) Geld aus Geld erwirbt, verwirft (e.N., 1256 b 1–8). Die Bibel bietet v.a. im AT zahlreiche Regeln bzgl. der Unterstützung wirtschaftlich schwa…

Verantwortung/Verantwortlichkeit

(656 words)

Author(s): Herms, Eilert
[English Version] . Verantwortlichkeit (V.) ist der wesentliche Partizipationsmodus von Personen an Interaktion. Drei Aspekte sind konstitutiv: a) der Träger von V. (wer?), b) ihre Foren (vor wem?), c) ihre Inhalte (für was?). Jeder dieser drei Aspekte ist in sich selbst relational verfaßt: Träger sind selbsterschlossen, somit willensfrei (Willensfreiheit), in innerweltl. Entscheidungsgegenwart existierende Personen, die Foren sind bezogen auf Normen, die Inhalte sind gewählte oder zu wählende Bes…

Zwang

(291 words)

Author(s): Herms, Eilert
[English Version] (lat. coercitio) findet statt, wo einer Person gegen ihren erklärten Willen eine bestimmte Verhaltensweise unwiderstehlich aufgenötigt wird. Zwangsmittel sind der Inbegriff der Instrumente, die dafür zur Verfügung stehen. Die Verfügung über derartige Mittel ist für den Staat unverzichtbar, wenn er seine grundlegende Aufgabe der Friedenssicherung erfüllen können soll. Diese verlangt, der Rechtsordnung gerade auch denen gegenüber Nachachtung zu verschaffen, die deren Bestimmungen n…

Brandström, Elsa

(93 words)

Author(s): Herms Eilert
[German Version] (Mar 26, 1888, daughter of the Swedish ambassador in St. Petersburg – Mar 4, 1948, Cambridge, MA) served in Siberia during World War I as a Red Cross delegate for German and Austrian prisoners of war. She worked there during the typhoid epidemic, organizing help efforts. After the war she founded sanatoria for former prisoners of war (Marienborn, Schreibermühle) and a home for war orphans (Neusorge/Mittweida) with American aid. Eilert Herms Bibliography E. Brandström, Unter Kriegsgefangenen in Rußland und Sibirien, 1921 E. Juhl et al., Elsa Brandström, 1962.

Geismar, Eduard

(204 words)

Author(s): Herms, Eilert
[German Version] (Feb 12, 1871, Randers, Denmark – May 14, 1939, Copenhagen) served as a pastor in Copenhagen from 1899 until 1921, when he became professor of systematic theology. Sensitized by the Student Christian Movement and the Church's Urban Office for Social and Political Questions, he took an active part in founding Danmarks Retsforbund (Justice Party/Single-Tax Party), a party backing social reform. Influenced by S. Kierkegaard, he espoused an ethics of the individual conscience bound by…

Ethos

(716 words)

Author(s): Herms, Eilert
[German Version] The word ethos combines the meanings of Gk ἔϑος/ éthos (“custom”) and ἦϑος/ ḗthos (“natural stopping place, what is usual there, inner nature, character”); it always denotes a specific way in which individual living creatures deal regularly with others of their species and the challenges of their environment. The authority of the rules governing this behavior is somehow fixed in the internal milieu …

Dignity

(409 words)

Author(s): Herms, Eilert
[German Version] renders the Latin dignitas and, like it, refers to a relationship, the unity of the being of “a” for “b” and the determination of “b” by “a,” that is: the being of the one who has dignity for his addressee and, at the same time, the latter's being as determined by the being of the one who has dignity for him. Three elements of this relationsh…

Self-assertion

(415 words)

Author(s): Herms, Eilert
[German Version] Self-assertion can involve (1) individuals and (2) groups. 1. Self-assertion of an individual person is his or her effort to maintain the constitution he has achieved in the course of his personal formation as a self, guided and motivated a particular self-image, endowed with certain faculties of experience, processing of experience, and action, against demands for change made in the course of his development from the dimension of his relationship to the environment, his self, and the wor…

Interim Ethics

(403 words)

Author(s): Herms, Eilert
[German Version] If there are objective or subjective reasons to regard a life-orienting certainty concerning the nature (essence), origin and destiny of the world and humanity and the rules of action derived from it as valid for only a limited time, one speaks of an interim ¶ ethics. More properly, it should be referred to as an interim ethos or an interim morality. Examples include (a) the ethos of Jesus and (b) the “provisional morality” of R. Descartes ( Discours de la méthode, 1637; ET: Discourse on Method, 1960). a. A. Schweitzer first described Jesus' ethos as an “interim eth…

Morals

(937 words)

Author(s): Herms, Eilert
[German Version] The term “morals” designates all aspects of a rule-complying and thus relatively stabilized form of interaction that is founded on motivating and guiding certainties (or convictions) and, accordingly, on affective pursuits and interests with the fundamental decisions resulting therefrom. As such, it is equivalent to “ethos” (though emphasis on the individual may be stronger than in the social focus of “ethos”); there is a corresponding equivalence between “moral philosophy” and “e…

Briefs, Goetz Anton

(240 words)

Author(s): Herms, Eilert
[German Version] (Jan 1, 1889, Eschweiler– May 16, 1974, Rome) was a sociologist and economist. Beginning in 1913, he taught at the Universities of Freiburg and Würzburg, beginning in 1926, at the Technical University of Berlin. He emigrated to the USA in 1934, was guest professor at the Catholic University in Washington DC until 1937, from them until 1962 (wh…

Ethics of Goods

(568 words)

Author(s): Herms, Eilert
[German Version] I. can refer to a sub-discipline of ethics: reflection on consequences, on interaction within an ethos and its contribution to the bonum commune/proprium. This task is indispensable because actions have consequences (Consequence/Inherent consequences of actions), which – depending on knowledge and ability – can be foreseen, intended and brought about with varying degrees of certainty so t…

Metaethics

(628 words)

Author(s): Herms, Eilert
[German Version] The triumph of the sensualistic restriction of the recognizable and real to what exists in sensory perception – which was not hindered but actually encouraged by I. Kant's transcendental philosophy (contrary to its intention) owing to the fact that the latter also viewed sensory perception as a necessary prerequisite for many different types of true knowledge and thereby also excluded itself (i.e. its theory of the theoretical as well as its theory of practical reasoning, includin…

Adiaphora

(1,901 words)

Author(s): Herms, Eilert
[German Version] I. Philosophy – II. Theology – III. Social Ethics The expression (Gk ἀδιάφορα semantic equivalents: intermediates, Gk μέση, mesē-, that which is permitted) designates phenomena of human life that are neither positive (good, bonum) nor negative (evil, malum) in the ethical realm (i.e. with regard to the attainment of human destiny). In the strict sense, then, adiaphora occur only in ethical systems whose guiding understanding of humani…
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