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Uscha

(106 words)

Author(s): Hollender, Elisabeth
[English version] Stadt in Untergalilaea, in den Annalen des Sanherib (a,40) erwähnt; israelitische Besiedlung in biblischen Zeiten ist durch Grabungsfunde belegt. In Folge des Bar-Kochba-Aufstandes ca. 140 n. Chr. Ort einer rabbinischen Synode (Sanhedrin; Synhedrion II.), auf der führende Gelehrte der Zeit zunächst ohne den späteren Patriarchen Simon ben Gamaliel die rabbin. Ämter neu besetzten und vor allem familienrechtliche Erlasse herausgaben (Hohelied Rabbah 2,5,3). U. war zeitweilig Sitz de…

Rabbi

(539 words)

Author(s): Hollender, Elisabeth (Köln)
[English version] (hebr. “mein Meister”; griech. ῥαββί, lat. rabbi). Vor 70 v. Chr. nur als persönliche Anrede belegt (vgl. Jo 1,38), im ant. Judentum Titel der meisten palästinischen Gelehrten. R. ersetzt häufig den Namen des Patriarchen Jehuda ha-Nasi, dem die Redaktion der Mischna (Rabbinische Literatur) zugeschrieben wird. Die babylon. Amoräer wurden, sprachlich bedingt, mit Rab b…

Synagoge

(980 words)

Author(s): Nielsen, Inge | Hollender, Elisabeth; Nielsen, Inge; Hollender, Elisabeth
(συναγωγή, wörtl. “Zusammenführung”, “Versammlung”; lat. synagoga). Griech. Wort, das sowohl die jüd. Gemeinde als auch den Ort (das Gebäude) ihrer Versammlung bezeichnen kann. I. Architektur [English version] A. Definition und Funktion Der S.-Bau besteht aus einem großen, rechtwinkligen Raum mit Bänken an allen oder mehreren Seiten, vor denen Säulen plaziert sind. Oft findet sich ein Thron für den Leiter der S. und eine Plattform ( bḗma) für die Lesung der Torā. Ein zentrales Element ist der Schrein für die Aufbewahrung der Torā-Rollen, der sich normalerweis…

Weisheit

(3,160 words)

Author(s): Volpi, Franco | Heimgartner, Martin | Hollender, Elisabeth | Toral-Niehoff, Isabel
(σοφία/ sophía, lat. sapientia). I. Griechisch-römisch [English version] A. Allgemeiner und philosophischer Begriff Das griech. Substantiv σοφία/ sophía (ionisch: σοφίη/ sophíē), abgeleitet vom seit dem 6. Jh. v. Chr. bezeugten Adj. σοφός ( sophós), bedeutet allg. die überlegene Fertigkeit und Sachkunde, welche den Fachmann und Künstler vor den Vielen auszeichnet und ihm Ansehen verschafft. Sophía (= s.) wird für jede praktische Meisterschaft verwendet - etwa die des Steuermanns, Baumeisters, Arztes, Feldherrn oder Staatsmanns (vgl. Hom. Il. 15,411…

Toleranz

(4,322 words)

Author(s): Cancik-Lindemaier, Hildegard | Eder, Walter | Fitschen, Klaus | Hollender, Elisabeth | Toral-Niehoff, Isabel
I. Begriff und Philosophie A. Moderner Begriff B. Lateinisch tolerantia: Wort und Begriff C. Toleranz zwischen St…

Zeitrechnung

(3,103 words)

Author(s): Rüpke, Jörg; Möller, Astrid | Cancik-Kirschbaum, Eva | Quack, Joachim | Hollender, Elisabeth | Toral-Niehoff, Isabel
I. Allgemein [English version] A. Vorstellungen von Zeitmessung Die meisten Kulturen verfügen über Methoden der Zeitmessung, die häufig auf periodischen Veränderungen der Natur oder der Gestirne beruhen. Die älteste stellt die pars-pro-toto-Methode dar, nach der nicht die zeitliche Einheit als Ganzes gezählt wird, sondern ein regelmäßig, innerhalb einer Zeiteinheit wiederkehrendes Phänomen [1. 9 f.] (z. B. Mondphasen). Die Metaphern der Z. wie Zeitmessung spielen in der Ant. keine große Rolle, nimmt man den Bereich der Metrik…

Weisheitsliteratur

(3,654 words)

Author(s): Böck, Barbara | Quack, Joachim | S.SC.; Ü:A.GL. | Hollender, Elisabeth | Toral-Niehoff, Isabel
I. Alter Orient [English version] A. Begriff Bei der Anwendung des Begriffs W. auf altmesopot. lit. Werke muß zw. der Vorstellung von Weisheit (=Wh.; akkadisch nēmequ, sumerisch nam.kù.zu, “wertvolles Wissen”) [10; 11] als einem allgemein-mens…

Tempel

(4,940 words)

Author(s): Nissen, Hans Jörg | Seidlmayer, Stephan Johannes | Hollender, Elisabeth | Niemeyer, Hans Georg | Höcker, Christoph | Et al.
[English version] I. Mesopotamien Der Begriff T., sumer. é, akkad. bītu, “Haus (der Gottheit)”, wurde unabhängig von Größe oder Bed. der Gottheit gebraucht: vom kleinen, in ein Wohngebiet eingebauten Nachbarschaftsschrein bis zu großen, freistehenden, hohen Bauten, von Einraumkultstätten bis zu mit ausgedehnten Nebengebäuden versehenen T.-Komplexen, von der Verehrung einer Gottheit zu Mehrfach-T. Für die Frühzeit sind T. häufig nur dadurch zu identifizieren, daß sie weder Wohnzwecken dienten noch als Palast angesehen werden können. Eindeutige Mer…