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Your search for 'dc_creator:( "Quack, Joachim" ) OR dc_contributor:( "Quack, Joachim" )' returned 41 results. Modify search

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Xeine

(84 words)

Author(s): Quack, Joachim
[English version] (ξείνη, “die Fremde”). Nach Hdt. 2,112 Bezeichnung einer Erscheinungsform der Aphrodite, die einen Tempel in Memphis hatte. Verm. handelte es sich um einen Kult für die syr. Göttin Astarte, d. h. “die Fremde”, die dort schon seit der 18. Dyn. verehrt wurde [1. 45]. Unsicher ist, ob der bei Strab. 17,1,31 erwähnte Tempel der Aphrodite oder Selene damit identifiziert werden darf [2. 136]. Quack, Joachim Bibliography 1 A. B. Lloyd, Herodotus, Book II, Commentary 99-182, 1988 2 J. Yoyotte, P. Charvet, Strabon, Le voyage en Égypte (Übers. mit Komm.), 1997.

Tefnutlegende

(162 words)

Author(s): Quack, Joachim
[English version] Mythenkomplex um die äg. Göttin Tefnut (griech. τφηνις), der Tochter des Atum, welche sich im Zorn von ihrem Vater trennt und von ihrem Bruder Onuris unter Mithilfe des Thot aus Nubien nach Äg. zurückgebracht wird. Belege für die “Legende” finden sich vorrangig einerseits, meist in Form kurzer Epitheta und Anspielungen, in Tempel-Inschr. v. a. Nubiens und des südl. Oberäg., andererseits im demotischen ‘Mythos vom Sonnenauge, der auch ins Griechische übersetzt wurde. Diese griech.…

Uchoreus

(83 words)

Author(s): Quack, Joachim
[English version] (Οὐχορεύς). Nach Diod. 1,50 achter Nachkomme des Osymandias (Ramses [2] II.) und Gründer von Memphis, das er mit einem Damm und einem großen See zu einer starken Festung gemacht haben soll. Er wird in der Forsch. gerne mit dem im Sothisbuch bei Synkellos (FGrH III F 28,110,9) erwähnten Ὀχυράς/ Ochyrás identifiziert. Üblicherweise wird der Name als Korruption für ὀχρεύς (“der Dauernde”) erklärt und für eine Übersetzung des äg. mn (Menes [1]) gehalten. Quack, Joachim Bibliography K. Sethe, Beitr. zur ältesten Gesch. Äg.s, 1905, 121 f.

Serapeum

(109 words)

Author(s): Quack, Joachim
(Σαραπεῖον, Σαράπιον). [English version] [1] Begräbnis- und Kultstätte des Apisstieres in Memphis Bezeichnung für Begräbnis- und Kultstätte des verstorbenen Apisstieres in Memphis (Apis [1]), davon abgeleitet generell für Kultbauten des Gottes Serapis in der griech.-röm. Welt. Quack, Joachim [English version] [2] Name verschiedener Orte Als Wiedergabe mutmaßlich äg. Bezeichnungen wie pr-wsjr-ḥp Ortsname in griech. und lat. Quellen (s. dazu [1]). Nach der Tabula Peutingeriana gab es drei derartige Orte im Nildelta; einer befand sich an der Stra…

Lischt

(110 words)

Author(s): Quack, Joachim
[English version] ( al-Lišt). Mod. arabischer Name für den Ort, der unter dem Namen iṯi-t.wi (“der die beiden Länder ergreift”) im MR die Hauptstadt Ägyptens (C.) war [3. 53-59]. Dort lagen die Pyramiden Amenemhets I. und Sesostris' I., letztere umgeben von kleineren Pyramiden der Königsfamilie [1]. Ein Beamtenfriedhof wurde bis in die 17. Dyn. weiterbenutzt. Als archetypische Residenz wurde der Ortsname später als kryptographisches Zeichen für das Wort “Inneres”, “Residenz” verwendet. Quack, Joachim Bibliography 1 D. Arnold, The Pyramid Complex of Senwosret I, 1992 2 J.-E…

Sesonchosis

(181 words)

Author(s): Quack, Joachim
(Σεσόγχοσις, Σεσόγχωσις). Griech. Form von Scheschonk, äg. šš( n) q, Name von mutmaßlich fünf Herrschern der 22./23. Dyn. [English version] [1] Scheschonk I., äg. Herrscher, 2. H. 10. Jh. v. Chr. Am bekanntesten ist Scheschonk I. (ca. 945-924 v. Chr.) [1. 287-302], der nach 1 Kg 14,25 f. (dort Schischak genannt) Teile Iudaeas verwüstete und durch große Goldzahlungen von der Eroberung Jerusalems abgehalten wurde. Von ihm ist am Bubastidentor in Karnak eine Liste angeblich eroberter Orte in Juda und Israel erhalten. Quack, Joachim [English version] [2] Scheschonk II., äg. Herr…

Userkare

(59 words)

Author(s): Quack, Joachim
[English version] (äg. Wsr-k-R.w). Äg. König, nach dem Zeugnis der Königslisten zw. Teti I. und Pepi I. (Phiops [1]) in der 6. Dyn. (ca. 2300-2250 v. Chr.) anzusetzen; zeitgenössisch kaum belegt. Er wird teilweise als Usurpator oder Gegenkönig vor oder während der Regierung Pepis I. angesehen Quack, Joachim Bibliography J. Vercoutter, L'Égypte et la vallée du Nil, Bd. 1, 1992, 322.

Sasychis

(75 words)

Author(s): Quack, Joachim
[English version] (Σάσυχις). Nach Diod. 1,94,3 einer der großen Gesetzgeber Äg.s. Der Name ist verschiedentlich mit äg. Eigennamen verbunden worden. Am ehesten dürfte es sich um eine Variante zu Asychis handeln, der Hdt. 2,136 als Nachfolger des Mykerinos bezeugt ist und in der Namensform äg. š-ḫ.t entspricht. Deutungen auf Scheschonk (Sesonchosis) sind lautlich problematisch. Quack, Joachim Bibliography 1 A. Burton, Diodorus Siculus, Book I. A Commentary, 1972, 273 2 A. B. Lloyd, Herodotus Book II. Commentary 99-182, 1988, 88-90.

Selkis

(114 words)

Author(s): Quack, Joachim
[English version] Äg. Göttin ( srq.t); ihr Wahrzeichen ist ein Tier, das in der Forsch. teilweise als Skorpion, teilweise als Wasserskorpion gedeutet wird. Ihre Heimat liegt mutmaßlich im Westdelta. Gemeinsam mit Isis, Nephthys und Neith schützt sie die Eingeweide des Toten im Kanopen-Kasten. Ihr Zeichen findet sich unter den Symbolen der Reliefdarstellungen zum Regierungsjubiläum. Ihr Priester, der “Beschwörer der S.”, ist in Medizin und Magie vorrangig bei Schlangenbissen und Skorpionsstichen, sons…

Thon

(100 words)

Author(s): Quack, Joachim
[English version] (Thonis; Θώνις). Stadt an der Mittelmeerküste Äg.s (äg. t ḥn.t), im Bereich der kanobischen Nilmündung, nach Strab. 17,1,16 und Diod. 1,19 ehemals wichtige Handelsstation. Durch den kürzlich erfolgten Fund eines Doppels der Naukratis-Stele ist die Identifizierung mit Herakleion wahrscheinlich geworden. Aus dem Ortsnamen Th. entstand wohl die Figur des homonymen Heros, der in den Trad. um Helena (Helene [1]) in Äg. eine Rolle spielt. Hdt. 2,113-115 berichtet von Th. als Wächter der Nilmündung, der König Proteus die Ankunft von Paris und Helena meldet. Quack, J…

Sesostris

(254 words)

Author(s): Quack, Joachim
[English version] (Σεσῶστρις). Griech. Form des Namens dreier äg. Herrscher der 12. Dyn., äg. t(j)-n-Wsrt: S. I. (1956-1911/10 v. Chr.), S. II. (1882-1872 v. Chr.) und S. III. (1872-1853/52 v. Chr.). Bei Hdt. 2,102-110 und Diod. 1,53-58 erscheint er als größter Feldherr Äg.s, der weite Teile Asiens und Europas erobert hat. Auf seine Feldzüge wird eine angebliche Ansiedlung von Ägyptern in Kolchis zurückgeführt. Er soll zusammen mit allen am gleichen Tag geborenen Männern Äg.s erzogen worden sein, wofür es evt…

Mythos

(537 words)

Author(s): Quack, Joachim
[English version] II.* Ägypten Entstehungszeit und Relevanz des M. in Äg. werden kontrovers diskutiert [1; 3; 11]. Umfangreiche narrative Texte sind erst vergleichsweise spät bezeugt (‘Horus und Seth, ca. 1800 v. Chr.). Dies dürfte durch die Überl. der Gattungen gegeben sein, bei der mit Wandinschr. aus Gräbern und Tempeln Texte bevorzugt sind, die aus ihrer Natur heraus nicht an der Darlegung, sondern der Nutzung von Mythologie interessiert sind. Grundsätzlich ist in Äg. von einer schriftlichen My…

Pheron

(164 words)

Author(s): Quack, Joachim (Berlin)
[English version] (Φερῶν). Griech. Wiedergabe des äg. pr-, “Pharao”, also kein Eigenname, sondern der äg. Königstitel. Nach Hdt. 2,111 (ähnl. auch Diod. 159) Sohn und Nachfolger des Sesostris I. (1971-1928 v.Chr.). Er soll seine Lanze in die Nilüberschwemmung geworfen haben und als Strafe dafür erblindet sein, bis er seine Augen mit dem Urin einer Frau waschen konnte, die ihrem Mann stets treu war. Nach Wiedererlangung der Sehfähigkeit ließ er alle untreuen Frauen verbrennen sowie in Heliopolis [1] zw…

Nemanus

(100 words)

Author(s): Quack, Joachim (Berlin)
[English version] (Νεμανούς). Nach Plutarch (Plut. Is. 15,357 B) einer der Namen der Königin von Byblos [1], Gemahlin des Malkathros, die Isis auf der Suche nach Osiris aufnimmt und zur Amme ihrer Kinder macht. Sie wird auch als Astarte und Saosis bezeichnet und soll von den Griechen Athenais (Ἀθηναΐς) genannt worden sein. Der Name geht auf nḥm( .t)- n zurück, eine in der Spätzeit häufige Variante des Göttinnennamens nḥm( .t)- wy. Diese ist Gefährtin des Thot und wird in der Spätzeit (1. Jt.v.Chr.) als Aspekt der Hathor aufgefaßt. Quack, Joachim (Berlin) Bibliography 1 H.J. Thissen,…

Leukos Limen

(70 words)

Author(s): Quack, Joachim (Berlin)
[English version] Dieser Ort ist auf folgenden Karten verzeichnet: Ägypten | Handel (Λευκὸς λιμήν; nur bei Ptol. 4,5,8). Hafen am Roten Meer am Ost-Ausgang des Wadi Hammamat in der Höhe von Koptos, h. Marsa Koseir el-qadim. L.L. war Ausgangspunkt der Fahrten nach Punt (Küste von Erythraea). Seit der Ptolemäerzeit haben die Häfen Myos Hormos und Berenike [9] L.L. überflügelt. Ant. Reste sind kaum erhalten. Quack, Joachim (Berlin)

Mut

(209 words)

Author(s): Quack, Joachim (Berlin)
[English version] (Μούθ; äg. mw.t). Äg. Göttin. Ihr Name wird wie das Wort “Mutter” geschrieben, aber die Vokalisation weicht ab. In Theben (Thebai) bildet M. ab der 18. Dyn. gemeinsam mit Amun und Chons die thebanische Triade. Weitere Kultorte der M. finden sich in Megeb (bei Antaiopolis) sowie an verschiedenen Orten an der Spitze des Nildeltas. Die heliopolitanische “M., die ihren Bruder trägt” ist mit einem Brandaltar verbunden, der zur Bestrafung von Verbrechern dient. M. gehört zu den Göttinnen…

Koptos

(192 words)

Author(s): Quack, Joachim (Berlin)
[English version] Dieser Ort ist auf folgenden Karten verzeichnet: Ägypten | Handel | Indienhandel Hauptort des 5. oberäg. Gaues (neben Ombos und Qūṣ), äg. gbtw, daraus griech. κοπτός, kopt. kebt und arab. qifṭ. Wichtiger Ausgangspunkt für Expeditionen ins Wadi Hamāmat und zum Roten Meer. In K. befanden sich Tempelbauten für Min (Hauptgott), Isis (auch als “Witwe von Koptos” bezeichnet) und Horus; auch ein Kult des Geb ist belegt. Kolossale Steinstatuen des Min stammen bereits aus der frühen 1. Dyn. Schutzdekrete des späten AR…

Rhampsinitos

(188 words)

Author(s): Quack, Joachim (Berlin)
[English version] (Ῥαμψίνιτος). Nach Hdt. 2,121 f. äg. Herrscher; wird in der Forsch. meist, aber ohne zwingende Argumente, mit Ramses [3] III. gleichgesetzt. Er soll Nachfolger des Proteus und Vorgänger des Cheops gewesen sein. Evtl. ist er zu identifizieren mit einem Remphis, der bei Diod. 1,62,5 genannt wird. Der Name könnte im hinteren Bereich das Element s Njt, “Sohn der Neith”, enthalten, evtl. ist er zu Psammsinit, d. h. Psammetichos, “Sohn der Neith”, zu verbessern. Rh. soll die westl. Torbauten des Hephaistos-Tempels (wohl in Memphis) erbaut und davor zwei…

Re

(565 words)

Author(s): Quack, Joachim (Berlin)
[English version] ( R), wichtigster Gott des äg. Pantheons. Eigentlich nur Wort für “Sonne” und als Appellativum so noch im Koptischen gebräuchlich, im Griech. als Helios wiedergegeben. Re ist teilweise der von selbst entstandene Gott, teilweise gilt der Urozean Nun als sein Vater. In Heliopolis verbindet er sich mit dem Gott Atum, seine Kinder sind Schu und Tefnut (Tefnutlegende). Oft erhält er den Beinamen “Horus, der Horizontische” (Harachte). Die Phasen der Sonne während des Tages werden von den Ägyptern teilweise auf Chepre (Morgen), Re (Mittag) und Atum (…

Min

(338 words)

Author(s): Quack, Joachim (Berlin)
[English version] (Μίν; äg. Mnw). Ägypt. Gott, Hauptgott von Koptos und Achmīm, war für die von Koptos erreichbaren Wüstengebiete zuständig. Bereits aus der Frühzeit (3. Jt.) sind Kolossalstatuen des M. aus Koptos aus erhalten [6], welche die klass. Ikonographie zeigen - anthropomorph, mit relativ ungegliedertem Körper, ithyphallisch, hohe Federn auf dem Kopf. Ein Arm ist aufgerichtet und trägt die Geißel. Diese Gestalt wurde zum Vorbild für die ithyphallische Form des Amun. Das Schriftzeichen des M…

Peteesis

(155 words)

Author(s): Quack, Joachim (Berlin)
[English version] (griech. Πετεησις; äg. p′č̣i̯-s.t, “der, den Isis gegeben hat”). Nach PRylands 63 [4] äg. Priester in Heliopolis [1], der Platon über die Melothesie (Zuordnung der Körperglieder zu astralen Größen) belehrt [2. 81]. Verm. dieselbe Traditionsfigur eines Weisen wie der P., der in einigen Varianten zu Dioskurides, De materia medica 5,98 als Autor genannt wird, evtl. auch der Petasios des alchemistischen Corpus (CAAG Bd. 3, 15,3; 26,1; 95,15; 97,17; 261,9; 282,9; 416,15; [1. 68f., 205f.]). Ein tatsächlicher äg. Priester in Heliopolis namens Petese, der u.a. W…

Onuris

(196 words)

Author(s): Quack, Joachim (Berlin)
[English version] (Ὀνουρις). Äg. Gott ( Jnj-ḥrt, *ianiy ḥarat, “der die Ferne holt”), keilschriftl. als anḫara, koptisch ( a) nhoure belegt. O. ist ikonographisch durch vier Federn am Kopf und eine Lanze gekennzeichnet und trägt ein langes Gewand; Hauptkultorte waren Thinis (8. oberäg. Gau) und Sebennytos. O. wurde oft mit anderen Göttern, bes. Haroeris, Schu und Arensnuphis, teilweise auch Thot (von Pnubs) synkretistisch verbunden; von den Griechen mit Ares gleichgesetzt (Traum des Nektanebos). O. könnte ursprün…

Serapis

(1,117 words)

Author(s): Quack, Joachim | Takacs, Sarolta A.
(Σάραπις/ Sárapis, auch Σέραπις, lat. Serapis), urspr. äg. Stiergott mit Hauptkult in Memphis, seit dem Hell. im Mittelmeergebiet weit verbreitet. [English version] I. Ägypten Die griech. Form Sarapis (Σάραπις) bzw. in späteren Quellen Serapis (Σέραπις) geht auf die Verbindung Wsjr-Ḥp (Osiris - Apis [1]) zurück, die in den ältesten Quellen aus Memphis noch als οσεραπις wiedergegeben wird, so im ‘Fluch der Artemisia (UPZ 1; 4. Jh. v. Chr.). Durch Auffassung des Anlauts als Artikel (ὁ) wurde er abgetrennt, woraus die spätere Namensform…

Oxyrhynchos

(481 words)

Author(s): Quack, Joachim (Berlin) | Eleuteri, Paolo (Venedig)
Dieser Ort ist auf folgenden Karten verzeichnet: Ägypten | Ägypten | Pilgerschaft [English version] A. Die Stadt Stadt in Mittelägypten, h. Al-Bahnasā; in pharaonischer Zeit Hauptort des 19. oberäg. Gaus, äg. pr-mḏd, “Haus des Treffens(?)”. Urspr. war O. einer der Hauptkultorte des Seth sowie der Thoeris, und wurde, weil Seth den Osiris getötet hatte, in traditionellen Gaulisten als verfemter Ort genannt. Kaum arch. Funde aus vorptolem. Zeit; das ältere Gauzentrum lag verm. in spr-mrw. In griech.-röm. Zeit existierte in O. ein Kult des Sarapis und der Thoeris, ebenfa…

Punt

(437 words)

Author(s): Quack, Joachim (Berlin) | Renger, Johannes (Berlin)
[English version] [1] Land in Afrika Äg. pwn.t, ab dem NR durch sprachliche Neuanalyse als p-wn.t aufgefaßt, woraus unter Weglassung des scheinbaren Artikels ein neuer Name wn.t kreiert wird, der in einigen Quellen aus griech.-röm. Zeit erscheint. Nach äg. Quellen ein Land im fernen SO; h. meist im Bereich von Būr Sūdān (Port Sudan) [6] oder um Eritrea und das Horn von Afrika [1; 2] gesucht. Im AR könnten Handelsgüter aus P. über Zwischenstationen entlang des Nils nach Äg. gelangt sein, auch direkte Handelsfahrten sind …

Mond

(1,283 words)

Author(s): Renger, Johannes (Berlin) | Quack, Joachim (Berlin) | Hübner, Wolfgang (Münster)
[English version] I. Alter Orient M.-Lauf und M.-Phasen dienten bereits frühzeitig als wesentliche Strukturelemente des Kalenders in allen altorientalischen Kulturen. Außer mit den M.-Phasen hat man sich seit frühester Zeit ebenfalls mit den Eklipsen des M. als ominösen Zeichen auseinandergesetzt (Astrologie; Divination). Wie die Sonne war auch der als Gottheit vorgestellte M. Protagonist zahlreicher Mythen in Ägypten, Kleinasien [1. 373-375] und Mesopotamien (Mondgottheiten). In Babylonien war bereits gegen Ende des 3. Jt. die systematische Beobachtung de…

Reinheit

(1,187 words)

Author(s): Renger, Johannes (Berlin) | Quack, Joachim (Berlin) | Podella, Thomas (Lübeck)
[English version] I. Mesopotamien Das Prinzip (kultischer) R. wird im Sumerischen durch das Adj. kug, im Akkadischen durch das korrespondierende Adj. ellu ausgedrückt. In beiden Wörtern ist auch die Nuance “hell”, “leuchtend” enthalten. Mit sumer. kug bzw. akkad. ellu (wenn in textueller Abhängigkeit von kug) werden die Eigenschaften von Gottheiten, Örtlichkeiten (u. a. Tempel), (Kult-)Objekten, Riten bzw. Zeiträumen als zur Sphäre des Göttlichen gehörig bezeichnet, d. h. heißt aber nicht unbedingt, daß sie sich in einem Zustand fre…

Pantheon

(1,882 words)

Author(s): Richter, Thomas (Frankfurt/Main) | Quack, Joachim (Berlin) | Bendlin, Andreas (Erfurt) | Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] [1] Bezeichnung für die Vielzahl der Götterwelt Als Begriff der mod. religionsgesch. Systematisierung der Vielzahl der ant. Götterwelt (Polytheimus) bezeichnet P. im folgenden die Gesamtheit einer in einem bestimmten geogr. Raum und sozio-histor. Kontext verehrten Mehrzahl von Gottheiten. Richter, Thomas (Frankfurt/Main) [English version] I. Mesopotamien Im Sumerischen findet sich kein eigener Terminus für eine Göttergesamtheit, der dem des P. entspräche. Der dafür in Anspruch genommene, vorwiegend in lit. Kontext begegnend…

Thebai

(5,500 words)

Author(s): Quack, Joachim | Fell, Martin | Wirbelauer, Eckhard | Klodt, Claudia | Kramolisch, Herwig | Et al.
[English version] [1] Stadt im 4. oberäg. Gau Dieser Ort ist auf folgenden Karten verzeichnet: Ägypten | Ägypten | Handel Das ägypt. Theben, Stadt im 4. oberäg. Gau. Quack, Joachim [English version] I. Namen Eigentlich Ws.t (“die Starke”), davon abgeleitet ab spätestens der 17. Dyn. eine weibliche Personifikation Ws.t nḫt.tj (“das siegreiche Theben”). Ab dem MR (ca. 1990-1630 v. Chr.) oft einfach als njw.t, “die Stadt (schlechthin)”, bezeichnet - daher auch die hebräische Form no (Ez 30,14 f.; Jer 46,25; Nahum 3,8) und assyrisch Ne [10. 260] - oder ausführlicher “die südl…

Nimbus

(1,386 words)

Author(s): Willers, Dietrich (Bern) | Hurschmann, Rolf (Hamburg) | Renger, Johannes (Berlin) | Quack, Joachim (Berlin)
[English version] [1] Nimbus vitreus N. vitreus (“gläserne Wolke”), ein Wortspiel Martials (14,112), das seit Friedländers Erläuterungen [1. 322] zumeist und bis in jüngste Komm. [2. 174] mißverstanden wird und als ‘gläsernes Sprenggefäß mit zahlreichen Öffnungen’ übers. wird. Gemeint ist die Wirkung eines solchen Instruments, wenn Wein versprüht wird. Willers, Dietrich (Bern) Bibliography 1 L. Friedländer (ed.), M. Valerii Martialis epigrammaton libri (mit erklärenden Anm.), Bd. 2, 1886 2 T.J. Leary (ed.), Martial Book XIV. The Apophoreta, 1996 (mit Einführun…

Zeitrechnung

(3,103 words)

Author(s): Rüpke, Jörg; Möller, Astrid | Cancik-Kirschbaum, Eva | Quack, Joachim | Hollender, Elisabeth | Toral-Niehoff, Isabel
I. Allgemein [English version] A. Vorstellungen von Zeitmessung Die meisten Kulturen verfügen über Methoden der Zeitmessung, die häufig auf periodischen Veränderungen der Natur oder der Gestirne beruhen. Die älteste stellt die pars-pro-toto-Methode dar, nach der nicht die zeitliche Einheit als Ganzes gezählt wird, sondern ein regelmäßig, innerhalb einer Zeiteinheit wiederkehrendes Phänomen [1. 9 f.] (z. B. Mondphasen). Die Metaphern der Z. wie Zeitmessung spielen in der Ant. keine große Rolle, nimmt man den Bereich der Metrik…

Wissenschaft

(3,275 words)

Author(s): Cancik-Kirschbaum, Eva | Quack, Joachim | R.NE.; Ü:D.PR.
[English version] I. Mesopotamien Die Rahmenbedingungen für die Ausbildung von W., d. h. einer gesellschaftlich organisierten, systematischen Suche nach Erkenntnissen und deren Übermittlung, waren in Mesopot. bereits im frühen 3. Jt. v. Chr. gegeben: eine gesellschaftliche Differenzierung und die Entwicklung eines Schriftsystems (Keilschrift), das bald über administrativ-wirtschaftliche Kontexte hinaus Verwendung fand. Das Potential der Kulturtechniken des Rechnens und Schreibens, getragen durch die…

Weisheitsliteratur

(3,654 words)

Author(s): Böck, Barbara | Quack, Joachim | S.SC.; Ü:A.GL. | Hollender, Elisabeth | Toral-Niehoff, Isabel
I. Alter Orient [English version] A. Begriff Bei der Anwendung des Begriffs W. auf altmesopot. lit. Werke muß zw. der Vorstellung von Weisheit (=Wh.; akkadisch nēmequ, sumerisch nam.kù.zu, “wertvolles Wissen”) [10; 11] als einem allgemein-menschlichen Erfahrungsschatz und dem Konzept von Wh. als Expertise im Kult unterschieden werden. Auf der einen Seite steht eine Anzahl nicht homogener, formal unterschiedlicher lit. Gattungen, in denen Wissen, Handlungsweisen, Ratschläge und Verhaltensmaßstäbe weitergegeben werden, au…

Zeremoniell

(3,351 words)

Author(s): Cancik-Kirschbaum, Eva; Renger, Johannes | Quack, Joachim | Wiesehöfer, Josef | Winterling, Aloys | Tinnefeld, Franz
[English version] I. Mesopotamien Im Gegensatz zu kultischen Ritualen ist das profane Z. Mesopot.s bisher kaum Gegenstand der Forsch. Generell ist davon auszugehen, daß das Leben und das Miteinander in der altorientalischen Ges. im allg. und das des Herrschers im bes. von zahlreichen Regeln bestimmt war, die sich in mehr oder weniger deutlich standardisierten Verhaltensmustern niederschlugen. Zur Rekonstruktion solcher nichtkultischer Z. ist man v. a. auf sekundäre Hinweise, v. a. in Briefen sowie m…

Papyrus

(1,815 words)

Author(s): Dorandi, Tiziano (Paris) | Quack, Joachim (Berlin) | Renger, Johannes (Berlin) | Hurschmann, Rolf (Hamburg)
I. Material [English version] A. Begriff und Herstellung Das Wort P. wurde über das griech. πάπυρος ( pápyros), lat. papyrus, in die europäischen Sprachen übernommen, letztlich stammt daher das mod. Wort für Papier, paper, papier usw. Man leitet P. hypothetisch von einem (nicht belegten) äg. * pa-prro (“das des Königs”) ab. P., eine Wasserpflanze mit langem Stengel und dreieckigem Querschnitt (cyperus papyrus L.), war in verarbeiteter Form ein in den alten Kulturen des Mittelmeerraums verbreiteter Beschreibstoff (“Papier”). Zur Herstellung …

Mehrsprachigkeit

(2,534 words)

Author(s): Binder, Vera (Gießen) | Schwemer, Daniel (Würzburg) | Quack, Joachim (Berlin) | Rieken, Elisabeth (Berlin)
[English version] I. Begriff “M.” bezeichnet zwei verschiedene Dinge: zum einen die Fähigkeit des Individuums, sich mehrerer Sprachen zu bedienen, zum anderen eine Situation, in der innerhalb einer gesellschaftl. Gruppe mehrere Sprachen verwendet werden (Sprachkontakt). Dementsprechend kann sich M.-Forsch. mit dem mehrsprachigen Individuum oder der mehrsprachigen Ges. befassen; je nach Sichtweise ergeben sich Berührungspunkte zur Psycho- und Neurolinguistik einerseits oder zur Soziolinguistik und hi…

Prophet

(2,453 words)

Author(s): Köckert, Matthias (Berlin) | Quack, Joachim (Berlin) | Bremmer, Jan N. (Groningen) | Wick, Peter (Basel) | Toral-Niehoff, Isabel (Freiburg)
[English version] I. Einleitung Der Begriff P. hat als Fremdwort über die griech. Bibelübersetzung Eingang in zahlreiche Sprachen gefunden. Die Septuaginta übersetzt mit prophḗtēs in der Regel das hebr. Subst. nābī, das etym. mit akkadisch nabû(m) = “Berufener” zusammenhängt. Seither hat sich ein sehr viel weiterer Gebrauch durchgesetzt. Zur Präzisierung bietet es sich an, Ciceros Unterscheidung zw. induktiver und intuitiver Mantik aufzunehmen ( genus artificiosum, genus naturale: Cic. div. 1,11,34; 2,26 f.) und nur die Vertreter der letzteren als P. zu bezei…

Priester

(3,742 words)

Author(s): Renger, Johannes (Berlin) | Quack, Joachim (Berlin) | Niehr, Herbert (Tübingen) | Haas, Volkert (Berlin) | Gordon, Richard L. (Ilmmünster) | Et al.
[English version] I. Mesopotamien Das Personal mesopot. Tempel setzte sich seit dem 3. Jt. bis ans Ende der mesopot. Zivilisation aus dem Kultpersonal im engeren Sinn - d. h. den P. und P.innen, die den offiziellen Kult in den Tempeln besorgten, den Kultmusikanten und Sängern - sowie dem Dienstpersonal (Hofreinigern und Hofreinigerinnen, Köchen usw.) zusammen. Hinzu kam das hierarchisch gegliederte Verwaltungs- und Wirtschaftspersonal der Tempel-Haushalte, die in Babylonien große Wirtschaftseinheite…

Opfer

(9,655 words)

Author(s): Bendlin, Andreas (Erfurt) | Renger, Johannes (Berlin) | Quack, Joachim (Berlin) | Haas, Volkert (Berlin) | Podella, Thomas (Lübeck) | Et al.
I. Religionswissenschaftlich [English version] A. Allgemeines Das O. gehört zu den zentralen Begriffen für die Selbstbeschreibung von Ritual-Rel. in ant. und mod. Kulturen. Der O.-Begriff schließt in der europäischen Moderne oft (darin direkt oder indirekt von der christl. Theologie des die Menschen erlösenden O.-Todes Jesu Christi beinflußt) das Moment der individuellen Selbsthingabe (“Aufopferung”) ein. Die Spannbreite der mod. Bedeutungsnuancen reicht dabei bis zu den nicht mehr rel., sondern nun m…

Metrik

(7,864 words)

Author(s): Zaminer, Frieder (Berlin) | Leonhardt, Jürgen (Marburg/Lahn) | Hecker, Karl (Münster) | Quack, Joachim (Berlin) | Podella, Thomas (Lübeck) | Et al.
[English version] I. Vorbemerkung Ursprünglich gesungene Poesie, oft mit Tanz verbunden, unterlag metrische Lit. offenbar anderen Bedingungen der Formbildung als von vornherein zum Sprechvortrag oder zum Lesen bestimmte Dichtung. Derartige Texte lassen Spuren ihrer einstigen Klanggestalt noch erkennen. Der Dichtersänger verband und gliederte die Worte im sinnfälligen, mitbestimmenden musikalischen Medium (Musik). Entsprechend reichte die Formbildung von einfachen “melodischen Klangzeilen”, wie sie für den Alten Orient und Israel vorauszusetzen sind ( parallelismus…

Literatur

(20,291 words)

Author(s): Rüpke, Jörg (Erfurt) | Cancik-Kirschbaum, Eva (Berlin) | Quack, Joachim (Berlin) | Hazenbos, Joost (Leipzig) | Hose, Martin (München) | Et al.
[English version] I. Allgemein Lit. Kommunikation ist Kommunikation mit Hilfe von Texten, stabilisierten, kohärenten und umfangreicheren Äußerungen. Diese können schriftlich sein oder verschriftlicht werden, können aber auch im Bereich des Mündlichen verbleiben (Schriftlichkeit-Mündlichkeit). Da für frühere Ges. im Regelfall nur schriftliche Texte untersucht werden können, konzentriert sich der L.-Begriff auf solcherart sedimentierte Medien der lit. Kommunikation. Gerade für ant. Ges. muß gleichwohl…
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