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Your search for 'dc_creator:( "Fraas, Hans-Jürgen" ) OR dc_contributor:( "Fraas, Hans-Jürgen" )' returned 12 results. Modify search

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Psychologie

(5,339 words)

Author(s): Heine, Susanne | Murken, Sebastian | Schweitzer, Friedrich | Fraas, Hans-Jürgen
[English Version] I. Zum Begriff Die Seele (: IV.) als Gegenstand der P. ist immer nur von einer Theorie her zugänglich, die versucht, die Erfahrung des Menschen mit seinem Innenleben und -erleben (denken, vorstellen, wollen, fühlen) kognitiv zu erfassen. Als »Bürger zweier Welten« (I. Kant) steht der Mensch existentiell und kognitiv vor dem Psycho-Physischen Problem und der Frage, wie er sich, zugleich leibliches Sinnenwesen und geistiges Subjekt, als personale Einheit denken kann. Seelentheorien …

Psychotherapie

(2,183 words)

Author(s): Stollberg, Dietrich | Fraas, Hans-Jürgen
[English Version] I. Begriff Der Begriff »P.« ist eine wörtl. Übernahme aus der antiken Philos.: τη˜ς ψυχη˜ς ϑεραπει´α/tē´s psychē´s therapei´a (oder ε᾿πιμε´λεια/epime´leia) bedeutet jene – päd. – Fürsorge und Pflege, die nach Plato der unsterblichen Seele gelten soll. Eine direkte bibl. Entsprechung findet sich nicht, jedoch hat der griech. Begriff durch die lat. Übers. (cura animarum) und deren Übertragung ins Dt. im Spät-MA als »Seelsorge« Eingang in unseren Sprachgebrauch gefunden. S. Freud nannte seine P.…

Persönlichkeit/Persönlichkeitspsychologie

(738 words)

Author(s): Fraas, Hans-Jürgen
[English Version] . Persönlichkeit (P.) bez. die Einmaligkeit eines Menschen, der im Rahmen seiner genetischen und gesch.-biogr. Bedingtheit sein Personsein (im philos. bzw. theol. Sinn; Person) verwirklicht. Während die Verstehende Psychologie (W. Dilthey) die der gesetzmäßigen Erklärung sich entziehende Einmaligkeit der P. als eine sinnhafte Einheit betrachtet, werden mit empirischen Methoden eben diese Gesetzmäßigkeiten untersucht, seit den 30er Jahren vermehrt unter dem Gesichtspunkt des Verhältnisses von Anlage und U…

Übertragung

(234 words)

Author(s): Fraas, Hans-Jürgen
[English Version] bez. in der psychoanalytischen Terminologie (Psychoanalyse) das Phänomen der gefühlsmäßigen Einstellung des Patienten zum Therapeuten in Analogie zu frühen und frühesten (intrafamiliären) Beziehungsstrukturen. Liebe, Zuneigung, Achtung (positive Ü.) oder Haß, Furcht, Demut (negative Ü.) werden dem Therapeuten entgegengebracht, ohne daß dieser konkret dazu Anlaß gegeben hätte. Falls dieses dennoch geschieht, befindet sich der Therapeut möglicherweise im Zustand der Gegenübertragun…

Unbewußtes

(1,511 words)

Author(s): Hermsen, Edmund | Rosenau, Hartmut | Fraas, Hans-Jürgen
[English Version] I. Religionswissenschaftlich Die Entdeckung des U. als Schlüsselkonzept für die Psychoanalyse schrieb S. Freud sich selbst zu. Es finden sich aber in rel. und philos. Systemen Konzepte des U., die weitaus älter sind. So lassen sich etwa: a) schon bei Plato (α᾿n̆α´μn̆ησις/anámnēsis als unbewußte Bedingung für bewußte Geistestätigkeit) und Plotin, b) im indischen Vedānta und Buddhismus (avidyā, »Nichtwissen«, bedingt māyā) und c) in der ma. christl. Mystik bei Meister Eckhart (»Seligkeit«) oder im engl. myst. Text The Cloud of Unknowing (14.Jh.) Bezüge zum Begriff des U. herstellen. Mit dem 18.Jh. setzte in Europa ein wissenschaftsübergreifender Diskurs des U. ein, der sich seit dem Mesmerismus (F.A. Mesmer) auch in prototherapeutischen Heilverfahren umsetzte. An erster Stelle ist die Romantik zu nennen, deren Vertreter wegweisend für die späteren tiefenpsychologischen Schulen grundlegende Konzepte des U. formuliert haben (»die Nachtseite der Natur«). Über die Themen »Nacht« (Novalis) und »Traum« (G.H.v. Schubert) wurden universale Symbole, Mythen, Rauschzustände und Transzendenzerfahrungen mit dem U. codiert. Systematisiert wurde die romantische Theorie des U. von Carl Gustav Carus (1789–1869) in seinem Werk »Psyche« (1846), in dem die »Region des Unbewußtseins« den einzig denkbaren Schlüssel zur Erkenntnis des »bewußten Seelenlebens« liefert. Im 19.Jh. bereiteten die psychiatrischen Schulen sowie die Philosophen A. Schopenhauer, F. Nietzsche und E.v. Hartmann den Boden für die »Lehren vom U.« des 20.Jh. Durch Freuds »Traumdeutung« (1900) wurde die Psychoanalyse mit dem zentralen Erkenntnisobjekt des U. bekannt und trat das säkulare Erbe von magischen Heilverfahren, Inkubation, Exorzismus, christl. Beichte etc. an. In der ersten Topik entspricht das U. dem Verdrängten (Verdrängung). In der zweiten Topik der psychischen Instanzen führt Freud den Begriff des Es ein, der dem U. entspricht. Das Ich ist nicht autonom, sondern wird von »unbekannten, unbeherrschbaren Mächten« des Es gelebt. Für Freud war durch die angenommene Parallele von Ontogenese und Phylogenese die Psychoanalyse ein wertvolles Instrument der Kulturanalyse. Da sich die Inhalte des U. v.a. in Traum, Folklore, Sagen, Mythen etc. manifestieren, entwickelte sich in der frühen Psychoanalyse eine Mythenanalyse, die aber – im Gegensatz zur Psychologie C.G. Jungs – keinen Anschluß an die zeitgenössische Religionsforschung fand. Kulturwiss. produktiv genutzt wird Freud in der Ethnopsychoanalyse mit hist. und kulturell zu differenzierenden psychischen Strukturen. Jungs Modell der Psyche umfaßt neben dem persönlich U. das kollektive U., …

Objektbeziehungen, Psychologie der

(347 words)

Author(s): Fraas, Hans-Jürgen
[English Version] . Die psychische Energie (Libido) ist jeweils auf spezifische Triebziele (Trieb, Triebtheorie), »Objekte« gerichtet. Nach S. Freuds Lehre vom primären Narzißmus bezieht sie sich zunächst auf das eigene, von der Mutter psychisch noch nicht geschiedene Selbst. Durch das Zerbrechen der Symb…

Tiefenpsychologie

(427 words)

Author(s): Fraas, Hans-Jürgen
[English Version] . Der Begriff, von Eugen Bleuler 1910 als Synonym für die Freudsche Psychoanalyse eingeführt, ist in Deutschland (weniger in den angelsächsischen Ländern) gebräuchlich als Sammelbegriff für die sich z.T. heftig befehdenden Schulrichtungen wie Psychoanalyse (S. Freud), Individualpsychologie (A. Adler), Analytische bzw. Komplexe Psychologie (C.G. Jung), Daseinsanalyse (Ludwig Binswanger, Medard Boss), Logotherapie (V. Frankl) u.a. (vgl. Wyss). Von der T. ausgegangen sind die humani…

Sozialpsychologie

(1,515 words)

Author(s): Fraas, Hans-Jürgen | Huxel, Kirsten | Santer, Hellmut
[English Version] I. Zum Begriff Die S. erforscht die Weisen des sozialen Erlebens bzw. Verhaltens und die Interaktionsprozesse (Interaktion) sowohl interindividuell als auch zw. Individuen und sozialen Systemen (Gemeinschaft und Individuum) unterschiedlicher Komplexität (Mikrosysteme wie Partnerschaften, Fa…

Sublimierung

(290 words)

Author(s): Fraas, Hans-Jürgen
[English Version] . Die Realität erfordert im Sinne der Psychoanalyse S. Freuds die Umwandlung des unbefriedigten Sexualtriebs (Libido) in kulturell wertvolle und sozial anerkannte Verhaltensweisen (künstlerische Tätigkeit, Humor) als Kompromiß zw. den Ansprüchen des Es und dem im Sozialisationsprozeß ausge…

Winnicott

(158 words)

Author(s): Fraas, Hans-Jürgen
[English Version] Winnicott, Donald Woods (7.4.1896 Plymouth – 25.1.1971 London), Kinderarzt und Psychoanalytiker, prägte den Begriff des »Übergangsobjekts« im Zwischenstadium der Entwicklung, in dem erste, noch verschwommene Strukturen der Beziehung zw. dem sich bildenden Subjekt und Objekt si…

Religionspsychopathologie

(483 words)

Author(s): Fraas, Hans-Jürgen
[English Version] . Die Wechselbeziehung von Persönlichkeit in ihrem Beziehungscharakter und rel. Symbolik als Ausdruck dieses umfassenden Bezogenseins läßt pathologische Formen von Religiosität als Störungen der Beziehung zw. der Persönlichkeit und ihrem sozialen und gegenständlichen Kontext erscheinen. Huth (1978, 728) sieht im Anschluß an Peter Szondi Sucht, Neurose und Wahn als negative Parallelversuche zu Philos. und Glauben, das Partizipationsproblem zu lösen. – Die Definition des Krankhafte…