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Your search for 'dc_creator:( "Höcker, Christoph" ) OR dc_contributor:( "Höcker, Christoph" )' returned 220 results. Modify search

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Pastas

(85 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] (παστάς). Querhalle, die beim griech. Haus (mit Abb.) den Hof mit dem dahinterliegenden Wohntrakt verbindet; eine Erweiterung der vom Hof ausgehenden Vorhalle (Prostas) älterer Wohnhäuser, z.B. der Häuser von Priene, hin zu einer Art Korridor und deshalb typologisch bestimmendes Element modernerer, spätklass. Wohnhäuser wie derjenigen von Olynthos. Das P.-Haus bildet die Keimzelle späterer großflächiger Peristylhäuser. Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography W. Hoepfner, E.L. Schwandner, Haus und Stadt im Klass. Griechenland, 21994, 354 s.v. P.  W. M…

Loretum

(70 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] (auch Lauretum, von laureus, “Lorbeer-”). Lorbeerbestandener Platz auf dem Aventin in Rom (Roma); der Legende nach der Begräbnisplatz des Titus Tatius (Festus 496 L.). Der Ort war zu Varros Zeit (Varro ling. 5,152) bereits nicht mehr sicher lokalisierbar; eine mögliche Mehrteiligkeit des L. ( L. minor und L. maior) wird wegen zweier entsprechender Straßennamen in der Regio XIII (vgl. CIL 6,975) diskutiert. Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography Richardson, 234f.

Guttae

(120 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Lat. für Tropfen (Pl.); in architektonischem Sinne einzig bei Vitruv (4,1,2 und 4,3,6) belegter ant. t.t. für die tropfenartigen zylindrischen Gebilde, die sich an Teilen des steinernen Gebälks der dor. Bauordnung finden und die als imitierte Nägel bzw. Nagelköpfe die anachronistische Transformation der einstigen Holzbauform in den kanonischen dor. Steintempel bezeugen [1. 53-55; 3. 10-13]. G. finden sich in (meist) drei parallelen Sechser-Reihen am Mutulus des Geison sowie am Architrav als unterer Abschluß der Regula [2. 112-120]. Höcker, Christoph (K…

Maße

(1,823 words)

Author(s): Sallaberger, Walther (Leipzig) | Renger, Johannes (Berlin) | Höcker, Christoph (Kissing) | Schulzki, Heinz-Joachim (Mannheim)
[English version] I. Alter Orient Auch wenn die einzelnen grundlegenden M.-Systeme, Längen-, Hohl-Maße und Gewichte, unabhängig voneinander entstanden und definiert sind, so wurden doch zumindest in Mesopot. wechselseitige Relationen etabliert. Die Bezeichnungen für Längen-M. beruhen im Alten Orient wie anderswo auf Körperteilen (Elle, Hand- und Fingerbreite), während der Fuß hier nicht begegnet. Zudem sind regionale und zeitliche Differenzen zu berücksichtigen. Die babylon. “Elle” (sumer. kùš, akkad. ammatu, üblicherweise ca. 50 cm; im 1. Jt.v.Chr. daneben di…

Impluvium

(57 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Das Wasserbecken im Atrium des röm. Hauses, in dem sich das vom Compluvium, der Lichtöffnung des Atriums, zusammengeführte Regenwasser sammelte und das oft Teil einer Zisterne war. Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography E.M. Evans, The Atrium Complex in the Houses of Pompeii, 1980  R. Förtsch, Arch. Komm. zu den Villenbriefen des jüngeren Plinius, 1993, 30f.

Paestum

(1,703 words)

Author(s): Höcker, Christoph
[English version] Die im späten 7. Jh. v. Chr. von Kolonisten aus Sybaris gegründete Polis Poseidonia, die - mit erheblichen Folgen für das Stadtbild und die soziale Zusammensetzung der Einwohnerschaft - 274/3 v. Chr. in eine röm. Veteranenkolonie namens P. umgewandelt worden war, geriet zu Beginn der röm. Kaiserzeit zunehmend ins Abseits: einerseits aufgrund der nun an P. vorbeiführenden neuen Hauptverkehrswege von Nord nach Süd, andererseits wegen der schon von Strabon (5,250 ff.) notierten fort…

Regula

(99 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] (lat. “Leiste”, “Latte”, auch “Richtschnur”). Bei Vitr. 4,3,4 u.ö. verwendeter architektonischer t.t., der eine mit Guttae versehene Leiste am Epistylion (Architrav) eines Bauwerks dorischer Ordnung bezeichnet. Die R. entspricht in ihrer Abmessung der Breite des Triglyphos und bildet dessen unteren, baulich-strukturell dem Architrav (und nicht dem Fries) zugehörigen Abschluß. Die R. korrespondiert zudem mit den auf dem Fries aufliegenden Blöcken des Geison. Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography D. Mertens, Der Tempel von Segesta und die doris…

Megaron

(366 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] (μέγαρον). Im homer. Epos mehrfach (u.a. Hom. Od. 2,94; 19,16; 20,6) gen. Bautrakt; offenbar der Hauptraum des Palastes bzw. des Hauses mit dem Gemeinschaftsherd in der Mitte. Zu späteren Erwähnungen des M. in der griech. Lit. (bes. Hdt. 7,140f.) vgl. Tempel. Über das Verständnis des Begriffs M. und dementsprechend die Herleitung der jeweils damit verbundenen Bauform bestehen in der arch. Forsch. erhebliche Auffassungsunterschiede: Zum einen wurde unter M., analog den Homerpassagen, ein Bautrakt, also ein Raum oder eine…

Prostylos

(58 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Durch Vitr. 3,2,3 überl. architektonischer Fachterminus, der eine der von Vitr. aufgelisteten Tempelformen bezeichnet (Tempel). Der P. ist gemäß Vitruvs Beschreibung ein Antentempel (Ante) mit einer Säulenreihe vor dem Pronaos (Cella). Eine erweiterte Variante des P. ist der Amphiprostylos. Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography W. Müller-Wiener, Griech. Bauwesen in der Ant., 1988, 217 s. v. P.

Treppen, Treppenanlagen

(861 words)

Author(s): Hausleiter, Arnulf; Nissen, Hans Jörg | Höcker, Christoph
(κλίμαξ/ klímax, lat. scalae, Pl.). [English version] I. Alter Orient und Ägypten Treppen (= T.) wurden zur Überwindung von Höhenunterschieden angelegt, schufen in Form monumentaler Anlagen aber auch eine Distanz zw. Bauwerk und Mensch. Die aus dem Alten Orient bezeugten T. reichen von wenigen Stufen zw. Straßen- und Hausebene und internen Haus- oder Palast-T. über monumentale T. bei Tempeln und Palästen (Palast) bis zu T. von Grabbauten. Als Materialien wurden Lehmziegel, Backsteine, Stein und Holz verwend…

Stylobat

(244 words)

Author(s): Höcker, Christoph
[English version] (στυλοβάτης; lat. stylobates). Ant. t.t. aus dem Bereich der Bautechnik [1]; im griech. Säulenbau die Bezeichnung für die Oberfläche der obersten Stufe der Krepis [1] bzw. deren einzelner Platten, auf der sich die Säulen erhoben (nicht, wie häufig irrtümlich angenommen, die oberste Stufe der Krepis insgesamt). Der S. war im Tempelbau ein zentraler Zielpunkt der Bauplanung (Bauwesen). Bei archa. dorischen Tempeln findet sich im (üblicherweise sehr gelängten) S. meist eine der Leitpr…

Versammlungsbauten

(1,432 words)

Author(s): Höcker, Christoph
[English version] I. Definition Unter V. werden im folgenden alle Baulichkeiten der griech.-röm. Ant. zusammengefaßt, die im Rahmen der sozialen, polit. oder rel. Organisation einer Gemeinschaft einen architektonisch definierten Ort für Interaktion und Kommunikation darstellten. Eine eindeutige Funktionsbestimmung oder exklusive Nutzung solcher V. ist dabei nicht immer gegeben. Bisweilen sind Architekturen oder bauliche Teilbereiche als V. zu bezeichnen, die nach ant. (und mod.) Verständnis in der H…

Polychromie

(1,274 words)

Author(s): Koch, Nadia Justine (Tübingen) | Höcker, Christoph (Kissing) | Neudecker, Richard (Rom)
[English version] I. Einleitung P. ist ein Begriff der neuzeitlichen Kunstwiss., der das Phänomen der farbigen Fassung von Rundplastik, Relief, Architektur sowie von Gefäßen oder Tafeln aus Ton, Stein usw. benennt. Er steht in Opposition zur Monochromie (Farben, Malerei, Monochromata, Ornament). Die griech. Adj. polýchroos (πολύχροος) und polychrṓmatos (πολυχρώματος), die die Vielgestaltigkeit von Stoffen (Emp. fr. B23 DK) oder Oberflächen (Aristot. gen. an. 785b 19) bezeichnen, sind keine Begriffe der ant. Kunstterminologie [5. 38, 129 ff.]…

Byzes

(61 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Architekt oder Bauhandwerker aus Naxos, um 600 v.Chr. tätig. Pausanias (5,10,3) schloß aus einem angeblichen Epigramm, daß B. als erster Dachziegel aus Marmor fertigte. Eine Aufschrift auf einem Marmordachziegel von der Athener Akropolis (CY=BY im naxischen Alphabet) wurde als Hinweis auf B. gedeutet. Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography H. Svenson-Evers, Die griech. Architekten archa. und klass. Zeit, 1996, 374.

Horologium (Solare) Augusti

(141 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] Die von Plinius (nat. 36,72f.) beschriebene, in der Regentschaft des Augustus auf dem Marsfeld in Rom (Roma) entstandene, im 1. und 2. Jh. n.Chr. mehrfach erneuerte Sonnenuhr mit Kalenderfunktionen; der Gnomon (Uhr) bestand aus einem Obelisk, der seinen Schatten auf eine gepflasterte Fläche mit einem Liniennetz warf, das mittels Bronzeeinlagen markiert war. Die im Anschluß an verschiedene Ausgrabungen und Interpretationen der ant. und neuzeitlichen Textüberl. vorgestellte Rekonst…

Athen

(12,928 words)

Author(s): Näf, Beat (Zürich) RWG | Kuhn-Chen, Barbara (Gießen) RWG | Höcker, Christoph (Kissing) RWG | Stroszeck, Jutta (Athen) RWG | Zervoudaki, Eos (Athen) RWG
Näf, Beat (Zürich) RWG [English version] I. Geschichte und Deutung (RWG) Näf, Beat (Zürich) RWG [English version] A. Einleitung (RWG) Unter den großen Orten des Alt., welche Kultur und Gedächtnis der westl. Welt bestimmen, kommt A. eine erstrangige Rolle zu. Immerhin ist festzuhalten, daß die geschichtliche Wirkung Roms größer ist. Seit jeher stand insbes. Jerusalem mit A. im Wettbewerb, wenn es um die Frage ging, welches die Fundamente von Geschichte und Kultur seien und sein müßten. Sparta wiederum galt schon in…

Architektur

(4,644 words)

Author(s): Sievertsen, Uwe (Tübingen) | Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] A. I. Vorderer Orient Wichtigstes Baumaterial Mesopotamiens ist seit dem Neolithikum der ungebrannte Lehmziegel. Ausgiebigere Verwendung von Stein begegnet in westl. Regionen des Alten Orients, insbes. in Kleinasien, und im perserzeitlichen Iran. Das typische neuassyr. Wohnhaus ist zweigeteilt in Vorhof mit Wirtschaftsräumen und Innenhof mit Wohnquartieren. Demgegenüber sind die Räume beim babylon. Wohnhaus seit dem 3. Jt. üblicherweise um einen einzigen Zentralhof angeordnet. Größe…

Prothyron

(95 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing)
[English version] (πρόθυρον). Die Eingangshalle des griech. Hauses in Form eines überdachten, auf den Hof führenden Vorraumes, der die Verbindung von Privatbereich und Öffentlichkeit markiert und somit (da das p. auch Passanten als Unterstand oder Treffpunkt dienen konnte) als kommunikativ verbindendes Element genutzt wurde. Bisweilen war das p. sogar mit Bänken ausgestattet. Das p. konnte nach Innen durch eine meist zweiflügelige Holztür verschlossen werden. Zahlreiche próthyra haben sich an den Häusern von Olynthos erhalten. Höcker, Christoph (Kissing) Bibliography W. H…

Greek Revival

(1,603 words)

Author(s): Höcker, Christoph (Kissing) RWG
Höcker, Christoph (Kissing) RWG [English version] A. Allgemeines (RWG) G. R. bezeichnet einen architekturhistorischen t.t., der das kopierende bzw. imitierende Aufgreifen ant.-griech. Architekturmuster im späteren 18. und 19. Jh. beschreibt. Der Begriff wurde nach 1900 im angelsächsischen Sprachraum geprägt und wird üblicherweise in diesem Sinne auch als regional beschränkt verstanden (auf Großbritannien und die USA); eine Ausgrenzung analoger Erscheinungsformen klassizistischer Architektur anderer Lände…

Tholos

(512 words)

Author(s): Höcker, Christoph
(θόλος fem.; lat. tholus) Rundbau; unter dem Begriff wird hier auch der Monopteros subsumiert. [English version] I. Griechenland Das Kreisrund des Baukörpers der Th. bildete im Architekturbestand der ant.-griech. Welt immer eine optisch herausragende Besonderheit; die Th. ist ein insgesamt in der Ant. seltener, aber höchst prägnanter und bewußt verwendeter Architekturtypus. Baukonzepte ebenso wie Detailformen erfuhren hierbei keine kanonische Ausprägung; auch die Funktionen der Th. waren weitgespannt: Kultbau; He…
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