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Your search for 'dc_creator:( "Hurschmann, Rolf" ) OR dc_contributor:( "Hurschmann, Rolf" )' returned 268 results. Modify search

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Lacerna

(155 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Fransenbesetzter (schol. Pers. 1,54), offener Mantel, eine Sonderform des sagum , wahrscheinlich im 1. Jh.v.Chr. eingeführt (erstmalige Erwähnung Cic. Phil. 2,30,76); diente zunächst als Soldatenmantel, den in der Dichtung auch mythische Könige und Heroen tragen konnten (z.B. Ov. fast. 2,743-747; Prop. 4,3,18). Die L. wurde schon bald zu einem Gewand des Alltags und war im 1. Jh.n.Chr. beliebt. Anfangs aus grober Wolle, verwandte man auch leichte Stoffe, die purpurn oder…

Klismos

(96 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (κλισμός, lat. cathedra). Der K. ist ein hoher Stuhl ohne Armlehnen mit breiter, ausladender Rückenlehne, seit Homer (z.B. Il. 8,436; Od. 4,136) als Sitz der Vornehmen, Götter und Heroen belegt. In der griech. und röm. Kunst findet dies Bestätigung, aber ebenso ist er in Hausgemach-, Schulszenen und weiteren Alltagsdarstellungen oft genug zu sehen. Mitunter legen die Sitzenden aus Bequemlichkeit und zur Entspannung einen Arm auf die Rückenlehne, häufig wird das entspannte Sitzen durch Fußschemel und Sitzkissen unterstützt. Diphros; Möbel Hurschmann, Rolf (H…

Möbel

(1,353 words)

Author(s): Cholidis, Nadja (Berlin) | Veigel, Isabell (Berlin) | Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] I. Alter Orient M. lassen sich für den alten Orient seit dem 6. Jt. v.Chr. nachweisen, so im Bildnis einer weiblichen Figur aus Çatal Hüyük, die auf einem von Feliden flankierten Stuhl thront. Fundiertere Aussagen sind jedoch erst ab dem 3. Jt.v.Chr. möglich, als schriftl. Quellen hinzukommen. Von den meist aus Holz, Schilfrohr, textilem Flechtwerk oder Leder gefertigten M. ist im Vorderen Orient aufgrund des aggressiven Klimas kaum etwas erh. geblieben. Kostbare Einzelstücke konnte…

Phlyakenvasen

(160 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Noch vor dem E. des 5. Jh.v.Chr. begannen die griech. Vasenmaler, groteske Komödienszenen der Phlyakenposse darzustellen; die ca. 250 erh. Vasen bzw. Vasen-Frg. zeigen ein reiches Repertoire aus der Götter- und Heldenburleske (z.B. Zeus und Hermes beim Liebesabenteuer, Herakles beim Opfer), Mythentravestie (Oidipus und die Sphinx) und dem täglichen Leben (Bestrafung eines Diebes, Liebesszenen, Hochzeit). In Griechenland selbst sind Ph. recht selten, dagegen häufig in der apulisch…

Pilos

(165 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (πῖλος). Eigentlich Filz als Unterfutter des Helmes (Hom. Il. 10,265), der Schuhe und Kappen (Hes. erg. 542-546) und schützender Teil der Rüstung (Thuk. 4,34,4), dann auch Begriff für Decken (Hdt. 4,73 und 75) und Schuhe aus Filz (Kratinos 100 CAF), bes. aber für eine kegelförmige Kopfbedeckung (Hes. erg. 546, Anth. Pal. 6,90 und 199, vgl. Hdt. 3,12; 7,61; 62; 92 zu den Filzmitren und -tiaren der östlichen Völker), der Hälfte eines Eies ähnlich (Lykophr. 506), mitunter mit einer Schlaufe an der Spitze zum Aufhängen und Tragen an einem Finger. Den p. trugen Handwerker …

Dipylon-Maler

(254 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Attischer Vasenmaler der geom. Zeit (Spätgeom. I, Mitte 8. Jh.v.Chr.; geometrische Vasenmalerei), benannt nach dem Friedhof am Dipylon-Tor in Athen, an dem sich seine Hauptwerke fanden. Der D.-M. und die Maler seiner Werkstatt schufen ca. 20 monumentale Vasen (Kratere; Amphoren), die als Spendegefäße auf das Grab gestellt wurden (Bestattung); von diesen ist die Amphora Athen, NM 804, mit einer Höhe von 155 cm (Fuß ergänzt und daher einst vielleicht noch höher) das bekannteste Wer…

Haartracht

(2,237 words)

Author(s): Colbow, Gudrun (Lüttich) | Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] I. Alter Orient Unterschiede bestanden im Alten Orient nicht nur zw. männlichen und weiblichen, sondern auch zw. Menschen- und Götterfrisuren. Die altoriental. H. basierten gewöhnlich auf langem Haar. Mit Ausnahme von Göttinnen, die en face mit langen Locken abgebildet werden konnten, trug man bis zum 1.Jt. meist Flechtfrisuren. Männer bevorzugten Knoten-, Frauen Kranzfrisuren. Form und Größe der Knoten bzw. Kränze bildeten ein Unterscheidungsmerkmal zw. Götter- und Menschenfiguren. Kahlköpfigkeit ist als bes. Fo…

Harpaston

(176 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ἁρπαστόν, harpastum). Bezeichnung für einen kleinen, festen Ball, dann auch für ein Fangballspiel mit diesem (Poll. 9,105; Athen. 1,14f.), dem phainínda ähnlich (vgl. Clem. Al. 3,10,50 [und schol.]). Im zweiten Fall handelte es sich um ein körperbetontes Kampfspiel; Einzelheiten zum Spielverlauf sind nicht bekannt. Eine Spielpartei attackiert den gegnerischen, ballführenden Spieler und versucht, ihm den Ball abzunehmen (ἁρπάζειν, “[hastig] greifen”, “raffen”, “rauben”). Dieser ist bestrebt, seine e…

Lykurgos-Maler

(149 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Apulischer Vasenmaler des ornate style (Apulische Vasen) aus der Mitte des 4. Jh. v.Chr., Schüler des Iliupersis-Malers, benannt nach der Darstellung des ‘Wahnsinns des Lykurg auf einem Kelchkrater (London, BM Inv. F 271, [1. 415, Nr. 5, Taf. 147]). Der L. bemalte meist großflächige Gefäße (Kratere, Hydrien, Situlen), die er gerne mit myth. Themen zierte. Er entwickelte die Anwendung von räumlicher Tiefe und Perspektive weiter, verteilte seine myth. Darstellungen auf zwei oder drei E…

Tiara

(237 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (τιάρα). Kopfbedeckung vorderasiatischer Völkerschaften (Armenier, Assyrer, Saker, insbes. Perser; Hdt. 3,12; 7,61; 7,64 u.ö), turbanähnlich; daneben eine hohe, mit Sternen verzierte und aufrecht stehender Spitze versehene T., die bei den Persern nur dem König, seinen Verwandten und hohen Würdenträgern zukam (Xen. an. 2,5,23; Xen. Kyr. 8,3,13). In griech. Quellen wird die T. auch kurbasía oder kíd(t)aris genannt (z. B. Aristoph. Av. 487). Die T. als Kopfbedeckung vornehmer Orientalen war auch in röm. Zeit üblich (Suet. Nero 13; Paus.…

Lomentum

(135 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] [1] Kosmetikum Aus Bohnenmehl (Plin. nat. 18,117) hergestelltes Kosmetikum (Kosmetik), von den Römerinnen dazu verwandt, Hautfalten zu verdecken und zu glätten (Mart. 3,42; 14,60); mit dem Zusatz von in der Sonne getrockneten und zerriebenen Schnecken (Plin. nat. 30,127) machte l. die Haut weich und weiß. Ferner diente l. als Heilmittel bes. bei Geschwüren, Brandwunden oder Geschwulsten (Plin. nat. 20,127; 22,141). Hurschmann, Rolf (Hamburg) [English version] [2] Zwei Sorten blauer Farbe Zwei Sorten blauer Farbe, die aus dem “Himmelblau” ( caeruleum, vgl. […

Abolla

(191 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg) | Manganaro, Giacomo (Sant' Agata li Battiata)
[English version] [1] röm. Mantel Röm. Mantel von unbekannter Form, der aus lit. Quellen bekannt ist, sich aber auf Denkmälern nicht mit Sicherheit nachweisen läßt. Die A. wird als Bauern- und Kriegsgewand der Toga gegenübergestellt (Non. 538,16) und bei Satirikern auch als Mantel der kynischen und stoischen Philosophen bezeichnet (Mart. 4,53; Iuv. 3,115). Offensichtlich war die A. im Aussehen und in der Tragweise der Chlamys (Serv. Verg. Aen. 5,421) ähnlich. Möglicherweise ist A. eine allg. Bezeichnung für den Schultermantel (vgl. Iuv. 4,76, als Mantel des praefectus urbi erwähn…

Mastix

(229 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (μαστίχη, lat. mastiche, mastix). Wohlriechendes Harz des M.-Baumes ( schínos; Pistacia lentiscus L.) und des aus den Beeren gewonnenen Öles. Name wohl von masásthai, “kauen”, da man das Harz wegen seines guten Geschmackes und seiner Härte zur Zahnpflege und Bekämpfung von Mundgeruch gerne kaute, wie man auch Stäbchen aus M.-Holz als Zahnstocher gebrauchte. Der immergrüne, niedrige M.-Baum (und -Strauch) wurde im ganzen Mittelmeergebiet angepflanzt und kultiviert, doch war sein Harz nicht überall von Q…

Fimbriae

(142 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (κροσσοί, krossoí; θύσανοι thýsanoi). Eigentlich die am Stoffrand stehengelassenen Fadenenden, die - mehrere zusammengeknotet oder einzeln hängend - Stoffe aller Art wie Tücher, Decken, Gewänder verzierten. Sie konnten auch gesondert gearbeitet und angenäht sein. So werden z.B. das ταραντῖνον ( tarantínon), ein Luxusgewand, oder die rica, ein röm. Kopftuch, ausdrücklich als mit f. besetzt definiert (Fest. 288,10; Non. 549,9). Bereits die oriental. und ägypt. Gewänder weisen f. auf; ebenso sind sie in der griech., etrusk. und röm. Kunst dargeste…

Zeira

(93 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (ζειρά). Ein weiter, bis auf die Füße reichender und in der Mitte gegürteter bunter Mantel der Araber (Hdt. 7,69) und Thraker (Hdt. 7,75), der gegen Kälte schützte und im Unterschied zur chlamýs lang genug war, um beim Reiten die Füße warmzuhalten (Xen. an. 7,4,4). Auf den Thrakerdarstellungen der att. Vasenmalerei hat man ihn aufgrund seiner Länge und der ornamentalen Verzierungen identifiziert. Hurschmann, Rolf Bibliography W. Raeck, Zum Barbarenbild in der Kunst Athens, 1981, 69-72  I. Mader, Thrakische Reiter auf dem Fries des Parthenon?, in: F. Blakolmer …

Schmuck

(2,552 words)

Author(s): Rehm, Ellen | Niemeyer, Hans Georg | Hurschmann, Rolf
Material und Motive weisen darauf hin, daß Sch. in der Ant. als übelabwehrend oder glückbringend gelten konnte. Neben Männern, Frauen und Kindern schmückte man auch die Götterbilder. Häufig fand Sch. auch Verwendung als Grabbeigabe. [English version] I. Vorderer Orient Perlen aus Muschel und Knochen (später auch Holz) finden sich seit dem 7./6. Jt. v. Chr. immer wieder in Gräbern. Aus der Mitte des 3. Jt. v. Chr. ist aus dem Vorderen Orient Gold- und Silber-Sch., teilweise mit eingelegten Halbedelsteinen, in vielfältigen Formen bekan…

Herd

(621 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ἐσχάρα, ἑστία, focus, ara, lar, vgl. auch Altar). Bei Griechen und Römern genießen H. und H.-Feuer bes. Verehrung (Hestia, Lares, Penates, Vesta, Feuer), da an ihm die Hausgötter Kult und Sitz hatten. Zudem war er die zentrale Stelle im Haus, an dem die Familie sich zum Mahle treffen konnte, ferner Licht- und Wärmequelle; von daher kann H. zu einem Synonym für Haus werden. Bei der Hochzeit (Hochzeitsbräuche) wird die in das Haus des Bräutigams geführte Braut um den H. geleitet und mit den katachýsmata überschüttet, vgl. die amphidrómia des neugeborenen Kindes (Ari…

Sakkos

(136 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (σάκκος). Eine geschlossene Haube, die sich insbesondere im 5. und 4. Jh. v. Chr. als Kopfbedeckung griech. Frauen großer Beliebtheit erfreute. Der s. wurde nach Ausweis der Vasenbilder und Grabreliefs der attischen Kunst vorwiegend von Dienerinnen getragen, dagegen konnte er in der unterital. Kunst als Kopfbedeckung jeder Frau dargestellt werden. Sákkoi hatten vielfach auf der Kalotte eine Schlaufe zum Aufhängen, dazu herabhängende Troddeln; manche s. waren unverziert oder mit einfachen Strichen versehen, andere dagegen mit einer reichen Or…

Acerra

(82 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Weihrauchbehälter, pyxís (πυξίς, κυλιχνίς, λιβανωτίς). Das auf den gr. Denkmälern runde (vgl. Seitenwange des Ludovisischen Throns [1. Abb. 118]) und im röm. oft rechteckige und reich dekorierte Kästchen (z. B. an der Ara Pacis) diente zur Entnahme des Weihrauchs während der Opferzeremonie, zu deren notwendigen Geräten es zählte (Suet. Tib. 44; Galba 8; Plin. nat. 35,70). turibulum Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography 1 R. Lullies, Gr. Plastik, 1979. F. Fless, Opferdiener und Kultmusiker auf stadtröm. histor. Reliefs, 1995, 16-19, 21.

Hausrat

(1,455 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (griech. τὰ ἔπιπλα, ἡ σκευή; lat. supellex, instrumentum). H. umfaßt die Gegenstände, die man zum täglichen Leben braucht und die den Hauptteil der beweglichen Habe ausmachen; dazu gehören in erster Linie Möbel, Koch- und Küchengeschirr, Beleuchtungsgerät, Teppiche, Decken, im weiteren Sinn auch Schmuck und Kleidung, ferner nach heutigem Verständnis Teile aus dem Bereich der Immobilien, z.B. die Türen und Dachziegel des Hauses. Daneben sind diejenigen Gegenstände als H. anzuführen, die …
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