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Wiege

(174 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (λίκνον/ líknon, σκάφη/ skáphē; lat. cunae, cunabula, N. Pl.). Als W. nutzte man das líknon, eigentlich “Getreideschwinge” (Hom. h. 4,150; 254; 290; 358; [1. 298, Abb. 285]; vgl. Kall. h. 1,48). Als zweite Form der W. diente ein wannenähnliches Behältnis (Soph. TrGF IV, 385; Athen. 13,606f; 607a; skáphē ). Einkerbungen oder kleine Streben an der Rahmung der W. dienten vielfach zum Befestigen von Stricken. Quer über die W. konnten Sicherungsgurte gezogen werden. Mitunter konnten in ihnen zwei Kinder Platz fi…

Ohrschmuck

(860 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] I. Alter Orient s. Schmuck Hurschmann, Rolf (Hamburg) [English version] II. Klassische Antike Im griech. Mythos wird O. (ἐνώτια/ enṓtia, ἐνωτάρια/ enōtária, ἐνωτίδιον/ enōtídion, lat. inaures) nur selten erwähnt (Hom. Il. 14,183; Hom. Od. 18,298; Hom. h. ad Venerem 8), doch belegen zahlreiche Funde und Darstellungen, daß O. bereits in frühen Zeiten zum Schmuck von Männern (Hom. Od. 18,298) und Frauen gehörte. In der klass. Zeit und später galt das Tragen von O. bei Männern als ein Kennzeichen von Verweic…

Keroma

(79 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (κήρωμα, ceroma). Im medizinischen Sinn ein Umschlag, Hippokr. Acut. 8 (Bd. 2, p. 424) oder eine Salbe (Mart. 4,4,10). In der röm. Kaiserzeit bezeichnet k. ein gewachstes Täfelchen, ferner den lehmigen, wachsfarbenen Untergrund für einen Ringplatz, der den Körper oder Nacken der Athleten beschmutzt (Iuv. 3, 68); davon ging der Begriff K. auf den damit bedeckten Ringplatz bzw. die -anstalt über (Plin. nat. 30,5). Auch erhielten die dort Beschäftigten den Namen kērōmatistaí. Hurschmann, Rolf (Hamburg)

Bart

(616 words)

Author(s): Colbow, Gudrun (Lüttich) | Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] I. Alter Orient Erwachsene Männer sind im Alten Orient meist bärtig dargestellt, doch können sie wie Götter und Dämonen auch bartlos auftreten, ohne daß uns eine unterschiedliche Bedeutung erkennbar wäre. Die Barttracht bestand aus einem langen oder kurzen Vollbart mit oder ohne ausrasierte Lippenpartie. Der kurze B. schließt unten halbrund oder spitz ab, der lange B. gerade oder halbrund; die auf die Brust fallenden, gewellten Haarsträhnen enden meist in Locken, die bei gestuften F…

Trauerkleidung

(246 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] T. gehörte zuerst in den persönlichen Bereich von Familie und Freundeskreis, doch konnte sie auch öffentliche Trauer begleiten. Bei Homer tragen nur die trauernden Göttinnen einen dunklen Schleier (Hom. Il. 24,93 f.; Hom. h. 2,42). Die von Homer beschriebene Ges. begnügte sich damit, Kleidung mit Staub und Asche zu beschmutzen oder zu zerreißen (Hom. Il. 18,22 f.; 23,40 f.; 24,640; 28,25). Diese Verhaltensformen wurden in histor. Zeit von Griechen und Römern beibehalten (z. B. Pl…

Calener Vasen

(132 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Sammelbegriff für unterital. Schwarzfirnisware (Reliefkeramik), geläufig von der 2. H. des 4.Jh. bis ins 2.Jh. v.Chr. Die Bezeichnung C.V. (Askoi, Schalen, Omphalosphialen, Gutti) hat sich für diese Gefäßgruppe eingebürgert, doch ist sicher, daß sie auch in anderen Regionen (Paestum, Sizilien, Tarent) produziert wurde. Bekannt sind v.a. Schalen mit Medaillons in mittelhohem Relief (“Arethusa-Schalen”), deren Herkunft durch Formschalen und Werkstattsignaturen aus Cales (Calenos) b…

Windel

(132 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (σπάργανον/ spárganon; lat. incunabula). W. in der heutigen Form kannte die Ant. nicht; statt dessen wurde das Kleinkind mit schmalen Wollstreifen vollständig - mit Ausnahme des Kopfes - umhüllt. Die Einhüllung sollte für einen geraden Bau des Körpers und der Gliedmaßen sorgen (Sen. benef. 6,24,1, vgl. Plin. nat. 7,3). In Thessalien hüllte man nur die untere Hälfte des Kindes ein, in Sparta verzichtete man ganz auf W. (Plut. Lykurgos 16,3). Darstellungen von Wickelkindern sind seit …

Konopion

(64 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (τὸ κωνώπιον, lat. conopium, conopeum). Urspr. war das K. ein Schlafnetz zum Schutz gegen Mücken, Fliegen usw. (Anth. Pal. 9,764; Prop. 3,11,45), wozu nach Hdt. 2,95 die Ägypter sogar ihre Fischernetze nahmen; dann in vielfältiger Verwendung benutzter Begriff für Sänfte und Ruhebett (über das ma. canapeum zu “Kanapee”). Man nannte auch eine Wiege conopeum. Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography Lit.: s. Ruhebett.

Mazonomon

(74 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (μαζονόμον, μαζονόμιον, lat. mazonomus), aus μάζα/ máza (“Gerstenbrot”) und νέμω/ némō (“zuteilen”). Urspr. ein Teller aus Holz, um Gerstenbrot zu reichen (vgl. Athen. 5,202c), auch als Trageschüssel aus Bronze und Gold erwähnt (Athen. 4,149a; 5,197f); dann große Servierplatte für Geflügel (Hor. sat. 2,8,86; Varro rust. 3,4,3), die von den Scholiasten mit der röm. lanx gleichgesetzt wird (Porph. Hor. sat. 2,8,86). In der Kunst ist das m. nicht sicher nachgewiesen. Hurschmann, Rolf (Hamburg)

Peuketische Vasen

(185 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Gattung indigener Keramik, benannt nach dem ant. Peuketia, der Landschaft des östlichen Apennin zw. Bari und Egnazia (Peucetii). Die P.V. setzen mit dem beginnenden 7. Jh.v.Chr. ein und tragen zunächst eine von geom. Mustern geprägte Dekoration (Swastika, Rauten, waagerechte und senkrechte Linien), die bes. in der spätgeom. Phase (vor 600 v.Chr.) ein enges ornamentales Raster bildet. Leitformen der P.V. sind Krater, Amphora, Kantharos und Stamnos; seltener sind Schalen. Die zweit…

Pluteus

(198 words)

Author(s): Groß, Walter Hatto (Hamburg) | Hurschmann, Rolf (Hamburg)
(auch pluteum). Die Grundbed., aus Brettern oder Geflecht hergestellte Umzäunung, Schirm oder Schutzdach, fächert sich in verschiedene Gegenstände auf: [English version] [1] Brustwehr Als mil. t.t. eine besondere Brustwehr der testudo (Vitr. 10,15,1; vgl. Poliorketik). Groß, Walter Hatto (Hamburg) [English version] [2] Holzgitter Ein Holzgitter (Liv. 10,38,5) oder sogar ein Holztempelchen (Anth. Lat. 139, 158). Groß, Walter Hatto (Hamburg) [English version] [3] Brüstung Als architektonischer t.t. Schranken bzw. Brüstungen aus Holz oder Stein (Vitr. 4,4,1; 5,1,5 u.ö.). Gr…

Rudis

(102 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] [1] Dünner Stab Dünner Stab, Löffel zum Umrühren von Speisen, Arzneimitteln u. a. (griech. κύκηθρον/ kýkēthron, Aristoph. Pax 654), in kleiner Form rudicula (Plin. nat. 34,176) genannt, meist aus Holz, seltener aus Eisen gefertigt (Plin. nat. 34,170). Hurschmann, Rolf (Hamburg) [English version] [2] Degen aus Holz Stock, Degen aus Holz für die Fechtübungen der Soldaten und Gladiatoren. Daneben diente die r. als Abzeichen des lanista , um streitende Gladiatoren zu trennen oder ihren Kampf zu ordnen. Ausgediente Gladiatoren erhielten die r., wenn sie sich zur …

Geneleos

(218 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Bildhauer der archa. Zeit, berühmt durch die mit seiner Signatur versehene Familiengruppe im Heraion von Samos (560/550 v.Chr.). Die Gruppe besteht aus der gelagerten Stifterfigur ...ιλάρχος, drei stehenden Mädchen (unbekannter Name, Philippe, Ornithe), den Fragmenten einer Jünglingsfigur und der thronenden Mutter Phileia; bis auf Ornithe (Berlin, SM, Inv. 1739) befinden sich die anderen auf Samos (Vathy, Mus. Inv. 768). G. erweist sich als Meister der ion. Bildhauerei aufgrund d…

Tisch

(418 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (lat. mensa, auch cartibum, cartibulum; griech. τράπεζα/ trápeza, τρίπους/ trípus oder τετράπους/ tetrápus). Die griech. und röm. Ant. überl. drei T.-Formen: rechteckig mit drei oder vier Beinen, rund mit einer zentralen Stütze oder drei Beinen und langrechteckig mit zwei an den Enden des Rechtecks befindlichen Stützen; letztere Variante wurde v. a. in Gartenanlagen aufgestellt und war aus Marmor, wobei die Außenseiten der Stützen vielfach mit Reliefs versehen wurden. Die übrigen T.-Formen w…

Lampe

(641 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] L. als Behälter für das brennbare Öl und Halter des Dochtes sind, ihrer Verwendung entsprechend, allgegenwärtige Funde aus der Ant., sofern sie aus Ton sind; weniger zahlreich sind L. aus Br., Marmor und Gips. Als Grundform der L. diente die Steinschale, die bereits in der Altsteinzeit als L. genutzt wurde. Frühe L. aus Ton folgen dieser Grundform; sie sind auf der Töpferscheibe gedreht, besitzen einen zur Mitte hin umgeknickten Rand und sind ein- oder mehrfach eingeknickt, um de…

Toga

(470 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Die von den Etruskern übernommene t. war das offizielle Gewand des röm. Bürgers, das er in der Öffentlichkeit trug und das Nicht-Römern verboten war (Suet. Claud. 15,3; gens togata: Verg. Aen. 1,282). Die wollene t. wurde urspr. auf dem unbekleideten Oberkörper und dem den Unterleib bedeckenden subligaculum , später über der tunica angelegt. Die gewöhnliche t. des einfachen röm. Bürgers war weiß ( t. pura, t. virilis). Daneben gab es die t. praetexta mit purpurfarbenen Randstreifen ( clavi; Statussymbole), die von curulischen Beamten, den Flamines Dialis und Martia…

Thron

(558 words)

Author(s): Nissen, Hans Jörg | Niemeyer, Hans Georg | Hurschmann, Rolf
[English version] I. Alter Orient und Ägypten Zeremoniell ausgestaltetes Sitzmöbel für Götter und Herrscher mit erhöhter Rücklehne, oft mit Armlehnen. Die Seitenteile waren häufig als Tiere bzw. Tierprotomen gestaltet; auch die Stuhlbeine waren in Form von Tierbeinen ausgearbeitet. Abgesehen von wenigen Frg. in Stein waren wohl die meisten Th. aus Holz gefertigt und sind daher im vorderasiatischen Bereich nicht erh., jedoch aus zahlreichen Abb. bekannt. Th. waren verm. meist mit metallenen (Gold) oder …

Lasimos-Krater

(101 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Ein vom späten 18. bis zum frühen 20. Jh. aufgrund seiner Inschr., die einen weiteren unterital. Vasenmaler nennt, vielzitierter Volutenkrater (Paris, LV, Inv. K 66 [N 3147], [1]). Man diskutierte in der damaligen Forsch. die Schriftform der Buchstaben und die künstlerische Einordnung des angeblichen Vasenmalers Lasimos. Erst die neuere Forschung erwies die Inschr. als rezente Beifügung. Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography 1 Trendall/Cambitoglou, 914, Nr. 36. S. Reinach, Peintures de vases antiques recueillés par Millin (1813) et Millingen…

Dareios-Maler

(153 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Apulischer Vasenmaler der Zeit um 340/320 v.Chr., benannt nach der Hauptgestalt der Perservase. Auf seinen z.T. monumentalen Gefäßen (Volutenkratere, Lutrophoroi, Amphoren u.a.) behandelt er überwiegend Szenarien der klass. Tragödie (Euripides) bzw. Themen des griech. Mythos; davon sind einige nur in seinem Œuvre belegt. Andere Vasen zeigen Hochzeits-, Frauen-, Erosszenen und dionysische Motive, seltener sepulkrale Darstellungen (Naiskosvasen). Bemerkenswert ist seine Neigung, Personen und Darstellungen inschr. zu benennen ( Persai, Patroklu Táp…

Unterweltsvasen

(142 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] Gefäße (v. a. Volutenkratere) der apulischen rf. Vasenmalerei mit Darstellungen der Unterwelt; man findet das Götterpaar Hades und Persephone, mitunter in einer Palastarchitektur thronend, oft mit Hermes. Weiter können auch anwesend sein: Hekate, Dike [1], Totenrichter (Triptolemos, Aiakos, Rhadamanthys), Orpheus und Eurydike [1], Herakles [1], der den Kerberos bändigt, Megara [1] mit ihren Kindern. Daneben treten myth. Frevler und Büßer auf, wie Danaiden (Danaos), Sisyphos, Tant…

Peniculus

(65 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (auch penicillum). Staubwedel, ein Stab mit dem haarigen Ende eines Tierschwanzes (Paul. Fest. 208; 231 M.), mit dem man Tische abwischte (Plaut. Men. 77f.), Schuhe putzte (Plaut. ebd. 391) oder landwirtschaftliche Geräte und Gefäße reinigte (Colum. 12,18,5). Der p. diente ferner als Pinsel zum Tünchen der Wände (Plin. nat. 28,235) und als Malpinsel (Plin. nat. 35,60f.; 103; 149). Hurschmann, Rolf (Hamburg)

Coae Vestes

(157 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Prachtgewänder (Kleidung) von der Insel Kos, die den Körper wie entblößt durchscheinen ließen. Sie waren schon Aristoteles (hist. an. 5,19; vgl. Plin. nat. 4,62) bekannt und werden dann bes. in der röm. Kaiserzeit erwähnt. Die C.V. galten als Luxusgewänder der Lebedamen (z.B. Hor. sat. 1,2,101; Tib. 2,3,57), sie wurden jedoch auch von Männern als leichte Sommerkleidung getragen. Man rühmte u.a. ihren Glanz, die Purpurfarbe und Verzierungen mit Goldfäden. Das Gewebe wurde aus der …

Chiton

(442 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (χιτών). Griech. Untergewand, urspr. aus Leinen, dann aus Wolle, wohl semit. Ursprungs (Kleidung). Die häufigen Erwähnungen bei Homer (z.B. Il. 2,42; 262; 416; 3,359; Od. 14,72; 19,242) zeigen, daß der Ch. schon recht früh Bestandteil der griech. Tracht war und bevorzugt von Männern getragen wurde. In der Frauentracht kam der Ch. während der 1. H. des 6.Jh. v.Chr. in Mode und löste später den Peplos ab (Vasenbilder, plastische Werke). Der Ch. besteht aus zwei rechteckig gewebten Stoffbahnen ( ptéryges, Flügel) von 150 bis 180 cm Breite und unterschiedliche…

Schloß, Schlüssel

(727 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf | Pingel, Volker
[English version] I. Klassische Antike (Schloß: κλεῖθρον/ kleíthron oder κλεῖστρον/ kleístron, βαλανάγρα/ balanágra; vgl. lat. claustrum/ claustra; Riegel: μοχλός/ mochlós; Schlüssel: κλεῖς/ kleís, κλειδίον/ kleidíon; lat. clavis). Neben der Verriegelung einer Tür oder eines Tores durch einen Balken wurde in der griech.-röm. Ant. ein System angewandt, das bereits bei Hom. Od. 21,6 f.; 46-50 beschrieben ist und noch in röm. Zeit gebräuchlich war: Mit einem Strick wurde ein mit Höckern versehener Riegel von außen in seine …

Recta

(97 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Der röm. Knabe trug beim erstmaligen Anlegen der toga virilis als Untergewand die ( tunica) recta, die bei Ritter- und Senatorensöhnen mit dem Rangabzeichen ( latus clavus) versehen war. R. oder regilla hieß die lange, weiße tunica mit engen oberen Ärmeln der röm. Braut, die sie am Vorabend der Hochzeit anzog, in der sie schlief und die sie am Hochzeitstag trug (Plin. nat. 8,194). Kleidung; Toga Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography Blümner, PrAlt., 336, 350 f.  C. M. Wilson, The Clothing of the Ancient Romans, 1938, 138-145  D. Balsdon, Die Frau in der röm. Ant.…

Trabea

(213 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf | Schmidt, Peter Lebrecht
[English version] [1] festliche Form der Toga Röm. Kleidungsstück, festliche Form der toga , die sich nur durch die Farbe von ihr unterschied. Sie war purpurrot gefärbt, mit scharlachroten oder weißen Streifen ( clavi) besetzt und wurde bei offiziellen Anlässen von den Rittern und Saliern ( Salii [2]) getragen. Ursprünglich war sie die Tracht der röm. Könige und wurde dann von den Consuln übernommen, die sie aber nur bei bes. Anlässen (z. B. Öffnung des Ianustempels) trugen. Weitere Träger der t. waren in der Frühzeit die Auguren, die Flamines Dialis und Martialis (“Iupiter-” und “M…

Ballspiele

(552 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (σφαιρίσεις, pilae lusus). Bereits die homer. Gesellschaft erfreute sich an B. (Hom. Od. 6,110-118; 8,372-380), die auch in Zukunft von Personen aller sozialen Schichten (Athen. 1,14e, 15c; 12,548b; Plut. Alexander 39,5; Cic. Tusc. 5,60) und Altersgruppen ausgeübt wurden. Viele B. haben die Römer von den Griechen übernommen. Einige waren Mannschaftsspiele wie Harpaston oder ἐπίσκυρος, epískyros (Poll. 9,103f.; schol. Plat. Tht. 146 u.a.), bei dem die gegnerische Partei durch Weitwürfe allmählich aus dem Feld gedrängt wurde, vielleic…

Vorhang

(123 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (παραπέτασμα/ parapétasma, προκάλυμμα/ prokálymma, αὐλαία/ aulaía; lat. velum, aulaea). In griech. und röm. Zelten (Athen. 12,538d), Häusern, Palästen, vereinzelt auch in Tempeln (Lk 23,45; vgl. Paus. 5,12,4), waren V. an Türen, Fenstern (Iuv. 9,105), als Wanddekoration (Iuv. 6,227) und an den Interkolumnien der Atrien und Peristyle angebracht; sie dienten zum Abhalten von Regen oder Sonne (Ov. met. 10,595). Darstellungen solcher V. sind aus der griech. und röm. Kunst bekannt (z. B. die parapétasma-Darstellungen auf röm. Relief-Sarkophagen) und in o…

Kopfbedeckungen

(409 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] spielen in Mythos und Gesch. nur eine geringe Rolle. Zu erwähnen ist die Tarnkappe des Hades, derer Athena sich bedient (κυνέη Ἄϊδος/ kynéē Áïdos, Hom. Il. 5,844 f.) und die sie dann an Perseus [1] weitergibt. Midas verbirgt seine Eselsohren unter einem Turban (Tiara), Ov. met. 11,180 f. Eine K. (Pilleus) wird Lucumo (Tarquinius [11] Priscus) von einem Adler weggenommen und wieder gebracht, worin man ein günstiges Omen für die Zukunft sieht, Liv. 1,34; ein Wind weht Alexandros [4] d.Gr. die Kausia vom Kopf (Arr. an. 7,22,2 f.). Im Alltag gingen griech. und röm. M…

Owl-Pillar-Gruppe

(153 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Nach einem ihrer Motive (stehende Eule auf Säule bzw. Pfeiler) benannte rf. kampanische Vasengruppe aus dem 2. und 3. Viertel des 5. Jh.v.Chr. Keramische Leitform ist die attische (“nolanische”) Amphora (Gefäßformen, Abb. A 5), ungleich seltener sind Kalpis (Gefäßformen, Abb. B 12), Krater und Kanne. In der Übernahme der besonderen Amphoren- und Kalpisform wie auch im Stil versuchen die Maler der O., die zeitgleichen att. Vasenmaler zu imitieren; hinzu kommt die auf den “nolanisc…

Apulische Vasen

(429 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Führende Gattung der rf. unteritalischen Vasenmalerei, ca. 430 - ca. 300 v. Chr., mit Produktionszentrum Tarent. Man unterteilt die a.V. in plain- und ornate-style, wobei in ersterem bei weitgehendem Verzicht auf Zusatzfarben vornehmlich Glocken-, Kolonettenkratere und kleinere Gefäßtypen mit einfachem Dekor und Kompositionen von einer bis vier Personen versehen werden (Sisyphos-, Tarporley-Maler). Myth. Themen bilden einen Schwerpunkt, daneben die Darstellung von Frauenköpfen, Kriegern (Kampf- und Abs…

Pedum

(246 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg) | Uggeri, Giovanni (Florenz)
[English version] [1] Armlanger Stock (lat. für καλαῦροψ/ kalaúrops, κορύνη/ korýnē, λαγωβόλον/ lagōbólon, ῥάβδος καμπύλη/ rhábdos kampýlē, ῥόπαλον/ rhópalon, “Hasenholz”). Armlanger, knotiger Stock mit gekrümmtem Ende; letzteres konnte auch verziert sein (Verg. ecl. 5,888-892). Das p. war der Hirtenstab (z.B. Anth. Pal. 6,177; Theokr. 7,43), daneben diente es den Jägern als Wurfholz bes. bei der Hasenjagd (Anth. Pal. 6,188; 296). Von daher ist das p. in Darstellungen der Lit. und der Kunst Attribut von myth. Jägern wie Aktaion, den Kentauren und Orion, fern…

Armschmuck

(297 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Bereits in den alten Kulturen des Vorderen Orients und Ägyptens war das Tragen von A. üblich (Schmuck). Im ägäischen Bereich sind Beispiele aus frühkykladischer Zeit, der min. und myk. Epoche bekannt. Man trug A. am Unterarm, oberhalb des Handgelenks oder am Oberarm, wobei A. des öfteren an beiden Armen, bzw. Unter- und Oberarmen gleichzeitig getragen wurde. Als Grundform diente ein Reif, der für Verzierungen und Inschr. ausreichend Platz bot und entweder völlig geschlossen oder …

Simpuvium

(81 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] ( simpulum, simpuium). Schöpfkelle mit kurzem Stiel der röm. Priester und Vestalinnen, meist aus Ton (Plin. nat. 35,158); sie diente dazu, den für das Opfer (mit Abb.) benötigten Wein auf die Opferschale zu gießen. S. sind verschiedentlich auf Mz. und Reliefs dargestellt. Im Alltag wurde das s. durch den langstieligen griech. kýathos ersetzt (Varro ling. 5,124). Hurschmann, Rolf Bibliography E. Zwierlein-Diehl, Simpuvium Numae, in: H. A. Cahn (Hrsg.), Tainia. FS R. Hampe 1980, 405-422 (ebd. Anm. 58 und 69 zur Wortform simpuium).

Paludamentum

(256 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Rechteckig geschnittener, meist purpurner, aber auch roter oder weißer röm. Umhang aus Leinen oder Wolle, der der griech. Chlamys entsprach; ungewöhnlich dagegen das goldurchwirkte P. der Agrippina (Plin. nat. 33,63). Das P. wurde zunächst nur von röm. Feldherren und höheren Offizieren getragen; es avancierte in der Kaiserzeit zu einem Insigne kaiserlicher Herrschaftsgewalt. Das P. gehörte zur Kriegstracht des Feldherren bzw. Kaisers (vgl. Varro ling. 7,37) und durfte nicht inner…

Beleuchtung

(642 words)

Author(s): Sievertsen, Uwe (Tübingen) | Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] I. Vorderer Orient und Ägypten Vorderer Orient: Die B. der Räume war im allg. gedämpft; an Außenwänden fanden sich gewöhnlich nur hochliegende Fenster, belegt vornehmlich durch Architekturdarstellungen, selten im Original. Bei Räumen an Höfen genügte vermutlich durch Türen einfallendes Licht. Innenliegende Räume speziell größerer Architekturkomplexe erforderten bes. B. mittels verschiedener Dachhöhen und hochgelegener Wandöffnungen oder durch verschließbare Oberlichter in den Decken. …

Latrunculorum ludus

(217 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Das Spiel, bei dem es darauf ankam, dem Gegner alle Steine durch geschicktes Setzen der eigenen zu schlagen, hat seinen Namen von lat. latro (“Söldner”, später auch “Bandit”); der Sieger erhielt den Titel Imperator (vgl. dazu SHA Proculus 13,2). Der Spielverlauf ist nicht völlig geklärt, doch aus den lit. Quellen (Varro ling. 10,22; Ov. ars 3,357f., vgl. 2,207; Sen. de tranquillitate animi 14,7; Laus Pisonis 190-208) ergibt sich ein ungefähres Bild: L.l. wurde von zwei Partnern an einem schachbrettähnlichem Spielbrett gespielt, das normalerweise 8 ×…

Python

(1,046 words)

Author(s): Junk, Tim (Kiel) | Zimmermann, Bernhard (Freiburg) | Engels, Johannes (Köln) | Schmitt, Hatto H. (München) | Hurschmann, Rolf (Hamburg) | Et al.
(Πύθων). [English version] [1] Von Apollon bei Delphi getöteter Drache Ein ungeheurer Drache, den Apollon bei Delphoi mit seinen Pfeilen tötet. Die älteste Fassung der Gesch. bietet Hom. h. 3,300-374: Apollon besiegt eine Drachin, die in der Nähe von Delphoi ihr Unwesen treibt und der Hera ihren Sohn Typhon in Obhut gegeben hat. Nach ihrem verfaulenden (πύθεσθαι/ pýthesthai) Leichnam erhalten der Ort und der Gott den Beinamen Pythṓ (vgl. auch den Namen der delphischen Seherin Pythía [1]). Nach Eur. Iph. T. 1245-1252 ist der Drache männlich und bew…

Kampanische Vasenmalerei

(579 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] In der k.V. des 5.-4. Jh. v.Chr. sind die Gefäße aus einem hellbräunlichen Ton hergestellt, häufig wird die Oberfläche mit einem rosafarbenen bis roten Überzug versehen. Allg. bevorzugen die Maler kleinere Gefäßtypen, daneben als Leitform die Bügelhenkelamphora, ferner Hydrien und Glockenkratere, nur selten erscheint die Pelike (Gefäße, Gefäßformen mit Abb.). Die für die apulische Vasenmalerei charakteristischen Voluten- und Kolonettenkratere, Lutrophoren, Rhyta oder Nestoriden f…

Hirschfeld-Maler

(210 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Att. Vasenmaler der geom. Zeit (Spätgeom. I b, nach 750 v.Chr.; geometrische Vasenmalerei), benannt nach Gustav Hirschfeld (1847-1897), der das 1870 ausgegrabene Hauptwerk, den sog. Hirschfeldkrater (Athen, NM Inv. Nr. 990), erstmalig beschrieb [1; 2]. Der H. und seine Werkstatt standen in der Nachfolge des Dipylon-Malers und stellten vorzugsweise monumentale Kratere her, von denen insbes. der eponyme Krater und ein weiterer in New York (MMA Inv. Nr. 14.130. 14) aufgrund der darg…

Lacerna

(155 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Fransenbesetzter (schol. Pers. 1,54), offener Mantel, eine Sonderform des sagum , wahrscheinlich im 1. Jh.v.Chr. eingeführt (erstmalige Erwähnung Cic. Phil. 2,30,76); diente zunächst als Soldatenmantel, den in der Dichtung auch mythische Könige und Heroen tragen konnten (z.B. Ov. fast. 2,743-747; Prop. 4,3,18). Die L. wurde schon bald zu einem Gewand des Alltags und war im 1. Jh.n.Chr. beliebt. Anfangs aus grober Wolle, verwandte man auch leichte Stoffe, die purpurn oder…

Klismos

(96 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (κλισμός, lat. cathedra). Der K. ist ein hoher Stuhl ohne Armlehnen mit breiter, ausladender Rückenlehne, seit Homer (z.B. Il. 8,436; Od. 4,136) als Sitz der Vornehmen, Götter und Heroen belegt. In der griech. und röm. Kunst findet dies Bestätigung, aber ebenso ist er in Hausgemach-, Schulszenen und weiteren Alltagsdarstellungen oft genug zu sehen. Mitunter legen die Sitzenden aus Bequemlichkeit und zur Entspannung einen Arm auf die Rückenlehne, häufig wird das entspannte Sitzen durch Fußschemel und Sitzkissen unterstützt. Diphros; Möbel Hurschmann, Rolf (H…

Möbel

(1,353 words)

Author(s): Cholidis, Nadja (Berlin) | Veigel, Isabell (Berlin) | Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] I. Alter Orient M. lassen sich für den alten Orient seit dem 6. Jt. v.Chr. nachweisen, so im Bildnis einer weiblichen Figur aus Çatal Hüyük, die auf einem von Feliden flankierten Stuhl thront. Fundiertere Aussagen sind jedoch erst ab dem 3. Jt.v.Chr. möglich, als schriftl. Quellen hinzukommen. Von den meist aus Holz, Schilfrohr, textilem Flechtwerk oder Leder gefertigten M. ist im Vorderen Orient aufgrund des aggressiven Klimas kaum etwas erh. geblieben. Kostbare Einzelstücke konnte…

Phlyakenvasen

(160 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Noch vor dem E. des 5. Jh.v.Chr. begannen die griech. Vasenmaler, groteske Komödienszenen der Phlyakenposse darzustellen; die ca. 250 erh. Vasen bzw. Vasen-Frg. zeigen ein reiches Repertoire aus der Götter- und Heldenburleske (z.B. Zeus und Hermes beim Liebesabenteuer, Herakles beim Opfer), Mythentravestie (Oidipus und die Sphinx) und dem täglichen Leben (Bestrafung eines Diebes, Liebesszenen, Hochzeit). In Griechenland selbst sind Ph. recht selten, dagegen häufig in der apulisch…

Pilos

(165 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (πῖλος). Eigentlich Filz als Unterfutter des Helmes (Hom. Il. 10,265), der Schuhe und Kappen (Hes. erg. 542-546) und schützender Teil der Rüstung (Thuk. 4,34,4), dann auch Begriff für Decken (Hdt. 4,73 und 75) und Schuhe aus Filz (Kratinos 100 CAF), bes. aber für eine kegelförmige Kopfbedeckung (Hes. erg. 546, Anth. Pal. 6,90 und 199, vgl. Hdt. 3,12; 7,61; 62; 92 zu den Filzmitren und -tiaren der östlichen Völker), der Hälfte eines Eies ähnlich (Lykophr. 506), mitunter mit einer Schlaufe an der Spitze zum Aufhängen und Tragen an einem Finger. Den p. trugen Handwerker …

Dipylon-Maler

(254 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Attischer Vasenmaler der geom. Zeit (Spätgeom. I, Mitte 8. Jh.v.Chr.; geometrische Vasenmalerei), benannt nach dem Friedhof am Dipylon-Tor in Athen, an dem sich seine Hauptwerke fanden. Der D.-M. und die Maler seiner Werkstatt schufen ca. 20 monumentale Vasen (Kratere; Amphoren), die als Spendegefäße auf das Grab gestellt wurden (Bestattung); von diesen ist die Amphora Athen, NM 804, mit einer Höhe von 155 cm (Fuß ergänzt und daher einst vielleicht noch höher) das bekannteste Wer…

Haartracht

(2,237 words)

Author(s): Colbow, Gudrun (Lüttich) | Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] I. Alter Orient Unterschiede bestanden im Alten Orient nicht nur zw. männlichen und weiblichen, sondern auch zw. Menschen- und Götterfrisuren. Die altoriental. H. basierten gewöhnlich auf langem Haar. Mit Ausnahme von Göttinnen, die en face mit langen Locken abgebildet werden konnten, trug man bis zum 1.Jt. meist Flechtfrisuren. Männer bevorzugten Knoten-, Frauen Kranzfrisuren. Form und Größe der Knoten bzw. Kränze bildeten ein Unterscheidungsmerkmal zw. Götter- und Menschenfiguren. Kahlköpfigkeit ist als bes. Fo…

Harpaston

(176 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ἁρπαστόν, harpastum). Bezeichnung für einen kleinen, festen Ball, dann auch für ein Fangballspiel mit diesem (Poll. 9,105; Athen. 1,14f.), dem phainínda ähnlich (vgl. Clem. Al. 3,10,50 [und schol.]). Im zweiten Fall handelte es sich um ein körperbetontes Kampfspiel; Einzelheiten zum Spielverlauf sind nicht bekannt. Eine Spielpartei attackiert den gegnerischen, ballführenden Spieler und versucht, ihm den Ball abzunehmen (ἁρπάζειν, “[hastig] greifen”, “raffen”, “rauben”). Dieser ist bestrebt, seine e…

Lykurgos-Maler

(149 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Apulischer Vasenmaler des ornate style (Apulische Vasen) aus der Mitte des 4. Jh. v.Chr., Schüler des Iliupersis-Malers, benannt nach der Darstellung des ‘Wahnsinns des Lykurg auf einem Kelchkrater (London, BM Inv. F 271, [1. 415, Nr. 5, Taf. 147]). Der L. bemalte meist großflächige Gefäße (Kratere, Hydrien, Situlen), die er gerne mit myth. Themen zierte. Er entwickelte die Anwendung von räumlicher Tiefe und Perspektive weiter, verteilte seine myth. Darstellungen auf zwei oder drei E…

Tiara

(237 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf
[English version] (τιάρα). Kopfbedeckung vorderasiatischer Völkerschaften (Armenier, Assyrer, Saker, insbes. Perser; Hdt. 3,12; 7,61; 7,64 u.ö), turbanähnlich; daneben eine hohe, mit Sternen verzierte und aufrecht stehender Spitze versehene T., die bei den Persern nur dem König, seinen Verwandten und hohen Würdenträgern zukam (Xen. an. 2,5,23; Xen. Kyr. 8,3,13). In griech. Quellen wird die T. auch kurbasía oder kíd(t)aris genannt (z. B. Aristoph. Av. 487). Die T. als Kopfbedeckung vornehmer Orientalen war auch in röm. Zeit üblich (Suet. Nero 13; Paus.…
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